Wie du deinen eigenen Bildungsweg gehen kannst

weil es dein leben ist

Heute freue ich mich sehr Dir einen Gastbeitrag von Peter präsentieren zu dürfen. Peter ist 24 und geht seinen ganz eigenen Weg. Fühl dich rein, in das was Peter schreibt…

Es ist dein Leben…

Ich komme gleich auf den Punkt. Mit wem gehst du abends ins Bett? Und mit wem wachst du morgens auf?

Nein, nein, nicht was du denkst, ich meine DICH. Ja, genau, du bist gemeint. Ist dir eigentlich klar, dass du die einzige Person bist, mit der du jede Minute deines Lebens verbringst? Jeden Tag, jede Nacht.

Warum ich dir das schreibe?

Um dir zu zeigen, dass es in deinem Leben erst mal um DICH geht.

Du darfst DICH glücklich machen und dich um DICH kümmern.

Du denkst, dass das egoistisch ist? Weit verfehlt. Es gibt’s nichts Gesünderes und Inspirierenderes als einen Menschen der gut für sich sorgen kann und Verantwortung für sich übernimmt. Das sind Menschen, die für sich einstehen können, lebendige Beziehungen führen und andere mit ihrer Ausstrahlung mitreißen.

Dein Vater will vielleicht dass du Arzt wirst, deine Freunde reden von einem „sicheren Job“ und das Jobcenter von „guten Zukunftschancen“.

Und wo bist du bei der ganzen Sache?

Du bist es, der mit diesen Entscheidungen leben muss, nicht deine Familie und auch nicht das Jobcenter. Du bist es, der im schlimmsten Fall 3-9 Jahre studiert oder irgendeinen Job macht, ohne mit dem Herz dabei zu sein und ohne wirkliche Begeisterung.

Es ist dein Leben.

Was mir geholfen hat?

Du kennst das sicher…

Spätestens beim Abi wurde ich von allen Seiten gelöchert, was ich denn nach der Schule machen möchte. Die Antwort „weiß ich noch nicht“ schien meine Gegenüber immer sehr zu bewegen. Sie gerieten in Wallung und sprachen von meiner Zukunft, dem Studium und dass ich mir meinen Weg verbauen würde. Blablabla.

Irgendwann merkte ich, dass es gar nicht so viel mit mir zu tun hatte. Es waren die Ängste meiner Eltern, meiner Mitschüler, Lehrer etc. und nicht meine. Sie hatten Angst vor der Zukunft, vor der Ungewissheit oder Angst, dass sie als Versager dastehen würden, wenn ihr Sohn versagt.

Also, lass dich nicht von den Ängsten anderer anstecken.

Ja, und jetzt?

Da stand ich nun und hatte mein Abitur in der Tasche.

Die Welt stand mir offen. Beängstigend weit offen.

Happy couple together on the peak of a mountain at sunset

 

Zur Uni? Nach 13 Jahren Schule hatte ich auf dieses Bildungssystem und das (für mich) „sinnfreie“ Lernen wirklich keinen Bock mehr und doch, dachte ich, schaue ich mir das Angebot wenigstens mal an.

 

Mein Ziel: Ich wollte was mit Menschen machen. Ich wollte mehr über mich erfahren, über meine Potentiale und anderen damit helfen.

Ich schaute mir fast alle Studiengänge in Deutschland an und fand… NICHTS. Egal ob Psychologie oder Pädagogik, alles hörte sich so theoretisch an. Selbst viele Studenten rieten mir ab, nachdem ich ihnen erzählte, was ich suchte. Gut, hatten wir das auch geklärt.

Also ging ich nochmal in mich.

Mir war klar, dass Beruf und Berufung dasselbe sein musste, ich wollte etwas tun, was mir wirklich Spaß macht.

Am meisten begeisterte es mich im Alltag, mit Freunden und Bekannten zu sprechen, neue Perspektiven aufzuzeigen und den Horizont zu erweitern. Und sonst?

Ich spielte Theater, war ein Fitness- und Ernährungsfreak, tanzte gerne, machte Yoga, beschäftige mich mit Spiritualität und Meditation. Ach, und da waren ja noch meine Beziehungen, mit denen ich mich intensivst auseinandersetzte.

Es stand irgendwie bei allem was ich machte immer der Mensch im Mittelpunkt und wie er ein freies, gesundes und richtig glückliches Leben führen kann. Nun, der Gedanke, andere auch beruflich zu coachen und zu beraten lag für mich auf der Hand.

Und so folgte ich „einfach“ meiner Leidenschaft.

Ich ließ mich zum Trainer für Gewaltfreie Kommunikation & Lebenscoach ausbilden, studierte verschiedene alternative Heilweisen und machte mich selbstständig. Nebenbei jobbte ich in einer Kanzlei und in der Kinderbetreuung.

War das wirklich alles so leicht, wie es sich anhört?

NEIN.

Würde ich es genauso wieder machen?

JA, auf jeden Fall.

Natürlich habe ich zwischendrin gezweifelt. Ich dachte es klappt alles nicht, verwarf meine Ideen, kreierte Neue und verwarf sie wieder. Ich änderte immer wieder die Richtung, war ungeduldig mit mir und fand es oft anstrengend gegen den Strom zu schwimmen.

Ich wollte heute mein Unternehmen gründen und morgen Millionär sein.

Aber weißt du was? Es hat sich total gelohnt, es war genau mein Weg. Ich habe so unglaublich viel über mich, andere Menschen und das Leben gelernt, da kann theoretisches Wissen einfach nicht mithalten.

Und heute?

Heute bin ich 24 Jahre, selbstständig, und coache Männer sich ebenfalls für ihren einzigartigen Weg zu entscheiden & ihre Träume zu leben. Außerdem begleite ich Menschen, die sich eine lebendige, erfüllende Beziehung und einen natürlichen Umgang mit dem anderen Geschlecht wünschen. Achja und Vorträge halte ich gerne. Ich liebe Vorträge.

Wie findest DU deinen Weg?

Sobald wir an „Beruf“ und „Geldverdienen“ denken, klammern wir innerlich meist schon die Hälfte aller Möglichkeiten aus, weil wir glauben sie seien unrealistisch. Dabei sind es genau diese verrückten Ideen, die wirklich Kraft haben und das Leben vieler Menschen verändern können.

Wenn du also überlegst, wie dein Weg weiter geht und was du beruflich machen willst, dann lass mal alle Gedanken an Job, Geld, Eltern etc. weg. Gehe mal für einen Moment davon aus, dass ALLES (!) für dich möglich ist. Und ich meine wirklich ALLES.

Zwei „einfache“ Fragen – die alles verändern können. 

1. Was ist ganz natürlich für dich?

Was fällt dir leicht und was machst du sowieso regelmäßig gerne?

Gehe mal deinen Alltag durch, deine Hobbies, was du mit Freunden machst, welche Rolle du in Beziehungen übernimmst, deine Art durchs Leben zu gehen, deine Interessen, deine Lieblingsthemen. Oft liegt deine Berufung viel näher als du denkst.

Was, deinen Beruf gibt´s noch nicht? Dann kreiere, wie Ben letzten´s schrieb, deinen ganz eigenen Beruf.

2. Was begeistert dich?

Was könntest du den ganzen Tag machen? Wobei geht dir so richtig das Herz auf? Was würdest du tun, auch ohne Geld dafür zu bekommen?

Das ist wohl der wichtigste Faktor überhaupt. Daher auch der Spruch: „Finde den richtigen Job und du musst nie wieder ‚arbeiten‘.“

Wenn du von etwas begeistert bist, bist du oft auch gut darin oder kannst es mit Leichtigkeit lernen. Außerdem gibt es für potentielle Kunden nichts Anziehenderes, als jemand der Spaß an seiner Arbeit hat.

Du siehst, es gibt wirklich keinen Grund mehr nicht deinen Weg zu gehen. Tust du das, was du gerne tust, bist du ein Segen für dich und alle anderen.

Also LOS.

Folge dem „Unnormalen“, dem „Verrückten“. Mach das, worauf du wirklich Bock hast, was sich gut anfühlt. Geh immer wieder aus deiner Komfortzone, zeig dich und lass die anderen an deinen Geschenken teilhaben.

 

ES IST DEIN LEBEN, right?
Peter Poneleit_2Peter ist begeisterter Coach & Speaker. Vor allem die Themen Mannsein & Partnerschaft haben es ihm angetan. Er steht auf einen gesunden Lifestyle, wie veganes, rohköstliches Essen und allerlei Sportarten. Außerdem beschäftigt er sich mit Spiritualität und Meditation. Seine Website und Blog findest du hier. Peter lebt in Frankfurt a.M.

 

 

 

 

 

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20 Kommentare, sei der nächste!

  1. „Dein Vater will vielleicht dass du Arzt wirst, deine Freunde reden von einem „sicheren Job“ und das Jobcenter von „guten Zukunftschancen“.“
    Ha, das erinnert mich an mich in der Endphase vom Abi: Ich wollte unbedingt eine Ausbildung machen und wusste genau, welche beiden in Frage kämen; aber wegen meines guten Abi-Schnittes hieß es nur, ich sei überqualifiziert und sollte doch bitte lieber studieren. Nur hat mich mein Studium nie wirklich glücklich gemacht – nur Alternativen hatte ich auch nicht wirklich. Also: Pause, rein in den Bundesfreiwilligendienst, bisschen erleben, bisschen testen. Hat geholfen. Die Arbeitsstelle ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit, aber während alle anderen Schiss haben, ein paar Monate lang gar nichts zu haben oder irgendwo an der Kasse zu sitzen, sehe ich dem ganz entspannt entgegen. Kann ja auch ganz nett sein und sowieso ist die Arbeit und das Geld verdienen ja nicht alles.

  2. Ein Coach speziell für die Männer, das finde ich ganz großartig! War mir bisher noch nicht untergekommen. Ich habe eben in Peters Blog ein wenig rumgelesen. Das gefällt mir sehr gut, was du da schreibst.

  3. „Mir war klar, dass Beruf und Berufung dasselbe sein musste, ich wollte etwas tun, was mir wirklich Spaß macht.“

    Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf, genau nach diesem Kriterium habe ich auch meinen Berufswahl getroffen. Es war mir von Anfang an wichtig, einer Tätigkeit nachzugehen, die für mich sinnvoll ist und die meinen Fähigkeiten entspricht. Ich wollte immer einer Arbeit nachgehen, mit der ich etwas bewegen kann, das Leben meiner Mitmenschen aktiv verbessern. Daher entschied ich mich auch für eine Arbeitsstelle im Gesundheitssektor als Physiotherapeut. Ich habe ähnliche Interessen wie du: Das Beraten und die Unterstützung meiner Mitmenschen hat mir schon immer Spaß gemacht, außerdem habe ich einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Der zu mir passende Beruf war schnell gefunden, nur die Aufnahmeprüfung machte mir Sorgen. Jedoch darf man sich vor Kritikern und Schwarzsehern hier nicht beeinflussen lassen, mein Motto: Probieren geht über Studieren! Mit guter Vorbereitung, Willenstärke und einer Portion Glück habe ich es dann geschafft – und bin überglücklich, mich für diesen Weg entschieden zu haben! Sicher hätte ich nach der Matura auch irgendeinen Job suchen können, und mir die nervenaufreibende dreiteilige Aufnahmeprüfung sparen können. Aber mit „irgendeinem Job“ wär ich niemals so glücklich geworden!

  4. Lieber Peter,

    Ist ja schön, dass du einen Beruf gefunden hast, der dir Spaß macht. Aber mir ist jetzt nicht so ganz klar, was daran das krasse ist.

    -Du hast ursprünglich mal nicht gewusst, was du machen willst. geht wohl jedem irgendwann mal so.
    -Die Leute haben dir nahegelegt, dass du dir irgendwann mal was raussuchen solltest. Ist ja auch richtig. Hast du dann ja auch gemacht.
    -Du hast dir überlegt, was du gerne machst. Klar. Macht jeder.
    -Du hast dann eine Ausbildung gemacht und arbeitest jetzt in dem erlernten Beruf. Prima.
    -Du hast zwischendrin gejobbt, teils in deinem Fach, teils woanders. Jup.
    -Du hattest zwischendrin Zweifel, ob das alles richtig so ist, aber im nachhinein findest dus gut. Das geht vielen so. Ist ja kein Geheimnis.

    Das ist unterm Strich eine ziemlich normale Berufslaufbahn. Muss ja nicht jeder Studieren. Früher haben ja noch deutlich weniger Leute studiert, also ist das jetzt auch nicht so ein besonders revolutionäres Gegenmodell.

    Aber trotzdem: danke fürs teilen.

    1. also wenn ich mich so umhöre bei mir im Büro, dann macht mindestens die Hälfte nicht, was ihnen Spaß macht, sondern sie machen’s wegen dem Geld, das jeden Monat auf ihrem Konto landet

      auch eine Freundin (und auch Arbeitskollegin) wollte lieber etwas ganz anderes tun, aber ihre Eltern forderten eine „ordentliche“ Ausbildung“ und das hat sie brav getan
      und es erscheint ihr im Nachhinein falsch, weil sie sich daran zerrieben hat

  5. Der Artikel war so fesselnd, dass ich ihn in einem Zug verschlang!!! Lange habe ich nicht so einen interessanten und mit LEIDENSCHAFT geschriebenen Text gelesen! Bravo! Der Text zeigt definitiv, dass Peter den richtigen Weg gewählt hat und seine Berufung gefunden hat. Jeder von uns ist begabt und sollte sich auf seinen Stärken konzentrieren, um sein Traumberuf zu finden. Sicherer Job, gute Zukunftschancen – alles Quatsch. Wenn du extrem gut bist, in dem was du machst, wirst du früher oder später erfolgreich sein!

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