Die Kunst von deiner Leidenschaft zu leben

von deiner leidenschaft leben

Träumen wir nicht alle irgendwie insgeheim davon von unserer “Leidenschaft” leben zu können?

Wenn du davon träumst – lies weiter.

Vor kurzem habe ich einen Workshop auf der DNX – digitale Nomadenkonferenz gegeben. Zum Thema “Finde deine Leidenschaft”.

Erst wollte ich den Workshop gar nicht machen. Und schon gar nicht bei dem Titel.

Leidenschaft “finden”?

Bullshit ist das. Großer, dicker, Bullshit. (Entschuldigung.)

NIEMAND HAT JEMALS SEINE LEIDENSCHAFT GEFUNDEN!

(So sieht es also aus, wenn ich beim Schreiben lauter werde.)

Jedenfalls: Niemand wacht einfach morgens auf und hat seine Leidenschaft gefunden. Niemand schaut tagelang in die Luft und entdeckt auf einmal seine Leidenschaft. Niemand entdeckt seine Leidenschaft plötzlich auf Reisen. 

Leidenschaft findest du nicht – du erschaffst sie, sagt man so schön.

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Doch was kann ich tun, um meiner Leidenschaft auf die Spur zu kommen?

Ich glaube (und die Wissenschaft mittlerweile auch so weit ich weiß), dass Neugierde die Wurzel aller Leidenschaft ist.

Leidenschaft kannst du dir vorstellen wie einen großen ausgewachsenen Mammutbaum. (…und die Dinger brauchen Jahre um groß zu werden.)

Leidenschaft ist also nichts, was in einem Moment der Einsicht oder Erleuchtung entsteht.

Leidenschaft ist ein Prozess.

Wenn Leidenschaft also wie ein Mammutbaum ist – was ist dann der Samen für den Mammutbaum?

Wie schon erwähnt: Neugierde.

Neugierde steht am Beginn jeder Leidenschaft.

Und Neugierde hat jeder. JEDER.

Neugierde ist so ziemlich einer der menschlichsten Motivatoren, die es gibt. Wir wollen verstehen, wie Dinge auf diesem (leider schon etwas abgefuckten) Planeten laufen. Wir ALLE streben irgendwo nach Erkenntnis.

Neugierde haben wir also alle. Und das quasi unbegrenzt.

(Außer du bist gerade mit der Schule fertig und man hat dich mit Schul-“Stoff” vollgepumpt. Dann ist verständlicherweise erst mal nicht an Neugierde zu denken. Aber hey, lass mich dir sagen, dass man Neugierde durchaus wiederentdecken kann.)

Also: Wir starten mit der Neugierde.

Für welche Themen/Bereiche hast du eine Neugierde, die schon fast weh tut?

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Eigentlich wissen wir ziemlich gut, was wir wollen.

In meinem Workshop war es spannend zu sehen, wie eigentlich jeder der ca. 30 Teilnehmer schon eine ziemlich gute Vorstellung davon hatte, was seine Leidenschaften (!) sind.

Viele hatten sogar so viele Interessen, dass es ihnen schwer fiel sie alle unter einen Hut zu bekommen.

Mir zeigt das: Eigentlich wissen wir ziemlich gut, was wir wollen.

Jedenfalls spätestens dann, wenn wir die ganze Konditionierungs-Kacke von wegen “Du musst studieren, um einen sicheren Job zu bekommen” und weiteres Blabla hinter uns gelassen haben.

Dann kommt langsam das zum Vorschein, was wir mit unserer kostbaren Lebenszeit auf diesem Planeten anfangen wollen.

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Die Herausforderung: “Und wie kann ich jetzt von meiner Leidenschaft leben?”

Wir leben mittlerweile in einer sehr spezialisierten Gesellschaft.

Um Werkzeug zu kaufen gehst du nicht in den Supermarkt, sondern in den Baumarkt.

Wenn du Rückenschmerzen hast gehst du nicht zum Hausarzt, sondern zum Rückenspezialisten.

Usw.

Um von deiner Leidenschaft leben zu können, gibt es daher (aus meiner Beobachtung) zwei Wege:

1. Möglicher Weg: Du wirst erst mal richtig gut in EINER Sache

2. Möglicher Weg: Du baust dir ein Following auf (z.B. durch einen Blog), die dich unterstützen – sei es durch Spenden oder dadurch, dass sie deine Produkte/Angebote kaufen.

Zu 1): Du wirst gut in EINER Sache

In unserer Gesellschaft wirst du in der Regel dann bezahlt, wenn du anderen mit deinen Fähigkeiten wirklich weiterhelfen kannst. (Kim Kardashian’s Hintern gilt hier nicht als Beispiel). Die Voraussetzung dafür: Du musst erst mal gut sein in EINER Sache.

In seinem Buch “So Good They Can’t Ignore You” zeigt Cal Newport auf, wie wir Leidenschaft nicht “finden”, sondern sie “erschaffen” indem wir gut in einer Sache werden.

Wenn du also das Gefühl hast, dass du deine Leidenschaft noch nicht gefunden hast:

Konzentriere dich weniger auf die Suche an sich – und mehr darauf Fähigkeiten aufzubauen.

Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich nicht jedem raten würde zu Uni zu gehen. Ich kenne viel zu viele Fälle von Bachelor- oder Master-Absolventen, die zwar einen guten Abschluss (auf Papier) haben – aber nicht wirklich konkrete Fähigkeiten, die sie in Unternehmen einbringen können.

Bevor du also planlos studierst würde ich sagen: Mach lieber was, wo du praktische Skills sammelst. Ein Praktikum in einem Startup zum Beispiel.

Zu 2): Du baust dir ein Following auf

Die Alternative ist dir ein Following aufzubauen, das dich unterstützt. Das kannst du zum Beispiel durch einen Blog tun. Bekannte Beispiele sind für mich z.B. Amanda Palmer, die Musik macht und schreibt. Oder Tim Ferriss, der verrücktes Zeug macht und schreibt.

Prinzipiell brauchst du auch keine Millionen von Fans. 1.000 reichen laut Kevin Kelly aus.

Natürlich kannst du auch 1) und 2) verbinden. 😉

 

 

 

Was mich interessiert: Was hält dich also noch davon ab von deiner Leidenschaft zu leben?

 

 

 

Bild: https://unsplash.com/joshuaearle

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46 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Ben,

    was hält mich davon ab, meine Leidenschaft zu finden? Ich habe sie ja gefunden – aber ich zweifle: Ist es das, was die Welt braucht? Bin ich gut genug? Können nicht viele Menschen alles besser als ich? Warum sollte jemanden das interessieren, was ich zu sagen habe? Da kommt wieder die Zweiflerin heraus, jedes „Wen interessiert das schon?“ nehme ich persönlich. Vielleicht sollte ich am Selbstbewusstsein arbeiten? Und daran, nicht immer perfekt sein zu müssen – ein weiteres Problem von mir.
    Und dann habe ich das Gefühl, mit meinen Erkenntnissen hausieren gehen zu müssen: „Neuer Blogartikel erschienen, bitte bitte lest ihn.“ Ich komme mir immer so vor, als würden die Leser mir einen Gefallen tun und nicht (auch) umgekehrt – und im übrigen verdiene ich mit meinem Blog überhaupt kein Geld…
    Vielleicht ist das die falsche Herangehensweise, aber ich bin überfragt, wie ich das besser machen könnte …
    Heute mal herzliche Grüße
    von einer (auch an sich selbst) zweifelnden Christine
    … der zumindest das, was sie tut, einen Riesenspaß macht!

    1. Hallo Christine, sorry, das wird jetzt lang, aber mir ging es ganz genauso wie Dir.
      Glückwunsch zum Finden Deiner Leidenschaft! Sie ist vielleicht nicht genau das, was DIE WELT braucht, aber sicherlich das, was einige Menschen auf ihr brauchen. Es gibt da draußen 8+ Mrd Individuen.
      Und ganz bestimmt suchen viele von ihnen nur nach Dir!

      Und ja, am Anfang gehst Du erst mal hausieren mit Deiner Idee. Das ist aber immer so. Wenn Du eine Geschäftsidee hast, von der DU überzeugt bist, ist es an DIR, die anderen von dieser Idee zu überzeugen, sie ins Boot zu holen.

      Oft ist eines der größten Probleme der eklige Perfektionismus, den viele (gerade Frauen) mit sich herumschleppen. Das ist der Punkt, an dem Du ansetzen solltest. Werde selbst der größte Fan Deines Produkts, dann transportierst Du das für Deine Leser. Auch wenn’s vielleicht am Anfang erst mal ruhig zugeht auf Deinem Blog.
      Du lädst die Leute zu Deiner Party ein und irgendwann werden sie kommen. 🙂
      Geh einfach mal den ersten Schritt!

      Liebe Grüße
      Andrea

        1. Hallo!

          Ein kleines Update – ich hatte damals ja sehr an mir gezweifelt… Und seitdem hat sich so viel getan: Ich habe sogar eine bezahlte!!!!! Blogbetreuung für eine Sprachenseite angeboten bekommen, weil der Firma mein Blog so gut gefallen hat!

          So kann’s gehen – hätte ich damals nie gedacht!

          Also kann ich nur den Rat geben (auch wenn ich heute auch noch manchmal zweifle …): Dranbleiben, gute Qualität liefern, authentisch sein und an seinem Ziel arbeiten. Dann wird das schon was…

          Liebe Grüße
          Christine
          von „Erfolgreiches Sprachenlernen“ (ohne Pauken)

  2. Es war einmal ein Tag, wie ich viele Tage schon erleben musste.
    Ich saß an meinem PC und wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Eine Leere stellte sich in meinem Herzen ein und die Langeweile vertrieb mir jede Lust am Leben. Und so saß ich dann am PC, hörte wie immer Musik.
    Doch dann wurde mir anders. Ich habe meinen Kopf frei gemacht von irgendwelchen Vorstellungen was ich gerne machen wollte und was ich nicht machen könnte. Und in der Stille des momentanen Liedes, welches ich hörte, zwischen zwei Noten, wusste ich plötzlich, was ich machen will. Ich hatte es bis dahin immer ausgeschlossen, nie habe ich mich dies in meinen zahlreichen Träumen machen sehen. Und nun plötzlich: Ich wollte Musik machen. Und so nahm ich alle Last und allen Stress auf mich (z.B. die Wartezeit von über einem halben Jahr, um an eine Musikschule zu kommen) um im Alter von 24 Jahren damit anzufangen, Violine zu spielen. Und fast zwei Jahre später bin ich immer noch dabei und übe so gut wie jeden Tag. Das kostete mich keine Anstrengung, diese Gewohnheit zu etablieren und ich brauche kein mühseliges Ziele setzen, um besser zu werden und weiter zu spielen.

    Das ist die Geschichte, wie ich meine Leidenschaft FAND.

    Ich habe übrigens nicht vor, damit Geld zu verdienen. Eher umgekehrt. Wenn mir irgendwann mal jemand Geld dafür gibt, weil ihm gefällt, was ich da spiele: Okay, danke. Aber ich will damit kein Geld verdienen (Ich will auch nicht besser sein als dieser oder jener). Wer mit seiner Leidenschaft das Ziel verfolgt Geld zu verdienen, der kompromittiert seine Leidenschaft. Der wird zum Spielball seiner „Klientel“ und opfert die Freiheit einfach zu machen was man will.

    1. Hey Thomas,

      schöne Geschichte, freut mich für dich. 🙂

      Ich würde jedoch nicht sagen, dass man zwangsweise seine Leidenschaft kompromittieren muss, um damit Geld zu verdienen. Denn es kann ja auch eine Leidenschaft sein andere bei einer Sache zu unterstützen.

      Lg und viel Freude beim Üben!

      Ben

  3. Lieber Ben! Ich habe meine Leidenschaft schon relativ früh (15 Jahre?) entdeckt/gespürt: Es war immer die Gesundheit.
    Gerade bei Medizin und Psychologie kommt man an einem Studium nicht vorbei, wobei ich sagen muss, dass ich ungefähr 40% meines Wissens von meinem Uniabschluss beziehe, 60% waren Weiterbildungen, tägliches Recherchieren (weil das für mich zu meiner Leidenschaft gehört und Spaß macht) und Praxiserfahrungen. Also stimme ich vollkommen zu: „Konzentriere dich weniger auf die Suche an sich – und mehr darauf Fähigkeiten aufzubauen.“

    Leider ist es (zumindest bei uns in Österreich, in Deutschland nicht) so, dass man Menschen nur behandeln DARF, wenn man Zusatzausbildungen nach der Universität macht mit Kosten von 20.000€ aufwärts.
    Kein schöner Trend… Denn Hilfe wird immer mehr gebraucht und nicht jeder motivierte und empathische Mensch kann sich das leisten

    Lg, Moni

    1. Liebe Moni,

      die Frage ist wie man Menschen behandelt. Das gilt ganz allgemein wie auch im sog. therapeutischen Bereich.

      Und ein oft zu beobachtendes Verhalten ist, dass man weder sie noch sich selbst so annimmt wie man gerade ist.
      Angst zb soll wegtherapwerden weil daraus schnell ein Problem gemacht wird. Schließlich kann es ja in mancher Ausprägung äußerst unangenehm erscheinen. Aber im Grunde möchte die Angst angenommen und nicht weggeschoben werden. Sie ist ein Teil von uns und möchte integriert werden. In ihr Schlummern große Ressourcen.

      Mein Plädoyer: Kein problem- aber auch kein lösungsorientiertes Denken und Handeln sondern ein Akzeptieren und Annehmen von dem was gerade da ist.

      Wir müssen den Fluss weder stauen noch müssen wir ihn anschieben. Das Wasser fließt von selbst.

      Wünsche dir dass du deinen Weg in diesem Bereich findest!

      Lg

      Fred

      1. Lieber Fred!
        Danke für dein Feedback.
        Ich stimme dir zu, es gibt verschiedene Behandlungsansätze und es ist sicherlich möglich, eine Nische neben dem klassischen Weg zu finden.

        Ich bin auch absolut kein Fan von Diagnosen und sehe es auch so, dass man in seiner Angst/depressiven Stimmung eine Botschaft finden kann, auf jeden Fall.
        Dennoch gibt es aber Personen, die aus diesen Gründen das Haus oder Bett nicht mehr verlassen können. Da ist eine helfende Hand sehr wichtig.

        Hier ist übrigens noch ein erschreckender aktueller Artikel der Huffingtonpost mit dem Titel „Patient geheilt, Therapeut tot: So kann es nicht weiter gehen“, das ist genau das, worüber ich gesprochen habe und was vielen Menschen mit einer Leidenschaft für den therapeutischen Beruf im Wege steht (Lieber Ben, wäre dieses Thema eine Möglichkeit für einen Gastbeitrag bei dir oder weicht es doch von den Anti-Uni Themen ab?) : http://www.huffingtonpost.de/sascha-hehn/patient-geheilt-therapeut_b_7462852.html

        Lg, Moni

  4. Hallo. Meine Leidenschaft ist Solarenergie und Personal Development. Leider sind keines dieser Themen zum Beruf geworden, d.h. ich verdiene mein Geld woanders und zwar in einem Behindertenheim als Hausmeister. Da ich immer wieder Geld ausgebe für Kurse und Seminare in diesen Themen, glaube ich ganz fest dass irgendwann mein Ziel erreicht ist.
    Hier der Link zur Seite in der ich ein Text veröffentlicht habe:
    https://lspersonaldevelopment.wordpress.com/2015/05/07/the-fantastic-power-of-thoughts-by-m-barros-english/

    1. Hallo Marcel,

      erst mal Respekt für deinen Dienst in der Gesellschaft. Hut ab!

      Was du beschreibst, ist das Gegenkonzept zu dem vorgestellten „Von deiner Leidenschaft leben“. Nicht alle können ihre Leidenschaft zum Beruf machen. Oftmals ist auch schädlich, wenn man versucht das, wofür das Herz brennt, finanziell auszuschlachten.

      Liebe Grüße und viel Erfolg!
      Jonas

  5. Hi Ben,

    schöner Artikel, vielen Dank. ich war leider nicht in deinem Workshop, sondern in dem von Thomas, der aber auch sehr genial war.
    Für mich war es auch ganz schön schwierig, meine Leidenschaft in die Tat um zu setzen bzw. exakt zu definieren. Ich bin ein extremer „Optimierungsjunkie“, einer, der es „wissen will“, wie geht es besser? Zu was sind wir im Stande? Ist da noch mehr, oder ist das schon alles? Auch gesellschaftlich, politisch, spirituell, etc. Ich habe schon jede Menge Sachen gemacht in meinem Leben, 90% davon selbstständig. Jetzt, seit Anfang des Jahres habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt, was ist meine Leidenschaft? Ich habe so VIEL Neugierde und Forscherdrang, das es mir oft schwer fällt, mich zu fokussieren. Ich habe dann überlegt, was ist denn der rote Faden, der sich durch alle meine Tätigkeiten und Interessen gezogen hat und was davon, kann ich an andere Menschen weiter geben? MOTIVATION, INSPIRATION und LEIDENSCHAFT.
    Dein Hinweis, der Neugierde zu folgen gefällt mir diesbezüglich super, immer der Nase nach quasi. Ich habe dazu auch schon Artikel geschrieben.
    Am 1.5.15 habe ich mein Projekt deinpotentialleben.de gestartet, wo ich Menschen, die schon mitten im Leben stehen, also zwischen 35 und 50, motiviere und inspiriere erfolgreich zu sein. Menschen die finanziell schon keine Sorgen mehr haben und denen dennoch der Sprung in´s nächste Level nicht gelingt. Erfolg ist hier natürlich wie immer relativ. Alleine aber auch darüber mal nachzudenken, was ist eigentlich Erfolg für mich ist schon spannend.
    Schwer fällt mir manchmal noch, an mich zu glauben, dran zu bleiben, zu vertiefen und genauer und präziser zu werden.
    Aber alleine hier jetzt zu kommentieren, ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung merke ich und mich mit anderen zu vernetzen.
    Ich kann wirklich auch jeden nur ermutigen, etwas zu starten, was ihm am Herzen liegt. Hinfallen – aufstehen – weitermachen.

    Liebe Grüße aus Hamburg

    Dirk

    1. Hey Dirk,

      freut mich von dir zu lesen.

      Ich finde dein Projekt und Blog wirken sehr sympathisch auf mich. Und gefühlt hat das ganze ne Menge Potential. 🙂

      Grüße aus Berlin nach Hamburg,

      Ben

  6. Hey Ben,

    erstmal großes Lob für diese coole Ansicht und den tollen Artikel. Was mich von meiner Leidenschaft abhält? Ich mich selber in Kombination mit Perfektionismus. Ich habe schon mehr als genug Wissen, ich weiß schon genau in welchem Bereich ich arbeiten will, ich habe 100 großartige Geschäftsideen, die man so direkt verkaufen kann und dennoch warte ich auf:

    – das perfekte Design
    – den perfekten Moment
    – das perfekte Equipment
    – das perfekte Thema
    – und und und

    Und wohin führt mich das? Zum Nicht-Anfang! Also lieber Ar**h hoch und loslegen. Der Weg zeigt sich oftmals wenn man läuft, ähnlich wie bei einem Stau der plötzlich auf der Autobahn ist und dich zur Umleitung führt. Und dennoch erreichst Du dein Ziel. Also ab geht´s….Wow, ich schreibe es und denke mir „WTF, Du weißt wie es geht, also fang an!“… Aus der Nummer komme ich nun wohl nicht mehr raus 😉

    Danke für diesen genialen Denkanstoß!

  7. Hi Ben,

    das liebe Thema „Leidenschaft“… Schön wie du das ausdrückst. Leidenschaft kann man nicht finden und ist ein Prozess!!!

    Wenn es um diesen Prozess geht, möchte ich Menschen auch mit auf den Weg geben, dass diese Leidenschaft nicht erzwungen werden kann. Viele machen nämlich den Fehler zu glauben, dass die Leidenschaft plötzlich von einer Sekunde auf die andere hier ist. Durch das Lesen eines weiteren Artikel, ein weiteres Buch… usw. Durch den Druck der dadurch oft entsteht verschließt man sich dem beschriebenen „Prozess der Leidenschaft“.
    Hier empfiehlt es sich loszulassen, Erfahrungen zu sammeln und die Leidenschaft heranwachsen zu lassen. 🙂

    Alles Liebe
    Robert

  8. Hallo Ben,

    ich gehöre wohl zu der von dir erwähnten Kategorie: „so viele Leidenschaften, dass es manchmal schwer ist alle unter einen Hut zu kriegen“. Dennoch versuche ich irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen und bisher bin ich sehr gut damit gefahren. Ich habe zwar in der Zwischenzeit unzählige Male gehört, „entscheide dich doch endlich mal nur für eine Sache, du kannst nicht alles machen“, aber das ignoriere ich in der Regel, auch wenn es nicht immer einfach ist, all das zu „überhören“. Ich denke es ist wichtig sich nicht durch Andere von seinen Leidenschaften abhalten zu lassen. Nur weil sie ein anderes Leben leben als du, heißt es nicht, dass deins schlechter oder besser ist.

    Niemand hat festgelegt, dass wenn man sich für eine Sache entscheidet, man sich automatisch gegen eine andere entscheidet. Mein Leben besteht aus lauter UNDs und nicht aus ODERs. Ich glaube ich wäre sogar ziemlich unglücklich, wenn ich mich nur für eine meiner Leidenschaften entscheiden müsste und den Rest einfach aufgeben müsste.
    Vielleicht noch passend zu dem Thema, ich lese gerade: „One Person / Multiple Careers: The Original Guide to the Slash Career“

    Liebe Grüße

    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      Ich kenne die Herausforderung nur allzu gut, das jeder einem sagt das man sich doch für eine Sache entscheiden soll, und das es eben nicht normal ist, so viele unterschiedlichsten Leidenschaften, Interessen nachzugehen. Zeitweise habe ich ehrlich an mir gezweifelt ob ich noch normal bin, weil so viele Projekte mich einfach nur begeistern, bis ich auf ein Wunderbares Buch von Barbara Sher gestoßen bin das ich wärmstens allen die mit den gleichen Sorgen zu tun haben nur empfehlen kann. Titel: Du musst dich nicht entscheiden wenn du 1000 Träume hast.

      Leute wie wir sind von Natur aus mit dieser besonderen Begabung, Persönlichkeit gesegnet. Also hab spaß daran so zu sein wie du bist.

      Mit lieben Grüßen

      Güngör

      1. Hallo Güngör,

        vielen Dank für den Buchtipp, werde ich auf jeden Fall mal reinschaun!

        Und auch noch mal vielen vielen Dank Ben, für das Teilen meines Posts, hat mich super gefreut 🙂

        Liebe Grüße

        Claudi

    2. Das kenne ich Claudia, habe nämlich auch öfters das Problem mich zu entscheiden. Es gibt so viele leckere Früchte auf der Welt, warum soll man dann immer nur das gleiche essen?

  9. Hallo Ben,

    Leidenschaften kann man nicht einfach so bekommen, sondern man erschafft diese. Richtig! Auch ich habe mich damals immer gefragt, was bringt es mir wenn ich Studiere und einer Ausbildung nachgehe, die mir im Enderfolg etwas beibringt, was mir im Leben wenig bis gar nicht weiterhilft? Die heutige Gesellschaft gibt vor das du Arbeiten musst um Geld zu verdienen, gar keine Frage. Aber! Musst du das für die nächsten 30-40 Jahre machen? Meine Meinung; NEIN! Warum auch, baue das aus was du am besten kannst und woran du wirklich spaß hast. Nur so bist du Irgendwan in der Lage dein Wissen, deine Leidenschaft, deinen Spaß mit anderen zu teilen und damit Geld zu verdienen. Es wird immer Menschen geben die dir zuhören werden. Du musst nur zur deiner Meinung stehen, wie Ben und Ich es z.B machen.

    So meinen Senf wollte ich auch mal los werden 😉
    Super Artikel, Ben

  10. Hallo Ben!
    Ich hab da eine Frage zu. Was wenn, naja der Markt überfüllt ist, mit dem, was du machen willst? Ich mache für mein Leben gerne. Ich würde am liebsten lden lieben langen Tag nichts anderes machen. Mir ist dabei auch egal, ob ich viel oder wenig Geld dabei verdiene. Nur richtig „helfen“ mit meinen Fähigkeiten kann ich ja nicht.

  11. Hallo Ben, Hallo Mitleser,

    Zunächst einmal mein Feedback über den Artikel, und anschließend, was mich von meinen Leidenschaften abhält:

    Ben, ich finde deinen direkten, ehrlich wirkenden Stil einfach geil. Du bringst auf den Punkt, dass ich die Dinge einfach machen soll, wenn ich von meinen Leidenschaften leben will, ohne lange um den heißen Brei herum zu reden.
    Dabei bist du so direkt, dass du auf mich fast schon so wirkst, als seist du mit dem falschem Fuß aufgestanden. Das denke ich mir erstens wenn du brüllst, und zweitens beim Satz mit dem Samen des Mamutsbaumes: „Wie schon erwähnt, die Neugierde“. Ich frage mich dabei, ob es dich ärgert, dass so viele Leute Dinge lesen, und herumeiern, anstatt einfach mal loszulegen (so wie ich).

    Mit dieser direkten Art, wie du kommunizierst, kann ich mich identifizieren. Daumen hoch.
    Kommen wir zum zweiten Punkt:
    Genauso wie es dich interessiert, was mich abhält, von meinen Leidenschaften zu leben, habe ich Lust darauf, es hier einmal loszuwerden.

    Zu meiner Person: 21 Jahre alt, Abiturient, seit einem Jahr am Reisen, Arbeiten und gammeln. Ab und an mal halbherzige Versuche, um von meinen Leidenschaften zu leben.
    Seitdem ich im April angefangen habe zu arbeiten, fing ich an relativ viel Call of Duty zu zocken. Ich habe nach 40 Tagen gekündigt, um eine Wanderung zu machen. Reisen ist eine meiner Leidenschaften. Im Laufe meiner Wanderung („von Hamburg aus in Richtung Süden“) kam ich aber immer wieder auf die Gedanken ans zocken. Das alles führte darauf hinaus, dass ich auf der Wanderung einfach nicht so viel Freude, Präsenz und Tiefe hatte, wie ich es gerne gehabt hätte. Also bin ich schon nach einer Woche meine Heimkehr angetreten.

    Unabhängig davon, was ich mir für Gedanken auf der Reise oder danach gemacht habe: Sobald ich angefangen habe zu zocken, habe ich nicht mehr über Ziele nachgedacht (außer einer vernünftigen Kill-Death Rate im Spiel 😀 ).

    Call of Duty ist so eine Sache, die zu einer richtigen Leidenschaft geworden ist. Ich möchte auch gerne weiterzocken. Mir fehlt nur noch die Perspektive:

    A) Auch PC Games sind eine Leidenschaft, in der ich genauso wie in anderen Leidenschaften auch einen Mehrwert liefern kann. Zum Beispiel muss man für YouTube Guides ja kein Pro sein.

    B) Wenn ich zocke, verliere das Interesse an anderen Zielen. Führerschein? Spannende Bücher? Soziales? Alles spannend, bis CoD läuft. Warum ist das so?
    Unter anderem, weil ich in dem Spiel total einfach viel Dopamin verspüre.
    Die offensichtliche der Kehrseite meiner Freude am Spielen ist die, dass ich (verwöhnter, digitaler Mensch) woanders nicht so einfach die Freude erreiche. Ich habe zum Beispiel seit einer Woche kein Parkour mehr gemacht, was für mich total lange ist.

    Oder in anderen Worten, senkt mein PC Game meine Komfortzone für neuartiges.
    Zu deiner Frage: „Was hält dich also noch davon ab von deiner Leidenschaft zu leben?“

    Ich halte mich selbst davon ab. Das liegt daran, dass es mir „gut genug“ geht. Ich habe Angst vor dem Versagen und neuartigen Dingen. Außerdem ist mein Wille, „von meinen Leidenschaften zu leben“ nicht stark genug.
    Daher benutze ich auch die Ausrede, ich wüsste nicht genau, was ich machen will. Das ist Bullshit und verdient einen Ausraster, so wie du Ben ihn in Großbuchstaben dargelegt hast.

    Was hilft bei mir?

    Letzte Woche hat mich ein guter Freund nach einer Übernachtung bei ihm gefragt, was ich denn so an diesem Tag noch machen möchte. Ich habe kurz überlegt. Wenn er nicht gefragt hätte, würde ich vermutlich zocken. Doch ich habe ihm gesagt, dass ich einen Artikel darüber schreiben möchte, wo man in anderen Städten Europas Übernachtungsmöglichkeiten finden kann (Das ist eine meiner Stärken.)
    Also habe ich, Zuhause angekommen, einen meiner Meinung nach geilen Artikel geschrieben.
    Das einzige, was mich noch vor einer Veröffentlichung aufhält ist die Frage, ob ich einen Reiseblogg machen möchte. Und ich glaube, das tue ich auch.

    Danke fürs lesen, (bzw. für die Kommentarfunktion :D). Kommentiert meine Schilderung gerne.

  12. Hi,

    von seiner Leidenschaft zu leben ist wirklich eine Kunst. Der Artikel führt da einen guten Punkt an – gut in einer Sache zu werden. Also gut in deiner Sache, dem Subjekt der Leidenschaft, zu werden.
    Ein Experten-Status, und diesen, mit Hilfe eines Blogs zum Beispiel (der zweite Punkt in obigem Artikel), auch öffentlich bekannt zu machen kann ein wichtiger Schritt sein auf dem Weg, von seiner Leidenschaft zu leben.

    Mich hat nichts davon abgehalten, von meiner Leidenschaft zu leben. Die Kenntnisse habe ich in einem interessanten Studium erhalten, mit zahlreichen Praktikas und meinen Studentenjobs. Der Beruf deckt das Feld meiner Leidenschaft ab, und ich kann davon leben.
    Mein Tipp:
    – die Leidenschaft finden (dafür auch gerne etwas mehr Zeit nehmen, eine Auszeit im Ausland etc.)
    – dann mit voller Willensstärke und ohne Angst eine Strategie verfolgen, um von der Leidenschaft zu leben.

    Danke für die interessante Artikel hier auf dem Blog Ben, gute Ressourcen für viele, die auf der Suche sind.

    VG, Daniel

  13. Hallo Ben,

    ich finde deinen Artikel sehr cool, mich erinnert das an ein gespräch mit einem Künster (der mittlerweile von deiner Leidenschaft leben kann). Dieser Künstler hat mir gesagt dass es 2-6 Jahre intensive Arbeit an einer Sache braucht bis du in dieser richtig gut bist. Ich denke darin steckt viel Wahrheit.

    Und meiner Meinung gehören zwei wesentliche Dinge dazu um irgendwann tatsächlich mal von seiner Leidenschaft leben zu können.

    1. Disziplin
    2. Kontinuität

    In diesem Sinne, weiter so!

  14. Hallo Ben,

    für mich ist Leidenschaft der falsche Begriff. Bei mir geht es um den Lebenstraum. In meinem Fall ist es das Schreiben und den Weg zum fertigem Manuskript meines Buchprojektes. Vorher habe ich brav Fachabitur gemacht, wurde bei der FH nicht direkt angenommen, sondern hätte erst nach einem Wartesemester studieren können. Stattdessen habe ich eine vernünftige kaufmännische Ausbildung gemacht und bis zur Geburt meiner Tochter auch mit wenig Freude gearbeitet. Ich will nicht sagen, dass es schlecht war oder ist, aber mit Herzblut und Spaß an einer Sache dran zu sein, sieht nun mal anders aus.

    Seinen Traum oder Leidenschaft zu verwirklichen bedarf es auch Förderer zB den Partner, der/die einen unterstützt und auffängt.

    Liebe Grüße
    Maren

  15. Die Leidenschaft wächst mit dem Erfolg,mittlerweile ist es fast eine Sucht, man will von allem mehr, mehr Besucher, bessere Rankings, mehr Erfolg. …da muss man natürlich aufpassen, dass es in einem vernünftigem Rahmen bleibt, wenn man da einen Weg gefunden hat, dann macht es richtig Spaß und die Leidenschaft ist da 😉

  16. Hi Ben,

    ich lese seit zwei Tagen dein Blog, weil er mir aus der Seele spricht.
    Weil dadurch das große Fragezeichen in meinem Kopf nicht kleiner, sondern immer größer wird, hat es mich eigentlich schon geärgert, denn ich weiß nur, das ich anders leben will, als die meisten Menschen leben – aber noch nicht, wie.

    Und dann las ich diesen Satz: „Leidenschaft kannst du dir vorstellen wie einen großen ausgewachsenen Mammutbaum.“

    Und weil ich deswegen grade Tränen in den Augen hatte und mein innerer Gärtner jetzt sagt: fang an, säe aus, gieße deine Pflänzchen, und pflege sie, schreibe ich Dir um Dir zu sagen: Alles Gute, vielen Dank, wir hören von einander 🙂

  17. Hallo Ben,
    erstmal großes Lob für diesen so schönen Beitrag und dann auch gleich ein großes Danke!!! Ich bin eine der Glücklichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Und auch wenn das Freiberuflerdasein oft eher einer Achterbahnfahrt als einem Höhenflug gleicht, bin ich froh über solch herzerfrischende Artikel – denn damit zeigst du uns, dass der Weg der richtige ist! Es ist schön, von Gleichgesinnten zu lesen. Und in einem Punkt gebe ich dir besonders recht: Am Anfang steht immer die Neugierde. Dann geht der Rest fast wie von selbst 🙂

  18. Hallo zusammen,

    ich habe meine Leidenschaft schon vor sehr langer Zeit gefunden, mich jedoch nicht getraut, sie auch zu leben. Bis jetzt! Ich nehme meine Karriere nun selbst in die Hand. Wenn Ihr mögt könnt Ihr mich gerne auf meinem Weg begleiten und verfolgen, ob ich mein Ziel erreiche, denn unter http://agenturleben.blogspot.de/ werde ich alles dokumentieren!
    I am on my way und den ersten Fuß habe ich in der Tür. Die Geschichte des tapferen Schreiberleins beginnt!

  19. Ich finde gut, dass du ansprichst, dass man einfach versuchen sollte richtig GUT in einer Sache zu werden, sei es mit oder ohne Studium.

    Leider setzen sich noch viel zu viele selbst unter Druck und machen dann etwas, wofür sie sich nicht begeistern können – und Frust ist leider Gift für Kreativität und Produktivität 🙁

  20. Hey Ben,

    danke für diesen Artikel! Das Thema ist ja (auch bei meinen Seminaren und aus persönlicher Erfahrung) immer wieder eine große Hürde.

    Was mich davon abgehalten hat, von meiner Leidenschaft zu leben, ist die Angst vor der Komplexität (ich brauch das, ich brauch das, das geht alles nicht, so viel habe ich nicht, die zeit habe ich nicht, das ist zu viel) – erst als ich mich in die Praxis getraut hab, hab ich gesehen, wie simpel es sein kann.

    Best wishes,
    Chris

  21. Hey Ben, Ich bin 15 Jahre geh in die 10 Klasse und bin der festen Meinung das Schule mir in meiner Zukunft fast gar nicht helfen wird ( der einzigste der mir da helfen kann bin ich ), also meine Frage an dich und ich möchte unbedingt das du die Frage ehrlich beantwortest ohne irgendwie als Erzieher rüber zukommen, einfach was dir dein Herz sagt. Soll ich die Schule schmeißen und meinen eigenen Weg gehen oder soll ich den Erwartungen meiner Eltern, Lehrern gerecht werden, die gar NICHT meine Erwartungen sind.

    1. Hallo Daniel,
      auch wenn du mich vielleicht nicht verstehen wirst – aber ich würde die Schule nicht schmeißen. Du lebst sicherlich in Deutschland, da brauchst du einen Abschluss, sonst verbaust du dir soooo viele Chancen! Du bist doch schon in der 10. Klasse, meinst du nicht, dass du dieses Schuljahr noch überstehst? Dann hast du doch die Mittlere Reife und kannst anschließend das machen, was du möchtest. Was möchtest du denn selbst? Was sind denn deine Leidenschaften? Du kannst doch deine Leidenschaften auch parallel zur Schule weiterverfolgen, du kannst auch das Lernen für dich persönlich, zumindest zu Hause, für dich so gestalten, dass es passt! Du bist verantwortlich dafür, nicht die Eltern, nicht die Lehrer – nur du selbst. Aber leider bist du in einem System gefangen, bei dem du – zumindest vorläufig – Kompromisse eingehen musst. Also wäre mein Rat: Bleibe in der Schule, aber gestalte sie dir nach Möglichkeit so, wie sie für dich und zu dir passt!
      Alles Gute für dich und herzliche Grüße
      Christine
      von „Erfolgreiches Sprachenlernen“ (ohne zu pauken übrigens 😉 )

    2. Hi Daniel,

      klar Antwort: Nein. Schule zu Ende machen natürlich.
      Was willst du mit 15 denn machen? Wie soll dein „eigener Weg“ denn aussehen? Du bist noch nicht mal Volljährig, kannst keine Verträge unterschreiben, keine Firma gründen, etc.
      Auch wenn dir die Schule gerade nicht gefällt, in dem du den Abschluss machst zeigst du, dass du dich durchbeissen kannst, etwas durchziehen kannst, auch wenn es nicht gerade deine Lieblingsbeschäftigung ist. Ist auch sehr wichtig als Eigenschaft. Denn auch wenn du „deinen Weg“ gehst, deiner Leidenschaft folgst, wirst du dennoch immer ein paar Aufgaben haben, die dir nicht gefallen – ist ganz einfach, so ist das Leben.
      Also, weiter machen, durchziehen, Stärke beweisen.
      VG

      1. Hallo!

        Ich bin sehr froh, dass ich nicht die Einzige bin, die so denkt …
        Ich kam mir schon ein bisschen spießig vor …
        Aber vielleicht möchtest du, Daniel, mal einen Blogartikel von mir lesen – wie ich meine Leidenschaft gefunden habe, nach einem langen langen Weg, der nicht immer einfach und schön war… Ich habe den Artikel gepostet bei Birgit von „Leben mit allen Sinnen“ – du findest ihn hier: http://lebenmitallensinnen.me/2015/09/30/geld-oder-leben/

        Früher war das mit dem „Du musst das machen, was die Lehrer und Eltern sagen“ noch schlimmer. Aber irgendwann habe ich auch meine Leidenschaft gefunden. Dafür war aber ein Schulabschluss absolut notwendig, ebenso ein bisschen Kapital – du willst sicherlich auch nicht von der Hand in den Mund leben, oder?

        Was ist nun meine Leidenschaft? Sprachen, Unterrichten (aber nicht nach den Schulmethoden, das habe ich damals schon gehasst), Schreiben – ich habe einen Blog und habe ein Buch geschrieben dieses Jahr. Außerdem blogge ich für eine Sprachfirma und betreue deren Facebook-Seite. Das sind alles Arbeiten, die mir gefallen.

        Ich bin sicher, Du findest Deine Leidenschaften auch noch. Aber lass auch die Vernunft walten und verbaue Dir durch kurz gedachte und zu schnell getroffene Entscheidungen keine Wege.

        Herzliche Grüße
        Christine

  22. Endlich sagt’s mal jemand! In letzter Zeit ist mir diese ganze Industrie rund um das Thema Leidenschaft finden (und am besten viel Geld damit verdienen) ein bisschen auf den Keks gegangen. Ich selbst habe fast zwei Jahre danach gesucht und dabei das Anfangen vergessen. Witzigerweise habe ich gerade darüber heute einen Artikel geschrieben, diesen hier aber erst jetzt gefunden (http://ameliasjourney.de/missverstaendnis-leidenschaft-business/).

    Letztendlich kann man glaube ich vor allem für Prozesse und die Erfahrungsreise in fast jedem Bereich/Thema eine Leidenschaft entwicklen. Es geht gar nicht so sehr um die Inhalte, sondern darum, wie wir uns mit ihnen befassen.

  23. Hi Ben,

    danke für deinen Artikel. Ist ja schon etwas her, doch immer noch aktuell! 🙂
    Besonders hat mir gefallen: „In unserer Gesellschaft wirst du in der Regel dann bezahlt, wenn du anderen mit deinen Fähigkeiten wirklich weiterhelfen kannst. … Konzentriere dich weniger auf die Suche an sich – und mehr darauf Fähigkeiten aufzubauen.“

    Denn ich hab nicht so sehr einen Widerstand gegen das Berufung FINDEN. Ich selber habe das auch so auf meiner Website (als Berufungs-Coach).
    Doch wie du sagst, es geht darum ins Tun zu kommen und auf dem Weg die Berufung/Leidenschaft sich quasi herausschälen lassen. Und nicht um ein fixiertes, frustiertes und gestresstes Suchen nach the one and only purpose.

    Und bei mir gab es wirklich irgendwann eine Erkenntnis von – das ist es. Dem ging allerdings ein 10jähriger Weg voraus, von Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterfahrung, Reisen, Horizonterweiterung, Coaching, Beratung, etc.

    Wenn man anfängt sich die richtigen Fragen zu stellen, dann kann man schon zu einem tiefen Gefühl & Wissen kommen: Ja, das ist es, das will ich mit & in meinem Leben verwirklichen. Die große Vision auf einmal klar haben.

    Merci für deine Gedankenanreize!
    Lydia

  24. Hallo Ben,

    toller Beitrag, tolle Gastbeiträge ich werde mich wohl noch öfter hier umschauen!

    „Eigentlich wissen wir ziemlich gut was wir wollen“, das erinnert mich ein ein Zitat, leider weiß ich nicht mehr von welcher bedeutenden Person es stammt. Es lautete:

    Vor der Schule sind 98% aller Kinder in einem Bereich hochbegabt, nach der Schule sind es nur noch 2%.

    Ich lasse das einfach mal hier stehen und schaue mir die nächsten Beiträge an.

    Gruß
    Timo

  25. Hey Ben, ich sehe es wie Du. Unglaublich schade, wie viele Menschen noch nicht ihrer Leidenschaft nachgehen und in Arbeit feststecken, die sie eigentlich gar nicht machen möchten. Was natürlich im Endeffekt zu modernen Krankheiten a la Burnout führt. Schön, dass Du hoffentlich mit diesem Artikel vielen Leuten hilfst, ihre Passion zu finden. Liebe Grüße, Joh

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