Vergiss was Du weißt! (und werde ein neuer Einstein) – Video

vergiss was du weißt!

Vor einiger Zeit habe ich mich mit einer Freundin, die Künstlerin ist, über Kunst unterhalten.

Nach ca. 2 Stunden sagte sie zu mir:

“Ben, ich fühle mich als könnte ich gar nichts mehr Neues schaffen. – Ich will so sehr etwas Neues schaffen, aber immer wieder merke ich wie ich mich an Mustern und Malstilen von Künstlern orientiere, die ich schon kenne. Ich finde das traurig.” 

Bisher funktioniert unser Bildungssystem vor allem so, dass wir jede Menge Zeug oder „Stoff“ in Menschen hineinstopfen.

Die Lehrpläne in der Schule sind heillos überfrachtet – und frag dich mal ernsthaft, was du wirklich noch aus deiner Schulzeit behalten hast.

Zudem werden uns in der Schule oftmals die Meinungen anderer Autoritäten vorgesetzt. Das verhindert, dass wir selbst auf kreative neue Ideen kommen.

In der Universität geht es ähnlich weiter. Stoff wird in nächtelangen Lern-Sessions mit freundlicher Unterstützung von Kaffee, Red Bull oder gar kleinen bunten Tabletten in den Kopf gepaukt. Bei der Prüfung ausgekotzt. Danach: Vergessen.

Bulimie-Lernen hat das Potenzial ein echtes Modewort zu werden.

Um die Probleme von morgen zu lösen brauchen wir eine gehörige Menge kreativer Menschen, die „outside of the box“ denken können.

Unser Bildungssystem fördert gerade das Gegenteil: Konformisten, die alle mehr oder weniger gleich denken.

Informationsüberfluss

Gleichzeitig sind wir auch außerhalb der „Systeme“ Schule oder Universität einer ständigen Informationsflut ausgesetzt.

Diese Informationsflut erstickt mehr und mehr unsere Kreativität. Weil wir die ganze Zeit damit beschäftigt sind Informationen aufzunehmen, bleibt uns kaum die Zeit über die Dinge wirklich nachzudenken und zu reflektieren.

Mein Weg damit umzugehen ist eine strikte Informationsdiät: Ich lese keine Zeitung (dankenderweise habe ich mittlerweile tolle Menschen um mich herum, die mir spannende Artikel zukommen lassen) und schaue kein Fernsehen.

Wenn etwas wirklich Wichtiges in der Welt passiert, dann erfahre ich das auch so.

Weniger konsumieren – mehr denken

Je mehr Informationen du konsumierst oder je mehr du lernst, desto eher bist du durch genau diese Informationen vorgeprägt.

In Firmen würde man das „Betriebsblindheit“ nennen.

Je mehr Wissen du auf einem bestimmten Gebiet hast, desto weniger leicht wird es dir fallen ganz unvoreingenommen auf die Probleme draufzuschauen und Lösungen für sie zu entwickeln.

Und genau das ist es, was Kreativität ausmacht. Die Perspektive zu wechseln oder auch mal mit den Augen eines Kindes auf unsere Probleme zu schauen.

Daher:

Vergiss was Du weißt und werde ein neuer Einstein!

 
 

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ach du scheiße!!!

    Ich hab bisher nur die ersten zwei Minuten vom Video gesehen und kann jetzt schon sagen:
    „Die Kinder von heute (Indigo Kinder) haben ja echt schon ein viel höheres Bewusstsein als wir!“

    Scheiße…das wird eine echt geile Zeit hier auf Erden! Ich freue mich schon aufs Paradies! Ich werde auf jeden Fall meinen Teil dazu beitragen! 🙂

    Vielen Dank für das Video, Ben 🙂

    LG
    Marco

  2. Hallo Ben,

    inhaltlich sehr schön der Beitrag von Jacob Barnett, obwohl es mir zuviel Show ist.

    Ich stimme Deinem Anteil im Beitrag vollkommen zu.

    Zu Deiner Künstlerfreundin: Ich glaube, wir sind so viele auf der Erde, um uns gegenseitig zu inspirieren. Ich finde es sehr schön, Impulse von anderen Menschen zu bekommen, hier von Dir. Alles beeinflusst uns irgendwie, die Frage ist, was wir daraus machen. Ich glaube, es gibt nichts wirklich Neues. Alles ist irgendwie schon gedacht und gemacht worden. Was neu ist, ist die Mischung der Bestandteile.

    Ich wollte früher auch was Neues schaffen und es hat mich gewurmt, dass ich immer wieder Elemente von anderen übernommen habe. Heute kann ich die Inspiration von anderen wertschätzen, das mindert nicht den Wert dessen, was ich schaffe. Wir leben ja nicht im Vakuum! Ich mache das, was aus mir herausfließt, was mir Spaß macht, und wenn ich die Idee von anderen nutze, bin ich dankbar dafür. Sicher ist eine gewisse Entschulung nötig, um die Kreativität zu befreien und in den Fluss zu kommen. Wenn man sich das Werk von einem Künstler anschaut, sieht man seine Entwicklung. Sie alle haben sich von anderen inspirieren lassen und haben eigene Elemente hinzugefügt.

    Mach Dein Ding!

    ef

    1. Hey ho!

      Danke für deinen Kommentar!

      Jep, ich glaube auch, dass es nichts „Neues“ mehr gibt. Alles war schon irgendwie da – die Rekombination und unser persönlicher Touch macht denke ich den Unterschied.

      Mach ebenfalls dein Ding! 😉

      Ben

  3. Ach, das sehe ich anders! Der erste Schritt beim Lernen ist immer, dass man sich mit dem beschäftigt, was es schon gibt. Dabei entwickelt man ein Gefühl fürs Problem und für mögliche Lösungen und für die Probleme dieser Lösungen. Das meiste ist nämlich nicht so einfach, wie es zunächst aussieht, und die bewährten Lösungen haben schon ihre Gründe, warum sie so sind wie sie sind. Und erst wenn ich die Klassiker beherrsche, dann darf ich die Regeln brechen.

    Kreativität schön und gut, aber Kreativität ohne Wissen führt zu ziemlich viel nutzlosen Ideen. In der Malerei mag es ja anders sein, da kann man wirklich die bizarrsten Dinge machen. Aber schon bei Musik und Schriftstellerei ist es vorbei. Wenn den Hörern der Musik Zahnschmerzen entstehen (hab ich schon erlebt, oh je, war das übel!) oder man beim Lesen eines Romans ständig Lust bekommt, das Machwerk an die Wand zu klatschen, dann war das Werk wohl etwas daneben.

    Und wenn man tatsächlich etwas Innovatives macht, das gar nicht mal schlecht ist, dann will es keiner haben. Und ich arbeite ja nicht für die Schublade, sondern will anderen eine Freude mit meinen Ergebnissen machen. Vielleicht sogar Geld verdienen. Habe hier eine Schublade voll supertoller Ideen, in die ich hunderte von Stunden investiert habe, die aber keinen interessieren.

    Daher halte ich es mit Goethe: „Willst ins Unendliche du schreiten, dann taste dich nur im Endlichen nach allen Seiten.“

    1. Hey Andrea,

      danke für deinen Kommentar. Ich kann deine Position durchaus nachvollziehen.

      Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass da was dran ist. Du kennst sicher die sog. „Betriebsblindheit“ – so ähnlich ist das, wenn du „zu viel Wissen“ hast. Dann denkst du nur noch in den vorgegebenen Bahnen und es fällt dir immer schwerer outside of the box zu denken.

      Viele Grüße!

      Ben

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