Was du noch nicht über mich wusstest…

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Dennis Sievers hat mich für den Liebster Award nominiert und mir ein paar spannende und persönliche Fragen gestellt.

Hier sind meine Antworten:

1. Wer bist du wirklich und was sollte man definitiv von dir wissen?

Wer bin ich wirklich?

Das ist eine gute Frage. Dafür musst du mich dann doch persönlich kennenlernen. Die Möglichkeit dazu hast du bei unserem Anti-Uni-Treffen.

Was ich in den letzten Jahren über mich gelernt habe:

Ich bin reiselustig, eher der Künstler-Typ als der Jura-Student, und höchst interessiert an anderen Kulturen und Menschen.

Travel is...

Bild: BK

 

Ich umgebe mich gerne mit Menschen, die mich inspirieren und dazu bringen über Dinge kritisch nachzudenken.

Ich richte mich nicht mehr danach aus, was andere von mir erwarten oder erwarten könnten. Stattdessen versuche ich mich stets darauf zu besinnen, welchen Unterschied ich für andere machen möchte.

Ich halte nichts davon Wege zu gehen, die andere schon vor mir gegangen sind, sondern bahne mir lieber meinen eigenen Weg – auch wenn ich dafür durchs Unterholz muss.

Ich lese viel.

Ich denke viel nach, reflektiere gerne über Dinge, zweifle auch mal und bin davon überzeugt, dass ACTION (also zu handeln) die beste Medizin für mich ist.

Ich entdecke gerade Yoga und Meditation für mich, schaffe es aber noch nicht wirklich eine Regelmäßigkeit in meine „Practice“ zu bekommen. Ich arbeite dran.

Ein paar meiner „geheimen“ Pläne und Träume findest du auf meiner Bucket-List.

2. Wie bist zu deinem Blogthema gekommen?

Die Kurzversion:

  • Ich ließ mich für ein Jahr vom Jura-Studium an der Bucerius Law School beurlauben.
  • Eigentlich wollte ich nur „ein Jahr Pause machen“ und dann zurück an die Law School.
  • Während meines Freiwilligendienstes in Nicaragua hatte ich dann Zeit mir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.
  • In Nicaragua wurde mir bewusst, dass ich nicht wieder an die Law School zurück möchte; stattdessen hatte ich einen Studiengang in Richtung „International Relations“ oder „International Affairs“ im Kopf.
Beim Tischtennis mit den Kids

Beim Tischtennis-Training mit den Kids in Nicaragua

  • Als ich mir die Frage stellte, wo ich später mit „International Relations“ mal landen würde, vielen mir vor allem Bürojobs ein (bei der UNO, EU oder dem Auswärtigen Amt – sicherlich spannend, aber wohl nichts für mich).
  • Mir wurde mehr und mehr bewusst, dass ich selbst gestalten wollte.
  • Nach meiner Rückkehr aus Nicaragua jobbte ich 5 Monate und mir wurde endgültig klar, dass ich kein guter und vor allem kein glücklicher Angestellter sein würde. James Altucher würde das wohl „unemplyoable“ nennen. Ich mochte vor allem die Hierarchien nicht. Und mir war sehr wichtig, dass das Warum meiner Arbeit stimmt.
  • Ich wollte frei sein, selbst etwas aufbauen, selbst entscheiden und möglichst keinen meiner Grundwerte  leiden lassen.
  • Mir wurde bewusst, dass mein eigenes Ding zu machen der beste Weg ist meine Grundwerte zu leben und wirklich einen Unterschied zu machen, ja wirklich etwas zu bewegen und die Welt zu verändern. Nichts weniger als das!
  • Also organisierte ich mir ein Praktikum beim IdeaCamp in Berlin, zog nach Berlin und baute den Blog OneDayProfits auf. So kam ich zum Bloggen und entschied mich im Oktober 2013 alles auf eine Karte zu setzen und ab sofort meine Bildung selbst in die Hand zu nehmen. Am 5. Januar 2014 startete ich Anti-Uni mit diesem Artikel und seit dem lebe ich ein wildes Abenteuer mit vielen Auf und Abs.

Ausführlich habe ich über meinen Weg auch in einem Interview bei Gründerszene gesprochen.

3. Was macht dir besonders Spass an deiner Arbeit am Blog?

Artikel zu schreiben, die an die Substanz gehen. Artikel bei denen ich merke, dass ich Menschen berühre und bei denen es mir wirklich nicht leicht fällt auf den „Veröffentlichen“ Button zu klicken. So wie bei diesem Artikel zum Beispiel: Ein Geständnis.

4. Was ist deine große Vision, die du mit deinem Blog verfolgst?

Ich möchte jungen Menschen helfen ihr eigenes Ding zu machen und sich nicht zu stark von den Erwartungen ihrer Eltern oder der Gesellschaft beeinflussen zu lassen.

Viel zu oft versuchen wir die Erwartungen anderer zu erfüllen, statt unsere eigenen Ziele und Träume zu verfolgen.

Das ist fast so als würden wir es rechtfertigen von der Brücke zu springen, nur weil alle anderen auch springen.

Die Folge ist, dass wir einen Weg einschlagen der uns nicht erfüllt.

Ich bin davon überzeugt, dass wir als junge Menschen vor allem unserer Neugierde folgen sollten.

Leider trainiert uns die Schule oft diese Neugierde ab.

Die große Vision mit meinem Blog ist also junge Menschen zu inspirieren ihr eigenes Ding zu machen.

Ich träume von einer alternativen Online-Universität, die Lern-Ort und Community zugleich ist.

5. Was macht dich im Leben besonders glücklich und zufrieden?

Zeit mit tollen und empathischen Menschen zu verbringen, die die Welt verändern wollen und offen über ihre Träume, aber auch Ängste und Zweifel reden.

6. Welcher Person müsstest du ein großes Danke aussprechen, aber hast es nie getan?

Ich glaube ich habe es schon getan. Aber wahrscheinlich noch nicht oft genug. Meiner Mum und meinem Dad.

7. Was denkst du, willst du dieser Erde hinterlassen, damit du von dir selbst sagen kannst, dass es sich definitiv gelohnt hat auf der Welt gewesen zu sein?

Das ist eine kraftvolle Frage.

Ich würde gerne etwas hinterlassen, was einen dauerhaft positiven Impact auf Menschen hat.

Ich finde die Vorstellung großartig, dass sich auch zukünftige Generationen an unser Wirken erinnern.

Stell‘ dir das mal vor. Das ist doch großartig, oder?

Dafür hänge ich mich gerne rein und trage dazu bei, dass diese Bewegung junger Menschen immer größer wird.

8. Wenn du dir einen lebenden Menschen von dieser Welt als Mentor aussuchen könntest, welcher wäre es und warum?

Der erste der mir einfällt ist Chris Guillebeau.

Warum? Weil Chris einfach ein cooler Kerl ist, der zeigt, dass man sich selbst verwirklichen und gleichzeitig einen Unterschied für andere machen kann. Und trotz seines Erfolges ist er vollkommen authentisch und am Boden geblieben, weshalb ich ihn umso mehr schätze.

9. Wie startest du am liebsten in den Tag?

educational hacker 00001411Ich starte entweder mit einer kurzen Schreib-Session oder mit einer Runde Joggen.

Danach lese ich meist eine gute Weile und schreibe.

 

Ich versuche Gewohnheiten einzuhalten und produktiv zu arbeiten und mir gleichzeitig eine gewisse Spontaneität zu bewahren.

10. Was möchtest du in diesem Leben auf jedenfall noch erleben?

Ich will unbedingt ein Jahr komplett ohne Geld um die Welt reisen. Ich bin davon überzeugt, dass es keine schönere Möglichkeit auf wirklich menschliche und empathische Weise mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Und ich möchte wie gesagt diese Bewegung wachsen und sich auf die ganze Welt ausbreiten sehen.

11. Was ist dein Lieblingszitat?

 von Salvador Dali.

 

 

Gibt es noch etwas, das du gerne über mich wissen würdest?

Ab in die Kommentare damit!

 

 

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12 Kommentare, sei der nächste!

    1. Na dann komm zu unserem Treffen! Du bist natürlich auch herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen, wo ich Vorträge halte bzw. anwesend bin.
      Hier sind ein paar:
      – Konferenz für eine bessere Welt – http://www.fuereinebesserewelt.info/qd_gallery_cat/konferenz/
      – Stefffi Festival – http://www.steffie-festival.com/
      – Digitale Nomaden Film Premiere – http://anti-uni.com/deutschland-zieht-aus/
      – DNX – http://www.dnx-berlin.de/
      – KarriereSTARTSCHUSS-Mese – http://www.karrierestartschuss.de/

      Mehr noch auf der Updates-Page: http://anti-uni.com/updates/

      Viele Grüße!

      Ben

  1. Huhu, ein sehr inspirierende Interview! 🙂
    Ich finde es immer unglaublich motivierend, wenn ich sehe wie andere Menschen mit dem, was sie lieben, erfolgreich werden und dabei eben nicht den „traditionellen“ Weg gehen.
    Mein Respekt und viele Grüße!

    1. Danke, Luna, das freut mich!

      „Erfolgreich“ definiert denke ich jeder individuell für sich selbst. Und ich sehe und fühle mich erst teilweise „erfolgreich“ – nach meinen eigenen Maßstäben und Ansprüchen.

      Was bedeutet für dich „Erfolg“?

      1. hey Ben,
        gut dass du diese Frag gestellt hast. Ich würde sogleich auch gerne deine eigene Anwtort darauf erfahren. Was ist Erfolg allgemein? Und was bedeutet Erfolg für dich persönlich? Ich denke ein allgemeines Kriterium das viele für den Begriff „Erfolg“ verwenden, ist Anerkennung. Es erscheint mir aus einem tiefen Bedürfnis zu kommen, sich wertvoll zu fühlen. Vorallem in unserer Gesellschaft wird der Wert des Individuums so stark propagiert, dass es allzuoft etwas Zwanghaftes erhält. Doch die Frage ist ob man diesen Wert von anderen erhalten oder ob man aus sich selbst heraus diesen Wert erzeugen kann und sollte? Das ist meine ich auch das was du oft ansprichst wenn du von „der Erwrtung der Gesellschaft“ sprichst. Wir scheinen nur allzu oft abhängig von den Werten der Leute um uns herum zu sein, wie ein Bettler auf Almosen. Wodurch wir paradoxerweise uns von unserer eigenen Natur entfremden und unsere Individualität verlieren. Also lautet die Frage für mich: Wie kann man den Wert seiner eigenen Natur erfahren, ohne auf das Urteil anderer angewiesen zu sein?

        schönen Gruß

      2. Hmm, ich denke auch, dass „Erfolg“ ziemlich viel mit Anerkennung zu tun hat. Aber im positiven Sinne. Wenn man die Menschen, mit dem was man tut, inspirieren kann und sie in irgendeinem Sinne davon profitieren, dann sehe ich das als Erfolg an. Und das beinhaltet dann eben auch, dass die Leute die eigene Arbeit schätzen.
        Letztendlich basiert Erfolg vielleicht auf dieser Geben-und-Nehmen Relation 🙂

    1. Hey Johannes,

      danke für deinen Kommentar! Das freut mich natürlich, dass es für dich angenehm war den Artikel bzw. meine Antworten zu lesen.

      Mach Dein Ding!

      Ben

  2. Tag, ich habe heute über einen SPON-Beitrag auf deine Seiten gefunden. Nun, leider finde ich hier viel neoliberale (Eigen-) Verwertunslogik vom Feinsten, hingegen keinerlei klare Gesellschafts- und Systemkritik. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass all der Druck, diese Erwartungshaltungen, dieses dämliche Auswendiglernen für Formalabschluss X und Titelchen Y mit einem auf Dauerwachstum ausgelegten Wirtschaftssystem zusammenhängen? Mit der Maschine, die mit „K“ beginnt? Außerdem ist es relativ einfach, zum Verzicht auf Sicherheit aufzurufen, wenn man selbst privilegiert ist und im Notfall Daddy einspringt, oder? Das soll kein Vorwurf sein, denn die große Mehrheit der heutigen etwa Studierenden in D entstammt ebenfalls den oberen Schichten, leider. Da geht es um Gerechtigkeit, um Macht und Pfründe und schlussendlich sind wir wieder System mit dem „K“.

    Und als kleine Zusatzinfo: Es gibt tatsächlich auch viele ganz sympathische Menschen zwischen 20 und 30, deren Hauptinteresse nicht dem großen Geldverdienen und der Protzkarre gilt. Das sind aber halt eher die Intelligenteren, die etwa auch das Wort „Elite-Uni“, den ganzen Projektkram und die stetige, ins Gegenteil verkehrte Selbstoptimierung kritisch beleuchten. Als kleine Lektüre dazu ist aktuell „Psychopolitik“ (Byung-Chul Han) zu empfehlen. LG

    1. Hey Lorenz,

      danke für deinen Kommentar.

      Dass „dieses dämliche Auswendiglernen für Formalabschluss X und Titelchen Y mit einem auf Dauerwachstum ausgerichteten Wirtschaftssystem zusammenhängen [könnte]“ ist mir durchaus schon mal in den Sinn gekommen.

      Daddy springt bei mir übrigens nicht ein.

      Ich persönliche habe übrigens sehr viele sympathische Menschen um mich herum, deren Hauptinteresse nicht das große Geldverdienen ist.

      Zum Abschluss: Danke für den Buchtipp!

      Ben

      P.s. Wenn du mal in Berlin bist können wir gerne mal einen Tee zusammen trinken. Auf einem Blog kann ich wie du dir sicher vorstellen kannst immer nur einen Teil meiner Gedanken abbilden und auch nicht wirklich den Fortschritt meiner (gedanklichen) Entwicklung in Echtzeit dokumentieren.

  3. Hey Ben!
    Was mich noch interessieren würde, hast du dich schon mal gefragt, wie es wäre, wenn du etwas anderes studiert hättest? Und falls ja, hast du die Antwort auf diese Frage schon gefunden?

    Ich finde es echt cool, was du machst, aber „Anti“ im Titel ist doch schon sehr krass,
    zumal es viele Menschen gibt, die einfach folgen, weil es bequem für sie ist: wir sind immer noch im Besitz des Herdentriebes, manche mehr, manche weniger. Ich bin mir sicher, dass du dir deiner Vorbildfunktion bewusst bist und ich weiß auch, dass man heute nicht ohne Extremen Aufmerksamkeit erlangt. Du betonst in deinen Artikeln auch immer, wie wichtig es ist, eigenen Weg zu gehen, dennoch: meinst du, es könnte passieren, dass einige Leser deines Blogs ( zu denen ich, seit kurzem auch gehöre), das Studium abbrechen, obwohl das für sie nicht das richtige wäre? Wie gehst du damit um?

    1. Hey Regina,

      danke für deinen Kommentar.

      Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, was wohl passiert wäre, wenn ich etwas anderes studiert hätte. Ehrlich gesagt: Ich weiß es natürlich nicht. Gleichzeitig kann ich sagen, dass ich früher oder später da gelandet wäre, wo ich jetzt bin.

      „Anti“ im Titel ist krass, das stimmt. Ich möchte niemanden davon überzeugen einfach so ohne Plan B die Uni abzubrechen. Auf keinen Fall.

      Ich möchte vor allem zum Nachdenken anregen, sich die Frage nach dem „Warum“ zu stellen.

      Warum will ich studieren?

      Und warum will ich genau das studieren, was ich studieren will?

      Ich will nicht, dass mir alle blind nachrennen. Genau so wenig will ich, dass alle blind an die Uni rennen.

      Selbst schauen, selbst denken, Verantwortung für dich übernehmen und dann Gas geben. Darum geht´s!

      Cheers,

      Ben

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