Produktiver lernen und arbeiten in 7 Schritten.

produktiver arbeiten

5 Minuten Deiner Zeit – und danach kannst Du voll produktiv durchstarten. Versprochen 😉

Und wieder haben wir keine Zeit für Freunde, sind nicht zum Sport gegangen…

Wir haben keine Zeit die Bücher zu lesen, die wir lesen wollen…oder das zu tun, was wir schon die ganzen letzten Wochen tun wollten.

Übervolle To-Do-Listen, endlos viele E-Mails in unserem Postfach, viele Arbeitsstunden, lange Tage….falsche Prioritäten.

Und obwohl wir das Gefühl haben viel zu lernen oder zu arbeiten gehen wir am Abend doch nicht mit einem guten Gefühl ins Bett. Wir erreichen unsere Ziele nicht…und sind irgendwie unzufrieden.

Produktiver arbeiten wollen wir alle irgendwie, oder?

„Produktiver arbeiten” bedeutet, dass wir mehr Zeit für unsere Freunde und die schönen Dinge des Lebens haben.

„Produktiver arbeiten” bedeutet, die richtigen Dinge zu tun, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen und so am Ende des Tages zufrieden und mit einem guten Gefühl ins warme Bett zu schlüpfen.

“Productivity is never an accident. It is always the result of a commitment to excellence, intelligent planning, and focused effort.”

Hier die Essenz meines Produktivitätsmodell, das ich unter anderem für mein Gründerszene-Seminar benutze. 7 konkrete und anwendbare Tipps. Viele Stunden Arbeit – aber alles “for free” für dich – und du kannst es direkt anwenden 😉

Also – los geht´s: Quick and dirty!

Produkiver arbeiten – meine 7 besten Tipps

1) Mehr Schlafen

Schlafen!?

Wahrscheinlich schleppst du genau wie ich ein Schlaf-Defizit mir dir herum. Das kann vom Feiern am Wochenende sein, aber auch davon dass du abends einfach nicht den Schritt von “noch ein letztes Mal Facebook checken” zu “Bett” hinbekommst… (ich spreche aus Erfahrung – leider.)

Ich habe Schlaf lange nur als “notwendiges Übel” angesehen. Ich habe versucht über Wochen mit 5-6 Stunden Schlaf auszukommen. Nach ein paar Wochen habe ich mich dann gewundert, warum ich schlecht drauf, unproduktiv und manchmal sogar krank war.

Im Durchschnitt brauchen wir als erwachsener Mensch ca. 7 – 9 Stunden Schlaf.

Klar, das variiert von Person zu Person, aber die wenigsten Menschen kommen dauerhaft mit weniger als 7 Stunden Schlaf aus.

Ich habe gemerkt, dass ich wenn ich genug schlafe viel weniger anfällig für Zweifel oder negative Gedanken bin, dass ich kreativer bin, besser lernen kann und auch besser gelaunt bin – zur Freude meiner Mitmenschen.

Wenn du dich noch mehr mit dem Thema Schlaf beschäftigen möchtest, dann kann ich dir das kostenlose E-Book „Besser schlafen, besser leben“ von meinem Blogger-Kumpel Stefan empfehlen.

Quick-Tipp: Genug schlafen und möglichst immer zur gleichen Zeit abends ins Bett gehen.

App-Tipp: Sleep as Android – trackt deinen Schlaf und weckt dich dann, wann es nicht so weh tut.

2) Gewohnheiten

Gewohnheiten (du kannst sie auch “Routinen” oder gar “Rituale” nennen) sind der shit.

Die Vorteile von Gewohnheiten:

  • sie sorgen dafür, dass du immer wieder das Richtige tust.
  • sie sind unabhängig von deiner Motivation (wenn sie einmal etabliert sind).
  • sie brauchen nicht deine Willenskraft auf.

Ich mache gerade das SEA Change Programm von Leo Babauta. Zur Zeit implementiere ich eine kleine Meditationsgewohnheit: Ich meditiere jeden Tag mind. 2 Minuten und habe mir über die letzten Wochen und Monate schon ein paar gute Gewohnheiten aufgebaut.

Meine Morgenroutine besteht derzeit aus:

  • green smothie machen und trinken
  • 2 min meditieren
  • 6-7 km joggen
  • 1 min Handstand üben
  • kalt duschen
  • Lesen 
  • 1000 Wörter schreiben

Der beste Weg um dir ein Morgenritual zu bauen ist aus meiner Erfahrung mit einer kleinen Sportgewohnheit anzufangen. Es wirkt sich positiv auf deine Stimmung aus, verhindert Depressionen und sorgt dafür, dass du besser lernen kannst. Man hat sogar herausgefunden, dass Kinder nach einer Sprint-Übung besser Vokabeln lernen können.

Wenn Du also joggen möchtest, oder Yoga machen möchtest, versuche jeden Tag nur 1 Minute genau das zu tun.

Quick-Tipp: Klein anfangen – one habit at a time.

Bei Karrierebibel habe ich darüber geschrieben, wie du dir step für step Gewohnheiten bauen kannst.

“Typically, people who exercise, start eating better and becoming more productive at work. Exercise is a keystone habit that triggers widespread change.” – Charles Duhigg, Autor von The Power of Habit

3) Zeit-Slots

Nutze Zeit-Slots, um Dinge wirklich zu Ende zu bringen.

Wenn ich Artikel editiere, dann nutze ich die Pomodoro-Methode, um die Aufgabe auch wirklich in der vorgegebenen Zeit zu Ende zu bringen.

Du kannst in Intervallen von 50 – 10 oder 25 – 5 – 25 – 5 arbeiten.

Du arbeitest also 50 Minuten und machst dann 10 Minuten Pause.

Ich arbeite gerne 50 – 10 // 50 – 10 // 30 mins Pause. Und dann das Gleiche von vorne.

Quick-Tipp: Halte Dich an die Pausen.

4) Priorisieren

Priorisieren bedeutet für mich: Die richtigen Dinge tun – um den richtigen Output zu erreichen – und so meine Ziele zu erreichen.

Zwei Tools (es gibt natürlich noch viele mehr).

1) 80 / 20 – Regel (auch Pareto-Prinzip genannt)

Mit 20 % deines Zeiteinsatzes erreichst du 80 % deiner Ergebnisse. Überlege also genau, welche Aufgaben wenig Zeit kosten, dich aber ein großes Stück weiterbringen.

2) Wichtig <-> Dringend Matrix

“Most of us spend too much time on what is urgent and not enough time on what is important.”

Oft verbringen wir zu viel Zeit mit Dingen, die dringend aber nicht wichtig sind. Ich versuche vor allem morgens Zeit mit Dingen zu verbringen, die nicht dringend sind, sondern die mich langfristig weiterbringen.

Dazu gehört für mich derzeit:

  • Sport und Meditation
  • Lesen
  • Schreiben
wichtig dringend matrix

Der Schatten…das bin ich 😉

Quick-Tipp: Morgens zuerst die Sachen machen, die wirklich wichtig sind.

5) E-Mail + Social Media

Kurz und knapp: Einfach mal geschlossen lassen.

Wenn wir auf Facebook sind oder unsere Mails checken, dann reagieren wir statt zu agieren. Ich kann förmlich spüren, wie dann die kreative Energie aus mir herausgesaugt wird….*schlüüürp*.

Ich versuche so weit es geht meine Mails nicht vor 16 Uhr zu checken. Und auch mit Social Media halte ich es so. Klar schaffe ich das leider nicht immer.

Du denkst: “Das kann ich doch nicht machen!”

Habe ich auch gedacht – probier´s mal aus 😉

Quick Tipp: Lass dich nicht stressen und mach dein Ding.

6) Planen

Nimm dir Zeit um deine Woche zu planen. Und schaue dir abends an, was du geschafft hast von dem was du schaffen wolltest.

Versuche dir ein eigenes Informations-Management-System zu erstellen, mit dem du klarkommst. Vielleicht ist es ein Online-Tool – vllt aber auch ein Moleskine Notizbuch.

Ich bin wieder weg von digital und mache meine Wochen- und Tagesplanung wieder analog mit meinem Moleskine blanko.

Durchstreichen macht so einfach viel mehr Spaß 😉

Die beiden bekanntesten Methoden für effektives Zeitmanagement:

Ich persönlich benutze die zen to done Methode und habe sie hier und da für mich angepasst.

Quick-Tipp: Ausprobieren in kleinen Schritten. Das was gut funktioniert beibehalten.

7) Geschafft! – Belohnung =)

Belohne dich. Das kann ein kleines Stück (dunkle) Schokolade sein – oder ein gemeinsamer Abend mit Freunden.

Lege Dir abends Termine so, dass du dich ranhalten musst, um alle deine Aufgaben zu schaffen. Und belohne dich dann damit, dass du dir etwas Gutes tust – wie gesagt, das kann ein Treffen mit Freunden, Sport oder auch ein Kino-Film sein. Was auch immer für dich eine Belohnung ist. 😉

Quick-Tipp: Führe ein kleines Erfolgstagebuch, in das du vor dem Schlafengehen deine Erfolge des Tages einträgst. Das fühlt sich gut an und ist auch wie eine kleine Belohnung.

 

Wenn du dauerhaft produktiver arbeiten möchtest, dann kannst du dich hier auf dem Laufenden halten.

P.s Noch ein letzter Hinweis – ein inspirierendes Buch zum Thema Produktivität und Motivation: The Motivation Hacker.

 

 

Was sind deine besten Tipps zum Thema Produktivität?

 

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an einer Blogparade zum Thema Produktivität teil.

Bild: Nina Matthews Photography

Willst Du auch weniger auf die Gesellschaft hören und Dein eigenes Ding machen?

Hol´ Dir meine 7-teilige kostenlose Video-Serie und lerne die Kunst deinen eigenen Weg zu finden. 

>> jetzt die kostenlose Video-Serie abholen! <<

find_your_own_way_university-bdr

36 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ist Produktivität wirklich DAS Non-Plus-Ultra?
    Ich hab da so meine Zweifel. Wohlgemerkt, deine Ideen sind echt gut und diese 7 Schritte sind für Viele bestimmt sehr hilfreich. Aber wo bleibe ich dabei? Ich meine ich als Mensch, als Wesen, für das auch noch andere Dinge als Erfolg und Leistung zählen…
    Oder bin ich ein Dinosaurier mit diesen Gedanken?

    Schöne Ostern.

    1. Hey Hans,

      danke für deinen Kommentar!

      Ich finde du bist keinesfalls ein Dinosaurier mit diesen Gedanken. Ich frage mich auch manchmal wie strikt ich mich an meine Zeitpläne und Ziele halten sollte oder ob ich eher meiner Intuition und meinem Gefühl vertrauen soll. Bisher habe ich aber gute Erfahrung mit dem Produktivitätsmodell gemacht, das ich für mich entwickelt habe.

      Ich denke wichtig ist einfach stets eine gewisse Flexibilität zu haben.

      Dir auch frohe Ostern! =)

      Ben

      P.s. Produktwerbung wollte ich eigentlich gar keine machen…aber ja, du hast recht, das kam ein bisschen komisch. Ich hab´s rausgenommen 😉

      1. Du hast damit sicher recht. Solange Ideen und Anregungen nicht als Gesetze betrachtet werden und der „chaotischen Kreativität“ noch Raum gelassen wird. 🙂
        Ich selbdt mache meine Tages- und Wochenplanung in ein in Leder gebundenes Buch, mit Füller -auch Planen muss Spass machen, find ich. 🙂

        Hans

        1. Das finde ich super, Hans!

          Ein Kumpel von mir fragt sich immer wieder: „How can I make this playful?“ – Ich finde das eine tolle Einstellung (auch wenn ich manchmal vergesse und mich zu sehr stress oder stressen lasse). Aber da lerne ich gerade fleißig dazu 😉

          Liebe Grüße!

          Ben

          1. Hey Hans!

            Ich glaube für dich ist der Begriff Produktivität stark mit Erfolg und Leistungsdruck verbunden, was in unserer Leistungsgesellschaft kein Wunder ist.

            Vielleicht hilft es dir wenn du Produktivität eher als etwas siehst, dass dir dir hilft sparsamer mit deiner Zeit umzugehen. Das was du dir zusammensparst kannst du wiederum nach deinem Belieben nutzen.

            Ob du dich in der gewonnen Zeit um deine Famile kümmerst, deinen Hobbies nachgehst, mit Freunden ein Bierchen trinkst oder mehr Zeit in deine Arbeit investierst (was ja auch dein Hobby sein kann) ist komplett dir überlassen.

            Liebe Grüße!

    2. Hey Hans!

      Der Unterschied ist, dass du (für andere) arbeiten kannst oder deine persönlichen Herzensziele verfolgst. Dann ist Arbeit und Freizeit ein Kontinuum. Man braucht dann zb. auch bestimmte Regeln um die eigenen Regenerationsphasen ein zu halten.

      LG aus Dresden

    3. Beim Thema Produktivität geht es ja gerade nicht darum, immer mehr zu arbeiten, Leistung zur ersten Priorität zu machen und als Mensch zu verkümmern. Es geht darum, in der gleichen (oder weniger) Zeit, mehr zu erreichen, Stress und Unordnung zu reduzieren und Platz für Erholung und Spaß zu schaffen. Gerade als jemand, dem Freizeit, Erholung und „Leben“ sehr wichtig ist, finde ich es daher sehr sinnvoll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
      Danke für die vielen Inspirationen, Ben!

      1. Hallo!Produktivität bedeutet für mich persönlich mehr Zeit für Familie und Hobbys zu gewinnen! Um mehr produktiv im Beruflichen wie auch Privaten Bereich zu sein, benutze ich schon seit 10 Monaten http://kanbantool.com/ . Hier geht es um die Visualisierung von Projekten, Aufgaben und Terminen. Mit Hilfe von Kanban Tool kann das ganze Unternehmen problemlos in Echtzeit zusammenarbeiten. Genau bedeutet es, dass Mitarbeiter alle Aufgaben, Informationen und Kommentare austauschen und gleichzeitig teilen können.

  2. Ein wirklich guter Artikel! Auch wenn mir die Möglichkeiten nicht neu sind, ist es doch immer wieder gut daran erinnert zu werden. Man verliert die guten Vorsätze leider immer so schnell wieder aus den Augen…
    Ein wirklich empfehlenswertes Buch zu dem Thema ist auch: Eat that Frog! von Brian Tracy.

    Liebe Grüße und Frohe Ostern!

    1. Hey Anne!

      Danke für deinen Kommentar und danke für den Buchtipp!

      Werde ich direkt mal auf meine Buch-Challenge-Liste aufnehmen!

      Dir auch frohe Ostern und ein paar geruhsame Tage,

      Ben

  3. Die Schwierigkeit mit strickten Verhaltensregeln ist, dass man dazu tendiert sich selber zu verurteilen, sobald man sich ab und zu nicht mehr an sie hält. Frustration und Selbstbestrafung sind oft das Resultat. Das ist zumindest meine Erfahrung damit. Die Kunst die es dabei zu erlernen gilt, ist den Mittelweg zu finden zwischen Konsequenz und Gelassenheit. Das verlangt ein gutes Maß an Selbstreflexion. Wie wirkt mein Vorgehen auf mich? Bin ich Produktiver, aber gleichzeitig angespannter? oder erfülle ich letztendes nur die Erwartung von anderen damit?
    Beim weitern Überlegen ist jedoch die wahre Schwierigkeit eines jeden Vorsatzes die richtige Motivation zu finden. Das Ziel was wir erreichen wollen. Auch wenn es sich noch so banal anhört; das ist meiner Meinung nach das größte Rätsel unserer Generation. Klar, mit Vorsätzen kann ich alles erreichen. Aber was will ich erreichen? Was bedeutet Glück für mich? Bin ich glücklicher wenn ich umweltschonender Lebe? Vielleicht wenn ich endlich ein bürrgerliches Leben führe? Vielleicht wenn ich dann noch die richtige Fraue gefunden habe. Oder aber spätestens wenn ich alt und reif genug bin dass die ganzen lestigen Selbstzweifel nachlassen. Wir tendieren all das in der Zukunft zu sehen, was viele von uns so angespannt leben lässt. Aber solange ich das nicht für mich geklärt habe, bringt mir auch die ambitionierteste Vorgehensweise nichts. Denn ohne Navigation kommt auch das schnellste Schiff nicht an.
    Mein persönlicher Tipp: Richte deine Kompassnadel dahin aus wo du anderen helfen kannst. Es gibt einem mehr Turbo als jemals etwas anderes dir geben könnte.
    Naja schöne Ostern euch noch!

    Milan

    PS: Warum studierst du eigentlich nicht Liberal Arts and Sciences?

    1. Hey Milan,

      danke für deinen inspirierenden Kommentar.

      Ich finde deinen Ansatz sehr spannend. Ich versuche mich so oft zu fragen wie es geht: „Which value can I create today?“. Also, welchen Mehrwert, ja welchen Nutzen kann ich für andere heute kreieren. Diese Philosophie versuche ich auch meinen Blogbeiträgen zugrunde zu legen.

      Das klappt nicht immer – aber ich werde besser denke ich 😉

      Eine weitere wichtige Frage (für mich ist sie vielleicht die wichtigste unseres Lebens) ist: WARUM?

      Das geht denke ich in die Richtung, die du mit dem Thema „Motivation“ ansprichst. Warum tue ich das was ich tue? Warum studiere ich das was ich studiere? Warum…?

      Diese Frage ist für einer unserer besten Navigatoren wie du es nennst.

      Und als Kind fragen wir ständig „Warum?“, „Warum warum….“ – nur irgendwie verlernen wir das zunehmend als Erwachsene. (Mein subjektives Gefühl versteht sich.)

      Frohe Ostern!

      Ben

      P.s. Liberal Arts und Sciences klingt ganz schön generell (weiß ich jetzt gar nicht genau was das ist ehrlich gesagt)…Ich bin gerade ziemlich happy mit dem was ich „studiere“ 😉

      1. hey hans,
        das hört sich interessant an. könntest du diese angst vielleicht etwas näher erleutern? wovor hättest du angst? und warum?
        schönen gruß

        Milan

        1. Hi,

          Anderen zu helfen ist sicher etwas sehr befriedigendes, ich selbst arbeite in einem helfenden Beruf.
          Aber die Kompassnadel danach ausrichten? Heißt das nicht, sich selbst zu vergessen, die Bedürfnisse anderer über die eigenen zu stellen?
          Ich selbst habe in vielen Jahren die Erfahrung gemacht, dass nur ein bestimmtes Maß an Selbstfürsorge auch das Helfen für andere erst gut möglich macht. Und so gesehen betrachte ich Altruismus immer ein bißchen kritisch.

          Schöne Grüße
          Hans

          1. Hey Hans,

            auf jeden Fall. Deshalb kümmere ich mich gerade morgens vor allem um mich. Ich mache jeden morgen Sport, lese und schreibe. So habe ich ein echt gutes Gefühl und kann gut in den Tag starten.

            Liebe Grüße,

            Ben

  4. Ich halte vor allem die Balance zwischen Kopf und Körper für außerordentlich wichtig. Regelmäßiger Sport hilft uns schließlich dabei, dass wir uns nicht nur einfach besser und aufgeweckter fühlen. Sport verändert auch unsere Gehirnarchitektur und kann nach Erkenntnissen der Neurobiologie als Präventionsmittel gegenüber neurodegenerativen Erkrankungen nachhaltig positive Auswirkungen hervorbringen. Gegenüber Menschen, die mir „Ich habe keine Zeit für Sport!“ als Ausrede vor die Nase halten, behaupte ich: Wie wäre es mit einer erhöhten Lebenserwartung, um die scheinbar verschwendete Zeit wieder reinzuholen?

    Regelmäßige Bewegung sollte für alle Menschen – unabhängig vom Alter und körperlicher Verfassung – integraler Bestandteil des Tagesablaufs sein. Oftmals sind nicht mal besondere Gerätschaften notwendig, um das tägliche Tagespensum an sportlicher Aktivität zu erfüllen. Der Mensch als natürliches Lebewesen wurde einfach dazu konzipiert, sich aktiv zu bewegen, um seine körperliche Ausstattung nicht schon in den jungen Jahren museumsreif zu machen. Und für jeden gibt es sicher das gesunde Mittelmaß zwischen Fitnesswahn auf der einen und Couchpotato-Kultur auf der anderen Seite. Im Englischen gibt es auch die Redewendung „Walk the talk“ – und diese wundervolle Formulierung bringt es perfekt auf den Punkt: dass Kopf und Körper in einem synergetischen Prozess aneinander bedingen und dass man auch das umsetzt, worüber man spricht. Womit mir an dieser Stelle tatsächlich die Quadratur des Kreises gelungen ist und wir wieder bei Produktivität wären.

    1. Leider haben sich diese Erkenntnisse noch immer nicht in den starren Köpfen der Arbeitgeber durchgesetzt. Warum muss ein Arbeitstag 8 Stunden oder mehr dauern? Ich bin sicher, dass in mehr als 90% der Jobs (vor allem klassische „Schreibtischjobs“) das gleiche tägliche Arbeitsergebnis auch in 6-7 Stunden erreicht werden könnte (Fließbandarbeit oder Kundenkontakt mal außen vor). Umso mehr, wenn die Mittagspause auf 60 Minuten erhöht würde.

      Weniger ist oftmals mehr!

  5. Hallo,

    was mir gerade beim Lesen dazu eingefallen ist:

    – Mehr Schlafen: Gute Idee.
    – Morgens eine Routine aufbauen, die über Hygiene und Essen hinausgeht: Geht zu Lasten des Schlafes.
    – Sich Damit belohnen, das man den Abend mit Freunden verbringt: Geht zu Lasten des Schlafes. 😉

    Ich tue mir persönlich sehr schwer nach dem Vormittag, der mit festen Terminen gefüllt ist, am Nachmittag zu entscheiden, was wichtig und was dringend ist oder wie ich mit 20% Aufwand 80% der Arbeit erledigt bekomme.
    Wenn ich das mal herausfinde… 😀

    Grüße und Frohe Ostern

    Marcel

    1. Hey Marcel,

      naja, ich würde sagen das ist eine Sache der Perspektive. Wie wäre es z.B. wenn du früher ins Bett gehst und dafür morgens zusammen mit Freunden eine Runde Sport machst? 😉

      Nur als eine mögliche Idee von vielen.

      Liebe Grüße,

      Ben

  6. Hallo Ben,

    vielen Dank für Deine Tipps.
    Besonders gefreut hat mich die Dringlichkeit/Wichtigkeit-Tabelle. Obwohl sie für mich nicht neu ist. Ich erinnere mich an Prioritäten setzen nach dem ABCD-Prinzip. Ich finde Deine Tabelle aber viel schöner. So konnte ich gleich die „Wichtigen Ziele“, „Wichtigen Aufgaben“, „Unterbrechungen“ und „Ablenkungen“ konkretisieren und beispielhaft aufführen. So hatte ich Schwarz auf Weiß nochmal die mir wirklich wichtigen Dinge und die Ablenkungen aus den Weiten des Internets. Für mich jedenfalls.
    Jetzt gilt es „nur“ noch diese Dinge in einen sinnvollen Tages- bzw. Wochenplan zu bringen, was als Mutter einer 7jährigen Tochter nicht immer einfach ist. Wir werden sehen.

    Seit ich Deine Tipps gelesen habe und z.B. auch um wieviel Uhr Du aufstehst, mache ich es ähnlich: Ich stehe um 5:00 Uhr auf, mache Yoga, lese, schreibe und bereite Frühstück vor. Dann beginnt der Familienalltag und auch mein „Noch-Job“, der zum Glück nur ein Teilzeit-Job ist. So könnte bei guter Planung nachmittags auch noch etwas Zeit sein, um wichtige Ziele zu verfolgen. Bisher gab es leider immer wieder Unterbrechungen, so dass ich nachmittags noch nicht sehr weit gekommen bin. Aber ich bin ja auch erst seit zweieinhalb Wochen dabei.

    Liebe Grüße,
    Christina

  7. Hallo Ben 🙂
    weil mir der erste Kommentar noch im Kopf hängt: Mir ist egal, ob du Produktwerbung machst. Wieso nicht?
    Außerdem habe ich deswegen beschlossen, dass ich mir ebenfalls ein hübsches Notizbuch für meine To-Do-Listen kaufen werde.

    Bisher sind die Punkte immer auf Post-its gelandet, die ich abends weggeschmissen habe. In einem schönen Buch zu schreiben, verleiht dem Vorhaben aber noch eine besondere Wertigkeit 🙂

    Danke für den Tipp!

    Viele Grüße
    Linda

    1. Hey Linda!

      Danke für deinen Kommentar und viel Spaß mit dem Notizbuch!

      Was die Produktwerbung angeht: So ein Blog verschlingt super viel Zeit und da sind Produktempfehlungen (von Produkten, die ich selbst nutze und feiere) eine von vielen Möglichkeiten einen Blog zumindest ein Stück weit zu refinanzieren.

      Viele Grüße!

      Ben

  8. Ich lass hier mal ein kurzes Zitat fallen 😉
    Die Dinge die man nicht getan hat machen einen fertig .
    Im Sinne von müde /erschöpft .
    Kennen wir das nicht alle, das wir etwas über Tage, oder Wochen mit uns herumschleppen,und jeden Abend wieder denken: “ Ach hätte ich das nur Heute getan,naja, dann werde ich das morgen gleich ganz früh erledigen. Und dann am Abend fängt der Kreis wieder am Sprichwörtlichem Anfang an . ?
    Bei mir jedenfalls sind das oft kleine Dinge,die nicht mehr als 1/2 h von mir benötigen würden- wie zbs. Ein Anruf bei Verwandten, die zersplitterte Glastür zum Glaser bringen oder endlich einmal diese eine Ecke im Zimmer aufzuräumen die die nervige Angewohnheit hat ohne eigenem zutun zu verschmuddeln . Aber genau das saugt mir am Abend wenn ich im Bett liege meine ganze Energie weg und ich weiß genau, das ich mich so viel besser und freier fühlen würde wenn das erledigt wäre . Warum brauche ich dann nur immer wieder so lange um mich dazu überwinden ?
    Ich bin in letzter Zeit schon „selber“ auf einige dieser Gedanken gekommen- zbs. das mit dem Wochenplanen. Oder auch einen Tag zu planen . Es ist unglaublich wie viel man dann plötzlich schaffen kann ! – Aber es sind wieder tolle Anregungen und Gedanken dabei,die ich mitnehmen werde.
    Danke Ben !
    Viele liebe Grüße
    Joy

  9. Das ist wirklich der beste Artikel den ich bisher über das Thema Produktivität gelesen habe…
    Viele Dinge waren mir schon bekannt aber du hast sie so gut und detailliert erklärt sodass ich echt ein paar neue Dinge dazugelernt habe. Über den Punkt mit dem Schlaf hatte ich auch noch nie nachgedacht. Du bist echt ein Vorbild in Bereichen wie Blogging etc.
    Ich habe vor kurzem selbst einen Blog gestartet ( http://www.the-success-story.com ) in dem ich über ähnliche Themen schreibe, würde mich echt riesig freuen wenn du dort mal vorbeischauen und Rückmeldung geben könntest 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *