Hast du auch zu viele Interessen und kannst dich nicht entscheiden?

Mara Stix

Mara Stix hat eine erfolgreiche Karriere als Unternehmensberaterin hinter sich. Nun ist sie dem Hamsterrad entflohen und macht erfolgreich ihr eigenes Ding. Vor kurzem war ich übrigens auf ihrem Podcast zu Gast. Mara hilft – unter anderem – Menschen ihre vielen Interessen unter einen Hut zu bekommen. Genau darum geht’s auch in diesem Beitrag. Enter Mara!

Bist du einer von diesen Menschen, die chronisch neugierig sind?

Die es lieben sich selbst neue Dinge beizubringen? Die viele verschiedene Talente und Interessen haben?

Höchstwahrscheinlich ist deine Antwort auf alle diese Fragen: „Ja!“.

Denn du liest ja hier bei Anti-Uni mit und kümmerst dich selbst um deine Bildung.

Das finde ich übrigens großartig, dass du dir Gedanken über deine Ziele und Werte machst!

Ich war lange Zeit noch sehr brav und angepasst, aber dazu später mehr…

Was ist denn bitteschön ein „Scanner“?

Was du wahrscheinlich nicht weißt ist, dass es für solche Menschen, die anders sind, die sich nicht entscheiden wollen, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen wollen einen Namen gibt.

Die amerikanische Trainerin Barbara Sher nennt sie „Scanner“.

Sie unterscheidet zwischen zwei Gruppen von Menschen:

Die einen sind die sogenannten „Taucher“. Sie suchen sich gerne einen Beruf aus und lieben es, sich in ein ganz spezielles Themengebiet hineinzuknien. Oft wissen sie schon als Kinder ganz genau, was sie mal werden wollen und dann verfolgen sie zielgerichtet und konsequent ihren Weg ohne Schleifen und Umwege.

Die zweite Gruppe sind die Rebellen, die, die sich nicht entscheiden wollen und viele Interessen und Träume haben. Oftmals fehlt in ihrem Lebenslauf der „rote Faden“, zumindest für die Außenstehenden. Häufig starten sie neue Projekte und bringen diese aber nicht zu Ende. Das sind die sogenannten Scanner.

Wenn Scanner ihre PS nicht auf die Straße bringen

Leider orientiert sich unsere Welt und unser Bildungs- und Berufssystem total an den Tauchern und ist überhaupt nicht auf Scanner ausgerichtet.

Und weil das so ist sind die Scanner häufig beruflich weit weniger erfolgreich als sie es sein könnten. Sie schaffen es nicht ihre PS so auf die Straße zu bringen, wie sie es gerne würden.

Hast du schon Mal folgende Sätze von deinem Umfeld (vielleicht von deinen Eltern oder Freunden) gehört?

Jetzt entscheide dich doch mal!
Jetzt mach doch mal was fertig!
Nicht schon wieder etwas Neues!

Und hast du dich dann vielleicht auch schlecht oder nicht verstanden gefühlt?

Für mich war es immer unmöglich, mich für einen bestimmten Beruf zu entscheiden.

Will ich jetzt Unternehmensberaterin, Trainerin oder Bloggerin sein?

Ich will ALLES und ich will mich NICHT entscheiden!! (Jedenfalls nicht nur für eine einzige Sache.)

Kennst du das auch?

Wenn ja, hier kommt eine mögliche Lösung:

Scanner zu sein ist eine Form von Hochbegabung.

Der erste Schritt ist es zu erkennen, dass überhaupt nichts Falsches daran ist ein Scanner zu sein!

Im Gegenteil! Scanner werden auch als Vielbegabte bezeichnet und Vielbegabung ist eine Form von Hochbegabung.

Es ist also etwas Wunderbares und ein Geschenk, ein Scanner zu sein!

Wie du als Scanner erfolgreich wirst

Wichtig ist aber, dass für dich als Scanner ein anderer Weg zum Erfolg führt als für andere Menschen.

Es bringt dir nichts, dich ewig mit der Frage zu quälen, welchen Beruf du jetzt ergreifen sollst. Etwas wegzulassen fühlt sich für einen Scanner an als müsste er oder sie auf ein Bein oder einen Arm verzichten.

Kurz gesagt, das muss auch nicht!

Was du stattdessen brauchst ist ein „Warum“ also eine Vision.

Ein guter Anfang ist es für dich eine Antwort auf folgende Fragen finden:

Warum bin ich eigentlich hier?
Welche Botschaft will ich in die Welt tragen?
Was gibt meinem Leben Sinn?
Was soll bei meiner Beerdigung über mich gesagt werden?
Was soll auf meinem Grabstein stehen?
Welches „Vermächtnis“ möchte ich der Welt hinterlassen?

Ja, das sind große Fragen – gleichzeitig kannst du dich gar nicht früh genug mit genau diesen Fragen auseinandersetzen.

Und wenn du darauf Antworten findest, dann bist du als Scanner in der Lage Höchstleistungen zu vollbringen!

Mein Warum zum Beispiel ist, dass ich Frauen dabei unterstützen will, ein freies und finanziell unabhängiges Leben zu führen. Ich fand es immer furchtbar von Männern (egal ob Chef oder Ehemann) abhängig zu sein. Mein eigenes Geld zu verdienen ermöglicht mir ein freies Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen.

Seitdem ich das weiß, verspüre ich jeden Tag unglaubliche Freude, wenn ich mit meiner Arbeit beginne und bin so glücklich, dass du mich gar nicht mehr von meinem Schreibtisch weg bringst! Mein Leben hat für mich Sinn und Bedeutung! Und genau das wünsche ich dir auch!

In diesem Sinne alles Gute für dich und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

Mara

P.S. Wenn du gerne mehr über Scanner erfahren möchtest und wie du als Scanner deinen eigenen Weg gehen kannst, dann ist vielleicht die kostenlose Webinar-Reihe von Mara und Anne Heintze zum Thema „Erfolgreich als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit“ etwas für dich.

Mehr Infos zu der Webinar-Reihe für Scanner findest du hier.

Über Mara

Mara promovierte als Betriebswirtin unter den besten 5% der Studierenden und war 10 Jahre lang eine erfolgreiche Unternehmensberaterin. 2013mara stix entschied sie sich die Corporate World zugunsten des Unternehmertums zu verlassen.

Heute ist sie Unternehmerin und bloggt und podcastet auf www.marastix.com. Dort unterstützt sie vielbegabte Menschen ihr eigenes, erfolgreiches orts- und zeitunabhängiges Business zu betreiben.

Meinen Podcast mit Mara findest du übrigens hier: http://marastix.com/ul-023-interview-mit-ben-paul-von-antiuni-warum-du-dich-selber-um-deine-bildung-kuemmern-solltest/

P.P.s: Ich habe noch ein Video-Interview mit Mara auf Lager. Wenn du es nicht verpassen willst, dann trag dich in den Anti-Uni-Newsletter ein!

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35 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi zusammen,

    ich kann nur bestätigen, dass das eigene „WARUM“ die Grundlage für den persönlichen Erfolg ist.
    Sobald man das eigene „Warum“ kennt, ist es nämlich nicht mehr wichtig was man tut.
    Das „Warum“ steht im Vordergrund.

    Für einen Scanner kann das ganz schön beruhigend sein. 🙂

    DANKE
    Alle Liebe
    Robert

  2. Hi Mara!

    Ich bin erst vor kurzem auf den Begriff der „Scanner“ gestossen nichtzuletzt deswegen, weil ich selbst einer bin und Antworten auf meine Fragen suche.

    Seit Jahren beschäftige ich mich mit tausenden Dingen, habe viel erlebt und auch vor es dabei zu belassen. Und über Monate habe ich mich mit der Frage nach dem eigenen Wieso, nach der inneren Begeisterung auseinandergesetzt. Ich kenne mein Wieso und weiß, was mich wirklich glücklich und erfüllt leben lässt.

    Doch damit allein ist es noch bei Weitem nicht getan.

    Ich stehe hinter der Aussage: „Finde dein Wieso und das Wie wird folgen!“ – Aber es folgt nicht automatisch danach.

    Wir Scanner haben einen großen Nachteil, dem jeder sich bewusst sein muss, bevor er wirklich etwas nachhaltiges auf die Beine stellt. Wir wollen ALLES AUF EINMAL, und am besten SOFORT. Deswegen haben wir zig Projekte, Interessen, etc.

    Doch NICHTS was wirklich von Dauer ist, kommt sofort und schnell auf einen zu. Ohne die richtige Disziplin und Ausdauer ist man als Scanner nicht in der Lage irgendetwas aufzubauen, denn man springt früh genug zum nächsten Projekt und dreht sich immerwährend im Kreis.

    Die viel begehrte Freiheit der Möglichkeiten knüpft dir einen Strick und führt erst recht wieder dazu, dass du in Fesseln lebst.

    1. Hallo Sebastian!

      Vielen Dank für diese wichtige Ergänzung. Da stimme ich dir 100% zu.

      Und ich glaube, dass das eigne „Warum“ zu kennen, die beste Motivation ist, um die Disziplin und Ausdauer aufzubringen, die wirklich zum Erfolg führt!

      Schöne Woche für dich!

      Mara

  3. Ein buntes Hallo in die Runde =)

    Vielen Dank für diesen Artikel. Mir is das schon lange bewusst, dass ich scannermäßig unterwegs bin (auch wenn ich nie ein Wort dafür hatte . . . hab immer noch keins, das für mich passt – Scanner find ich irgendwie doof :).

    Ich möcht aber auch mal klar differenzieren:
    Ich würd zwar sagen, dass ich durch und durch Scanner bin und viel will, aber nicht immer alles gleichzeitig. Viel, oft ja =) Manchmal geh ich aber so extrem in einem neuen Thema auf, dass (wenn auch immer nur für kurze Zeit) links und rechts alles andere vergesse. Aber klar, irgendwann is dann wieder langweilig oder zumindest weniger spannend.

    Aber das tolle als Scanner is ja, dass man ständig neugierig ist, dass man mit jedem neuen Interesse entdeckt, wie die Welt funktioniert, dass man Wissen aus anderen Disziplinen vernetzen kann. Und genau das is DIE STÄRKE eines Scanners meiner Meinung nach. Disziplinen zusammenbringen. Die besten und profitabelsten Ideen kommen heutzutage nicht aus dem Nichts, sondern sind nur eine clevere Verstrickungen von zwei oder mehreren Dingen, die schon viele vor Augen hatten.

    Sehr wertvoller Artikel. Ich seh das zwar schon länger als Hochbegabung, aber es muss einfach gesagt werden, weil sicher viele sich noch eingeschüchtert fühlen da draußen!

    Lieben Dank dafür =)

  4. Hallo zusammen,

    Zuerst einmal herzlichen Dank für die Bezeichnung „vielbegabt“, die werde ich mir mitnehmen, das bringt einfach etwas in meiner Scanner-Seele zum Schwingen 🙂

    Lange habe ich gedacht, als Scanner bräuchte ich einen Beruf, der es mir ermöglicht, viele meiner Talente einzusetzen. Entsprechend unzufrieden war ich lange Zeit mit meinem Job, der zwar manchmal anspruchsvoll, aber meistens Routine ist und keine Aufstiegschancen bietet. Erst vor einigen Monaten ist mir wirklich klar geworden, dass ich nicht wirklich „Karriere“ machen möchte. Ich möchte einen Job haben, der mein Leben bezahlt, nicht zuviel Zeit wegnimmt und ansonsten „aushaltbar“ ist. Und das bietet mir mein aktueller Job: Er lässt mir Zeit für all das Wundern und Staunen, das Reinspringen in neue Themengebiete. Dieser Job lässt mir die Freiheit, meinen Begeisterungen nachzugehen, sie zu genießen.

    Seither habe ich so viele faszinierende Dinge getan (eine eigene elektronische Schaltung gebaut, obwohl ich von Elektronik keine Ahnung hatte, meine Ernährung auf vegetarisch/vegan umgestellt und mich viel über Ernährung informiert, Möhren, Radieschen, Erbsen, Tomaten und Chilies auf meinem Balkon selbst gezogen, eine neue Chili-Kreuzung gestartet, gelernt, wie man Marmelade kocht und Brot backt, und noch so einiges mehr) – ein erfülltes Scanner-Dasein halt.

    „Aufgeweckt“ hat mich eines der Gedankenbilder, die ich als Kind hatte. Ich hatte immer ein Bild von mir als jemand, der Abends in seinem stillen Kämmerlein sitzt und alles mögliche liest und dabei lernt. Es hat ein wenig was von einem Mönch in seiner Klause.

    Alles in allem bin ich glücklich. Und das Problem, dass ich so viele Dinge tun möchte, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll (und deshalb nichts tue), habe ich für mich gelöst. In solchen Situationen schreibe ich auf, was ich alles machen möchte und mache Lose daraus. Dann wird gezogen. Entweder es gibt etwas, worauf ich beim Ziehen heimlich gehofft habe ( in 90% der Fälle ist das so), dann mache ich das, was ich mir gewünscht habe, zu ziehen. Ansonsten mache ich das, was auf dem Zettel steht, bis ich keine Lust mehr habe.

    Das Leben als Scanner ist ein tolles: es gibt immer noch und immer wieder viel zu entdecken.

    1. Hallo Tanja!

      Das finde ich toll, wie du das machst.

      Bevor ich begonnen habe, von dem zu leben, was mich wirklich interessiert, habe ich das selber lange so gemacht wie du.

      In meinem Fall: ein Teilzeit-Job und in der Freizeit kam dann die Selbstverwirklichung.

      Alles Liebe,
      Mara

  5. Oh ja, auch ich bin durch und durch ein Scanner. Das Buch von Barabara Sher hat mir die Augen geöffnet! Ich finde es inzwischen richtig toll Scanner zu sein, doch momentan steh ich vor dem Problem, dass meine Umgebung das nicht mehr wirklich akzeptieren mag. Alle paar Wochen erzähle ich von neuen Ideen und bin Feuer und Flamme, doch dann finde ich sie plötzlich nicht mehr ganz so toll. Mit Durchhaltevermögen und Ausdauer sich irgendwo „durchzuschleppen“ ist leider gar nicht meine Vorstellung von einem erfüllten Leben. Und in sämtlichen Ratgebern steht, wenn man sich nicht zu 100% einer Sache verpflichtet, kommt man nicht zum Erfolg. Tja, da wird wohl was dran sein. Na ja, vielleicht findet sich auch für mich ein Weg. Ich hoffe es.

    1. Hallo Anna,

      meine Lösung ist, eine Vision haben, bei mir ist das z.B. ortsunabhängig arbeiten. Und dieses Ziel motiviert mich so, dass ich auch durchhalte, wenn es mal schwierig wird.

      Dass nur Durchhaltevermögen und Disziplin zum Erfolg führt, stimmt übrigens.

      Du musst halt etwas finden, dass groß genug ist, dass es dich auch längerfristig motiviert: „Think big!“

      Alles Liebe,
      Mara

  6. Gibt es nicht ein Scanner-Netzwerk? Ein Netzwerk aus Leuten, die „MACHER“ sind? Ich würde meine ganzen Fähigkeiten / Talente / Erfahrungen zusammenwerfen mit anderen Leuten, die auch Erfahrungen haben um gemeinsam Dinge zu verwirklichen und nicht nur alleine. Zu oft bin ich allein mit meinen Ideen, weil ich zwar auf Treiber stoß, aber nicht auf „Macher“.

    Wäre schön wenn es da ein paar ähnliche Gemüter aus dem österreichischen Raum gibt. Hab soooo viele tolle Ideen! 🙂

  7. Hallo,
    Lukas, du sprichst mir aus dem (Scanner)-Herzen. Es war für mich, nach vielen Jahren des Alleingehens, schon wie eine Absolution zu entdecken, dass ich vielbegabt bin. Gleichwohl fehlt auch mir ein Netzwerk mit MACHERN…, .
    (bling, bling, meldet sich mein Verstand: könntest du doch selber starten) und schon habe ich wieder eine Idee 😉

  8. Hi Ben & hi Mara,

    komme gerade vom Webinar. Dieses fand ich sehr merkmuerdig, ich konnte kein roten Faden erkennen und ich hatte andere Erwartungen ans Webinar.

    Meine Erwartung war, dass ich anhand des Webinars mehr ueber das Thema Scanner erfahre z.B. Merkmale wie man einen Scanner erkennt und was ihn von anderen unterscheidet. Letztendlich ist mein erster Eindruck vom Thema zerstoert, ein besseres Wort faellt mir nicht ein.

    Mir ist nun egal was man unter dem Begriff Scanner versteht, wusste schon vorher das ich vielseitig interessiert bin und bin damit auch ganz gut gefahren bisher. Auch wenn man nicht ganz den roten Faden bei mir erkennt wenn man meinen Lebenslauf liest: Kaufmann im Einzelhandel Ausbildung abgeschlossen, Fachabi an FOS Wirtschaft nachgeholt um anschliessend ein Praktikum beim Bauingeneur zu absolvieren + 1 Semester Architektur studiert, dann Ausbildung um Fachinformatiker Anwendungsentwicklung abgeschlossen. Mittlerweile arbeite ich als Programmierer moechte aber weg vom klassischen Buerojob und sehe das digitale Nomadentum positiv. Das digitale Nomadentum spricht mich mehr an als das Thema „Scanner“.

    Nochmal zurueck zum Webinar, von diesen haette ich mir erhofft mehr Impulse zu finden wie ich an einer Idee arbeite, wie ich mehrere Ideen unter einem Hut bringe und wie ich lerne Ideen zu sortieren.

    Selbst bin ich nun zum Schluss gekommen, dass ich selbst meine Ideen sortieren bzw. in den Einklang bringen muss.

    Daher bietet mir das vermeidliche Wissen rund ums Thema „Scanner“ keinen Mehrwert. Selbst wenn das Webinar ein anderes Thema hatte als ich es erwartete fand ich es am Ende schon fast aggressiv, wenn dies der O-Ton ist neue „Scanner-Coaches“ auszubilden dann moechte ich erst an keinem Coaching teilnehmen.

    Liebe Gruesse
    Tim

  9. Jetzt hat also auch diese Kategorie einen Namen – scheinbar braucht wohl doch jedes Kind einen. Ich denke, „Krake“ hätte mir besser gefallen, aber gut.

    Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass es weniger Taucher gibt als man denkt. Das mag vielleicht auch an meinem Umfeld liegen, aber es erscheint mir recht auffällig, dass die meisten schon vielfältige Interessen haben, aber häufig nicht wissen, womit sie anfangen sollen und am Ende gar nichts von alledem zustande kommt, weil es auf einer staubigen Liste abgelegt wird.

    Das ist mir in Kombination mit dem jüngsten Artikel auf meinem Blog noch einmal bewusst geworden, insofern vielen Dank für deinen Beitrag!

      1. Das ist tatsächlich die Frage – die Generation der heute 60-jährigen hatte in ihren 20ern schließlich auch mit anderen Problemen zu kämpfen, als wir heute. Entsprechend waren vorrangig auch andere Fähigkeiten gefragt.

        Wenn ich mit unserer Großelterngeneration spreche, stelle ich häufig fest, dass sie noch viel mehr selbst gemacht haben – wenn auch aus der Not heraus. Aber gerade da haben sie viel Erfindungsreichtum an den Tag gelegt, nach eigenen Lösungen gesucht und sich entsprechend immer auf dem Gebiet schlau gemacht, das gerade für sie relevant und interessant war.

      2. Hallo Mara,

        das ist wohl richtig. Allerdings kann das auch daran liegen, dass man im hohen Alter auf einige wenige Dinge eingefahren ist und man manche seiner Interessen auf dem Weg „verloren“ hat.

        Von Unterschied der Generationen an sich ganz zu schweigen.

        Aber es ist gut, dass die Zahl der Scanner zunimmt. Da fühlt man sich nicht mehr so alleine 😛

  10. Hey Mara, danke für den Beitrag.
    Das eigene Warum zu finden ist ein sehr wichtiger Schritt und die Quelle für die eigene Motivation. Wer sein Warum kennt, kann jedes „Wie“ meistern.

    Nun habe ich aber trotz dessen noch ein Problem, ich kenne zwar mein Warum, mein Lebensziel und wie ich dahinkommen kann, nur gibt es unterschiedliche Wege zu meinem Ziel und ich kann mich nicht entscheiden mit welchem ich beginnen soll. Hast du da vielleicht auch Rat?

    Schöne Grüße
    Arian

    1. Hallo Arian, ich bin zwar nicht Mara …;) aber …

      Mir ging es auch ganz ähnlich, viele Ideen und ein klares Ziel, aber welcher Weg ist der beste?

      Rückblickend kann ich sagen: Jeder Weg ist der beste Weg, vorausgesetzt Du fängst an und BLEIBST DABEI.

      Eine Entscheidung zu treffen bedeutet immer auch, sich gegen etwas zu entscheiden und eine Garantie bekommst Du nie, dass Du den optimalen Weg gewählt hast. (Glücklicherweise hast Du hinterher auch keinen Vergleich. 🙂 )

      Ich habe für mich gemerkt, dass es bei mir einen Unterschied zwischen einer „einfachen Entscheidung“ gab und einer „echten Entscheidung“. Erst als ich eine „echte Entscheidung“ getroffen hatte, kamen die guten Dinge auf mich zu und ich hatte die Kraft auch schwierige Zeiten zu meistern.

      Eine „echte Entscheidung“ ist eine Entscheidung, an der Du festhältst, komme was wolle! Es gibt keine Alternative, als das durchzuziehen. Außerdem hast Du ein glasklares Ziel vor Augen. Du weißt also ganz genau, wann Du das Ziel erreicht hast. Wenn Du so eine Entscheidung triffst, ist meine Überzeugung, dass der Weg immer der „richtige Weg“ ist.

      Und wenn Du Fehler und Irrwege als gut und wertvoll anerkennst .. wovor solltest Du dann Angst haben?

      Ich würde also sagen, wähle den Weg, der Dir im Moment am sinnvollsten erscheint und treffe dafür eine „echte Entscheidung“.

      Viele Grüße
      Henning

      1. Hey Henning!

        Schön dich hier zu treffen! Und noch mehr gefällt mir deine Sichtweise auf Entscheidungen.

        Wir tun uns echt oft super schwer mit Entscheidungen, weil wir denken, dass sie uns limitieren. Dabei ist das Gegenteil der Fall.

        Ich bin heute über ein sehr schönes Zitat dazu gestolpert:

        “Saying yes to one concrete thing feels like saying no to an interesting or limitless life. In fact, it’s the other way around.”

        In diesem Sinne viel Spaß beim Entscheidungen treffen.

        Ben

  11. Das ist echt ein super Artikel, ich muss zugeben, dass ich mich 1 zu 1 wiedererkannt habe.
    Ich hatte nicht zum ersten mal meine Probleme mit dem hiesigen Schulsystem, einfach, weil ich mich mit zu vielen Themen gleichzeitig befasst habe- zumindest aus Sicht meiner Lehrer.
    Nachdem ich jetzt wenigstens weiß, warum ich so arbeite, wie ich es tue, kann ich meine Interessen so Nutzen, dass ich mit Ihnen auch Erfolge einfahre.
    In diesem Sinne danke ich Dir, Mara, fü den super Artikel.

    Stefan

  12. Nochmal vielen Dank an Ben, dass er den Artikel auf seiner Seite veröffentlicht hat (sonst wär ich auf das Thema wahrscheinlich erst viel später gestoßen) und Danke an Mara für die ganze Arbeit rund ums Scannertum!

    Ich bin in die Materie die letzten Tage eingetaucht und hab so viel über mich gelernt und denke mit dem Wissen in Zukunft meine unzähligen Ideen viel besser handeln zu können 🙂

    Vielen lieben Dank, das ist einfach unbezahlbar =)

  13. “ Alle Menschen könnten der selben Meinung sein und dennoch alle falsch liegen “
    (Bertrand Russell)

    Es ist ein erfüllender Moment, wenn man aller Meinung zum Trotz (oder sollte ich besser sagen: trotz aller Meinung) realisiert, dass das gängige „System“ falsch ist und nicht man selbst.

    Aber:

    „Es ist schwieriger eine vorgefertigte Meinung zu zerstören, als ein Atom“
    (Albert Einstein)

    Jedoch nicht unmöglich.

    Daher gilt für mich:

    „Das Leben ist eine Investition in die Zukunft des Lebens.“
    (Andreas Bender)

  14. Eine Entscheidung für oder gegen etwas ist doch nur ein innerer Dialog, wie ich mit meinen Fehlern umgehen will. Bei einer Entscheidung gegen etwas will ich die Fehler als Widerstand empfinden und bei einer Entscheidung für etwas erlebe ich die Fehler als Übung und Lernerfahrung, quasi Herausforderung. Falsch bleibt subjektiv nicht richtig und umgekehrt. Wie aber kann ich all meine unfertigen Projekte weiter machen, ohne betriebswirtschaftlich erfolgreich damit zu sein und diese Projektarbeit weiter zu finanzieren? Selbst wenn ich meine Kritik am Geldsystem habe so fängt es bei Miete und Materialausgaben an, in das System gezwungen zu werden.

    Jetzt entscheide dich doch mal!
    Jetzt mach doch mal was fertig!
    Nicht schon wieder etwas Neues!

    Genau so ist das. Aber wie damit umgehen?
    Ich kenn meine Antworten auf die Fragen nach der Motivation der Zukunft.
    Aber wie mit dem fertig werden, dass ich nie etwas oder wenn, dann sehr spät und nach Mahnung fertig bekomme.
    Wie kann ich etwas fertig bekommen, wenn ich nie etwas zu ende mache?
    Herzliche Grüße
    Manno

    1. Hallo Manfred, das klingt schlicht nach einer Gewohnheit, die es zu ändern gilt.

      Dafür gibt es ja haufenweise Tipps. Mir hat da besonders ein Buch von Hal Elrod die Augen geöffnet. Vielleicht siehst Du es Dir ja mal an. Ist allerdings nur in englischer Sprache zu bekommen. The Miracle Morning (Einfach mal bei Google oder Amazon eingeben)

      Viel Erfolg. 😉

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