Ein Geständnis. Warum ich nicht perfekt bin und dich nicht bekehren möchte.

ben paul geständnis

Ich habe das Gefühl, dass ich etwas klar stellen muss – ja, dass wir kurz reden müssen.

Ich bin nicht perfekt. Mein Weg ist nicht perfekt. Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.

Ich hasse die Uni nicht. Und ich will dich auch nicht bekehren die Uni abzubrechen oder erst gar nicht hinzugehen.

Mein Anliegen: Ich möchte dich inspirieren und dir alternative Wege aufzeigen. Ich möchte dir helfen, „Dein Ding“ zu finden. Die Entscheidung welchen Weg du wählst ist ganz Deine – und du solltest sie mit dem Herzen treffen.

Ich verdiene auch nicht einen Haufen Kohle mit diesem Blog und alles ist super easy und cool und ich liege den ganzen Tag nur im Liegestuhl und sippe an meinem Mojito. Leider nein – bzw. zum Glück nein.

Denn dann wäre mein Leben bestimmt verdammt langweilig.

Ich liebe es zu schreiben. Ich liebe es meine Gedanken auf Papier zu bringen. Zu denken: “Das wird ein Hammer-Artikel” – und dann doch das Papier zu zerknüllen und mit einem Dunkin im Papiereimer zu versenken.

Ich liebe es fast täglich Nachrichten zu bekommen wie diese:

„Hallo Ben, Mensch das finde ich total cool, dass du das hier machst. Ich war erst mal ein bisschen kritisch, weil anti-uni irgendwie unangenehm klingt in meinen Ohren, aber basically gefällt mir, was du so schreibst in deinem Blog. Oh man, das ist so schön endlich mal Leute zu finden, die auch so einen Weg gehen wie ich, das kann ich grad beinahe nicht fassen.“

 „Ich wollt dir nur meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen und meine tiefste Bewunderung ausdrücken! Du hast mich sehr inspiriert und mir zum Teil die Angst vor der Zukunft genommen…“

Das rührt mich und macht mein Herz ganz weich.

Meine Mission und was ich dir geben möchte

Ich war immer sehr konform zu Schulzeiten – habe das Spiel mitgespielt.

Innerlich habe ich aber schon länger gespürt, dass da etwas nicht stimmt. Nach einem Jahr an der Uni hielt ich es nicht mehr aus.

Kurz gesagt bin ich etwas „angepisst“ von unserem Uni- und Bildungssystem in Deutschland.

Mich nervt, dass wir in der Uni nicht wirklich das lernen, was wir später im Leben brauchen.

Und ich finde, dass wir viel zu oft das machen, was andere von uns erwarten. Anstatt das zu tun, was wir wirklich mit unserem Leben anfangen wollen. Und vielleicht fühlst Du Dich auch manchmal so…

Ich habe nun beschlossen meinen eigenen Weg zu gehen – und schreibe hier darüber wie ich das anstelle. Wie ich hinfalle und wieder aufstehe. Wie ich Dinge ausprobiere, sie nicht funktionieren, wie ich zweifle – und trotzdem irgendwie weitermache.

Gleichzeitig möchte ich – und möchten alle die hier schreiben – dass Du Deinen eigenen Weg findest.

Wäre es nicht cool etwas zu finden, auf das Du richtig “Bock” hast?

Und nicht nur etwas zu  machen, was irgendwie “sicher” ist oder Deine Eltern von Dir erwarten…

Wenn du mich wirklich kennen würdest…

Ich möchte dir ein paar Dinge über mich mitgeben – möchte hier einfach mal meine Hosen runterlassen, damit ich ein wenig greifbarer für dich bin.

Gerade lese ich das Buch: Be Yourself, Everyone Else Is Already Taken: Transform Your Life with the Power of Authenticity

Ich möchte gerne eine Übung machen, die Mike Robbins vorschlägt.

Diese Übung heißt: „If you really knew me….“

Wenn Du mich wirklich kennen würdest,

dann wüsstest du,

  • dass ich super ehrgeizig bin und manchmal zu viel auf einmal will.
  • dass mir immer alles zu langsam geht.
  • dass ich manchmal denke, dass ich die einzige Wahrheit besitze (was natürlich Bullshit ist).
  • dass ich mega viel zweifle und mich manchmal in Negativ-Spiralen verliere.

Wenn du mich wirklich wirklich kennen würdest,

dann wüsstest du,

  • dass ich ein sehr sensibler Mensch bin und schnell emotional werden kann (jedenfalls innerlich).
  • dass ich es mag im Mittelpunkt zu stehen, dann aber auch wieder meine Ruhe brauche.
  • dass ich eigentlich kein Einzelgänger bin, sondern viel lieber in einem geilen Team arbeite und mich wirklich sehr über deine Unterstützung freue.
  • dass mich Kommunikation echt viel Kraft und Energie kostet, weil ich immer zu 100 % da und präsent sein möchte.
  • dass ich Menschen gerne berühre und anfasse – weil das eine engere Verbindung zu ihnen ermöglicht.

Wenn Du mich wirklich wirklich wirklich kennen würdest,

dann wüsstest du,

  • dass ich echt unglücklich war im Studium und jetzt bedeutend glücklicher bin mit dem was ich tue (und sooo viel lerne wie noch nie!)
  • dass ich früher ein ganz schön großes Ego hatte – und auch heute noch manchmal damit kämpfe.
  • dass ich manchmal nicht das sage oder ausdrücke, was ich wirklich in dem Moment am liebsten sagen oder ausdrücken würde.
  • dass ich ab sofort nicht mehr “ja” sondern nur noch “HELL YEAH!” oder „nein“ zu Projekten und Angeboten sagen werde.
  • dass ich manchmal denke, dass ich um o.k. zu sein und geliebt zu werden super erfolgreich sein muss mit dem was ich tue, ja dass ich nach außen perfekt wirken muss, damit mich Menschen wirklich bewundern und respektieren.

Zweifel – Mut – Dankbarkeit

Weißt Du – weil ich liebe was ich tue und wirklich wirklich davon überzeugt bin, möchte ich meine Arbeit am liebsten an möglichst viele Menschen herantragen.

Ich sehe wie viel ich lerne – ich sehe wie viel ich zweifle – und ich sehe wie viel ich wachse.

Ich möchte dir nicht das Bild vermitteln, dass es einfach ist.

Ist es nämlich ganz und gar nicht. Dieser Weg bzw. seinen ganz eigenen Weg zu gehen ist wahrscheinlich nicht für jeden.

Dennoch habe ich das Gefühl, dass eine große Belohnung wartet am Ende des Weges – und auch am Wegesrand gibt es immer wieder schöne Plätze und tolle Menschen, die mich zum Verweilen einladen und kurz den Moment und meine Entwicklung zu genießen.

Es ist hart dauernd sichtbar zu sein. Es ist auch hart das Gefühl zu haben alles perfekt machen zu müssen – auch wenn dieses Gefühl nur von mir selbst kommt.

Ich versuche mit Kritik, Häme und Hatern umzugehen. Ich versuche mich davon nicht zu sehr emotional berühren zu lassen. Dennoch klappt das leider nicht immer.

Ich habe das erste mal in meinem Leben das Gefühl, dass ich eine Mission habe.

Ich lebe das, was in mir steckt. Ich versuche die Erwartungen der Gesellschaft und meiner Eltern hinter mir zu lassen und meinem eigenen Gefühl und meiner Intution zu folgen. Ich versuche authentisch der zu sein, der ich bin.

Ich versuche meinen Ängsten in die Augen zu sehen und stark zu sein. Ja, ständig meine Komfortzone zu verlassen.

Ich bin dankbar für tolle Menschen in meinem Umfeld. Und ich bin dankbar dafür, dass du meinen Blog und diese Zeilen liest und dir das mitnimmst was dich weiterbringt, den Rest einfach liegen lässt und mir vor allem ehrliches Feedback gibst.

Ich versuche stets daran zu denken, dass es darauf ankommt welchen Wert ich für andere schaffe – ob ich einen Unterschied machen kann für andere.

Und genau das ist meine Mission.

Wenn junge Menschen nicht die Möglichkeit bekommen ihr volles Potential zu leben, dann werden sie im schlimmsten Fall zu schlechten Kopien ihrer selbst, die unglücklich sind, ausbrennen oder sich im Extremfall das Leben nehmen.

Eine Nachricht eines Freundes, die mich vor kurzem erreicht und erschüttert hat, in der er über einen depressiven Kommilitonen erzählt, der sich das Leben genommen hat:

„Ich glaube, dass so etwas verhindert werden kann, wenn mehr Leute den Mut oder erstmal die Wahl finden auch ihren eigenen Weg zu gehen und ihre wahren Stärken zu finden, die nicht an Noten festmachbar sind.”

Wenn junge Menschen nicht die Möglichkeit bekommen ihren eigenen Weg zu gehen, wenn sie das wollen, dann verschwenden wir ein ungeheures Potential und tun diesen jungen Menschen unrecht.

Wenn junge Menschen nicht die Möglichkeit bekommen ihren eigenen Weg zu gehen, dann gewinnen die Nein-Sager, Skeptiker und die, die Innovation und Fortschritt nicht leben sondern ihn aufhalten.

Denn wenn junge Menschen nicht die Möglichkeit bekommen ihren eigenen Weg zu gehen, dann werden wir nie die Welt verändern können.

Steve Jobs hat mal gesagt:

“Don´t let the noise of other´s opinions drown out your inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.”

 

 

 

Gibt es einen Moment in deinem Leben, in dem du so richtig authentisch warst? Einen Moment, in dem du einfach aus deinem Herzen gesprochen hast und gemerkt hast, welch eine positive Auswirkung dies hat?

 

 

 

Bild: The hills are alive* (Away)

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71 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Ben,
    toll, dass du auch mal solche Artikel schreibst und den Leuten einen Einblick in dein Seelenleben gibst. Jeder hat Schwächen und Zweifel, und das macht dich als Mensch noch sympathischer. Außerdem finde ich es immer super, wenn jemand wirklich hinter seiner Vision steht und dafür lebt, egal was andere sagen.
    Mach weiter so!

    Marco

      1. Hi, willkommen im club der bunten Zebras, da hast Du es natürlich nicht einfach, aber eigentlich schon, sobald Du damit zurecht kommst, daß Dich viele Menschen nicht verstehen werden und aus Angst ablehnen. Schöner Blog mit interessanten Anregungen. Freiheit will immerhin verdient sein und ist eigentlich auch nicht umsonst zu haben.
        Weiterhin viel Glück auf Deinem Weg wünscht Dir
        Frank

  2. Hey Ben,

    Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Finde es toll, dass du so ehrlich bist und du deinen Lesern damit zeigst wie wichtig sie dir sind. Ich kann mir vorstellen, dass es Überwindung kostet einen solchen Artikel zu veröffentlichen.

    Beste Grüße,

    Katharina

  3. Hey Ben,
    ich habe ja eigentlich angekündigt, erst wieder nach der Abgabe meiner BA mich zu melden, aber der Artikel klang zu interessant und jetzt muss ich ihn auch einfach kommentieren.
    Hut ab, dass du so ehrlich bist. Ich konnte mich in so vielen deiner Gedanken wiederfinden und es tut gut, dass und deine anderen Artikel zu lesen und zu wissen, dass ich nicht alleine mit meinen Gedanken bin.
    Ich hab mal wieder zwei Geschichten zum teilen, bei der einen geht es um den Wert von uns und bei der anderen um Perfektion und Schönheit.

    1) Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 EURO hoch hielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute. Er fragte: “Wer möchte diesen Scheck haben?” Alle Hände gingen hoch.
    Er sagte: “Ich werde diesen 40 EURO Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun.”
    Er zerknitterte den Scheck. Dann fragte er: “Möchte ihn immer noch einer haben?” Die Hände waren immer noch alle oben.

    Also erwiderte er: “Was ist, wenn ich das tue?” Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund. Er hob ihn auf, den Scheck; er war zerknittert und völlig dreckig.“ Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?” Es waren immer noch alle Arme in der Luft.

    Dann sagte er: “Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah: Ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war immer noch und stets 40 EURO wert. Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.

    Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, oder wie wir aussehen … sondern dadurch wer Du bist. Du bist was besonderes und wertvoll – Vergiss das NIEMALS! Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut – Fachmänner die Titanic.”

    2) Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

    Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: „Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines.“ Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken…Genau gesagt, waren an einigen Stellen tiefe Furchen, in denen ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an und dachten: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: „Du musst scherzen“, sagte er, „dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.“

    „Ja“, sagte der alte Mann, „deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau passen, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?“

    Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen fort, Seite an Seite.

    1. Das sind wirklich zwei wundervolle Geschichten, Katharina.

      Sehr inspirierend, genauso wie dieser Blog.

      Daher:
      Danke Katharina, danke Ben! 🙂

    2. Wow, was für wundervolle zwei Geschichten. Hast du dir diese ausgedacht? Ich hätte fast Tränen in den Augen beim lesen, es berührt einen unheimlich. Wünsch dir alles gute!

  4. Hi Ben,

    danke für diesen Artikel. Echt stark….
    Ich finde es immer wieder spannend, wir sehr ich mich in deinen Artikel wieder finde.

    Schön dass du deinen Weg gehst und deine Erfahrungen mit uns teilst.
    Das machst du gut. 😉

    Lg Robert

  5. Hallo Ben,

    ja, es ist anstrengend immer sichtbar zu sein. Ich gehe derzeit den umgekehrten Weg, ich bin immer unsichtbar. Das Problem ist: Das Internet vergisst nie. Never ever. Sicherlich hilfst du manchen Menschen, indem du ihnen zeigst „wie es geht“. Du solltest aber dich selbst dabei nicht vergessen.

    Es gibt ja diese endlose Diskussion zwischen Privacy und Post-Privacy (siehe Wikipedia). Ich vertrete eher die Meinung, dass man mit persönlichen Informationen sehr sparsam umgehen sollte. Ich versuche immer Leuten Tipps zu geben, und sage nur auf Nachfrage dazu, wie *ich selbst* das mache. Damit spart man sich auch dieses „Also ich mache das so, du solltest das auch so machen“ Missverständnis.

    Mit Einblicken in das eigene Selbst ist auch immer das Problem: Will mein Gegenüber das überhaupt wissen? Z.B. will ich von meinen Studienkollgen gar nicht wissen, welche sexuellen Neigungen die haben. Das ist „zu viel“ Information. 😉 Die Frage ist, wo ist die Grenze? Welche Informationen über mich kann ich anderen aufdrücken ohne zu fragen? Ich denke: Gar keine. Alle persönlichen Meinungen, die innere Einstellung etc. haben das Potenzial, imitim zu sein und das Gegenüber „to intimidate“ (k.a. wie das auf Deutsch heißt ;)). Erzähle anderen nur über dich selbst, wenn du dir sicher bist, dass sie das wissen wollen. Das würde ich dir raten.

    Grüße, Philipp

      1. Grandios, Philipp!

        Ungefragt seine Meinung darüber zum Besten zu geben, dass jemand (um dessen Ansicht es in seinem Blog nun einmal geht) nicht ungefragt seine Meinung zum Besten geben sollte – das schafft auch nicht jeder! 😀

        Im Übrigen erschließt sich mir nicht, wie du einen Tipp geben kannst, ohne dahinter zu stehen bzw. etwas empfehlen kannst, was du selbst nicht so machst.

        Schade, dass manche Menschen derart missgünstig sind, dass sie (vermeintlich subtil) versuchen, mit solchen Kommentaren die Arbeit eines anderen schlecht zu machen.

  6. Hey Ben,

    danke für diesen Gänsehautartikel! Musste ihn mehrmals durchlesen, um wirklich alles daraus aufzusaugen. Ich glaube „perfekte“ Menschen sind ohnhin einfach nur besonders gut im Schwächen verbergen 😉 . Aber perfekt oder nicht du bist definitiv einer der coolsten Menschen, die ich kennenlernen durfte und was du hier tust ist einfach nur der shit. Rock on!

  7. Hey Ben,

    ein grandioser Artikel, der in Teilen genau den Erkenntnisgewinn widerspiegelt, den ich etwa seit Herbst letzten Jahres selbst durchlaufen habe und teilweise noch durchlaufe.

    Was mich besonders fasziniert: In den letzten ca. 2 Jahren muß irgendetwas im deutschsprachigen Luftraum schwirren, was immer mehr Menschen einen vergleichbaren doch teils radikalen Sinneswandel durchleben lässt. Immer mehr Menschen beginnen, ihr Glück, ihre Zufriedenheit wieder in ihre eigenen Hände zu nehmen und besinnen sich dabei durchaus auch traditionelle, ja z.T. konservative Werte.

    Kannst du diesen Beobachtung auch bestätigen und hast eine Idee, was es dafür vielleicht als besonders gewichtigen Auslöser gegeben haben könnte? Ich bin da noch am Grübeln, ob einfach nur immer mehr Menschen wieder so vernünftig werden, dass sie wieder ihrem Herzen und ihrer Intuition folgen oder ob noch viel größere Dinge dahinter stecken.

    Danke für deine Worte, es tut echt gut, so viele ähnliche Geschichten von Geschwistern im Geiste verfolgen zu können!

    Liebe Grüße,

    Göran

    1. Hi Göran
      Ich selber verstehe davon auch (noch) nicht besonders viel aber scheinbar hat das etwas mit unserer Zeitepoche zu tun und einem allgemeinen Anstieg der „Schwingungsfrequenz“ die uns alle umgibt.

      Check dazu mal Robert Betz.

      Grüße
      Timur

      1. Vielleicht hat es damit zu tun das es heute einfach diese Möglichkeiten gibt. Jeder kann sich durch das Internet ausdrücken, jeder kann versuchen sich darin selbst zu positionieren. Das geht noch nicht so lange, vorher musste man einiges an Geld, Fachwissen und Mut in die Hand nehmen um selbständig zu sein. Ich glaube das die jungen Menschen das einfach erkennen und ihre Chancen nutzen. Und das verbreitet sich. Viral eben 😀 Die Wege sind kürzer geworden um andere (Viele) zu erreichen. Und das schafft ein anderes Bewusstsein, andere Werte….

    2. Hallo Göran,

      es gibt bestimmt mehrere Erklärungen dafür … ich habe eine Schlüssige für mich gefunden beim Thema „Kriegsenkel“. Vor ca. 10 Jahren sollen die ersten damaligen „Kriegskinder“ angefangen haben, sich zu öffnen, zu erzählen (die Biographie von Hannelore Kohl ist ein Beispiel dazu) … seit ein paar Jahren gibt es die ersten Bücher speziell zum Thema (siehe die Autorin Sabine Bode). Ein kollektives Trauma, das weitergegeben wird (durch die Erziehung) … und jetzt geheilt werden kann DURCH den Blick darauf.

      Ich bin auf diese Spur u.a. durch die Schulverweigerung meines Sohnes gekommen … und wie da von Staatsseite drauf reagiert wird (völlig überzogen und Hilflosigkeit ausdrückend). Eigene Wege zu gehen, seinem Gewissen, seiner inneren Stimme zu folgen … wo hätte das damals, zu Kriegszeiten, hingeführt? Einige wenige haben sich getraut und haben dafür oft mit ihrem Leben bezahlt.

      Das ist zig Jahrzehnte her … aber wenn man sich anschaut, was z.B. Bens „Ausscheren“ für Reaktionen hervorruft (ich meine jetzt die Negativen) … dann wird, zumindest für mich, deutlich, wie unverheilt die Wunde ist …

      Ich finde das einfach wunderbar zu beobachten, dass die Jüngeren sich mehr und mehr trauen … damit ist der gesellschaftliche Wandel, den wir so dringend brauchen, nicht mehr aufzuhalten 🙂

      Liebe Grüße, Ulrike

  8. Hallo Ben,

    Ich bin immer wieder begeistert über deine Artikel – großes Lob.
    Egal woher der Wind weht und wie stürmisch er sein mag, behalte deinen persönlichen Kurs bei. Während der Reise und am Ziel wirst du immer wieder mit den Geschenken des Lebens belohnt.

    Wer nach Perfektion strebt, der befindet sich in einer nie enden vollenden Spirale. Wer weiß, dass er bereits und das was er macht perfekt ist, der geht mit Leichtigkeit und Gelassenheit seinen Weg.

    Liebe Grüße
    Ralf

  9. Alter, Ben, Du legst die Messlatte Stück für Stück immer ein wenig höher 😉

    Hier noch der letzte Satz aus dem Steve Jobs Film (der übrigens sehr zu empfehlen ist für alle Lesefaulen):

    „…denn diejenigen, die verrückt genug sind, zu glauben, sie könnten die Welt verändern, sind diejenigen, die es tun!“

    In diesen Sinne – weiter so. Du machst das ganz super!

    LG
    Timur

    P.S. Zum Thema Zweifel schau mal in Dein Mailpostfach…

  10. Hey ich muss sagen ich mag es wie ehrlich du schreibst und man erkennt dass du auf einem guten Weg bist.
    Es wird sich zeigen ob deine Entscheidung gegen Uni sich letztendlich auszahlt aber ich glaube du hast de richtige Entscheidung getroffen indem du dich selbst gewählt hast.
    Ich habe bis jetzt nur diesen Artikel gelesen aber konnte irgendwie gleich eine connection zu deiner Geschichte aufbauen da ich in einer ähnlichen Situation bin.

    GRüße

  11. Geständnis klingt fast so, als hättest du ein Verbrechen begangen. Besteht überhaupt ein Anlass, sich für Anti-Uni zu rechtfertigen? Das Gegenteil ist der Fall. Du hast für dich selbst die Entscheidung getroffen, dass ein konventionelles Studium an einer Universität nicht dem entspricht, was du im Leben möchtest, denn es gibt nicht nur den einen Weg, sondern eine ganze Reihe an Wegen und Pfaden, um im Leben etwas zu erreichen. Auch die stillen Leser sind dir sicher unendlich dankbar für Anti-Uni – weil man nicht mehr der einzige „Freak“ ist und einen Seelenverwandten gefunden hat, der über den Tellerrand hinausblickt und die Überzeugung verkörpert, dass ein „One size fits all“-Leben nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Der Name ist natürlich offensiv, weil Anti-Uni es so erscheinen lässt, als möchtest du eine Revolution anzetteln, aber manchmal bedarf es auch ein gewisses Maß an Provokation, um gehört zu werden, denn Aufmerksamkeit ist gerade im Internet ein begrenztes Gut.

    Einerseits stellt dieses Geständnis keine Notwendigkeit dar; andererseits macht es dich umso authentischer und sympathischer, weil du ein Mensch bist, der keine Patentrezepte anbietet, wie man über Nacht supererfolgreich und superglücklich wird. Sicher gibt es einige böse Zungen, die behaupten: Ben ist naiv, hat keine Ahnung vom richtigen Leben und hätte lieber weiter Jura studieren sollen, damit er eine sichere und steile Karriere vor sich hat. Aber du hast dich aus Überzeugung dagegen entschieden, weil dir die 10 Monate in Nicaragua anschaulich vermittelt haben, dass es mehr gibt im Leben als das, was sich nur mit einem Taschenrechner multiplizieren lässt. Du drückst mit deinem Blog ein schwerwiegendes Unbehagen aus, mit dem sich Menschen auf authentische Art und Weise identifizieren können. Selbst wenn sich viele deiner Leser auf einer Universität oder Fachhochschule befinden und damit den klassischen Bildungsweg eingeschlagen haben, kann es nur von Vorteil sein, sich auf eine andere Perspektive einzulassen und sich eine Zweitmeinung zu Gemüte zu führen. Du hast bemerkenswerte Artikel darüber verfasst, wie man seinen inneren Schweinehund überwindet, wie autodidaktisches Lernen aussehen kann und wie man seine Ziele im Leben besser definiert, weil man häufig selbst nicht einmal weiß, was man eigentlich möchte. Und wenn man das nicht weiß, wie kann man dann schon auf etwas hinarbeiten? Dein Blog hat für aufmerksame Leser – trotz des Namens – auch nie den Eindruck vermittelt, dass du kategorisch gegen das Universitätssystem bist.

    Du schreibst, dass du nicht perfekt bist. Perfektion – was ist das schon? Perfektion – wer möchte das bis zur letzten Konsequenz? Für viele Menschen wird Perfektion zu einem ernsthaften Problem, wenn man Handlungen nicht umsetzt, weil man davon ausgeht, dass alles perfekt sein muss. Insofern kann Perfektion auch als Gegner betrachtet werden, wenn wir unsere Komfortzone verlassen wollen. Kein Mensch ist perfekt und kein Mensch kann alles wissen, denn schließlich sind wir keine Computersysteme, die nur nach einer Programmiersprache funktionieren.

    Du hast grundsätzlich Zweifel? Viele deiner Leser weisen verhältnismäßig ähnliche Zweifel auf, denn sonst wären sie nicht hier vorzufinden. Anti-Uni ist eine hervorragende Plattform, um diese Zweifel in Wort und Schrift auszudrücken und zu überlegen, wie man mit diesen Zweifeln umgeht und ob sie überhaupt angebracht sind. Von Menschen mit Zweifeln kann man schließlich auch eine Menge lernen. Du teilst uns mit, dass du früher mal ein großes Ego hattest. Möchte man mit einem großen Ego nicht auch seine vielfältigen Unzulänglichkeiten unter den Teppich kehren? Es besteht ein bedeutender Unterschied zwischen einem großen Ego und einem gesunden Selbstbewusstsein, weil man eben nicht aus Oberflächlichkeit, sondern mit ganzem Herzen hinter einer Sache steht – so wie jetzt bei dir mit Anti-Uni.

    Manche werden auch sagen, dass du viel zu viel von dir preisgibst, aber diejenigen, die dich ohnehin unterstützen, unterstützen dich nach deinem Geständnis umso mehr. Jeder Mensch, der so offenherzig über seine Schwächen schreibt, ist ein sehr starker Mensch. Auch wenn es nicht von heute auf morgen zu einem radikalen Sinneswandel in der Bildungslandschaft kommen wird, trägst du mit Anti-Uni entscheidend dazu bei, gewisse Sachverhalte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und diese Inspiration kann durchaus ansteckend sein, denn je mehr Menschen sich mit Anti-Uni auseinandersetzen, umso größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein grundsätzlicher Bewusstseinswandel nicht mehr lange auf sich warten lässt. Kein Mensch muss zudem supererfolgreich sein, denn für wen bist du letztlich supererfolgreich? Bist du für dich selbst erfolgreich oder nur für andere? Lebst du dann deinen eigenen Erfolg oder den Erfolg für andere Menschen, weil das gerade eine gesellschaftliche Modeerscheinung ist? Jeder Mensch muss für sich selbst entscheiden, was für ihn Erfolg bedeutet und individueller Erfolg lässt sich nicht immer 1:1 in Zahlen und Diagrammen darstellen.

    Jeder Mensch – unabhängig vom Alter oder Bildungsweg – sollte eine Vision haben, weil jeder Mensch kommt mit einer unerschöpflichen Menge an Potenzial zur Welt. Doch mit dem Alter schrumpft dieses Potenzial in sich zusammen. Hat es sich einfach so in Luft aufgelöst? Jeder sollte nach seiner Façon glücklich werden und dazu gehört auch die Selbstverständlichkeit, dass jeder sein Potenzial ausschöpfen und entfalten kann – statt das eigene Potenzial nur dann zu sehen und einzusetzen, wenn es von der sozialen Umwelt oder anderen Institutionen für bestimmte Zwecke verwendet und verwertet werden kann. Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass private und berufliche Fremdbestimmung mit erhöhten Stressfaktoren in Verbindung stehen und selbst das Herzinfarktrisiko um ein Vielfaches steigt. Der Mensch ist einfach dazu geboren, als eigenständiges und selbstbestimmtes Lebewesen sein Leben kreativ und schöpferisch zu gestalten, denn letztlich ist es genau das, was die Welt im Innersten zusammenhält.

  12. Hi Ben,
    auch von mir erstmal Glückwunsch zu deinem Mut, dein Studium abzubrechen! Deine Idee, seinen EIGENEN Weg anderen, gesellschaftsnormierten Wegen, die die eigenen Bedürfnisse nicht vollends befriedigen, vorzuziehen, finde ich sehr gut und richtig. Was mich jedoch noch stört ist, dass du mit dieser „Idee“ Geld verdienen möchtest.

    Das Ziel, dass eines Tages jeder Mensch den Mut besitzt, seine eigenen Werte uneingeschränkt und unbeeinflusst von Geld und Macht ausleben kann, solltest du nicht aus den Augen verlieren (Oder hast du ein anderes Ziel?). Es bedarf meiner Meinung nach Pionieren, die eine zutiefst menschliche und ehrlich gut gemeinte Dienstleistung anbieten, ohne finanzielle Belohnung zu verlangen. Ob es jetzt deine geplanten Workshops sind, ob es Gemeinschaftsgärten sind, Berichterstattungen oder Theaterspiele; sobald das Thema Geld NICHT aufkommt, erreicht man in meinen Augen eine neu geformte, „back-to-the-roots“-orientierte und menschlichere Gesellschaft. Denk mal drüber nach! 🙂

    Liebe Grüße,
    Simon

    1. Hey Simon,

      du sprichst ein spannendes Thema an – ich könnte dazu jetzt hier nochmal einen kompletten Artikel in den Kommentaren schreiben.

      Schau mal in den Kommentaren zu diesem Artikel: http://anti-uni.com/warum-10-000-besucher-in-10-tagen-warum-anti-uni/ die Diskussion geht denke ich in eine ähnliche Richtung und da habe ich mal so grob formuliert wie ich das ganze sehe.

      Ich bin auch dafür so viel wie möglich ohne Geld auszukommen. Aber wenn du einen Wert schaffst ist es denke ich auch cool Geld dafür zu bekommen (ist ja schließlich auch nur ein Platzhalter für einen Wert, oder?).

      Und sonst tausche ich auch super gerne – zb mit Johanna: http://anti-uni.com/tauschen-statt-kaufen/

      Beste Grüße!

      Ben

  13. Ich interessiere mich für das, was Menschen sagen, aber eigentlich noch mehr für das, was sie nicht sagen. Daher frage ich mich, ob du dein Leben tatsächlich ausschließlich durch Lohnarbeit finanzierst. Das mit dem „Entrepreneurship“, den selbst zusammengebastelten Lehrplänen und der Selbstverwirklichung klingt ja alles ganz toll, aber man muss es sich auch leisten können. Etwa durch wohlhabende Eltern im Hintergrund. Vielleicht kannst du es dir nicht vorstellen, aber in vielen Familien gibt es keine andere Wahl, als dass der Nachwuchs eine solide Ausbildung (Lehre/Studium) macht, weil ansonsten die Konsequenz wäre: Kein Geld in der Kasse. Wie sähe unsere Gesellschaft denn aus, wenn jeder sich auf deine Art, ohne irgendeine (formale) Ausbildung selbstverwirklichen wollte? Für mich bist du kein Vorbild für die hart arbeitenden Menschen in benötigten Berufen, sorry.

    1. Hey Tom,

      zu deiner Info: Ich finanziere mich zu 100 % selbst.

      Mir geht es nicht darum, dass jeder auf die Idee kommt seinen eigenen Plan zusammenzustellen. Und für viele Menschen ist ein Studium sicher der richtige Weg und sie werden glücklich damit. Für andere ist es nicht der richtige Weg und denen möchte ich helfen.

      „Hart arbeiten“ ist auch so ein schöner Glaubenssatz. Was ist „hart arbeiten“ für dich?

      Ich würde von mir sagen, dass ich durchaus „hart“ und viel arbeite. Aber das ist ok, weil es mir Spaß macht. Gleichzeitig respektiere ich Menschen in anderen Berufen, die ebenfalls hart arbeiten – aber eben auf eine andere Weise.

      Beste Grüße,

      Ben

      1. Was tust du, wenn das mit dem „Entrepreneur“ sein oder dem „Lifestyle-Coaching“ nicht mehr klappt oder einfach zu wenig und zu unregelmäßig Geld dabei rumkommt? Kann ja erst in fünf bis zehn Jahren sein. Dann wirst du es bereuen, nichts gelernt zu haben. Ein Studium schafft nicht jeder, aber eine (verkürzte) Lehre ist teilweise sogar mehr Wert. Wie man in jungen Jahre diese Möglichkeiten nicht nutzen kann, ist mir schleierhaft. Wenn du irgendwann einmal vor einem Personaler sitzen solltest, kannst du ihm ja erzählen, dass du gerne durch Lateinamerika gereist bist (während sich andere durch harte Uni-Prüfungen gequält haben oder morgens an der Werkbank standen). Das kommt dann so rüber, als ob du keine Lust hättest, Dinge durchzuziehen, die anstrengend sind und deren Sinn sich dir nicht sofort erschließt. So jemanden kann keine Firma gebrauchen, und es wird mit dieser Einstellung auch sehr schwer werden, ein dauerhaft erfolgreiches Unternehmen hochzuziehen. Trotzdem viel Glück.

        1. Ok, ich merke du bist vor allem hier um Krawall zu machen, right?

          Du sagst „nichts gelernt zu haben“. Just to let you know: Ich lerne gerade mehr, als ich an jeder Uni oder in jeder Ausbildung lernen könnte. Weil ich ganz individuell das lerne, was mich gerade weiterbringt.

          So – und das Schöne und Besondere (was ich vorher auch nicht erwartet hätte) ist, dass ich entlang des Weges genug lerne, um damit anderen einen Nutzen zu bieten wofür diesen wiederum zahlen würden (das kann Beratung zum Thema Bloggen sein, Social Media oder auch zum Thema Produktivität – in all diesen Bereichen könnte ich jetzt schon starten bzw. habe Angebote vorliegen.)

          Sooo – und dann zu „so jemanden kann keine Firma gebrauchen“ – well, du musst mich ja nicht einstellen. Und eigentlich habe ich ohnehin beschlossen nie angestellt zu sein; einfach weil mir das mehr liegt und das besser mit meinen Grundwerten (Freiheit, Unabhängigkeit zb) in Einklang ist.

          Und falls ich mal nen „job“ bräuchte würde ich den dankenswerterweise über nette Leute in meinem Netzwerk finden.

          Mir scheint als hättest du da sehr viele Glaubenssätze in dir drin und eine kleine ungesunde Portion Pessimismus.

          Liebe Grüße und frohe Ostern dir noch,

          Ben

          1. Ich halte diese Das-war-schon-immer-so-Denke auch für gefährlich und kontraproduktiv. Wenn ein Universitätsabschluss bereits Standard ist, geht damit die unabdingbare Frage einher: What makes you stand out from the crowd? Und ein Mensch, der nie eine Universität besucht hat und trotzdem im Leben erfolgreich ist – solche Menschen sind einfach a priori außerordentlich interessant. Solche Menschen werden zu Vorstellungsgesprächen zunehmend häufiger eingeladen, weil sich der Personaler die Frage stellt: Wie macht dieser Mensch das und wie hat er das eigentlich geschafft, trotzdem erfolgreich zu sein? Können wir als Unternehmen von einem Mitarbeiter vielleicht sogar nachhaltig profitieren, der sich seine Qualifikationen auf eigenständige Art und Weise angeeignet hat, ohne sich ausschließlich auf externe Bildungsinstitutionen zu verlassen?

            Thomas L. Friedman erläutert im Übrigen in der heutigen New York Times und in einem Artikel vom Februar, weshalb selbst ein Studium mit all seinen systemimmanenten Strukturen und Widersprüchen schon längst kein Garant mehr für einen Job bei Google – und nicht nur dort – ist und dass noch andere begleitende Faktoren eine entscheidende Rolle spielen, um sich gegenüber Arbeitgebern attraktiver zu machen:

            ‚To sum up Bock’s approach to hiring: Talent can come in so many different forms and be built in so many nontraditional ways today, hiring officers have to be alive to every one — besides brand-name colleges. Because “when you look at people who don’t go to school and make their way in the world, those are exceptional human beings. And we should do everything we can to find those people.” Too many colleges, he added, “don’t deliver on what they promise. You generate a ton of debt, you don’t learn the most useful things for your life. It’s [just] an extended adolescence.”‘

            http://www.nytimes.com/2014/02/23/opinion/sunday/friedman-how-to-get-a-job-at-google.html
            http://www.nytimes.com/2014/04/20/opinion/sunday/friedman-how-to-get-a-job-at-google-part-2.html

          2. Sind meine Fragen denn so unangenehm? Ich habe nur einen einzigen Glaubenssatz und der heißt: harte Arbeit. Klar, ich bin der auch der Ansicht, dass mich die Dinge, die ich außerhalb meiner Verpflichtungen tue, am weitesten bringen. Aber deswegen kann ich nicht auf einen (guten) Berufs- und Studienabschluss verzichten. Denn dieser beweist: ich habe geleistet. Damit bekomme ich überhaupt erst den Kredit, meine sonstigen Erfahrungen und Fähigkeiten, die ich mir angeeignet habe, zur Geltung zu bringen. Für manch anderen scheint es aber zu reichen, ein bisschen was von „Entrepreneurship“ und „Social Media“ zu verstehen (oder vorzugeben, zu verstehen), das Ganze mit Unmengen an Anglizismen zu versehen und schon ist das Auskommen für alle Zeit gesichert…
            Das Leben hält so viele Wendungen bereit – wer kann schon mit Anfang 20 sicher sagen, was einen im späteren Leben umtreibt? Dazu gehört auch ein wenig Weitsicht; und meine Kenntnis vom Arbeitsmarkt läßt mich tatsächlich nicht sehr optimistisch was die Aussichten ungelernter Arbeitskräfte angeht dreinblicken. Diese Weitsicht hat allerdings nicht jeder in diesem Alter. Ob Selbstbewusstsein allein ein adäquater Ersatz ist?

          3. Lieber Tom,

            ich würde sagen wir reden einfach in 5 Jahren nochmal. Ich habe nicht das Gefühl, dass uns eine Diskussion hier groß weiterbringt.

            Ben

        2. mein Leben ist nun ein für alle Mal gesichert, weil ich ein Studium habe?
          oh mitnichten, kann ich da nur sagen, immer wieder heißt es, mach ja deinen Mund nicht auf und hackle bis zum Umfallen, denn wir müssen sparen sparen sparen, und dein Job ist überhaupt nicht sicher, denn die nächsten „Personalanpassungen“ kommen bestimmt

          und was ist mit denjenigen, die dein Essen produzieren? Bauern zb? arbeiten nicht hart?
          und wer putzt in deiner Firma die Toiletten?
          mit einem Studienabschlusss habe ich etwas geleistet? also die Klofrau hat nix geleistet? und die wird auch nicht benötigt, denn formal hat sie ja nix gelernt?

          du kennst den sog. Arbeitsmarkt von morgen? glaub ich dir aber ohne Schein nicht (selbst mit Schein, der deinen ausgezeichneten Erfolg über die abgelegte Prüfung zum Arbeitsmarkt von morgen ausweiste, würde ich das nicht glauben)

    2. Hey Tom,

      solche Fragestellungen kommen mir häufig unter. Einerseits hast Du Recht: Wirklich „harte Arbeit“ das erledigen nur Bergleute, und Gepäck-Packer am Flughafen. Denn das sind physisch anspruchsvolle, Körper-verschleißende Arbeiten. Blogger, Rechtsanwälte und Regisseure gehören wahrscheinlich nicht dazu (Burn-Out mal außen vor gelassen). Deswegen ist es ja das Ziel einer modernen Gesellschaft, solche verschleißenden Arbeiten möglichst von Maschinen erledigen zu lassen.

      Eine der wichtigsten Fragen, die sich ein junger Mensch bei seiner Ausbildung stellen muss, ist: Macht mir die Tätigkeit Spaß? Schaffe ich es, mit meinem jetzigen Weg und Know-How, für einen oder mehrere Marktteilnehmer genug Nutzen zu generieren, um mir meine (wahlweise belegten) Brötchen zu verdienen, ggf. benötigte medizinische Versorgung zu leisten und für das Alter vorzusorgen?

      Solange einem jungen Menschen dies langfristig gelingt, ist jede Diskussion überflüssig, finde ich. Egal ob Uni, klassische Ausbildung oder keines von beiden.

      Viel Erfolg, allen!

      P. S. Bitte auch einmal kurz nachdenken bitte, dass es das Internet vor 20 Jahren noch nicht gab. Damit auch keine Lernvideos „Klassenzimmer zu Hause“, ebooks mit Null-Grenzkosten, usw. . Richtig intensiv genutzt wird es zudem auch erst seit der Zeit von facebook und Smartphone.

      Bis vor kurzem hat noch die Berieselungsamaschine TV die Welt regiert! Und immer noch haben 2/3 der Menschheit kein Internet! Und 5/6 der Menschheit haben entweder kein Internet oder nur eine langsame Verbindung in Kombination mit einem langsamen Laptop.

      Es ist also kein Wunder, dass Seiten wie anti-uni.com usw. erst jetzt langsam populär werden. Viel Erfolg!

  14. Hallo,

    Das Wichtigste ist schon gesagt und brauch nicht nochmal wiederholt zu werden.
    Deine Idee und deine Überzeugung, deine Motivation und deine Fähigkeiten, das alles so auszudrücken, dass andere es annehmen können, das alles ist wirklich toll.
    Und wie wichtig das ist, wie sehr Veränderung notwendig ist, das zeigt sich daran, was in der herrschenden, eingerosteten Gesellschaft als erstrebenswert gilt und was nicht.
    In meiner Praxis sitzen junge Menschen, die denken wie du und die zu zerbrechen drohen an dem Widrspruch zwischen gesellschaftlichem und persönlichem Anspruch.
    Ein Umdenken, ein Mehr an eigenen Ideen, an Verwirklichung dessen, was für den einzelnen wichtig ist, das brauchen wir.
    Und das es möglich ist, das zu denken und weiterzugeben !

    Hans

  15. Hallo Ben,

    ich habe kein Abi und dadurch nicht die Möglichkeit zu studieren. Aber was dein Blog vermittelt und das hier ist mein erster Artikel den ich von dir lese, ist sehr stark.

    Viele dinge kann man von dir auch auf andere Lebensbereiche einbinden und umsetzen.

    Außerdem finde ich sehr stark wie weit du dich in dem Artikel geöffnet hast. Hut ab. Das ist mutig, selbst soweit in sich zu gehen und viel über sich selbst zu wissen.

    Das können nicht wirklich viele.

    🙂

    Mal sehen was es weiterhin so gibt von dir.. Hab deine Fanpage aufjedenfall geliked 🙂

    Beste Grüße,
    Dennis

    1. Hey Dennis!

      Danke für deinen Kommentar und deine netten Worte!

      Freut mich, dass du jetzt auch das Experiment „Bloggen“ wagst. Ich hab direkt mal deinen feed abonniert und bin gespannt was noch so kommt!

      Beste Grüße!

      Ben

      1. Hallo Ben,

        freut mich das du das gemacht hast. Ich bin auch gespannt was noch so von mir kommt. 🙂

        Auf jedenfall habe ich schon einen Redaktionsplan für knapp 4-5 Monate und musste zwischendurch noch was reinschieben. 🙂

        Ich bin gespannt was alles so passiert. 🙂

        Beste Grüße,
        Dennis

  16. Hallo Ben!

    Ich denke in unserer Gesellschaft, die mich mehr und mehr an eine Terrakotta-Armee erinnert, brauchen wir dringend Individualisten. Guck euch doch all die Städte an! es ist alles gleich. Die großkonzerne haben das sagen. Kein Wunder, dass junge Leute Angst haben auszuscheren.
    Ich bewundere dein Mut es mit dem Strom aufzunehmen. Mach weiter so. Raus aus der Comfortzone!

    Ganz tolle Grüße.

  17. Hi Ben,

    ich finde gut, was du machst und auch, dass du so ehrlich zu uns Lesern bist bzw. viel von dir und deinen Gedanken preisgibst, damit wir dich auch besser verstehen können.
    Nach dem Abbruch nach der 12. Klasse habe ich erstmal 1 Jahr Auszeit genommen und eine Art FSJ gemacht, was mir auch sehr weiter geholfen hat. Es war gar nicht unbedingt die Arbeit im FSJ die mich verändert hat, sondern der Abstand zur Schule. In der Schule habe ich den Sinn einfach gesehen, weiterzumachen. Außerdem war ich grottenschlecht und hatte nur ein paar Fächer, die ich interessant fand :D. Meine Eltern waren natürlich alles andere als begeistert. Komme nämlich, wahrscheinlich ähnlich wie du auch, aus einer eher konservativ geprägten Familie, wo es viel um Leistung geht.
    Nach dem FSJ habe ich erstmal eine zweijährige schulische Ausbildung im Bereich Screendesign gemacht, wo ich aber auch eher nur hingegangen bin, um einen Abschluss zu bekommen. Nebenbei habe ich mich in dem Bereich selbst weitergebildet und viel mehr gelernt als in der Schule selbst. Danach habe ich ein Studium im Kommunikationsdesign gemacht und auch mit „sehr gut“ abgeschlossen. Während des Studiums und davor war ich schon immer im Designbereich selbständig, habe mich aber nach dem Studium erstmal für eine feste Stelle beworben. Dort habe ich es dann nur 1 1/2 Jahre ausgehalten, weil ich mich extrem langweilte und ich zu wenig Aufgaben bekam. In der Zeit fing ich schon immer an zu zweifeln, ob eine Festanstellung überhaupt das Richtige für mich ist. Also kündigte ich ohne etwas wirklich Neues zu haben. Seit einem Jahr jobbe ich in der Cateringbranche und bin nebenbei selbständig als Designerin. Tsja, ich kann nur sagen: es geht immer irgendwie weiter! 🙂 Also: nicht aufgeben! Und selbst wenn das hier alles nicht so läuft, wie du dir das vielleicht vorgestellt hast, das Leben geht weiter. Wir sind ja nicht doof! Es ergibt sich schon irgendwie was. Und wenn man einmal durch Höhen und Tiefen gegangen und Risiken eingegangen ist, dann kann einen so schnell nichts erschüttern.

    Viele Grüße aus deiner Ex-Studienstadt ;),
    Miriam

    1. Hey Miriam!

      Danke für deinen Kommentar!

      „Nicht aufgeben“ gefällt mir! Manchmal ist´s echt hart, aber wenn wir in ein paar Jahren zurückschauen, dann können wir uns nicht nur selbst auf die Schulter klopfen, sondern auch unsere Freiheit erst so richtig genießen.

      Alles Liebe nach Hamburg und mach weiter dein Ding!

      Ben

  18. Lieber Tom,
    toller Artikel – und ich erkenne sehr viel ähnliche Denkweisen in mir selber auch. Speziell in deinem ‚wenn du mich wirklich kennen würdest…etc‘. Ich hab mich in deinen Worten wieder gefunden. Nur leider noch nicht genug Selbstbewusstsein entwickelt, nur auf mich und meine Intuition zu hören. Mir sitzen die Gesellschaft, die Worte meiner echt tollen (aber manchmal zu besorgten) Eltern und aller Menschen, die es gewöhnt sind HART ZU ARBEITEN auf den Schultern… Aber ich arbeite daran, MEINEN Weg zu finden und freue mich auf weitere Artikel von dir!
    LG,
    Tamara

  19. Lieber Ben,

    ich bin froh bei Dir, gelandet zu sein und möchte mich erst einmal bei dir bedanken. Bedanken für Deine Offenheit, Deine Inspiration und das Du mich mit Deinem Blog an Deiner Entwicklung teilhaben läßt.
    Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mein Studium an der TU zwar abgeschlossen, aber das ungute Gefühl kenne ich gut und als Diplomingenieur arbeite ich schon lange nicht mehr. Weil das ungute Gefühl nach dem Abschluß ja leider nicht einfach verschwindet. Ich fand die Kommentare zu diesem Artikel mega spannend, zeigen sie mir doch das Du es schaffst die einen zu inspirieren und bei den anderen, den Finger genau in die Wunde zu legen, die so schmerzt. Es schmerzt wenn die Zeit verrinnt und man nicht die Kraft, den Mut oder was auch immer hat einfach das zu tun was einen erfüllt. Das ruft Gevatter Neid auf den Plan und leider können oft nicht mal Eltern ihren Kindern den Spaß an der Arbeit gönnen. Es ist immer wieder interessant wie viele Menschen wirklich davon überzeugt sind, das Arbeit (das wofür mal Geld bekommt) weh tun muss, keine Spaß machen oder Erfüllung bieten kann. An schlechten Tagen gehöre ich wohl auch dazu, wenn sich mein schlechtes Gewissen meldet, weil ich Geld verdiene mit dem was mir Freude bereitet.
    Ich habe drei Kids und ich werde Deinen Blog vor ihnen verstecken! Aber nur damit ich ihnen nicht die Chance versaue, sich von Dir inspirieren zu lassen. Denn welcher Pubertierende ist schon gerne auf den gleichen Seiten unterwegs wie seine Eltern 🙂

    Vielen Dank!
    Liebe Grüße und think orange 🙂
    Kristiane

  20. Hallo Ben,

    hier schreibt dir eine ganz und gar nicht in deine altersklasse passende mitvierzigerin… aber ich habe eine tochter in deinem alter und ich werde ihr den link zu deiner seite hier schicken…
    ich mag es sehr zu lesen, wie mutig so viele junge menschen mittlerweile sind, IHREN weg zu gehen…. auszuprobieren, was sie wirklich glücklich und zufrieden macht… trotz so vieler widerstände…
    gerne hätte ich vor 20 jahren auch den mut dazu gehabt und vorallem fürsprecher…. und ja…seit ein paar jahren findet ein wandel statt, der wieder dazu führt, mehr über vieles nachzudenken…um-zudenken… bewusster zu leben…. nicht nur mitläufer zu sein …. und jetzt, mit mitte fange auch ich (wieder) an, mehr für mich zu tun…. MEINEN weg zu gehen….( bzw. noch mehr das zu tun, was für mich das richtige ist…. bisher hab ich mich glaub schon ganz gut gemacht 😉 meine tochter ist der beste „beweis“ dafür 😉 )… immer noch gehe ich gegen viele widerstände…aber auffallender weise hauptsächlich nur durch menschen meines alters….

    ich bekomme durch solche artikel/blogs, wie deinen, wieder mut und lust und die bestätigung, mich aufzumachen, auf neue pfade….
    spannend, unsicher…. aber auf alle fälle mit so viel mehr herzblut verbunden, als so manches, was vorher war….
    dafür danke ich dir!

    ich bin zuversichtlich, dass es bald noch viel mehr von „deiner sorte“ 😉 geben wird…. meiner tochter mache ich seit je her mut, herausfinden, was sie wirklich glücklich macht (nicht immer so leicht, wie man viell. glauben mag)…. und hoffe, ihr zu jeder zeit zu hundert prozent das gefühl zu geben, dass alles, was sie tut, genau richtig ist… hauptsache, sie fühlt sich wohl dabei und es erfüllt sie mit dem gefühl von „frei-“ und „sie-selbst-sein“ …

    und deine offenheit, zu…

    „wenn du mich wirklich kennen würdest“ erinnert mich trotz der vielen jahre altersunterschied ziemlich stark an mich selbst….

    lass dich nicht ent-mutigen von manchen beiträgen hier (so denkt nun mal „meine generation“ und aus ihrer sicht ist das auch verständlich…. seien wir diesen menschen dankbar, dass sie uns/euch „anders denkenden“ ja erst diesen weg ermöglichen…
    >> gäbe es das dunkle nicht, würden wir auch das helle nicht kennen << ^^
    …. ja, es gibt und wird auch weiterhin immer genug menschen geben, für die "leistung" und "harte arbeit" an erster stelle stehen…. die ganz fest glauben, dass dies das einzig richtige ist….
    und ja…es ist ok, dass sie so denken…. vorwürfe und ins leere laufende überzeugungsarbeit bringen da nicht viel…
    jeder hat seinen weg, auf dem er SEINE erfahrungen macht….

    doch schön wäre es, wenn diese menschen uns und vorallem euch jungen leuten auch das zugestehen, das ihr eben anders denkt, fühlt…..vielleicht kann jeder ein wenig darüber nachdenken, ob das nicht auch ein "richtiger" weg sein könnte…. ihr seid ja keine bedrohung für unser bruttosozialprodukt ^^… für eine rente, die es so ohnehin nicht mehr gibt…. für eine vermeintliche sicherheit, für die nicht das arbeitende volk die verantwortung tragen sollte… für eine sicherheit, die es so nie geben wird….

    ein wertungsfreies miteinander…das wäre doch schon mal ein anfang….
    (und keiner kommt per "zu-fall" auf deine seite hier 🙂

    danke, lieber ben für solche offene sensible und mutige menschen, wie dich!

    liebe grüße, katja

  21. Hallo Ben,

    herzlichen Glückwunsch, dass du zu diesen Erkenntnissen schon im jungen Alter gekommen bist!
    Ich bin schon 52 Jahre alt und war viel zu lange (über-)angepaßt und ängstlich. Vor wenigen Jahren erst habe ich die Kurve gekriegt und bin endlich glücklich. Nicht reich oder so, aber mit mir im Reinen, kein bißchen mehr depressiv (was ich früher gerne mal in der dunklen Jahreszeit war) und einfach dankbar für alles Interessante, Aufregende, Schöne, was das Leben zu bieten hat.
    Bin auch eher der zurückgezogene und introvertierte Typ. Seit ich aber sorgfältig drauf achte, mit wem ich Kontakte pflege und mit wem nicht, sind auch nicht so tiefreichende Bekanntschaften echt beglückend und bereichernd geworden. Was habe ich mich dagegen früher mit Zeugs rumgeschlagen…
    Danke, dass du deine Erfahrungen publik machst und damit vielen Mut machst, „ihr Ding“ zu suchen und mit sich ins Gleichgewicht zu kommen.
    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und vor allem ein buntes, bewegtes Leben 🙂

    Herzliche Grüße
    Alexandra

  22. Hey Ben,

    ich finde es einfach nur faszinierend was du hier tust!! Ich bin grade in einer ähnlichen Situation, habe jetzt nach dem dritten Semester mein Studium abgebrochen, weil es einfach rein gar nicht das Richtige für mich war..momentan versuche ich noch meinen eigenen Weg zu finden und deine Worte haben mir echt Mut gemacht, danke dir dafür!!

    Ojalá que alcances todos tus objetivos guapo!

    Saludos,

    Merve 🙂

  23. Hey!
    Respekt zu so viel Ehrlichkeit!

    Es ist bestimmt nicht der einfachste Weg für dich, aber man merkt wie du dabei aufgehst und du einfach Spaß an dieser Sache hast.

    Weiterhin viel Erfolg!

    All the best
    Joachim

  24. Also erstmal ein dickes fettes *Daumen hoch* für deine Offenheit, es beeindruckt mich stark, dass jemand den Mut findet, seinen eigenen Weg zu gehen und andere Menschen dazu ermutigt, ihre eigenen Wege zu finden. Gleichzeitig finde ich es echt erstaunlich, dass jemand in deinen jungen Jahren schon so viele Selbsterkenntnisse gemacht hat und seine Erfahrungen preisgibt, um Chancen und Gefahren aufzuzeigen.

    Auch ich bin ein Gegenschwimmer. Bei mir kam es erst gar nicht zu Studium oder Ausbildung, da ich durch die enormen Anpassungen, die ich schon als Kind/Jugendliche vollbringen musste, den Kontakt zu mir selbst komplett verloren hatte und mit so widersprüchlichen Erwartungen im Umfeld konfrontiert war, die ich alle erfüllen wollte, dass ich keine Entscheidung treffen konnte, was zu einem Zusammenbruch bei mir führte. Damals war dies für mich eine schwierige Zeit und doch möchte ich sie heutzutage nicht missen, denn das hat dazu geführt, dass ich die Möglichkeit hatte, zu mir selbst zu finden. Ich bin immer noch auf dem Weg unterwegs und komme immer mehr zu dem Entschluss, dass ich abseits der üblichen Wege mein eigenes Ding machen will.

    Mit Anfang 30 und meiner jahrelangen Fremdbestimmung ist der gesellschaftlich konforme Weg nichts für mich, da ich zu freiheitsliebend und zu „eigensinnig“ bin, um mich wieder anpassen zu wollen. Ich persönlich würde mich auch als erfolgreich bezeichnen, nur ist dieser Erfolg nicht finanzieller Art sondern liegt eher im persönlichen Bereich. Als freischaffende Künstlerin suche ich mir selbst meine Projekte und Ziele aus, die ich zumeist auch erreiche. Manchmal finde ich hier und da noch Blockaden aufgrund alter Ängste, die mich mal ausbremsen, aber lieber stolper ich, rappel mich auf und schaffe diese Blockaden aus meinem Kopf, als dass ich wieder in mein altes Leben zurückkehre und nur noch um Perfektionismus und Bestätigung durch mein Umfeld bemüht bin und mich damit wieder in das alte „Gefängnis“ begebe.

    Im Übrigen habe ich für mich herausgefunden, dass unsere Gesellschaft zumeist auf Narzissmus und ihren Folgen basiert. Dieses immer Schneller, Höher und Weiter und das Hintererrennen nach Statussymbolen basiert auf frühkindliche narzisstische Verletzungen, welche die Kleinkinder im Weltkrieg erleiden mussten und aufgrund ihrer Bedürftigkeit im Erwachsenenalter diese Verletzungen unbewusst an die nächste Generation weitergegeben haben. Wieso sollte ich mich also an einer unbewussten kollektiven Krankheit orientieren, wo ich doch an Ganzwerdung und Selbstfindung interessiert bin?

    Ich hoffe und bemerke, dass du viele Menschen dazu bewegen kannst, ihre eigenen Wege unabhängig von den „kranken“ gesellschaftlichen Konventionen zu suchen. Ich wünsche dir damit viel Erfolg.

  25. Wenn man es mal von der globalen Sichtweise sieht, kann man in Deutschland froh sein, so günstig Wissen zu erlangen. In vielen Gegenden dieser Welt ist es nämlich richtig schwierig, so gut ausgebildet zu werden wie in Deutschland. Es ist halt nur die Frage, was man aus der Situation macht. Vieles in der westlichen Welt ist leider zum „Junk“ mutiert. Sei es das Fernsehen, Lebensmittel, Freizeitaktivitäten, das Bildungswesen, unser Sozialstaat usw. Man kann das Leben in der westlichen Welt ziemlich unkompliziert leben, indem man den ganzen vorgekauten Mist unreflektiert konsumiert. Das wäre der einfachste Weg in Deutschland zu überleben. Wenn man aber sich viele Dinge genauer anschaut und auch mal sein Gehirn anschmeißt, stellt man fest, dass der ganze kommerzielle Mainstream die größte Verschwendung überhaupt ist. Das ist Junk pur. Nur leider lernt man von klein auf, dass es am bequemsten ist, genau dem Mainstream zu folgen und man gewöhnt sich irgendwann dran und kommt aus seiner Komfortzone nicht so einfach mehr raus. Dennoch sollte man sich immer vor Augen führen, dass wir dankbar sein sollten für all die Annehmlichkeiten, die unser Sozialstaat einem bietet. Ich persönlich habe für mich entschieden, mit dem Fluss zu schwimmen, aber nicht mittendrin, sondern außen dran. Ich reflektiere das Verhalten der anderen und versuche den besten Weg für mich zu finden, mit dem ich mich am wohlsten fühle. Ich tue seit einiger Zeit nur noch, womit ich glücklich bin und orientiere mich an meinen eigenen Werten. Ein Wert ist, dass ich nichts tue, was ich von Anfang an bereuen werde. Ich möchte immer ein reines Gewissen mir gegenüber haben.
    Bezüglich unseres Bildungswesens: ich habe erfolgreich an einer Uni mein Studium absolviert in recht kurzer Zeit, so wie es von einem verlangt wird. Leider war ich damals noch so unerfahren und habe mich durch das Studium hetzen lassen. Heutzutage würde ich es anders machen. Ich würde mir Zeit lassen. Ich würde zwischendurch ins Ausland gehen und ich würde etwas kreatives studieren. Aber nicht, weil am Ende ein lukrativer Job winkt, sondern weil ich richtig Bock drauf hätte. Was mir das Studium aber am meisten gebracht hat, ist die Erkenntnis, mir selbst Wissen anzueignen. Ich habe gelernt, wenn man sich wirklich in etwas hineinfuchst, dann kann man wirklich alles erreichen. Ich weiß nicht, ob ich diese Erkenntnis auch ohne Studium erlangt hätte. Letztlich ist es jedem selbst überlassen, ob er das Standardstudium durchzieht oder es auf seine Weise macht. Gezwungen werden kann eigentlich niemand. Letztlich entscheidet jeder selbst, wie er auch behandelt werden möchte. Wer sich hetzen lässt und wer sich von dem Leistungsdruck beeinflussen lässt, darf sich nicht beschweren. Ich denke, es ist einem von Anfang an selbst überlassen, wie man sein Leben lebt. Höchstens den eigenen Eltern kann man vorwerfen, dass sie einem nicht besser auf die wesentlichen Dinge im Leben vorbereitet haben, wie auf sein Bauchgefühl zu hören und die Kinder darin zu fördern, was wirklich ihrem Wesen entspricht. Meine Eltern waren immer die konservativen. Bis vor einiger Zeit habe ich das Spiel auch mitgespielt, aber jetzt nicht mehr. Jetzt bin ich etwas weiser.
    Ich denke im Leben geht es eigentlich ausschließlich um Reproduktion und Wissensweitergabe. Alles, was wir tun, tun wir, um Wissen weiterzugeben. Deshalb schreiben wir Bücher, lernen Instrumente, malen Bilder, kommunizieren, studieren, Reisen um die Welt, machen Dinge zum ersten Mal, sammeln Erfahrungen usw. Das kann man auch mit einem auferlegten Studium. Es ist halt die Frage, was man auf dem Weg, den man gehen muss, weil es von einem verlangt wird, noch so alles mitnehmen kann. Da hilft es, auch mal rechts und links zu schauen und mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen. Da öffnen sich einem viele Möglichkeiten, die man vorher nicht wahrgenommen oder erwartet hat. Meckern kann eigentlich niemand, der all die Chancen im Leben nicht wahrnimmt. Sie sind alle da, für jeden von uns, nur ist meckern immer angenehmer, weil gesellschaftlich akzeptierter, als sein Ding durchzuziehen.

  26. Servus,

    Billy Talent singt in dem Lied stand up and run: „if the compass breaks, then follow your heart“, ich glaube, das hast du ziemlich gut gelernt seit der Zeit, in der du angefangen hast, in die „andere Richtung“ zu denken.
    Es ist toll, dass du diese Erfahrung mit anderen teilst, und ich kann mir gut vorstellen, dass du glücklich bist, denn das passiert eben, wenn man selbst andere Menschen zum Glücklichsein verhelfen kann.

    Du zeigst, dass es manchmal Überwindung kostet, ehrlich zu sein, vor allem, wenn man anderen seine Unperfektheit „eingestehen“ muss. Aber es erleichtert einem noch viel mehr das Leben, denn niemand ist perfekt, denn sonst müssen alle Menschen gleich sein, und das wäre ziemlich langweilig.

    Wir haben keine Fehler, wir sind nur alle anders!!!

    Respekt für tolle Gedanken, aber vor allem dafür, dass du sie lebst und nicht in deinem Kopf einsperrst!

    Grüße
    Kathi

  27. Hallo Ben,

    Erstmal ein ganz großes Kompliment an deine Webseite und deinen Beitrag so viele Menschen wie möglich mit deinen Ideen und Gedanken bekannt zu machen. Du leistest damit einen sehr wichtigen Beitrag, sowohl für dich selbst als auch für andere.

    Mit 47 Jahren weiß ich mittlerweile ganz genau wo mein Platz in der Welt ist. Ich bin noch im Angestellten Verhältnis, möchte aber so zügig wie möglich in die Selbstständigkeit gehen, und all das was mich in meiner Persönlichkeit ausmacht, meine wahren Stärken, meine Talente, meine Leidenschaft auszuleben. Ich möchte Frei, sein von Zeit und Geld, und selbst darüber bestimmen. Heute habe ich die Kraft zu mir und zu meinen wahren Stärken zu stehen. Ich werde als Speaker arbeiten und über ganz bestimmte Themen meine Vorträge halten, dies ist eines meiner größten Stärken, öffentliche Reden. Darüber hinaus möchte ich als Coach Menschen auf ihrem Persönlichen Lebensweg unterstützen, gerade für Leute die in Ähnlicher Situation stehen wie ich. Zusätzlich werde ich Bücher schreiben , und natürlich auch Artikel, Blogs usw. Es macht mir genau wie du lieber Ben, sehr großen Spaß, für mich ist es eine Erfüllung meine Gedanken anderen Menschen näher zu bringen.

    Eine andere Leidenschaft von mir ist die Zauberkunst, ich bin auch gerade dabei mir in dem punkt etwas aufzubauen. Momentan habe ich noch keine Professionellen Auftritte weil ich erstmals rausfinden musste, in welche Richtung ich mich bewegen wollte, denn die Zauberkunst ist riesig und die Themen sind riesig.

    Manch einer der hier das ließt was ich schreibe wird sich denken, das ist doch viel zu viel, und man solle sich nur auf einen Bereich Fokussieren, doch dies geht bei mir nicht. All diese Projekte bedeuten mir sehr viel , eins davon abzuwählen, hieße ein Teil von mir, meiner Seele, mein Herz wegzuschmeißen, und das geht gar nicht.

    Das schwerste für mich war anzuerkennen, das ich mich eben auf all diesen Bereichen bewegen möchte, und das ich normal bin, so wie ich bin. Hier komme ich auf all die Gesellschaftlichen Konditionierungen zu sprechen. Ich bin davon überzeugt, wenn man im leben tatsächlich Authentisch leben möchte, Erfolgreich sein leben gestalten, ganz gleich wie immer man auch Erfolg für sich selbst definiert, ist es unabdingbar wichtig sich erst mal von dem ganzen Gedanken Müll der in einem ist, sich zu befreien.

    Wir meinen wir wären Frei, und all unsere Gedanken, Überzeugungen, Glaubensmuster usw. sind von uns selbst. Doch dies ist ein Trugschluss, wir sind alle im Laufe unseres Lebens Konditioniert worden. Sei es durch Eltern, Schule, Staat, Religion, Medien usw. Jeder Versucht einem zu sagen, was die Wahrheit ist, was richtig und was falsch ist. Doch nur in jedem von uns selbst ist die Wahrheit zu finden, das macht die ganze Sache so schwer, weil man sich selbst, als nicht Reif genug hält die großen Wahrheiten zu entdecken.

    Die Weltberühmte Schauspielerin Shirley Maclaine hat mal geschrieben, die größte suche, war die, die nach mir selbst, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Es erfordert sehr viel Mut, zu seinen Ansichten, seiner eigenen Inneren Stimme, seinem Herzen zu folgen, wenn alle um einen herum genau eine gegenteilige Meinung haben. Und es braucht sehr viel Selbst-Vertrauen sich selbst anzuerkennen, das man Spezielle Stärken und Fähigkeiten besitzt, und das man damit überaus erfolgreich sein kann. Vor allem dann wenn man sich von dem Klassischen Weg des Arbeitens verabschiedet.

    Ich bin ein Autodidakt, und lerne sehr viel übers lesen. Auch da habe ich lange gebraucht um dies als eine echte Alternative zum Konventionellen lernen zu betrachten. Ich hatte Minderwertigkeits Gefühle, ein sehr destruktives Selbstbild, weil ich nie die Chance hatte Abitur zu machen, geschweige den zu Studieren. Dazu kam mein Perfektionismus, und das Gesamtpaket an zerstörerischer Kraft war Perfekt.

    Durch viel Arbeit an mir selbst, das erforschen in meinem Innern, hat am ende dazu geführt, mich heute so zu 100% Akzeptieren wie ich nun mal bin. All dies was ich erlebt habe, nämlich die ganzen Gesellschaftlichen Konditionierungen blind zu glauben, und dadurch das eigene Leben, weit unter den wahren Potentiellen zu leben möchte ich anderen Menschen ersparen. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit geworden Menschen zu helfen ihre Potentiale frei zu entfalten, sei es durch meine Zukünftigen Vorträge, oder Coachings, Training oder durchs Schreiben, ihr Authentisches leben zu finden.

    Ich wünsche jedem das er die Kraft und die Weisheit in sich findet, seinen wahren weg zu finden.

    Mit lieben Grüßen

    Güngör

  28. Hallo Ben!

    Ich finde es toll, dass du diesen Guide geschrieben hast. Ich kann mich darin sehr gut wiederfinden, bis auf den Punkt, dass ich meinen Weg noch nicht gefunden habe und mir der Mut dazu fehlt.

    Mein Studium habe ich nach 2 Semestern abgebrochen und wollte dieses Jahr schon wieder mit einer Ausbildung anfangen, damit ich eben etwas zu tun und zu leisten habe und mich somit nicht mehr mit mir selbst beschäftigen muss.

    Aber ich habe den noch irrealen Gedanken ein Jahr dazu zu nutzen um zu schauen, WER ich überhaupt BIN? Weil ich mich momentan nur so sehe wie andere mich gesehen habe.

    Durch den 1. Teil dieses Guides habe ich ein wenig Hoffnung geschöpft, alles zu probieren und vielleicht meine Berufung zu finden. Bezüglich Unileben kann ich dir nur zustimmen, man muss viel in sich „reinfressen“ und wird es nie in die Praxis umsetzen können, da es für die Zukunft einfach nur irrelevant ist. Das hat mich auch sehr genervt. Ein Grund warum ich das Studium abgebrochen habe. Der zweite, dass ich über alle Maße ausgebrannt war und teilweise immer noch bin.

    Auch zu lernen, dass man nach außen nicht immer perfekt sein muss und Leistung erbringen muss um anderen zu gefallen, wäre ein großer Schritt für mich. Ich muss mir gefallen und nicht den anderen.

    Ich freue mich auf den 2. und 3.Teil deines Guides und danke dir wirklich für diese offenen und sowas von wahren Worte über unser Bildungssystem und was es aus uns macht. Funktionierende Maschinen, die leisten und arbeiten sollen, mehr nicht.

    Liebe Grüße
    Marie

  29. Hallo Ben,

    das Thema deines Blogs und die Art und Weise, wie du mit der Verstrickung in unser Bildungssystem und den Alternativen umgehst, spricht mir irgendwie aus dem Herzen.

    Ich habe mein Jura-Studium nach 9 Semestern vor dem 1. Examen abgebrochen, weil sich in mir eine meterhohe Mauer aufgebaut hatte: „Das soll es gewesen sein? Und dann? 6 – 22 Uhr Kanzlei? Für wen? Für was?“ Die Entscheidung hat mich monatelang gequält … und als ich mich entschied hinzuschmeißen, war es eine Erlösung. Ich habe mich das erste Mal nach dem Abi frei gefühlt. Ich habe mir dann Alternativen gesucht, angefangen zu arbeiten, an der Fernuni zu studieren und arbeite nun – noch „nur“ nebenher und eigentlich mehr als Hobby – an einem ortsunabhängigen Business. Wer weiß, wie lange das dauern wird … aber ich fühle mich dabei glücklich und habe das Gefühl, dass mir die Welt offen steht und ich jederzeit auch einfach sagen kann: „Nö, will ich nicht mehr, mache was anderes!“ Und diese Gefühl gibt mir die Kraft, dabei zu bleiben und die Dinge, die ich mache, mit Leidenschaft zu tun. Ein unbeschreibliches Gefühl :)!

    Danke für deinen tollen Blog, die ähnlichen Gedanken und das Gefühl, nicht alleine zu sein!

  30. Hallo Ben,

    Du machst das wirklich toll. Ich bin schon 51, kann mich aber mit sehr vielem identifizieren, was Du schreibst. „Mach‘ Dein Ding“ ist ein geniales Motto und es hat in meinem Leben oft funktioniert. Habe Abitur, aber es niemals vorzeigen müssen. Mich mit 22 selbständig gemacht, nie eine Uni besucht, obwohl ich das ursprünglich vorhatte… nicht bereut, anders weiter gekommen… Fehler gemacht, Lehrgeld gezahlt, aber ein Standardweg führt nur zu Standardergebnissen. Und was vielleicht für viele (ob es die meisten sind, wage ich zu bezweifeln) richtig ist, muss nicht für alle richtig oder bindend sein. Individualisten und Autodidakten können mehr als mancher glaubt. Der Weg mag oft steinig sein, aber zum einen lohnt er sich, zum anderen KÖNNEN bestimmte Menschen nicht anders…

    Es lohnt sich, die Möglichkeiten der heutigen Zeit DAFÜR einzusetzen, mehr Menschen an ihre individuellen Fähigkeiten zu führen, dahin, dass sie an sich glauben, Mut haben, anfangen, weiter machen und letzten Endes mit Liebe und Begeisterung bereichernde Beiträge für uns alle liefern – auf welchem Gebiet auch immer…

    Weiter so, Du bist auch für mich eine Inspirationsquelle. Danke.

    Lieber Gruß,

    Roland

  31. Hallo,

    „Anti-Uni“ finde ich als Slogan gut gewählt.
    Kann damit sehr viel verbinden. Auch wenn man auf der Uni bleiben würde, büßt der Slogan nicht an weniger Aussagekraft ein. Ein bischen „Provo“ halt 😉

    In unserer sehr schnelllebigen Zeit, läßt sich eigentlich kaum wirklich festmachen, ob Studium, ob Berufsausbildung, ob kreativer Selfmade in unmittelbarer Zukunft der zu bevorzugtere und bessere Weg ist.

    Und im Grunde sollte sich doch jeder Mensch seines Lebens sicher sein können, egal welche Art von Arbeit er gerade nachgeht. Obwohl es fast ein wenig utopisch anmutet, würde es die Mehrheit sicher gutheißen.

    Sicher, mit Arbeit läßt sich Geld verdienen.
    Andererseits sagt es wenig über die vielerorts vorzufindenen unakzeptablen, arbeitsweltlichen Bedingungen aus, denen viele Menschen ausgesetzt sind. Auch das Geld reicht für einen angemessenen Standart oftmals nicht mehr aus, um es gelinde zu sagen.

    Ja, da ist es doch einfach begrüßenswert, wenn allg. mit neuen Ideen begegnet wird und sich Pioniere, wie Ben mutigen Schrittes nach vorne wagen.

    Denn die Uni stellt sich letztendlich ja auch nur als Teil eines Projekts dar, das alte System am Laufen zu halten.

    Weniger elitäres Gehabe, mehr Mut zu mehr Ehrlichkeit mit sich selbst auch im Umgang mit anderen, würde unserer Gesellschaft sicherlich gut tun:-)

    VG Chris

  32. Hallo Ben,

    wow, du bist so jung und schon so radikal lebensweise!

    Ich finde supergut, dass du deine Überzeugungen lebst, darüber schreibst und sprichst! „Klappern gehört zum Handwerk“ und wenn wir über unsere Überzeugungen sprechen, können sie bei anderen Menschen „andocken“ und wirken. Mir gefällt, dass du durch das entschiedene deinem-Weg-Folgen die Menschen getroffen hast, die du brauchst um dich wohlzufühlen und bei Deinem zu bleiben. Das wäre ein guter Plan für uns alle, statt gesichtslosem Netzwerken und rastlosem Aktiv sein im Versuch „modernen Ansprüchen“ zu genügen!

    Ich arbeite als Coach und Trainerin seit 15 Jahren im Themenbereich „Profilbildung“. Je mehr Erfahrungen ich machen – unter anderem gerade mit Leben in China – desto mehr wird mir klar, dass es im Kern immer erst um das ureigene Unverwechselbare einer Persönlichkeit geht. Wenn uns das klar geworden ist, dann kann es losgehen mit der Suche nach dem, was UNS PASST. Das ist für euch Junge genauso gültig wie für Menschen an einem späteren Bilanz-Punkt ihres Lebens – und an den kommen alle, über kurz oder lang…

    Ich werde deine Arbeit weiter verfolgen und meinen Kindern von dir erzählen – du machst allen Mut, die authentisch werden oder sein und bleiben wollen!

    Viele Grüße,
    Friederike

    1. Haha, ich seh einfach ziemlich jung aus 😉

      Und Alter finde ich echt relativ. Aber danke, ich nehme das mal als Kompliment 🙂

      Klingt nach einer coolen und wertvollen Arbeit, die du leistest 🙂

      Und natürlich freue ich mich, wenn du den Blog verfolgst und Menschen davon erzählst, denen es nutzen könnte.

      Viel Kraft und alles Liebe dir!

      Ben

  33. Hallo Ben,
    ich möchte dir einfach ehrlich sagen: Du bist ein UNGLAUBLICHER Mensch. Geh deinen Weg immer, immer weiter und ändere dich bitte NIE, niemals. Nur weiterentwickeln, klar 🙂 Du strahlst so hell in dieser viel zu düster gewordenen Welt, dein Blog sowie deine Worte sind Bestandteil meiner ganz persönlichen Sonne. Ich danke dir.
    Und eines Tages werde ich mit meiner Arbeit auch dazu beitragen, die Welt zu verändern. Ich bin schon dabei und ich weiß es von meinem Herzen.

    Von Herzen
    Viktoria

  34. Hey,
    Ich finde den Beitrag super und ich kann irgendwie vieler deiner Gedankengänge nachvollziehen ! Ich bin selber noch Schülerin und halte nicht viel von unserem Bildungssystem ,und würde mich freuen, wenn man unsere Individualität ausprägen und unterstützen würde, anstatt uns auf Gleichschritt zu trimmen !

  35. Hi, zum Anfang etwas positives, ich finde deine ehrliche und aufrichtige Art sehr erfrischend. Ich konnte in den letzten 2 Jahren meines Studiums zum Handelsfachwirt einige inspirierende Menschen kennenlernen. Ich slebst hatte meine Probleme und stand oft vor der Frage „Warum tu ich mir das an?“ Nun heute kann ich diese Antwort geben, weil ich diesen Kampf brauchte um endlich der zu werden der ich immer sein wollte. Nun bin ich voll motiviert und begeistere mich für viele tolle Sachen und Menschen und einer, das kann ich ehrlich von mir behaupten bist auch du. Ich lerne so gerne von anderen Menschen, hör ihnen zu und lernen von ihren Fehlern und lass mich inspirieren von ihren erfolgen. Alles in allem bin ich so glücklich und möchte dies an jeden weiter geben. Durch dein Video in YouTube in Gedanken Tanken hatte ich von dir gehört da ich dort auch den Vortrag meines liebsten sagen wir Lehrers Stephan Heinrich von dem ich viel lerne und sehr schätze. Leichte depressionen waren damals Alltag auch wenn man mir ne mein Lächeln mir weg nehmen konnte und nun lasse ich dies hinter mir mit einer besseren Zukunft mit neuen Fehlern die mich weiter wachsen lassen. Einfach ein ganz liebes Dankeschön an dich und deiner Arbeit. Mach weiter so und inspirieren die welt.

  36. Woop. Wooop. Wooooop.

    Merci beaucoup lieber Ben. Vielen Dank!
    Danke, dass Du diese Worte aussprichst – mit solcher Reichweite. Es tut gut zu wissen, dass es so viele Menschen gibt die sich auf den Weg machen. Klingt immer irgendwie komisch, aber es gibt kein Wort dafür, außer vielleicht, wie Du es geschrieben hast, die „ihren Weg gehen“. Sei es die Ausbildung in einer Uni oder Firma oder der selbstorganisierte Weg.
    Ich habe vor 7 Monaten meine Ausbildung gekündigt. Nicht weil der Beruf des Tischlers, bzw. die Hingabe zum Holz nicht für mich passt, sondern weil die Struktur der Ausbildungswelt mich zu sehr vereinnahmt hat (zumindest in Sachsen. und der Großteil der Auszubildenden mit denen ich mich bisher unterhalten habe erzählt mir ähnliches wie ich es erlebt habe). Hätte ich damals schon von Dir gelesen, hätten Deine Ansichten meine Entscheidung zu mehr Selbstbestimmung mit Sicherheit bestärkt.

    Wenn ich lese, an welcher Schule und Universität Du warst, Du gegangen bist und Deine Ansichten über eine Webseite, Videos und Interviews verbreitest, finde ich dass Du mutig, ehrlich und stark bist. Es macht mich sehr glücklich, weil es mein Bedürfniss nach Verständnis, Teilhabe und Verbindung erfüllt.
    Danke Dir.
    Herzliche Umarmung.
    Liebe Grüße,
    Artie

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