Wie du nie mehr einen Fehler machst

Nie mehr Fehler machen

Mist, ständig mache ich Fehlär…

Du auch?

Dann habe ich eine gute Nachricht für dich:

Nachdem du diesen Text gelesen hast, wirst du nie wieder einen Fehler machen!

Du glaubst mir nicht?

Nimm dir ein paar Minuten und überzeuge dich selbst.

 

Was ist eigentlich ein Fehler?

Woher weißt du was richtig und was falsch ist?

Hast du eine App dafür? Wird dein Leben von einem Fußballmoderator kommentiert, der alles besser weiß? Sagen dir deine Eltern und Freunde, was richtig ist? Woher sollten die es wissen?

Wenn ich das Wort „Fehler“ im Duden nachschlage, erhalte ich die folgenden Bedeutungen:

  • etwas, was falsch ist, vom Richtigen abweicht; Unrichtigkeit
  • irrtümliche Entscheidung, Maßnahme; Fehlgriff
  • schlechte Eigenschaft, Mangel
  • Stelle an einer hergestellten Ware, die nicht so ist, wie sie sein müsste

Bist du nun schlauer? Nein? Ich auch nicht…

Wer gibt denn das Richtige vor oder bestimmt, wie eine Stelle sein sollte?

 

Wer entscheidet was ein Fehler ist?

Ich spanne dich nicht länger auf die Folter. Hier kommt die Antwort:

Du tust es selbst!

Um genauer zu sein, tun wir alle es selbst und damit auch irgendwie gemeinschaftlich.

Wir gehen jeden Tag Übereinkünfte miteinander ein, dass etwas auf eine gewisse Weise richtig und auf eine andere falsch ist.

Und viel schlimmer noch: Wir stimmen jeden Tag Übereinkünften zu, die vor vielen vielen Jahren unter ganz anderen Bedingungen getroffen wurden.

„Die Vergehen der Menschen sind jeweils durch die Gemeinschaft bedingt, der sie angehören.“

(Konfuzius)

 

Ein Beispiel:

Wenn du irgendwo zu Gast bist und beim Mittagsessen deinen Teller nicht leer isst, machst du einen Fehler.

Du solltest dein Essen komplett aufessen!

Die Mehrheit der Deutschen ist sich darüber einig, dass es unhöflich ist, wenn du es nicht machst.

Man könnte denken es hätte dir nicht geschmeckt!

Der Gastgeber hat sich doch soviel Mühe damit gegeben!

Und außerdem haben es dir deine Eltern doch so beigebracht! Oder willst du, dass das Wetter nicht schön wird, nur weil du dein Mittagessen nicht aufgegessen hast?!

 

Was wirklich ein Fehler ist

So ist das mit allem, was wir tagtäglich tun.

Von der Menge möglicher Handlungen ist nur eine kleine Teilmenge in deiner Gruppe „richtig“.

Nur ein Teil der möglichen Handlungsoptionen wird als richtig gewertet

Nun wissen wir also, was ein Fehler ist und was nicht:

Fehler = Verstoß gegen die Konventionen deiner Gruppe

Kein Fehler = Handlung im Sinne der Konventionen deiner Gruppe

 

Wie du nie mehr einen Fehler machst

Nun gibt es generell drei gängige Wege um Fehler zu vermeiden.

 

1. Handle nur im Sinne der Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Es wird dir vielleicht für eine Weile gelingen aber irgendwann, wird dir ein Fauxpas unterlaufen. Ob du willst oder nicht. Ein offener Hosenstall, eine falsche Krawatte oder ein voller Teller auf dem Mittagstisch, mit Essen, das du nicht magst.

 

2. Überzeuge die Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Es grenzt ja schon an Unmöglichkeit die Meinung einer Gruppe in Bezug auf eine einzige Sache zu ändern. Selbst, wenn du beweisen kannst, dass deine Option die bessere ist und Alternativen anbietest, bleibt die Gruppe meist stur.

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“

(Deutsches Sprichwort)

Ein einfaches Beispiel dafür sind Autos.

Jeder deutsche Autofahrer weiß inzwischen, dass sein Auto die Umwelt verschmutzt.

Alternativen gibt es auch schon: Elektroautos.

Was kaufen die Leute?

SUVs.

Es wird dir also nicht gelingen die Meinungen deiner Gruppe zu allen deinen Handlungen zu ändern.

 

3. Such dir eine andere Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Wie? So auch nicht?

Nein.

Versuch es. Such dir eine Gruppe, die dein Handeln in ihrer Konvention nicht als Fehler ansieht.

Geh‘ nach China. Dort ist es gerade anders herum: Es gilt als unhöflich, wenn du den Teller leer isst. Du bringst den Gastgeber sogar in Verlegenheit, wenn du alles aufisst, denn er hat nicht genug Essen zur Verfügung gestellt.

Passende Gruppe gefunden. Endlich keine Fehler mehr, oder?

Weit gefehlt!

Zum einen hat deine neue Gruppe auch weitere Konventionen, von denen bestimmt einige gegen deine Handlungen verstoßen und zum anderen bist du nun in einer neuen Gruppe gefangen. Das führt uns zum Problem von Möglichkeit Nummer 1.

Was ist, wenn du nun in der WG deines chinesischen und deutschen Freundes zum Essen eingeladen bist?

Isst du den Teller leer um dem Deutschen gegenüber höflich zu sein oder isst du ihn nicht leer um dem Chinesen gegenüber höflich zu sein?

Sagst du das Essen aus lauter Verzweiflung ab?

 

Wie du wirklich nie mehr einen Fehler machst

Entschuldige, dass ich dich so lange in die Irre geführt habe, aber es war nötig.

Erst wenn wir selbst feststellen, dass wir auf die gängige Weise nicht mehr weiter kommen, sind wir offen für neue Wege.

Und hier ist ein neuer Weg:

4. Sei deine eigene Gruppe!

Erfolgschance: 100%

Ja, du hast richtig gelesen. Wenn du keine Lust darauf hast…

  • dich auf ewig den Konventionen deiner aktuellen Gruppe anpassen zu müssen,
  • am Versuch deren Konventionen anzupassen zu scheitern
  • oder andauernd die Gruppe wechseln zu müssen,

…dann schaff dir doch deine eigene!

Du kennst diesen Weg vielleicht auch schon unter einem anderem Namen:

„Mach Dein Ding!“

(Ben Paul)

Aber wie soll das denn funktionieren?

 

Wie du dein Ding und damit nie mehr einen Fehler machst

Ganz einfach.

Beginne bei dir selbst.

Definiere einfach für dich selbst, was richtig und was falsch ist, egal was andere denken!

Nehmen wir meinen ersten Satz aus diesem Artikel:

„Mist, ständig mache ich Fehlär…“

Da ist doch ein Fehler drin! Jawoll… nach der Konvention der deutschen Rechtschreibung schon.

Aber ich habe den Satz trotzdem so gelassen, weil ich für mich selbst eine andere Definition festgelegt habe: Ich habe beschlossen, dass der Satz richtig geschrieben ist, wenn du ihn verstehst und wenn er deine Aufmerksamkeit erregt.

Hast du ihn gelesen und verstanden?

Ja? …Na dann habe ich doch alles richtig gemacht 😀

Auf diese Weise gelingt es dir nie wieder einen Fehler zu machen.

Übernimm einfach diejenigen Konventionen deiner Gruppe, die dir passen und ersetze den Rest mit deinen eigenen.

 

Beispiel:

Die Gruppe deiner Eltern und Lehrer hat dir die Konvention in den Kopf gesetzt, dass es richtig ist, nach dem Abi zu studieren. Du würdest aber lieber einen Blog mit dem Namen „Anti-Uni“ starten und dir selbst etwas beibringen.

  • Solange du an die Definition der Gruppe glaubst, bist du gefangen. Du kannst nicht tun, was du möchtest, denn das wäre ein Fehler.
  • Sobald du aber für dich selbst definierst, dass es richtig ist, kannst du loslegen.

Frag einfach mal Leute, die so etwas schon gemacht haben. Vielleicht findest du ja direkt hier einen 😉

 

Was du unbedingt beachten solltest

1. Recht und Gesetz

Leider ist es so, dass du zumindest eine Art von geltenden Regeln nicht einfach so über Bord werfen kannst.

Rechte und Gesetze sind Konventionen, die du wohl in deine Gruppe übernehmen solltest, es sei denn, du möchtest fehlerlos ins Gefängnis wandern.

2. Reaktionen der Gruppe

Wenn du nun beginnst, deine eigenen Regeln für richtig und falsch aufzustellen, werden andere dich wahrscheinlich seltsam anschauen und scharfe Kritik äußern. Klar, du passt nicht mehr in ihre Gruppe. Macht aber nix.

Die Regeln deiner Gruppe, bieten immer noch genügend Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Gruppen. Und das geilste daran:

Du trittst wirklich nur mit den Konventionen einer anderen Gruppe in Kontakt, die für dich in Ordnung sind.

Wenn es dir schwer fällt entgegen der Erwartung deiner Gruppe zu handeln, dann hilft dir vielleicht das hier.

3. Das große Ganze

Das ist jetzt kein Aufruf zur Spaltung der Gemeinschaft, ganz im Gegenteil.

Würde jeder den Mut haben sein eigenes Ding zu machen, könnten wir in der Gemeinschaft sogar noch mehr von dem Potential der möglichen Möglichkeiten (o_O) nutzen und alle würden davon profitieren.

verschiedene Definitionen von "richtig" bieten uns mehr Möglichkeiten

 

Bonus: Wie du zusätzlich nie wieder etwas bereuen musst

Als Bonbon obendrauf kannst du auf diese Weise sogar alle deine jemals gemachten Fehler richtig stellen.

Glaubst du mir schon wieder nicht?

Schau her:

Alles was du jemals getan hast, hast du doch aus bestem Wissen und Gewissen heraus getan.

Zu dem Zeitpunkt deines Handelns, bist du also davon ausgegangen, dass es der beste Weg war, auf diese Weise zu handeln. Es war richtig.

Und dann hast du es so gemacht. Das kann doch wohl kein Fehler gewesen sein, oder?

„War es etwa ein Fehler ein Studium aufzunehmen, das sich im Nachhinein nicht als das Richtige für mich erwiesen hat?“

Natürlich nicht. Du wusstest es doch vorher nicht besser.

„Ist es falsch das Studium jetzt abzubrechen, weil es mich erdrückt und mich nicht glücklich macht?“

Nein! Es ist jetzt das Richtige.

Fazit

„Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

(Dietrich Bonhoeffer)

Du möchtest nie mehr einen Fehler machen?

Dann mach Dein eigenes Ding!

Fehler sind nichts anderes, als Verstöße gegen die Konventionen deiner Gruppe.

Wenn du einfach deine eigenen Konventionen schaffst, ist es unmöglich jemals wieder einen Fehler zu machen!

Deine Vorteile:

  1. Du fühlst dich besser und machst dein Ding.
  2. Darüber hinaus profitiert unsere ganze Gesellschaft, da wir die Fülle der Möglichkeiten viel besser ausnutzen können.

 

P.S.: Nun kennst du meine Gedanken zum Fehler machen. Ich würde mich freuen von deinen in den Kommentaren zu lesen!

 

Über Norman:

Norman Brenner, Gründer von vomLeben.deHey, ich bin Norman.

Ich habe vernuenftig-leben.de gegründet um das Leben endlich besser zu verstehen. Ich behandele dort die großen und kleinen Probleme im Leben und liefere Dir praktische Erkenntnisse und klare Antworten, damit du ein für dich vernünftiges Leben führen kannst.

Außerdem findest Du dort mein kostenloses E-Book “Weisheiten des Flusses – 19 Erkenntnisse, die dein Leben zum Fließen bringen“.

 

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51 Kommentare, sei der nächste!

    1. Hey Andreas,

      da waren deine und meine Gedanken wohl gerade in der „richtigen“ Schnittmenge 😉

      Vielen Dank für deinen Kommentar!

      Krass, das(s) da gar kein Fehler drin ist!

      Liebe Grüße

      Norman

  1. Hallo Norman,

    ich suchte schon länger nach einem passenderen Wort für Fehler, denn die klingen so mathematisch-logisch: Fehler 404

    Das passendste, das ich bisher finden konnte, ist Erfahrung. Ich mache keine Fehler, sondern Erfahrungen.

    Gruß,
    Philipp

    1. Hey Phillipp,

      danke für den tollen Hinweis!

      Finde ich sehr schön das Wort „Fehler“ einfach durch „Erfahrung“ zu ersetzen =)

      Klappt das bei dir auch im täglichen Leben?
      (Das Anwenden ist ja meist die größte Hürde… zumindest bei mir)

      Liebe Grüße

      Norman

  2. Lieber Norman!

    Danke für diesen tollen Beitrag! Endlich jemand, der das in Worte fasst, was viele meiner Meinung nach denken, aber sich nicht auszusprechen, trauen.
    Weiter so!

    Liebe Grüße Jacky

  3. Geil! Wusste ich doch, dass es kein Fehler war, als ich mich verrechnet habe und 200 Menschen beim Einstürzen des Hochhauses starben!

    Danke!

    1. Hey Horst,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Dieser Trick – dass du eine Handlung, die du nach bestem Wissen und Gewissen vollführt hast, nicht als Fehler bezeichnest – beseitigt nicht die Konsequenzen, die dadurch entstehen.

      Er enthebt dich nicht von der Pflicht, Rechenschaft für deine Taten ablegen zu müssen oder gibt dir einen Freifahrtschein.

      Wie ich oben schon angedeutet habe, kann man auch „fehlerlos“ ins Gefängnis wandern.

      Die Freiheit / Macht seine eigenen Maßstäbe zu setzten, macht dich nicht unantastbar. Ganz im Gegenteil: Sie nimmt dich noch stärker in die Verantwortung, zu prüfen, ob deine Handlungen
      nach deinen Maßgaben „richtig“ sind. Denn du kannst dann nicht mehr auf die gängigen Konventionen berufen.

      Liebe Grüße

      Norman

  4. Toller Beitrag!
    Ich finde es ja auch ganz toll die Reihenfolge der Buchstaben des wortes „Fehler“ einfach mal zu vertauschen – „Helfer“ klingt doch viel besser und logischer. Jeder Mensch macht sogenannte „Fehler“. Leider wurde uns nur der Sinn von Fehlern falsch eingetrichtert… Sieht man „Fehler“ als „Helfer“ an, um z.B. seinen „richtigen“ weg gehen zu können, ergibt alles viel mehr Sinn. Fehler sind also Helfer 😀
    Viele Grüße!

    1. Wow!

      Vielen dank für diesen tollen kommentar, Ronja!

      FEHLER = HELFER

      Das ist mir noch nie aufgefallen… genial XD

      Sollte man sich in dem Fall vielleicht sogar bei seinen „Fehlern“ bedanken?

      Liebe Grüße

      Norman

  5. Hallo Norman,

    Fehler sind immer gut! Denn sie zeigen einem, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet oder nicht. Und das gilt nicht nach Meinung der anderen Menschen, sondern nur nach der eigenen Meinung. Also sollte man selbst definieren, was der „Fehler“ war – „Fehler“ bezeichnet doch erst einmal nur, dass etwas „gefehlt“ hat: Mut, Erfahrung, Wissen, … Und daran kann man doch arbeiten – immer im Einklang mit den eigenen Zielen und Werten.

    Ich selbst bin im Sprachenbereich tätig und stelle immer wieder fest, dass Schüler, egal ob Jugendliche oder Erwachsene, Fehler immer verteufeln und jedesmal sehr peinlich berührt sind, wenn sie einen Fehler sagen oder schreiben. Sie schämen sich, trauen sich nicht mehr zu schreiben oder zu sprechen und beschimpfen sich im Geiste selbst. Sie gehen mit sich selbst so lieblos um – so würden sie mit einem Freund niemals reden.

    Aber: Was bedeuten Fehler schon? Sind sie wirklich so schlimm? Die gleichen Fehler finden wir dann bei Ausländern charmant und liebenswert – ist es nicht wichtiger, die Information zu transportieren?

    Also: Nur Mut! Und mach Fehler, so viele du willst und brauchst, solange sie dich deinem Ziel näherbringen!

    Und ab und zu darf – und muss – man vermutlich eine falsche Abzweigung im Leben nehmen – solange man irgendwann wieder auf den richtigen Weg kommt, ist alles in Ordnung.

    Herzliche Grüße
    Christine

  6. Hey Christine,

    ein wirklich wertvoller Beitrag, danke dafür!

    Ich kann das alles genauso unterschreiben. Mir selbst geht es so, dass ich mich schäme, wenn ich zum Beispiel in absolut nicht fehlerfreiem Englisch kommuniziere.

    Da kommt einfach immer der Gedanke an den „Standard“ und die Erwartungen der anderen auf. Ich besänftige mich in der Regel damit, dass ich es ja dann „richtig“ gemacht habe, wenn mein Gegenüber verstanden hat, was mein Anliegen ist. Aber es ist schwer im gleichen Moment daran zu denken.

    Sehr interessant finde ich deinen Hinweis, dass wir mit anderen oft viel nachsichtiger sind, als mit uns selbst. Oder es sohar charmant finden. Darüber hatte ich so noch nicht nachgedacht.

    Vielleicht sollte man mal vor dem Spiegel mit sich als „Fremdem“ in einer anderen Sprache reden, um die eigenen „Fehler“ charmant zu finden XD

    Ich bin übrigens im großen und ganzen der Meinung, dass „richtig“ und „falsch“ von uns nicht absolut beurteilt werden kann. Was heute richtig ist, kann morgen falsch sein und was für die Menschheit richtig ist, kann für die Erde falsch sein. Und umgekehrt.

    Mit welchen Sprachen arbeitest du denn, Christine?

    Liebe Grüße

    Norman

    1. Hallo Norman,

      den Anspruch haben viele: Eine Fremdsprache fehlerfrei sprechen zu können. Dabei gibt es aber Studien, dass man in seiner Muttersprache mindestens (!!!) hundert Fehler am Tag macht, ohne es zu merken – und da sind Versprecher, die man sofort verbessert, nicht mitgerechnet!!! Also: Warum willst Du perfekt Englisch sprechen??? Ist es nicht wichtiger, die Sprache in den Alltag zu bringen, Freude daran zu haben, alle Sinne zu nutzen, Freunde in den entsprechenden Ländern zu finden, Land und Kultur kennenzulernen?

      Mein Bruder beispielsweise hat eine kolumbianische Ehefrau und hat über 10 Jahre in Kanada gelebt – er spricht ganz toll Englisch (logischerweise), aber selbst bei ihm ist es nicht fehlerfrei. Unsere italienischen Freunde machen Fehler in ihrer Muttersprache, die höre sogar ich – und was sagen sie dazu? „Das ist einfach so“. Also: Nur Mut!

      Bei einer Sprache ist sowieso das Wichtigste erst einmal die Aussprache: Wenn Du Wörter komplett falsch aussprichst oder betonst, versteht Dich niemand mehr. Also arbeite daran. Das zweitwichtigste sind Vokabeln. Ohne Vokabeln nützt die komplizierteste oder auch einfachste Grammatik nichts. „Du essen Eis von die Vanille“ wird wunderbar verstanden, auch wenn der Satz grammatikalisch komplett falsch ist.

      Und wie Du schon sagst: Wer gibt sich selbst das Recht zu beurteilen, was richtig oder falsch ist? Außerdem möchtest Du Menschen, die Dich wegen Deiner Fehler abkanzeln oder auslachen, sowieso nicht näher kennenlernen oder gar als Frende haben. Also ist es doch sowieso egal.

      Meine italienische Freundin hat mir geschrieben: „Ich esse dein Buch“ – sie wollte vermutlich schreiben „ich lese dein Buch“. Ist das nicht charmant? Uns wäre das sooooooo peinlich!

      Ich arbeite übrigens mit mehreren Sprachen: Hauptsächlich Italienisch, aber auch mit Englisch, Französisch, Latein. Ein bisschen auch mit Spanisch, aber da lerne ich gleichzeitig noch – mit einem Bolivianer momentan, der sehr geduldig mit mir ist – und bei dem ich daran arbeite, dass mir nicht jeder meiner Fehler peinlich ist …

      Auf jeden Fall ist das Allerallerwichtigste die Leidenschaft und der Spaß am Lernen selbst und die Begeisterung für die Sprache(n) und die Länder, die Menschen und die Kulturen!

      Und schäme Dich bitte nie mehr dafür, wenn Dein Englisch nicht absolut perfekt ist, sondern freue Dich darüber, dass Du in der Lage bist, mit anderen Menschen zu kommunizieren!!!

      Liebe Grüße
      Christine

      1. Wow, Christine!

        Danke für diese schöne Antwort und die vielen Anregungen und Besipiele!

        Du hast mich richtig damit infiziert das Sprechen in einer Fremdsprache zu genießen… Danke =)

        Ich denke auch, dass da viel Übung eine Rolle spielt.

        Nicht Übung der Sprache, sondern Übung der ungewohnten Situation.

        Das ist glaube ich wie beim Reden vor Publikum. Je öfter man es macht, desto leichter wirds. Und irgendwann kann man souverän über Themen reden, von denen man gar keine Ahnung hat.

        So wahrscheinlich auch mit der Sprache. Je öfter man es tut, desto selbstsicherer spricht man sie irgenwann trotz Fehlern.

        Liebe Grüße

        Norman

        1. Hallo Norman,

          möchtest du noch einen Tipp?
          Fehlertraining im Sprachenbereich funktioniert auch so: Es gibt eine 3-Sekunden-Regel. Bei ungewohnten Sprechsituationen – also wenn es darum geht, eine unbekannte Person anzusprechen – entscheidest du die ersten 3 Sekunden, ob du mit der jeweiligen Person sprechen willst oder nicht. Wenn du nach 3 Sekunden nicht tätig geworden bist, geh einfach weiter. Am Anfang wirst du vermutlich sehr oft weitergehen, aber im Laufe der Zeit wirst du die Personen immer öfter ansprechen und wirst merken, dass es funktioniert. Das sind dann die kleinen Erfolgserlebnisse…

          Und dieses Reden über Themen, von denen man keine Ahnung hat, hat mein Sohn perfektioniert – er ist 19 Jahre alt und hat keine Angst, weil er meint, dass er eh der Tollste ist. Und das Erstaunlichste ist: Es funktioniert! 😉

          Herzliche Grüße
          Christine

  7. ja geiles ding – so hab ich mir das eig auch gedacht

    das problem ist nur wenn alle plötzlich fehler frei sind… wozu muss ich dann eig noch für eure sünden sterben… gar nix mehr zu tun auf dieser erde….

  8. Hi Norman,

    Mir gefaellt dein Fazit!
    Fuer mich heisst es klar: Handle nach deinem Gewissen und nach sonst gar nix!
    Wenn du es bereust, dann, tja… war das bitter, aber das konntest du nicht wissen. Ich persoenlich habe die Erfahrung gemacht, dass es nichts schmerzhafteres gibt, nicht auf sein Gewissen zu hoeren und danach festzustellen: Ich hab Scheisse gebaut.

    Ich denke, dass es oft einfach nicht zu sagen ist, was nun ein Fehler ist oder nicht. Unsere Handlungen haben Konsequenzen, auf die wir den Rest unseres Lebens bauen, das klingt extrem aber es stimmt.
    Fehler sind dazu da um aus ihnen zu lernen, genau so wie richtige Taten und Dinge dazu da sind, um aus ihnen zu lernen und ein Gespuer (vielleicht ja das Gewissen) zu entwickeln, wie man als naechstes handelt.
    Was ich sagen will, ist dass es egal ist, das was wir getan haben als „falsch“ oder „richtig“ abzustempeln, denn im Endeffekt, ist das einzige was zaehlt, wie wir darauf reagieren bzw daraus lernen. Das war mein comment 😛
    Ich wuensch euch was,
    Paul

    1. Hey Paul,

      danke, super zusammengefasst!

      Ich sehe das ähnlich. Wichtig ist nicht ob „richtig“ oder „flasch“, sondern, dass man jede Situation im Leben so nutzt, wie sie ist und kommt und daraus das beste macht. Und das geht meiner Meinung nach am einfachsten mit der Einstellung, dass alles gut ist, wie es kommt und alles, was ich dazu getan habe, dass es so gekommen ist, auch gut war.

      Sobald man die Verantwortung abgibt, wird man wieder ein Stück ohnmächtiger.

      Wenn ich darauf beharre, dass es einfach ein Fehler war, mich für eine bestimmte Laufbahn zu entscheiden, und das so hinnehme, laufe ich eher gefahr mit diesem Fehler weiterzu leben.

      Wenn ich mir aber die volle Verantwortung dafür einräume und weiß, dass es meine (damals) richtige Entscheidung war, sehe ich auch die Option jetzt wieder eine neue richtige Entscheidung zu treffen. Ich habe es selbst in der Hand.

      Hab das einfach so runtergeschrieben und bin mir nicht sicher, ob meine Gedankensprünge so klar rüberkommen^^

      Hoffe ihr versteht, was ich meine XD

      Liebe Grüße

      Norman

  9. Hey Norman,
    ein toller Text und es steckt so viel „Richtiges“ drin! 😉
    Vor allem in deinen letzten Worten kann ich mich wiederfinden. So viele Handlungen werden im Nachhinein als Fehler bewertet, dabei wusste man es zu jenem Zeitpunkt eben einfach nicht besser. Aus seinen „Fehlern“ lernt man. Und sobald man etwas lernt, ist es doch kein Fehler mehr, oder?
    LG
    Anja

    1. Hey Anja,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Zustimmung (Obwohl mir die ja laut Text egal sein sollt ^^ – aber trotzdem schön)!

      Ganz genau so ist es, Anja. Ich finde es ganz wichtig die Verantwortung und die Kontrolle zu behalten und es nicht einfach als Fehler abzutun und dabei zu belassen.

      Denn Fehler sind für alle „gut“:

      Die, die daraus lernen wollen, kommen durch sie voran.

      Die, die es nicht wollen, nutzen sie als Entschuldigung.

      Liebe Grüße

      Norman

  10. Hi, die Seite, Texte und Kommentare sind sehr motivierend, weiter so ! 🙂

    Dieser hier erinnert mich an ein Kinderbuch, das ich sehr mag:
    ‚Mörfi – falsch, falscher, fabelhaft‘ von Andreas Schlüter

    LG Nadin

    1. Hey Nadin,

      Danke für deinen Kommentar! Und die Buchempfehlung =)

      In solchen Kinderbüchern findet man die guten Inhalte immer schnell und ohne Schnörkel, das mag ich!

      Liebe Grüße

      Norman

  11. Hey Norman,

    Starker Artikel. Ich sehe das ganz klar in den verschiedensten Bereichen. Wie z.B auf der Arbeit oder bei Freunden. Wenn du gefragt wirst, was ich beruflich mache erzähle Ihnen das was ich wirklich mache. Meine Selbstständige Arbeit macht mir unheimlich Spaß. Also warum sollte ich Sie nicht mit anderen teilen? Ich werde dann meisten Schief angeguckt und sogar ausgelacht, aber die Tatsache das Sie am Ende die sein werden die im Leben nichts auf die Reihe bekommen haben, während du auf ner tollen Yacht sitzt und deinen Cocktail schlürfst im Pazifischen Ozean, was natürlich auch nur ein Beispiel ist, finde ich das Gefühl etwas im Leben erreicht zu haben besser, als nur so vor mich hin zu vigitieren. Also immer schön auf die eigenen Bedürfnisse gucken und das machen was einem Spaß macht und was einem richtig erscheint.

    Gruß

    Ruben Pasternak

    1. Hey Ruben,

      vielen Dank!

      Ich glaube auch, dass der Erfolg automatisch kommt, wenn man etwas um seiner selbst willen tut. Ganz einfach weil man mit Leidenschaft dabei ist!

      Liebe Grüße

      Norman

  12. Schönes Ding, hat mir auf jeden Fall gut gefallen dein Beitrag.

    Ich muss ehrlich sagen, ich mach zu gerne Fehler um nie wieder welche machen zu wollen. Ich und ich hoffe manch anderem wird es genau so gehen, habe die wichtigsten Lektionen in meinem Leben durch vermeintliche Fehler gelernt. Man sollte natürlich definieren was Fehler bedeutet.. Sich verrechnen, dass ein Gebäude einstürzt wie oben erwähnt, darf natürlich nicht passieren aber sonst sind gelegentliche Fehler, gar nicht so schlecht.

    1. Hey Alexander,

      vielen Dank für deine netten Zeilen =)

      Du hast nactürlich ganz recht… es steht und fällt alles mit der eigenen Definition von „Fehler“. Und genau darum geht es ja in dem Artikel. Und ich finde deine Sichtweise auch sehr praktisch. Wer den begriff des Fehlers mag, kann es natürlich weiterhin gerne Fehler nennen =)

      LG Norman

  13. Ich betrachte meine Fehler als Feedback. Dank dieser Einstellung kann ich jedes mal von kleinen Sachen was neues lernen. Man muss ein Leader für sich selber sein, solange man sein Ding macht, sind Fehler irrelevant.
    Toller Artikel, hat mir sehr gefallen.
    Gruß
    Norman

  14. Mir gefällt der Beitrag zu diesem Thema sehr gut. Ein lange überfälliges Thema noch dazu.
    Ich habe mir einen Spruch gemerkt, den ich irgendwo aufgegabelt habe und der lautet: „Ich mache keine Fehler, ich mache Erfahrungen.“
    Auch habe ich bei einem Beitrag auf Youtube mal gehört, dass ein Uni-Professor seine Studenten darauf trainiert hat, bei jedem Fehler statt in die übliche Selbstkritik zu fallen auszurufen: „Das ist aber interessant“ und danach auch zu handeln sprich zu experimentieren. Habe das heute selbst bei mir angewandt, als ich einen Irrtum bei mir entdeckte. Kurzerhand habe ich daraus ein Experiment gemacht. War ich zuvor noch deprimiert, hallte kurze Zeit später voller Freude ein siegreiches, dreckiges Lachen aus meiner Küche bzw. meinem spontanen Versuchslabor.

    Ich denke auch, dass diese ganze Selbstkritik, dieser innere Richter, der jeden unserer Fehler registriert, moniert um nicht zu sagen bestraft und einen selbst be- und häufig auch verurteilt noch dazu ohne Gnade, die einverlaibten Stimmen all jener Menschen aus den ersten Lebensjahren sind, die uns wie ein Buchsbäumchen abgerichtet haben, damit wir Teil dieses Gesellschaftssystems werden konnten, dem auch sie angehören. Es erinnert sehr an Sklavenmentalität. Dennoch ist hier Vorwurf wenig hilfreich und angebracht, denn sie wussten es nicht besser bzw. waren damit beschäftigt, sich und ihren Kindern ergo uns das Überleben zu sichern. Mit all dem Preis, den es hierfür zu zahlen gibt, der einem aber manchmal viel zu spät bewusst wird. Dieser lautet in der Regel Beschneidung seiner Selbst bis hin zur völligen Selbstaufgabe quasi ein Leben der Pflichterfüllung aber keines der Erfüllung, da der eigene Lebensplan nicht erfüllt bzw. verwirklicht worden ist. Überleben statt Leben halt. Der Berg an Reue verpasster Chancen für sich einzustehen, kommt leider bei so manchem erst dann, wenn die letzte Heimreise bevorsteht und keine Möglichkeit mehr besteht, Fehler machen bzw. Risiken eingehen zu dürfen.
    Auch stellt der Ausschluss aus einer Gemeinschaft eine der Urängste eines jeden Menschen dar, den er versucht mit allen Mitteln zu verhindern. Daher auch erst die Möglichkeit des Gruppenzwangs. Womöglich weil der Mensch von der Evolutionsgeschichte her nur in Gemeinschaft überleben konnte. Man kann es aber auch wie folgt interpretieren: die Menschen konnten trotz physischer Unterlegenheit vor allem dadurch überleben, weil sie die Fähigkeit besitzen, sich um einander zu kümmern. Auch ein flexibler Geist, der schnell aus Versuch und Irrtum lernt, dürfte hier sehr entscheidend gewesen sein.
    Jemand der keine Fehler mehr macht, macht sie deshalb nicht, weil er nichts Neues mehr ausprobiert. Damit leitet er aber unwissentlich den Beginn des eigenen vorzeitigen Sterbeprozesses ein. Es ist wie Sterben in Raten. Nicht zur Nachahmung empfohlen.
    Hingegen bei uns selbst zu beginnen, eigene Irrtümer nicht nur nicht zu verdammen sondern sie sogar zu begrüßen, weil dies Bestandteil eines jeden kreativen Prozesses ist und uns somit als schöpfende, experimentierende Wesen auszeichnet, macht es dann auch leicht, anderen gegenüber ebenso wohlwollend zu begegnen. wie ich mir, so ich dir sozusagen. Zudem motiviert das GELEBTE Vorbild auch andere, mutig zu sich zu stehen. Nur Pioniere haben es da schwerer.
    Unsere Er-Zieh-ung – das Wort verrät eigentlich ja schon, wohin die Reise des Kindes gehen soll – wird bei neuen Lernverhalten so manches Mal über Bord geworfen und durch Stimmigeres ersetzt werden müssen. Phoenix aus der Asche lässt hier herzlich grüßen.
    Dieser Blog sowie dieser Beitrag geben hierfür die richtigen Impulse, wenn der Leser ein Echo in sich wahrnehmen kann. Die Lust sich selbst neu zu entdecken und zu erfinden sind der Treibstoff für die neuen Ufer.

    Gruß

    Susanne

    1. Hey Susanne,

      wow, danke für die tollen Ergänzungen und Gedanken zu dem Thema!

      Was ist dir denn für eine Erfahrung in der Kücke passiert? =)

      Ich finde deine gesellschaftskritische Erläuterung sehr passend, habe aber selbst aufgehört, daraus einen Vorwurf an irgendwen zu machen. Im Endeffekt kann einfach jeder nur bei sich selbst anfangen, so wie du es sehr schön demonstriert hast =)

      Eigentlich sind wir auch selbst alle nur Fehler XD
      Nicht so, wie du jetzt denkst… habe dazu letztens irgendwo mal was zu gesehen. Es ging um das Universum und dass es nur durch ein kleines Ungleichgewicht (Fehler) in seiner Struktur zur Bildung von Planeten und letztlich auch dem Leben kam. Ist das nicht ein toller Trost, wenn wir uns wieder mal Vorwürfe machen ? =)

      Liebe Grüße

      Norman

    1. Hey Regine,

      danke für deinen Kommentar! Deine Nachfrage schmeichelt mir natürlich =)

      Leider muss ich dir aber mitteilen, dass ich den Beitrag nicht weitergeben möchte. Zum einen habe ich ihn speziell für Ben geschrieben. Zum anderen hätte das sowohl für dich, als auch für Ben und letzten Endes auch für mich selbst den Nachteil, dass Suchmaschinen doppelte Inhalte abwerten.

      Natürlich darfst du aber gerne auf den Beitrag hier verlinken. Ich denke, da hat Ben auch nichts dagegen.

      Wenn dein Blog steht und du weiterhin an einem Gastbeitrag von mir interessiert bist, kannst du dich gerne nochmal bei mir persönlich melden. Dann können wir ja vielleicht was ausmachen =)

      Liebe Grüße

      Norman

  15. Hallo Ben,

    ich liebe deinen Blog, da steht so viel drin, was mir aus der Seele spricht. von klein auf war ich für die Uni vorbestimmt, um die Erwartungen von Eltern und Verwandten zu erfüllen. Denn es gilt ja „wer nicht studiert, hat kein erfolg“. Das sehe ich aber ganz ganz anders.

    Nichtsdestotrotz werde ich dieses Jahr mein Studium anfangen (was mir aber für mein unternehmen, was ich gründen möchte, auf jeden fall was bringen wird). aber lieber würde ich schon sofort damit anfangen mich selbstständig zu machen, möchte aber meinen Eltern den Gefallen tun und trotzdem studieren gehen.

    Dein blog gibt mir wirklich Hoffnung, dass meine Einstellung nicht „falsch“ ist. Habe nun selbst auch vor einem Monat mein eigenes Blog angefangen und berichte über Themen, die so ähnlich sind. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen. Du bist mir eine echte Inspiration! Weiter so 🙂

    Liebe Grüße,
    Lucy

  16. Ben, ich liebe Deinen Blog. Darin sind so viele Beiträge zu finden, die mir aus der Seele sprechen! Dein blog gibt mir wirklich Hoffnung, dass meine Einstellung nicht „falsch“ ist. Habe nun selbst auch vor einem Monat mein eigenes Blog angefangen und berichte über Themen, die so ähnlich sind. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen. Du bist mir eine echte Inspiration! Weiter so 🙂

    Hallo Norman,

    Mit gefällt dein Beitrag sehr. Denn von klein auf war ich für die Uni vorbestimmt, um die Erwartungen von Eltern und Verwandten zu erfüllen. Denn es gilt ja „wer nicht studiert, hat kein erfolg“. Das sehe ich aber ganz ganz anders.

    Nichtsdestotrotz werde ich dieses Jahr mein Studium anfangen (was mir aber für mein unternehmen, was ich gründen möchte, auf jeden fall was bringen wird). aber lieber würde ich schon sofort damit anfangen mich selbstständig zu machen, möchte aber meinen Eltern den Gefallen tun und trotzdem studieren gehen.

    Liebe Grüße,
    Lucy

    1. Hey Lucy,

      danke für die Blumen den HInweis auf deinen Blog =)

      Was möchtest du denn studieren?

      Und ließe sich nicht schon neben dem Studium eine Selbständigkeit aufbauen?

      Oder: Ließe sich nicht durch das Aufbauen der Selbständigkeit das lernen, was du später für dein Business brauchst?

      Nur so ein paar Gedanken zum Anregen =)

      Liebe Grüße

      Norman

  17. („Du“,Du…!!!“)

    Scheidung sei ein Fehler
    Umzug sei ein Fehla
    Lücken im CV seien Veeeeelaaa
    Ficken sei ein Fehlerrrrrrrherrrr

    DU bist frech
    DU bist arrogant
    DU bist irre

    Liste endlos….

    Daraufhin soll ich das „Du“ in mein „Ich“ umkehren

    Mentale Verwirrungstechniken sind im Wirtschaftskrieg gang und gäbe. Alles wird verdreht. Gemobbt. Gerächt im Namen der Liebe. Erniedrigt. Gedemütigt.

    Wenn es das Wort Fehler nicht gäbe
    Wäre das nicht möglich

    Ich sei müde (fehla)
    Ich sei alt (fehli)

    http://Www.cchr.org

    1. Hey Silja,

      das war ein spannender Abriss über das, was die Leute als Fehler bezeichnen. Die Frage ist aber:

      Wie siehst du das alles?

      Liebe Grüße und einen tollen Start ins neue Jahr!

      Norman

  18. Dem ist fast nichts mehr hinzuzufügen. Deine Beispiele sind sehr aufschlussreich. Ich dachte mein halbes Leben nur „Fehler“ gemacht zu haben. Bis ich feststellen musste, dass es keine Fehler gibt, sondern nur Abweichungen vom großen Ganzen.
    Du hast auch das Gesetz angesprochen. Auch wenn ich gegen das Gesetz verstoße, heißt das nicht das ich einen Fehler begangen habe. Ja, ich werde dann bestraft in der einen oder anderen Form. Ein Gesetz wird ja auch nur von Menschen oder Gruppen von Menschen beschlossen und bedeutet aber trotzdem nicht dass dies unbedingt richtig ist.
    Diese Thematik ist sehr dehnbar und ich denke dass jeder für sich entscheiden sollte was Richtig oder Falsch ist.

    Liebe Grüße

    Andreas

    1. Hey Andreas,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

      Ich finde deinen Gedankengang zum Thema Gesetze sehr spannend. Es ist schon teilweise angsteinflößend, wie wir selbstgemachte Regeln für so elementar halten können, selbst, wenn wir sehen, dass in einem anderen Land ganz anders damit umgegangen wird (zum Beispiel beim Thema Marihuana, Todesstrafe oder ähnlichem).

      Im Endeffekt glaube ich, dass es „richtig“ und „falsch“ einfach nicht gibt und dass diese Frage auch total unrelevant wird, wenn jeder Mensch in jeder Situation nach seinem besten Wissen und Gewissen entscheidet =)

      Liebe Grüße

      Norman

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