Das glückliche Gefängnis der Millenials

Das glückliche Gefängnisder Millenials

Du hast bestimmt schon 1000 Mal das folgende Sprichwort über menschliche Anziehungskraft gehört: “Gleich und gleich gesellt sich gern.”

Deine Erfahrung sagt dir, dass das stimmt.

(Ein Gastbeitrag von Niccolò Viviani)

Und ich bin mir sicher, dass du auch das gegenteilige Sprichwort schon gehört hast: “Gegensätze ziehen sich an.”

Auch das belegt deine Erfahrung.

Wie ist das möglich?

Da beide Redewendungen wahr zu sein scheinen, gilt es hier einen Widerspruch aufzulösen.

Im Fall menschlicher Kompatibilität versucht Keirsey in seinem Buch “Please Understand Me II (English Edition)” aufzuklären:

“Eine Kombination aus Ähnlichkeit in Gedanken und Ausdrucksweise – konkret oder abstrakt – gepaart mit der Art wie man Ziele zu erreichen sucht – kooperativ oder utilitaristisch – scheint der Schlüssel zu sein, um menschliche Anziehung zu erklären.” — Please Understand Me II, S. 211

Es gibt viele dieser scheinbaren Paradoxa, bei denen zwei allgemein akzeptierte Weisheiten einander widersprechen. So wie Keirsey es mit seinen Persönlichkeits- und Charakterstudien machte, brauchen auch wir eine tiefer gehende Analyse um zu einer zufriedenstellenden Antwort zu gelangen.

Was hört man im gesellschaftlichen Diskurs über Millennials? Viele Leute sagen, dass sie “untätig, unverantwortlich, uneigenständig, faul, verwöhnt, und respektlos” seien.

Sie “wissen nicht, was leiden heißt” und “sie wollen nicht erwachsen werden.”

Gleichzeitig werden Millennials auch als Opfer angesehen: “Sie können nichts dafür. Die Wirtschaftslage, das System, ihre Eltern sind schuld.”

Wir Millennials – Opfer, oder selbst schuld?

Was denn jetzt? Ist unsere Generation selbst schuld oder sind wir Opfer?

Meine Idee des Glücklichen Gefängnis ist die Synthese, die eine Auflösung des Widerspruchs möglich macht.

gefängnis

Ich bin definitiv nicht der erste, der zu diesem Schluss kommt. Aber ich hatte heute morgen aus persönlichen Gründen diese Idee und wollte sie in meine eigenen Worte fassen.

Ich beschreibe das Glückliche Gefängnis als eine Situation, in der man glücklich aber versklavt ist. Und versklavt aber glücklich. Dein Leben ist von Wänden, Anweisungen, und den Regeln des Gefängnisses stark eingeschränkt, aber du musst keine Verantwortung übernehmen.

Du bist gegen deinen Willen und Wunsch gezwungen, einen Großteil deiner Zeit einer bestimmten Aktivität (zur Schule gehen, studieren, arbeiten) zu widmen, die dir in deinem tiefsten Inneren zuwider ist.

Gleichzeitig hast du völlige Handlungsfreiheit für bestimmte, begrenzte Zeiträume (innerhalb eines gewissen geldlichen Rahmens, versteht sich).

Im Glücklichen Gefängnis hast du ein ständiges depressives Gefühl bezüglich deiner Lebensbedingungen, an die du dich aber tragischerweise gewöhnt hast.

Mehr und mehr bist du auf dieses System für das Geld angewiesen, das dir deine freie Zeit erträglich macht, welche du unterbewusst als Belohnung für deine stillschweigende Versklavung beanspruchst.

Willst du Mum und Dad glücklich machen oder willst du frei sein?

Meine Generation ist es nicht gewohnt zu leiden, Fehler zu machen, und Unangenehmes auszuhalten.

Nicht etwa weil wir so erfolgreich sind, sondern weil wir keine echten Herausforderungen bestehen müssen.

Deswegen wirken wir so faul: wir sind es nicht gewohnt uns anzustrengen und durch Schwierigkeiten durchzubeißen.

Millennials leben im Glücklichen Gefängnis ihres Elternhauses, in dem sie um ihre Freiheit und Wachstummöglichkeiten gebracht werden und gleichzeitig praktisch alles haben, was sie sich wünschen. Kein Wunder also, dass wir keine Selbstverantwortung entwickeln. Man lässt uns nicht.

Das Glückliche Gefängnis ist ein Ort, der dich ermutigt Risiken – und die Chance auf Erfolg und Misserfolg, welche Risiko mit sich bringt – zu vermeiden. Du musst keine Verantwortung übernehmen. Du bist sicher vor Ungewissheit und Zweideutigkeit.

Es ist eine Fantasie, eine falsche Welt, die dir die Möglichkeit vorenthält, sich dem echten Leben zu stellen.

Um es mit den Worten des Psychologen Erich Fromm zu sagen: es ist eine Flucht vor der Freiheit.

Im Glücklichen Gefängnis zu leben bewahrt dich davor, wachsen zu müssen, dich selbst zu erkunden, von deinen Erfahrungen zu lernen und deine Komfortzone zu verlassen.

Es ist der Ort, an dem du verweilst aus Angst obdachlos zu werden.

“Der Biologe und Intellektuelle E. O. Wilson wurde einmal gefragt, was die größte Barriere in der Entwicklung von Kindern darstellt; seine Antwort war die “Fußballmama”.

Sein Argument ist, dass diese bestimmte Art von Mutter die natürliche Biophilie des Kindes unterdrückt, dessen Liebe zu lebendigen Dingen. Doch das Problem ist weitaus schwerwiegender; Fußballmamas arbeiten darauf hin, Versuch und Irrtum, die Antifragilität aus den Leben ihrer Kinder zu entfernen.

Sie halten sie vom Lebendigen fern und verwandeln sie in Nerds, die nur mit vorgefertigten (Soccer-Mom-kompatiblen) Karten der Realität zurechtkommen. Gute Schüler, aber Nerds – das heißt, wie Computer nur langsamer. Ebenso wenig sind sie fähig, mit Ambivalenz umzugehen. Als ein Kind des Bürgerkrieges glaube ich nicht an strukturiertes Lernen […]

Wenn die richtige Form an akademischer Strenge präsent ist, brauchen wir Zufall, Durcheinander, Abenteuer, Ungewissheit, Selbstfindung, beinahe-traumatische Vorfälle – all die Dinge, die das Leben lebenswert machen. Kein Vergleich zum strukturierten, falschen, und ineffektiven Leben eines Empty-Suit CEO mit geplantem Tagesablauf und Wecker.”

— Nassim Nicholas Taleb, Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen

(Mehr über De-Touristifikation, Optionalität, Zufall, und Antifragilität mit Bezug auf Soccer Moms und Bildung findest du hier)

Das Leben ist nicht Disneyland

Es ist also wahr: Millennials sind faul, unfähig sich durchzubeißen, ungewillt zu leiden, sie haben keine Lust zu arbeiten, planen nicht für die Zukunft und bewegen sich nicht aus ihren Komfortzonen heraus.

Aber der Hauptgrund für all das ist, dass wir in einem Zoo aufgezogen wurden.

Wir wurden in einer Blase herangezogen, fern vom echten Leben und Ungemütlichkeit, so fragilisiert, dass wir selbst bei der geringsten Unklarheit oder Herausforderung aufgeben.

Was kann man schon von uns erwarten, nach 25 Jahren (und mehr) im Glücklichen Gefängnis?

Wenn du ein Millennial bist und feststellst, dass du in einem Glücklichen Gefängnis lebst, empfehle ich dir zu kämpfen. Verlasse dein Gefängnis so bald wie möglich, selbst wenn deine Eltern und Freunde dich für verrückt erklären – was wahrscheinlich ist.

Dabei ist es doch eigentlich egal, was die andern denken.

(Wenn das nur so einfach wäre…).

Lass sie reden so viel sie wollen, aber folge deinem Instinkt.

Lass deine Taten für dich sprechen.

 

___

Ein Gastbeitrag von Niccolò Viviani (aus dem Englischen übersetzt von Moritz Bierling), Präsident von Exosphere, einer offenen Gemeinschaft von Machern auf der Suche nach Menschen, die ihre Lebensziele und Träume in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter verwirklichen wollen.

Anti-Uni Leser erhalten noch bis zum 1. Februar 15 % Nachlass auf ihre Bewerbung auf das „Hydra II Boot Camp„, ein achtwöchiges Programm im Exosphere Hauptquartier in Chile, für Leute die ihrem Leben eine neue Richtung geben wollen. Der Prozess verbindet die Aneignung von technischen Fertigkeiten mit echter Geschäftspraxis und tiefgreifender philosophischer und intellektueller Reflektion. Das Bootcamp fungiert außerdem als primäre Quelle für Exosphere Labs, den Startup-Inkubator.

Gib einfach „ANTIUNI“ ein und bewirb dich jetzt!

(Bei Fragen und Rückmeldungen kontaktiere gerne Moritz Bierling (moritz@exosphe.re) oder Niccolò Viviani (niccolo@exosphe.re).)

Willst Du auch weniger auf die Gesellschaft hören und Dein eigenes Ding machen?

Hol´ Dir meine 7-teilige kostenlose Video-Serie und lerne die Kunst deinen eigenen Weg zu finden. 

>> jetzt die kostenlose Video-Serie abholen! <<

find_your_own_way_university-bdr

19 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo,

    ich möchte ja nicht kritisieren, aber schon allein der Satz

    “ Kein Wunder also, dass wir keine Selbstverantwortung entwickeln. Man lässt uns nicht.“

    lässt den Autor in die Opferrolle schlüpfen.

    Und die Schlussfolgerung, dass es wahr wäre, dass unsere Generation faul und kaum leidresistent ist, finde ich unzureichend recherchiert. Aus plus minus zwei Quellen kann man kein richtiges Résumé ziehen.

    Meiner Meinung nach sind wir nicht faul oder unzureichend „abgehärtet“ oder in einer weltfremden Umgebung aufgezogen worden, wir sind nur antriebslos (evtl. auch traumlos), denn was uns fehlt ist ein Grund aufzustehen, eine Sache, die uns persönlich wichtig ist – etwas Sinnvolles im Leben, für das es sich zu kämpfen lohnt. Etwas, für das sich all die Mühen, Rückschläge und Fehltritte rentieren, es trotzdem zu machen. Ich merke es ja an mir selbst. Geld ist für unsere Generation kein ausreichender Motivator mehr. Wir wollen Erfüllung, Selbstverwirklichung, Lebensglück und all das wollen wir in unseren Berufen finden. Vielleicht zu hohe Erwartungen? Ich weiß es nicht und dennoch strebe ich danach irgendwann das zu erreichen. Nicht untätig und faul, sondern voller Tatkraft dem entgegen, wovon ich glaube, dass ich es dadurch erreiche. Durch meinen Traum als Schriftsteller 😉

    Stürme die Welt mit deinen Träumen,
    Mad

    1. Ohne TRÄUME lohnt es sich nicht zu leben (oder morgens aufzustehen)!
      Klasse ausgedrückt und auf den Punkt gebracht. Das unterschreibe ich als 4fache Mutter (ein Adoptivkind) und mehrfache Stiefmutter und Tagesmutter und Notfallpflegemutter usw und mit 30 Jahren Erfahrungsqualität, Ausbildungen und psychologischen Studien der menschlichen, kulturellen und sozialen Entwicklungswege/Existenz direkt 😉

      PS: wenn Du wirklich wirklich Schriftsteller werden willst- wirst Du es auch schaffen!

  2. Der Text soll ja etwas provozieren und begibt sich, denke ich, bewusst in die Opferrolle. Und das gelingt ihm meiner Meinung nach sehr gut. Lasst uns aus unserem Gefängnis ausbrechen – ob als Schriftsteller, Unternehmer, Weltverbesserer oder sonst was. Ich denke, die beschriebene Faulheit oder unzureichende Abhärtung ergibt sich eben aus der Antriebs- und Traumlosigkeit, da hast du schon Recht, Mad.

  3. Ich sehe den Ursprung der Probleme dieser Generation nicht unbedingt in der heile-Welt-Blase, in welcher sie aufgewachsen ist. Ich sehe den Ursprung vielmehr in der Mentalität des Habens, frei nach Erich Fromm.

    Uns wurde nicht beigebracht, wie es ist zu sein. Alles um uns herum zielt darauf ab, uns für das Haben zu begeistern. Wir sollen sammeln, konsumieren, horten und mehr wollen. Ich persönlich glaube jedoch, dass es mehr Erfüllung und Lebensfreude in den Zuständen des Sein zu erleben gibt.

    Doch wenn wir ohne Sein-Vorbilder aufwachsen, dann kennen wir die Alternative zum Haben nicht. Wir spüren, dass irgendetwas faul zu sein scheint, aber brauchen lange Zeit um auf die nötigen Quellen zu stoßen und uns durch Informationen selber zu erkennen.

    Gruß,
    Micha

  4. …du prangerst rudimentär die kapitalistische Wirtschaftsordnung an und verfolgst mit deinem Blog jedoch einen sehr duschökonomisierten Bildungsbegriff. Wie passt das denn zusammen?

      1. Also Moment mal…

        1. Ist der Beitrag nicht von mir.

        2. Inwiefern ist der Ansatz meines Blogs „durchökonomisiert“? Das musst du mir erklären.

        Mein größtes Ziel mit diesem Blog ist es meine Leser zum kritischen Nachdenken anzuregen – über ihr Studium, aber auch über ihr Leben und das was sie wirklich wollen.

        Dass das erfreulicherweise ganz gut klappt zeigen mir zB. über 400 Leser-Mails, die ich letzten erhalten habe, als ich meine treuen Newsletter-Abonennten fragte, wie sich ihr Leben 2014 durch diesen Blog verändert hat.

        Bei vielen hat sich vor allem das eigene Denken und dadurch dann ihr Handeln verändert. Einige haben sogar wirklich mutige Entscheidungen getroffen und wirklich etwas in ihrem Leben verändert.

        Und so nebenbei: Ich stecke 20-40 Stunden pro Woche in diesen Blog. Das ist also fast ein Full-Time-Job könnte man sagen. Da hoffe ich natürlich, dass ich in Zukunft zumindest meine Kosten decken kann. Bisher gelingt das nicht wirklich, aber ich bin ganz zuversichtlich. Reich werden, werde ich mit dem Projekt hier sicherlich nicht. 😉

  5. Ein sehr interessanter Beitrag, auch wenn er etwas provozierend ist 😉 .

    Ich persönlich merke allerdings immer mehr einen sehr großen Wandel unter den Millennials, zu denen ich auch gehöre.
    Immer mehr suchen nach Wegen mehr Erfüllung in ihrem Leben zu finden, in dem sie statt einen Beruf zu wählen, eine Berufung leben. Die meisten wollen nicht so leben wie ihre Eltern, sondern ihr Leben in allen Lebensbereichen voll auskosten. Und dazu sind sie auch bereit hart zu arbeiten, Risiken einzugehen und Fehler zu machen.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass diese Generation pauschal ganz und gar nicht faul ist.

    Allerdings gibt es sicherlich auch viele, die diese Blase nie verlassen werden und sich ihr Leben lang in einer Opferrolle gefangen fühlen. Von diesen Menschen wird man meist als Träumer oder unrealistisch abgetan, wenn man „die normalen Wege“ verlässt.

    Aber letzten Endes geht es immer darum ob man selbst mit seiner Situation glücklich ist. Wenn ja – super mach weiter so. Wenn nein – ändere was! Das ist meine Meinung 😉

    Liebe Grüße,
    Alina

    1. Hallo Alina,

      ich stimme dir voll und ganz zu, dass viele Millennials nach Erfüllung in ihrem Leben suchen, indem sie eine Berufung leben statt eines Berufes. Und „die Generation“ ist sicherlich auch nicht durchgehend faul.
      Ich denke, dass die Millennials, die keine Eigenmotivation haben, nicht von Kind an gelernt haben sich zu motivieren, sondern stattdessen (ohne gefragt zu werden) in die Schule gesteckt werden und dort dann nur Entscheidungen fällen dürfen wie:
      – MINT-Zweig oder bilinguale Klasse
      – Latein oder Spanisch
      – Wahlpflicht dies oder jenes
      Diese eingegrenzte Wahlfreiheit führt dazu, dass sie mit den Entscheidungen anderer leben müssen und so nicht voll in ihren Lernerfolg investiert sind.
      Siehe auch dieses Video, dass unsere Idee wie Schule sein soll, mal etwas genauer unter die Lupe nimmt: https://www.youtube.com/watch?v=Y_R1N2Y-J8I

      Beste Grüße, Moritz

  6. Hmm. Eine kurze Tatsachenaufzählung bzw Weltanschauung, und dann die Aufforderung, irgendwas zu ändern, ohne dabei einen konkreten Ansatz oder eine Möglichkeit zu aufzuzeigen… finde ich recht substanzlos, schade. Wenn wir alle nicht etwas ändern wollen würden, vorankommen wollen würden, würden wir ja den Blog gar nicht lesen 😉

    1. Hey Kati,

      ich denke das Hauptziel von Niccolo war zum Nachdenken anzuregen. Denn meist geht ja der Veränderung in deinem Tun eine Veränderung deines Denkens voraus.

      Aber vielleicht bist du da ja auch schon einen Schritt weiter und kannst deine Ideen bzw. Ansätze mit uns teilen.

      Lg,

      Ben

  7. Hmm.. Also eine Entscheidung treffen, was er aus seinem Leben macht, kann jeder. Die Frage ist doch viel mehr: kriegen wir die Kurve, obwohl wir von Mom und Dad die ganze Zeit aus der Helikopterperspektive in Watte gepackt werden.

    Wer aber einmal erkannt hat, dass Mom und Dad das machen, weil sie es eben auch nicht besser wissen.. der kann sich ganz schnell um 180 Grad drehen. Das sieht man an den Jungs, denen es eben nicht vergönnt war an eine Eliteuni zu gehen. Sondern die hart arbeiten mussten, um ihren Abschluss zu bekommen.

    Aber das sind auch die Jungs, die ihre 6k im Monat locker aufm Konto haben. War for Talents und so. Die besten sind die, die nicht alles bekommen haben. Und alle anderen werden das merken, wenn Mom und Dad aufhören, ihnen Geld und Aufmerksamkeit ohne Ende zu schenken. Frage ist nur, wann das passiert.

    Viele Grüße
    Ben

    1. Hey Ben,

      interessante Perspektive auf jeden Fall. Auch wenn ich einige Elite-Uni-Absolventen kenne, die ihre 6k auf dem Konto haben 😉 Aber auch welche, die eben gerade nicht auf einer solchen Uni waren.

      Was wir dabei natürlich außen vorlassen ist die Frage inwiefern wir „Erfolg“ allein an den 6k auf dem Konto messen können.

      Aber prinzipiell lese ich bei dir heraus, dass du sagst: Je schwerer wir es manchmal haben, desto mehr können wir daraus lernen. Und das würde ich auf jeden Fall aus eigener Erfahrung und aus Beobachtung unterschreiben.

      Lg,

      Ben

    2. Hi,

      sprechen wir hier von 6k im Monat brutto oder netto?
      Einstiegsgehalt Bachelor, nach 10 y Berufserfahrung oder nach phD?
      Und wie kann bitte diese Aussage bestätigt werden?

      Kenne das eher so wie Ben (Anti-uni. com).

      VG
      Jo

  8. Hi,

    egal ob Eliteuni oder nicht. Wer IT BA+MA oder Maschinenbau BA+MA studiert hat – der hat gute Chancen, bei nem Bosch, Siemens, Conti oder ähnlichem so einen Job zu bekommen. Brutto. Netto wäre ja echt nett. Und gut, n Master dranhängen sollte in Anbetracht der Tatsache, dass es beim Diplom eben auch länger gedauert hat, auch drin sein.

    Ob man das will (Konzern) bleibt ne ganz andere Frage. Ich hatte darauf (auch?) keine Lust.

    @Ben: Nicht unbedingt je schwerer man es hat, aber doch soweit, dass diejenigen, die es schwer haben / hatten mehr Disziplin, Durchhaltevermögen und Kontinuität an den Tag legen, als die, die dauernd alles hatten. Und nie gelernt haben, zu arbeiten.

    VG

    1. Hi Ben,

      also m.E. nach, muss man schon von einer Elite-Uni kommen um so ein Einstiegsgehalt mit Master zu bekommen.
      Ein FH-Abschluss reicht da nicht. Und Elite ist ja nicht gleich mit Privat-Uni und hohen Studiengebühren gleichzusetzen.
      Mannheim, Aachen, kostet ja alles nichts. Das ist Elite.

      Und in einem Konzern zu arbeiten, bei den Stundenzahlen, mit den persönlichen Einschränkungen – ob das erstrebenswert ist muss jeder selbst entscheiden – bin aber da auch deiner Meinung, es gibt noch andere Dinge im Leben die wichtig sind. Und für den ganzen Einsatz, bist du mit 6k schon fast unterbezahlt.

      Dir alles Gute
      VG
      Jo

      1. Hi,

        nö. Elite-Uni muss man nicht sein. Aber konsequent an seiner Karriere „basteln“ schon.
        Guter Freund von mir hat als Werksstudent im Bachelor bei einem Automobil-Zulieferer angefangen, dort bis zum Ende seines Masters gearbeitet und wurde nach einiger Zeit übernommen. Jetzt kriegt er die Kohle, hat aber dafür auch schuften müssen.

        Ziel erreicht. Glücklich? Andere Frage.

        Und bei dem Punkt gebe ich Dir recht: Unterbezahlt ist man auf jeden Fall. Soviel kann man gar nicht an Kohle bekommen. Wenn man das als alleinigen Messfaktor sehen will.

        Lg,
        Ben

  9. Hallo Ben,

    die Sache mit dem “ glücklichen Gefängnis“ ist die das viele Menschen dadurch das sie alles zu hand haben gar nicht anfangen sich zu überlegen was sie alles ,machen könnten und was sie für Möglichkeiten haben. Denn : „Es ist ja alles „ok“ wie es ist im moment, also warum bemühen oder etwas verändern wollen? Das können ja dann die anderen machen,oder?“ Und dann gibt es Menschen die das erkannt haben, Dinge hinterfragen und verbessern wollen, nur ist das nicht immer leicht, und dann selber in die „Faulheitsschiene“ rutschen und das handeln wieder auf die „anderen“ schieben. Aber wenn jeder so handelt, dann gibt es keine „anderen“ mehr.Ich glaube das ist das Problem vor dem wir hier stehen!Deshalb, an alle die ihr Leben in die Hand nehmen und verändern: „carry on“ um unser aller willen !

    viele Grüße aus Neuseeland
    Viktoria

  10. Voll cool, bin gerade nochmal über diesen Artikel gestolpert und erinnere mich an das Projekt. Klingt mega cool! Hat irgendwer Erfahrung mit Exosphere gesammelt oder kennt jemanden der da war und von dem Camp berichten kann?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *