Generation Y – 11 Stärken und Schwächen von GenY

Generation Y

Wir – die gute Generation Y – sind mal wieder in aller Munde. Viele schreiben über uns – die GenYs – und denken sie wissen Bescheid. Andere regen sich auf. Nun gibt es sogar schon ein Buch zum Thema Generation Y.

Nun – in manchen Artikeln über die Generation Y finde ich mich wieder – über andere rege ich mich auf. Wie ist es denn nun – wer sind wir GenYs wirklich und kann man uns überhaupt in eine Box packen?

Ich möchte nicht noch einen Artikel über die Y Generation schreiben, der versucht zu beschreiben wer wir genau sind oder was wir wollen. Ich möchte mit dir Klartext reden darüber, was unsere Stärken und Schwächen sind – und ich möchte von dir wissen, was deine größten Herausforderungen sind.

“Wir sind nicht faul. Wir wollen arbeiten. Nur anders. Mehr im Einklang mit unseren Bedürfnissen. Wir lassen uns im Job nicht versklaven, doch wenn wir von einer Sache überzeugt sind (und der Kaffeeautomat nicht streikt), geben wir alles. Wir suchen Sinn, Selbstverwirklichung und fordern Zeit für Familie und Freunde.” – aus: Die ZEIT.

Ist das so?

Generation Y – 11 Stärken und Schwächen der GenYs

(Natürlich aus meiner subjektiven Perspektive – die Kommentare sind dafür da, dass du deine mit uns teilst )

1. Generation Y: Wir suchen nach dem Sinn. In allem. Und überall.

Ich habe das Gefühl, dass das Hinterfragen und unsere Sinnsuche vielleicht unsere größte Stärke ist – und gleichzeitig unser größtes Problem.

Wir suchen und hinterfragen und geben uns nicht so leicht zufrieden. Das ist prinzipiell eine super Sache. Einer Arbeit nachzugehen, in der wir einen Sinn sehen und die mit unseren Werten übereinstimmt ist wohl das Größte überhaupt, was uns passieren kann. Dennoch gibt es auch eine Kehrseite der Sinnsuche:

a) Wir sollten unsere eigenen Werte kennen

Ich habe das Gefühl, dass viele junge Menschen ihre eigenen Grundwerte nicht kennen. Meine Erfahrung ist, dass es ohne die Kenntnis der eigenen Grundwerte echt schwer ist “sein Ding” oder auch “seinen Sinn” zu finden.

b) Wir sollten handeln und aktiv suchen

Nur vom Bücher, tolle Blogs lesen und überlegen werden wir unseren Sinn wohl nicht finden. Sinnsuche ist ein Prozess, der für mich auch in besonderem Maße Handeln beinhaltet. Also – weg vom Screen und raus da! 😉

Unsere Stärke: Wir reflektieren und hinterfragen.

Unsere Schwäche: Manchmal hinterfragen wir zu viel oder kennen unsere eigenen Grundwerte noch nicht.

Idee: Unsere Grundwerte herausfinden und Sinnsuche durch Handeln und Ausprobieren betreiben.

2. Typisch Gen Y: Wir verzichten auf “das große Geld”.

Immer wieder lese ich: Die Generation Y verzichtet auf “das große Geld” wenn wir einer Arbeit nachgehen können, die uns erfüllt, in der wir einen Sinn sehen und mit der wir uns bestenfalls selbst ein Stück weit verwirklichen können.

Unsere Stärke: Wir erkennen, dass Geld wirklich nicht alles ist. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass uns Geld nur bis ca. 5.000 € / Monat glücklich macht.

Unsere Schwäche: Manchmal klammern wir Geld zu sehr aus – und leben in unserer kleinen Traumwelt, in der Geld keine Rolle spielt…

Idee: Den Mittelweg gehen?

3. Generation Y: Wir sind eigenständig und individuell.

Wir wollen uns nicht zu viel vorsagen lassen, sondern selbst Verantwortung übernehmen und mutige Entscheidungen treffen, right?

Wir suchen nach unserer Individualität und nach dem was uns im Innersten ausmacht.

Wenn es dann darauf ankommt uns klar zu positionieren und zu unserer Meinung zu stehen ziehen wir aber immer wieder den Schwanz ein…

Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir manchmal nur den Anschein vermitteln “super eigenständig” und selbstbestimmt zu sein. Denn wenn es dann um die Wurst oder eine konkrete Entscheidung geht lassen wir uns doch immer wieder von unseren Eltern, Umfeld und Gesellschaft reinquatschen…oder nicht?

Unsere Stärke: Wir suchen nach uns selbst – und wollen wir selbst sein.

Unsere Schwäche: Wir geben Peer-Pressure immer wieder nach und trauen uns nicht uns selbst zu vermarkten, wenn es drauf ankommt.

Idee: Mutig zur eigenen Meinung und der eigenen Individualität stehen – die echten Freunde werden das verstehen.

4. Gen Y: Wir suchen und suchen – und wollen uns nicht festlegen.

Wir sind Meister darin neue Optionen und Möglichkeiten für uns zu entdecken. Wir sehen all die Möglichkeiten, die es da draußen gibt – und manchmal fühlen wir uns dann einfach überfordert – was vollkommen verständlich ist.

Dennoch haben wir eine gewisse Grund-Angst uns festzulegen – uns zu entscheiden. Eine Grundangst vielleicht DIE falsche Entscheidung zu treffen. Witzig ist, dass es diese falsche Entscheidung gar nicht gibt.

Keine Entscheidung zu treffen ist schlimmer als eine „falsche“ Entscheidung.

(Ok, den kanntest du wahrscheinlich schon.)

Unsere Stärke: Wir suchen und geben so schnell nicht auf.

Unsere Schwäche: Wir haben Probleme Entscheidungen zu treffen oder uns festzulegen.

Idee: Entscheidungen mit der Gewissheit treffen, dass es IN DIESEM Moment die richtige Entscheidung war. Dann weitermachen.

5. Generation Y: Wir wollen eigene Projekte starten.

Viele unter uns wollen zunehmend eigene Projekte starten – oder gar ein eigenes Unternehmen gründen. Klar – eigene Projekte sind der beste Weg seine eigenen Werte zu leben und wirklich den Unterschied zu machen, den man machen möchte.

Dennoch sehen wir vieles durch eine rosarote Brille. Wir reden gerne über eigene Projekte. Wir träumen groß. Und viele unserer Projekte bleiben leider nur Träume…

Unsere Stärke: We dream big. (Ein Buchtipp: The Magic Of Thinking Big)

Unsere Schwäche: Manchmal reden wir mehr als wir machen. Reden ist halt oft einfacher als machen 😉

Idee: Einfach anfangen. Let´s go Y-Generation!

6. Generation Y: Wir und …das Internet.

Wir vernetzen uns in sozialen Netzwerken. Wir sind vielleicht die sozialste Generation bisher. Gleichzeitig verlieren wir manchmal Kontakte im echten Leben aus den Augen.

Stärke: Wir wollen so viel wie möglich mit unseren Freunden (auch im Ausland) connected sein.

Schwäche: Social Media ist eben doch nur Social Media – und keine reale Kommunikation im echten Leben. Aber irgendwie sind wir dann doch ein bischen dopamin-süchtig und freuen uns über jedes “like”… (mich eingeschlossen – also nicht vergessen 😉 )

Idee: Einfach mal wieder rausgehen und das Smartphone zu Hause lassen.

7. Die Generation Y und unser Leben für den Lebenslauf.

Wir wissen eigentlich, dass der Lebenslauf nur ein Blatt Papier ist und als “Eintrittskarte” in die Berufswelt auch immer unwichtiger wird – dennoch optimieren einige von uns immer noch ihre Lebensläufe.

Stärke: Wir wissen eigentlich, dass uns “nur” der Lebenslauf nirgendwo hinbringt – jedenfalls nicht dahin wo wir hinwollen.

Schwäche: Alle betreiben “Lebenslauf-Optimization” – also machen wir es auch.

Idee: Projekte machen, die uns Spaß machen. Die eigenen Kompetenzen und Leidenschaften herausarbeiten und diese kommunizieren. Mit Menschen vernetzen, die coole Sachen machen (denn: Die coolen Jobs werden fast alle über Netzwerke und Beziehungen vergeben – lies mal: The Education of Millionaires: Everything You Won’t Learn in College About How to Be Successful).

8. GenY – Wir…und die Liebe.

Wir wollen alles und nichts. Wir wollen Spaß, Abenteuer und viel erleben. Gleichzeitig wollen wir vielleicht jemanden, der immer für uns da ist. Und irgendwie wollen wir mal mehr das eine und mal mehr das andere.

Stärke: Wir wollen alles…

Schwäche: ..und nichts.

Vor allem aber wollen wir gesehen und geliebt werden. Wir wollen gewertschätzt werden so wie wir sind – und das ist auch gut so.

Idee: Eigentlich habe ich keinen Plan – aber vielleicht hilft es ja drüber zu reden.

9. Wir – die “neue” Generation (Y)

Wir denken, dass wir eine “neue” Generation sind und doch denken wir noch sehr in den “Leveln”, die uns die Gesellschaft vorgibt: Schule – Uni – Trainee – Job – Führungskraft (nur als Beispiel).

Wir passen uns an die Strukturen der Gesellschaft an und folgen instinktiv oder aus Sicherheitsbedürfnis den vorgegebenen Wegen.

Dabei haben wir eigentlich eine echt gute Intuition, die uns den Weg weisen könnte, wenn wir ihr nur Platz geben würden.

Stärke: Unser Gefühl des “wir sind anders” (sind wir ja auch, oder?)

Schwäche: Wir folgen alten Wegen statt neue zu kreieren

Idee: Gleichgesinnte treffen. Den Mut haben neue Wege zu gehen.

Ein schönes Zitat dazu:

– Ralph Waldo Emerson

10. Generation Y: Wir wollen die Welt sehen, reisen und ortsunabhängig sein.

Einige von uns haben die Welt für sich entdeckt. Wir träumen davon als Reiseblogger die Welt zu bereisen. Oder einfach von überall arbeiten zu können. Dennoch beschränken wir “Reisen” oft noch auf unseren Urlaub. Warum nicht einen Beruf erfinden oder ergreifen bei dem wir dauernd auf reisen sein können?

Stärke: Wir wissen was wir wollen – so grob zumindest. Und Reisen gehört für einige von uns dazu.

Schwäche: Das scheinbar Unmögliche nicht möglich machen wollen…

Idee: Blogs von digitalen Nomaden lesen – so zum Beispiel planetbackpack von Conni, earthcity von Tim oder auch wirelesslife von Sebastian.

11. Gen Y: Wir haben Angst vorm Scheitern

Wir haben unglaubliche Angst zu scheitern – auch weil die Gesellschaft uns für Fehler abstempelt. Wir haben einen irren Respekt vor unserer Komfortzone.

Idee: Die Angst akzeptieren – und es trotzdem machen.

Im Endeffekt kommt meinem Gefühl nach vieles auf 3 Punkte zurück:

  1.  Intuition vs. Sicherheitsbedürfnis
  2. Der Mut “ich selbst” zu sein
  3. Angst davor anzufangen

Klar treffen einige dieser Punkte auf auf andere Generationen zu. Und klar habe ich auch verallgemeinert und wieder versucht uns in eine Box zu packen…In den Kommentaren kannst du uns deine Meinung zum Thema mitteilen und mit uns diskutieren.

Bei Ben Ahlfeld habe ich in meinem ersten polarisierenden Artikel zum Thema Anti-Uni geschrieben:

“Wir sind eine andere Generation – eine Generation, die sich selbst verwirklichen will. Eine Generation, die stets nach den Sinn sucht hinter dem was sie tut. Die „Sicherheit“, nach der unsere Eltern suchten gibt es längst nicht mehr. Ich denke es ist Zeit uns zu emanzipieren.”

Vielleicht sollten wir einfach anfangen uns zu emanzipieren – und zu machen.

Ziemlich doof wäre schließlich, wenn wir dann doch mit 40 als burn-out geplagter Manager oder unglücklich in einem Job enden, oder? Dann doch lieber jetzt gleich die Herausforderung nehmen und eigene Wege gehen (finde ich).

Laufen wir los! Ich finde es wird Zeit, dass wir allen die über uns schreiben zeigen wer wir wirklich sind – und dass wir verdammt noch mal eine Menge auf dem Kasten haben.

 

 

Wo findest du dich wieder und was ist momentan deine größte Herausforderung?

Ab in die Kommentare damit!

 

 

P.s. Ein cooles Video zum Thema mit einem spannenden Jungunternehmer findest du hier bei generation-why.org.

 

 

Bild: Luis Hernandez - D2k6.es

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63 Kommentare, sei der nächste!

  1. YEAAAAAAAAAH 😉

    Ich hab schon lange drauf gewartet, was du uns zur Gen Y so schreibst!!
    1A 😉 Ich stimme zu und bin begeistert, wie du das hier dargestellt hast 🙂

    Less talking, more action!!
    Tausend Dank xx

    1. Hej Ben,
      lustig, bin über Mara und deine Buchverlosung zu dir gekommen. Und lese und freu mich und wundere mich und freu mich wieder. Warum das? Nun, ich gehöre zur sogenannten Generation x oder auch nicht. Im Erdenleben trennen uns ca. 30 Jahre, sonst kein Millimeter. in den 60er Jahren war es noch schlimmer und glaube mir, ich habe keinen Mucks gemacht. War orientierungslos, habe auf meinen Vater gehört anstatt Modedesign zu studieren etc. Jetzt, mit 53, bin ich seit vier Jahren teilselbständig. Und liebe was ich tue. Seit dem gibt es das Wort Arbeit nicht mehr für mich. Arbeiten gehe ich wenn ich meinen Job mache ( für die Krankenversicherung …;) Und der nächste Schritt der ansteht, mich noch mehr zu zeigen, noch mehr mein Ich zu leben und noch mehr in die Authentizität zu gehen. Und ich gehe meinen Pfad und folge meinem Stern. Das ist mühsam und ich brauche Pausen um mich zu orientieren. Oft schiele ich noch zu Durchstartern in meinem Umfeld, und liebäugle mit den breiten Straßen. Das dauernd nie sehr lange-puh! Gut, im Spiri-Deutsch seid ihr die neuen Kinder. Alte Seelen, die jetzt wieder inkarniert sind, altes (kosmisches Wissen) mitbringen, dass jetzt dringend gebraucht wird. Vorreiter waren und sind die Indigo-Kinder. Diese rütteln an den alten Strukturen, sind unbequem, oft ADS und werden vom System gerne mit Medikamenten ruhig gestellt.
      Mich berührt dein Mut, deine Fragen auch deine Unsicherheiten. Der Überblick über die GenY, ist sehr bekannt und mir sehr vertraut. Bis auf die Social Media, die gab es damals noch nicht. Das ist der Vorteil meiner Generation, wir können noch selber entscheiden, was, wie und wieviel www wir in unserem Leben wollen. 😉 Da hinterfragen viele von uns den Sinn oder Unsinn und verabreden uns lieber live.:-)
      Also, bis in Kürze
      freue mich über unseren Kontakt Erdenjahre übergreifend
      Olivia

  2. Gen Y! Ihr seid die Zukunft. Also nicht so lange nach dem Sinn suchen, sondern mutig dem Leben einen Sinn geben.

    Gibt dem Leben euren SINN. Mutig, authentisch und liebevoll. Ich freu mich drauf. Ihr auch?

    Super Ben und DANKE für dein Sein

    Matthias

    1. Hey Matthias!

      Danke für deinen Kommentar! Und klar – Mut macht Spaß. Authentisch sein auch. Und liebevoll sein sowieso.

      Ich bin voller Energie gerade! 🙂

      Liebe Grüße,

      Ben

    1. Hey Marco,

      danke dir für deinen Kommentar Marco!

      Ich denke wenn wir jeder für sich seinen Weg gehen und dennoch zusammenhalten – dann können wir tatsächlich eine goldene Generation werden – die wirklich etwas verändert da draußen.

      Alles Liebe,

      Ben

  3. Hi Ben,

    wunderbarer Artikel!!! 🙂

    Selten habe ich mich so gut beschrieben empfunden … allerdings … ich bin Jahrgang 1968! 😀

    Und von mir gibt’s noch einige mehr (habt ihre eine Vorstellung davon, wie schwer das „früher“ war, die OHNE INTERNET ! zu finden? 😉 ) … d.h. ihr könnt keine „neue Generation“ sein. 😉

    Was ihr aber im Gegensatz zu „uns Älteren dieser Art“ seid: mehr und mehr sichtbar! Und das beobachte ich – ich wiederhole mich inzwischen dazu schon, aber immer wieder gerne 🙂 – mit großer Begeisterung.

    Da gibt es z.B. die Oma Toppelreiter http://www.omatoppelreiter.com/ … könnte doch eine Schwester im Geiste von Dir sein, hm? 😉 Oder Robert Dekeyser (Buch „Unverkäuflich“).
    Und „solche Leute“ findest Du in jeder Altersklasse … je jünger, desto „mehr“ scheinen es zu sein, aus meiner persönlichen Sicht heraus sind sie einfach sichtbarer (was natürlich immer mehr inspiriert sich zu trauen).

    Ich habe meinen Fokus ja auf die noch Jüngeren, auf die Schüler … die sind NOCH direkter, NOCH klarer, NOCH konsequenter – die haben kaum noch Angst vor negativen Konsequenzen und verweigern sich in immer größerer Zahl schlicht und einfach dem, was für sie keinen Sinn macht (davon gibts ja in der Schule … so einiges 😉 ). Stark!!!!

    Wird das die Generation Z? Sind wir damit am Ende angelangt … vom Alphabet … und vielleicht auch dem, was uns davon abhält, UNSER Leben zu leben?

    Danke für die Inspiration und den Austausch zu diesem Thema, das ich für das Spannendste überhaupt halte! 🙂

    Liebe Grüße, Ulrike

    1. Hey Ulrike,

      das freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      Danke für deine Anregungen und ja – es gibt sogar schon eine Generation Z – das sind die, die nach 1998 geboren sind 😉

      Liebe Grüße,

      Ben

  4. Hey Ben,

    gutes Ding!
    auf den Punkt mal wieder 🙂

    Kennst du den hier? „Comeback der Spießer“
    http://www.manager-magazin.de/lifestyle/stil/comeback-der-spiesser-ploetzlich-werden-alle-wieder-brav-a-957192.html

    Auf den ersten Blick gar nicht Gen Y-like. Aber ich ich beobachte das teilweise schon in meinem Umfeld. Ganz spannend.

    Die Gründe sind wohl zum Teil die, die du gerade genannt hast. Sinnesfrage und so… alles bisschen viel manchmal 😉

    Ähnliche Gründe, andere Reaktion?

  5. Ein schöner Artikel, ich stimme dir in vielen Punkten zu 🙂
    Nur ist alles, auch wenn man super positiv denkt, doch nicht so easy-peasy wie hier geschildert. Ein riesiger Haufen an Arbeitgebern setzt nach wie vor auf zielstrebige Lebensläufe und sich selbstständig zu machen, kann sich auch nur leisten, wer einen gewissen finanziellen Background hat. Viele Punkte gelten also leider für die Generation Y mit betuchten Eltern im Hintergrund 😉 so wird einem der Start ermöglicht – der Rest, da stimm ich dir zu, liegt dann bei jedem selbst.

    1. Hey Kati,

      ich möchte gar nicht easy-peasy sein. Schade, wenn das so rüberkommt.

      Zu den Arbeitgebern: Die denken gerade kräftig um – was mich freut.

      Und wenn du sagst, dass sich selbstständig machen einen gewissen finanziellen Background hat, dann muss ich dir da widersprechen. Wir haben mit dem IdeaCamp (unseren Blog findest du derzeit noch hier: http://onedayprofits.de/) schon einige in die Selbstständigkeit begleitet, die kein oder kaum Startkapital hatten. Vllt magst du dich ja mal mit den Themen „bootstrapping“, „lean startup“ usw auseinandersetzen. Ich sehe mich selbst als „Selbstständigen“ und bin mit genau 0 € als Startkapital gestartet 😉

      Beste Grüße,

      Ben

      1. Hey Ben.
        Ich kann nur raten, aber ich glaube Kati ging es garnicht so sehr um Startkapital um etwas auf die Beine zu stellen. Wenn man keine Rücklagen oder anderweitige Unterstützung hat, wird es schwer(er) in eine Selbständigkeit zu starten, wenn man nicht weiß wovon man seine Rechnungen bezahlen soll bis die Selbständigkeit Profit abwirft.
        Sorry Kati, falls Du das nicht gemeint haben solltest 🙂
        Viele Grüße Christin

        1. Hey Christin,

          mag sein, dass ich das falsch verstanden habe. Klar – das ist ein guter Punkt. Da gilt es dann Wege zu finden diese Zeit zu überbrücken.

          Mein Motto ist da: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

          Liebe Grüße,

          Ben

          1. Hey Ben.
            Ich wollte damit auch nicht sagen, dass ich das anders sehe als Du, denn ich lebe danach bzw. versuche stets danach zu leben: Was ich wirklich will, das schaffe ich auch.
            Allerdings hat jeder andere Voraussetzungen und Möglichkeiten und daher meiner Meinung nach auch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu kämpfen.
            Ich selbst bin seit 2007 selbständig, der Anfang war hart und es ist auch heute nicht immer alles nur perfekt, aber es ist das was ich will.
            Viele Grüße und weiter so 🙂
            Christin

        2. Hallo Christin,

          danke, genau, das meinte ich. Mir ging es nicht ums Startkapital, sondern darum, die Miete zu bezahlen 🙂
          Da helfen – sorry Ben, ich mag deinen Blog echt gerne – pathetische Sprichworte auch nicht weiter 🙂

  6. Sorry, aber ich halte das, um es direkt auszudrücken, für Blödsinn. Man gerät leicht in die Versuchung, Gemeinsamkeiten mit seiner Umgebung festzuhalten und zu einem generellen Prinzip zu machen. So funktioniert nunmal unser Geist; „die Welt“ ist das was du kennst.

    Deine Statements stimmen vielleicht für viele Leute, die deinen Blog hier lesen oder mit denen du zu tun hast. Aber das auf eine ganze Generation zu übertragen ist – ähem – gewagt. ^^

    1. Hey Philipp,

      klar – das ist meine subjektive Meinung 😉

      Wo findest du dich denn wieder und wo nicht? Bzw. was stößt dir auf?

      Liebe Grüße,

      Ben

  7. Hi,
    ich, ebenfalls 68erin, finde ebenfalls vieles vertraut was du schreibst und habe in letzter Zeit wenn ich mit den Y zusammensitze des Öfteren das Gefühl „das ist ein bißchen so wie früher“. Inclusive Klamotten ;-).
    Meinem Empfinden nach war die Angst vorm Scheitern kein Thema. Der Druck war nicht so groß.
    Die große Kritik die ich an diesem Stimmungsbild abgegeben möchte ist die, dass es sich m.E. nach nur um einen kleinen Ausschnitt der Y handelt die du beschreibst. Früher hätte man vielleicht Bildungsbürgertum oder
    Elite gesagt. Ich erlebe auch viele Y in beständiger Sorge um ihre Zukunft, im beständigen Ablenken (weit von Sinnsuche entfernt), ohne jeden unternehmerischen Geist usw.
    Beste Grüße. Tanja

  8. Ben, der erste Punkt zur Gen Y, die Sinnsuche, ist meines Erachtens schon das Entscheidende.

    Es kann nicht reichen, wenn wir den Sinn in uns selbst, unseren Werten und unserem Lebenslauf suchen. Sinn macht immer nur die Gemeinschaft, die heutzutage eine globale ist. Und um hier auch nur zu einer ansatzweisen Verwirklichung von Grundwerten (als Kontrast zur Selbstverwirklichung) zu finden, braucht es globale Veränderungen.

    Was macht Gen Y? Kauft im Biosupermarkt, fair trade, spendet, arbeitet weniger, verdient weniger, ist cool, macht Yoga, fährt ein SUV.

    Was könnten wir machen? Uns der Komplexität der globalen Verflechtungen stellen, politisch sein, Konsum verweigern, aus der Wachstumsideologie aussteigen, Unternehmen zwingen, sozialer und ökologischer zu handeln.
    Was brauchen wir dafür? Mehr gesellschaftliche Organisation, Menschen, die Komplexität reduzieren und daraus Handlungsanweisungen ableiten, die wirklich Werte verwirklcihen, und viel Mut.

  9. Es ist ja alles interessant was hier zu lesen ist. Für mich wirkt es wie Träume die jeder gerne in der Realität erleben möchte. Für mich sieht die Wirklichkeit anders aus. Wir werden überall betrogen und belogen. Die Drahtzieher unserer Gesellschaft sitzen in der Wirtschaft und Politik (Lobby) die alles steuert und für die zählt nur der Profit. Neue Generationen erkennen zwar durch unsere moderne Informationswelt die Missstände und wollen diese verändern (schön). Wenn man es aber nicht an der Wurzel packt wird sich daran nichts ändern und dafür sorgt die Lobby schon. Die Schlüsselfiguren werden so getrimmt das es immer, auch mit kleinen positiven Veränderungen in unseren Leben, wieder nach deren Spielregeln abläuft. Der Profit, das Geld, Wohlstand, bleibt für alle immer das Wichtigste, was unser Leben ausmacht. Vielleicht wird uns in Zukunft mehr Freiheit, Eigenentscheidung, Freie Kreativität gegeben. Haben wir sie dann wirklich, oder ist das nicht doch wieder ein Theatervorstellung in der wir nur in der ersten sitzen ?

    1. Hallo Tom6701,

      wer ist die lobby? Sind wir nicht alle ein Teil der Gesellschaft?
      Frei nach dem Motto von Bertolt Brecht „stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ sage ich „stell Dir vor die Lobby entscheidet und keiner hält sich daran…“

      Jeder von uns ist ein Teil der Gesellschaft und hat Einfluss, Opferrolle spielen bringt mich nicht weiter.

      Liebe Grüße vom Ammersee, Zoltam

      1. Es fängt doch schon damit an, dass gewisse politische Entscheidungen in unserer alternden und demokratrischen Gesellschaft grundsätzlich immer gegen die jüngere Generation getroffen werden. Leider liegt das Problem in der Natur der Sache: Die Demokratie lebt von den Stimmen der wählenden Bürger; da es aber immer mehr ältere Wähler Ü50 gibt, geht die Politik da auf Stimmenfang und interessiert sich nur herzlich wenig für die Belange der sagen wir mal 16- bis 30-Jährigen. Und selbst wenn sie dies tut, wird sie – logisch – von den älteren überstimmt, weil die Jüngeren in der Politik schon rein stimmenmäßig nie eine Mehrheit zustande bringen kann, weil sie demografisch in der Unterzahl sind.

        Deshalb wurde ja solche Beschlüsse wie Rente mit 67 oder 70 usw. erst durchgesetzt; die Jüngeren sollen es halt ausbaden, die können sich eh nicht wehren. Hauptsache die jetzige Generation, die in der Politik aktiv ist, muss keine Einbußen hinnehmen …

  10. Krass. Ich glaube ich habe gerade bemerkt, dass ich auch dazugehöre. Irgendwie schockierend. Bisher bin ich glaube ich noch niemandem der „GenY“ begegnet, so im real life. Im Internet aber boomt es. Liegt das an mir oder was ist wohl der Grund?

    Und Ben, sobald es fertig ist, zeig ich dir mal wozu mich Anti-Uni bewegt hat. 🙂

  11. Hallo Ben!

    Ich glaube, dass du unsere Generation nicht besser hättest treffen können. Wir sind eben anders und das ist gut so! Schluss mit einengende Jobs, die uns unglücklich mache – wenn nicht sogar krank. Ich sehe es ja gerade an mir selbst. Wir können so viel mehr aus uns machen, wenn wir es nur wollen. Du bist das beste Beispiel dafür. Es ist so einfach! Man muss wirklich nur ins tun kommen. Du musst nicht mal wissen, wie das alles passiert. Du musst nur dein warum kennen.

    Liebe Grüße aus dem Hannoverraum.
    Jacqueline

    1. Hey Jacqueline!

      Danke für deinen Kommentar und die Blumen!

      Ich mage deine Zeilen: „Wir können so viel mehr aus uns machen, wenn wir es nur wollen.“ Ins TUN zu kommen ist wirklich gold. Dann passieren auf einmal sogar Dinge, die man noch gar nicht auf der Liste hatte.

      Grüße in den Hannoverraum derzeit aus Barcelona!

      Ben

  12. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit:
    Ich begann heute (oder zeitlich gesehen: gestern) mit einem Google-Eintrag: „zu viele Interessen“ und war erstaunt, wie viele Beiträge es dazu gab, unter anderem auch deiner. Ich sah um mich herum nur hochbegabte Senkrechtstarter, ich war die Einzige die erst mit 22 die Matura/Abitur gemacht hat, während dem meine Klassenkameraden bis zu 5 Jahre jünger waren. Ich war die einzige, die vieles nie richtig beendet hatte, alle anderen hatten Medallien gewonnen, haben grosse Musicalrollen bekommen und mit 23 den Master im Sack.
    Dass ich diesen Herbst aus meinem Studiengang ausgeschlossen worden bin, weil ich eine Wiederholungsprüfung nicht bestanden habe, machte alles nur noch schlimmer. Und das nach 3 Jahren im Alter von 26. Nun, man kann sich vorstellen wie man sich fühlt.
    „Oh Gott, bald bin ich 30, und ich habe immer noch keine Ausbildung“ „Verdammt, mein Freund möchte endlich mit mir zusammen ziehen, er will nicht mehr warten“ „Meine Eltern drohen mit den Rausschmiss, sie wollen nicht mehr finanziell für mich aufkommen, sie sind sowieso knapp dran und sie könnten eine Unterstützung gebrauchen“ „Du isst seit 30 Jahren das, was nicht dir gehört“
    und und und… ich war drauf und dran, abzuhauen, mich irgendwo zu verstecken und mich hungern zu lassen, bis ich sterbe. Das würde alle entlasten, und es würde nicht gross jemanden kümmern, ich wurde meine ganze Schulzeit gemobbt und habe mich nun davor gehütet, gross Freundschaften zu schliessen.
    Seit nun gut einem halben Jahr kreisen meine Gedanken nachts, was aus mir werden soll. Ich habe Interessens- und Fähigkeitstests gemacht, welche mich nicht im Geringsten weiterbrachten. Denn die wenigen Bereiche, die mich WIRKLICH nicht interessierten, kannte ich schon. Was nützt mir ein solcher Test, der mir 50 mögliche Studiengänge vorschlägt?
    Aber als ich gegoogelt habe, fand ich endlich DAS „Problem“, was mir zuvor kein Psycholog oder Psychiater hätte erklären können. Die Diagnose lautet „Scanner“

    Danke, dass du das so erläutert hast. Nun fühle ich mich nicht mehr so allein und habe neuen Mut gefasst 🙂 Tut mir Leid, dich mit meiner Geschichte belästigt zu haben 🙁

    Es gibt nur ein kleines Problem: Wie zum Teufel soll ich Pole Dance, Zahnmedizin, Schauspiel, Mathematik, Tanz, Physik, Gesang, Chemie, Gitarre, Piano, Fitness, Kunstturnen, Zoologie, Kunstmalerei, Gärtnerei, Dekoration, Handarbeiten und (hoffentlich) mal eine Familie unter einen Hut bringen? :-/

  13. (bitte vorige Kommentare löschen, mir ist immer wieder was neues eingefallen 😉 )

    Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit:
    Ich begann heute (oder zeitlich gesehen: gestern) mit einem Google-Eintrag: “zu viele Interessen” und war erstaunt, wie viele Beiträge es dazu gab, unter anderem auch deiner. Ich sah um mich herum nur hochbegabte Senkrechtstarter, ich war die Einzige die erst mit 22 die Matura/Abitur gemacht hat, während dem meine Klassenkameraden bis zu 5 Jahre jünger waren. Ich war die einzige, die vieles nie richtig beendet hatte, alle anderen hatten Medallien gewonnen, haben grosse Musicalrollen bekommen und mit 23 den Master im Sack.
    Dass ich diesen Herbst aus meinem Studiengang ausgeschlossen worden bin, weil ich eine Wiederholungsprüfung nicht bestanden habe, machte alles nur noch schlimmer. Und das nach 3 Jahren im Alter von 26. Nun, man kann sich vorstellen wie man sich fühlt.
    “Oh Gott, bald bin ich 30, und ich habe immer noch keine Ausbildung” “Verdammt, mein Freund möchte endlich mit mir zusammen ziehen, er will nicht mehr warten” “Meine Eltern drohen mit den Rausschmiss, sie wollen nicht mehr finanziell für mich aufkommen, sie sind sowieso knapp dran und sie könnten eine Unterstützung gebrauchen” “Du isst seit 30 Jahren das, was nicht dir gehört”
    und und und… ich war drauf und dran, abzuhauen, mich irgendwo zu verstecken und mich hungern zu lassen, bis ich sterbe. Das würde alle entlasten, und es würde nicht gross jemanden kümmern, ich wurde meine ganze Schulzeit gemobbt und habe mich nun davor gehütet, gross Freundschaften zu schliessen.
    Seit nun gut einem halben Jahr kreisen meine Gedanken nachts, was aus mir werden soll. Ich habe Interessens- und Fähigkeitstests gemacht, welche mich nicht im Geringsten weiterbrachten. Denn die wenigen Bereiche, die mich WIRKLICH nicht interessierten, kannte ich schon. Was nützt mir ein solcher Test, der mir 50 mögliche Studiengänge vorschlägt?
    Aber als ich gegoogelt habe, fand ich endlich DAS “Problem”, was mir zuvor kein Psycholog oder Psychiater hätte erklären können. Die Diagnose lautet “Scanner”

    Danke, dass du das so erläutert hast. Nun fühle ich mich nicht mehr so allein und habe neuen Mut gefasst 🙂 Tut mir Leid, dich mit meiner Geschichte belästigt zu haben 🙁

    Es gibt nur ein kleines Problem: Wie zum Teufel soll ich Pole Dance, Zahnmedizin, Schauspiel, Mathematik, Tanz, Physik, Gesang, Chemie, Gitarre, Piano, Fitness, Kunstturnen, Zoologie, Kunstmalerei, Gärtnerei, Dekoration, Handarbeiten und (hoffentlich) mal eine Familie unter einen Hut bringen? 🙁 Ach, und nur so nebenbei spreche ich 6 Sprachen und möchte sie noch festigen und ausweiten…

    1. Hey Stella,

      danke erst einmal für deinen so ehrlichen und offenen Kommentar.

      Und mich freut natürlich besonders, dass du neuen Mut gefasst hast!

      Was deine vielen Interessen und Talente angeht: Erst einmal ist es sehr cool, dass du dich für so viele Dinge interessierst und dir vorstellen kannst. Manche Menschen haben da noch weit weniger einen Plan. Eine mögliche Übung ist es, die ganze Sache einfach mal herunterzubrechen. Was kannst du dir wirklich vorstellen? Was fasziniert dich wirklich? Worauf wärst du vielleicht an deinem Lebensende stolz?

      Und dann kommst du vielleicht so auf 3-5 verschiedene Optionen. Und dann gehst du step by step in die Praxis und probierst eine Sache aus. Und wenn die nichts ist, dann die nächste. Klingt einfach und ist eine echte Herausforderung.

      Was ich dir echt empfehlen kann ist das Buch „The defining decade – why your twenties matter“ (http://anti-uni.com/why-your-twenties-matter ) und das Projekt hier finde ich auch inspirierend: 30 Jobs in einem Jahr auf dem Weg zum Traumjob: http://30-jobs-in-einem-jahr.de/30-jobs/

      Lg, Ben

  14. Hey Ben.
    Also wiederfinden tu ich mich auf jeden Fall in den Beschreibungen von GenY, immer wieder! *g*
    Mein momentanes Problem ist das Anfangen, der Mut auszubrechen.
    Ich hab schon seit längerem das Bedürfnis einfach mal raus zu müssen und was anderes zu erleben, mich selber zu finden. In letzter Zeit wurden diese Gedanken wieder etwas zugeschüttet vom Alltag, von all den Gedanken wie „Was will ich studieren? Und was fang ich damit danach an? Oder doch lieber ‚eine solide Ausbildung‘? Und wenn Ausbildung, dann was für eine?“
    All solche Gedanken eben.

    Heute bin ich auf deinen Blog hier gestoßen und bin begeistert!
    Total inspirierend alles. Es wird, glaube ich, noch etwas dauern, bis ich deine ganze Seite hier durchgearbeitet habe (und das werde ich auf jeden Fall noch tun! ;)), aber danach werde ich mich auf alle Fälle wieder intensiver mit dem Thema reisen und Auslandserfahrungen und bloggen beschäftigen.

    Du bist echt cool. Bleib so wie du bist. 😉
    Lieber Gruß,
    Rebekka

    1. Hey Rebekka,

      das freut mich, dass du hier wertvolle Informationen gefunden hast.

      Dann wünsche ich dir, dass du bald die Zeit findest dich hier noch genauer umzuschauen 😉

      Lg,

      Ben

  15. Aloha 🙂

    Ich bin…ja wie bin ich eigentlich hier her gekommen o.O Ohne zu suchen einfach gefunden, würde ich das mal nennen…
    Dein Blog hat mich zum Schmunzeln veranlasst…
    Ich wohne in Kiel, hier wimmelt es nur so von Studenten, die alles und nichts wollen 🙂

    Ich finde wir, die Generation Y, sind zu hektisch, zu schnelllebig, zu kurzatmig…

    Ich selbst gehöre zu dem Teil der Generation, der sich einen Scheiß um seinen Lebenslauf schert, dem es völlig egal ist, was das Umfeld so über einen denkt und der auch einfach mal alle anbrüllt, wenn sie dummes Zeug von sich geben 😀
    Auch nicht immer einfach… Wohl genauso wenig, wie seinen Idealen hinterher zu hechten und am Ende festzustellen… Will ich das überhaupt?

    Ich bin knapp 20 Jahre lang so durch mein Leben gestolpert, alles ging schief und nichts lief, wie es so „sollte“, wenn man das mal an die gesellschaftlichen Aspekte anlehnen möchte…
    Dann wurde ich Erzieherin, die Ausbildung hab ich gefühlt inhaliert und ab und an auch einfach wieder ausgekotzt 😉
    Und am Ende stellte ich fest: Der Beruf ist toll, aber ich hab da so gar keine Lust drauf…
    Ich stellte mich bei einem Sicherheitsdienst vor, kehrte meiner Heimat den Rücken (knapp 40 km sind nicht viel, ohne Auto und mit viel Arbeit schon 😉 ) und wollt von vorne anfangen.

    Hat gut funktioniert und ich bin glücklich! Überarbeitet, müde und gestresst, aber glücklich…

    Und dann seh ich neben mir Menschen, die so einen ähnlichen Weg gegangen sind und…sie gehen zurück… Sie brechen alles ab und verkriechen sich wieder in die Gewohnheit. Warum? o.O
    Mein Vater, Generation Boomer versteht das noch viel weniger als ich.

    Wieso hat GenY so viel Angst, obwohl sie so viel Neues will? Wieso verfallen so viele in alte Gewohnheiten lieber zurück, als einen neuen Weg zu gehen?

    Jetzt hab ich ´nen halben Roman geschrieben, obwohl ich dir eigentlich nur sagen wollte, dass ich deinen Beitrag super finde und den glatt mal geteilt hab (Ein Hoch auf soziale Netzwerke 😀 ) …

    Ich werde mich mal wieder meinem „neuen“ Leben widmen und…arbeiten 😉

    Einen schönen Samstag, ein schönes Pfingstwochenende und ach…den ganzen anderen Quatsch halt 😉

    Salut!
    Monique 🙂

  16. Hi Ben!

    sehr gut zugesammen gefasst und aus der Seele gesprochen. Ein schöner Artikel auch zum Weiterleiten an die HR welt und einige Vorgesetzte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese selbst wenn sie helfen wollen, es oft nur aus ihrer Sicht machen wollen: Weg für Karriere weisen, supporten um in ein tolles (übelst zeitaufwändiges und sinn leeres) Projekt zu stecken um visibility zu erhalten. Das geht nicht gut, da diese Hilfe nicht immer ankommt und Ablehnung kaum nachvollzogen wird. Abgelehnt wird, weil eben kein Haus, Auto, Boot, Pferd, Pferdepflegerin zum Vorzeigen gekauft wird und werden will. 🙂 Sinn!

    Besten Dank!
    Walter

  17. Wenn es bei der ach so tollen Gen Y mal nen Stromausfall gibt springen doch alle gleich aus dem Fenster.. obwohl.. Fenster haben doch fast alle also sind Fenster Mainstream o.O Springen tut auch jeder mal von Zeit zu Zeit also auch Mainstream.. Schätze die verhachen dann einfach so im Starbucks in klassischer Selfiehaltung wie mein Staubsauger in der Ecke, der sich auch jeden Scheiß reinzieht 😀

    So zum Schluss noch irgendwas „individuelles“ was schon Tausende vor mir gesagt haben um das ganze abzurounden XD

    Rest in Frieden 😀

  18. Ich denke du hast während des schreibens diesen Artikels, selbst etwas über dich erkannt das du so nicht hast wahrnehmen können. Ich sage das weil es mir auch oft so geht wenn ich anderen versuche verständlich zu machen wie ich ticke(bombastisch, by the way 😀 ) .
    Ich denke der 8te Punkt erübrigt sich wenn der erste erfolgreich bewältigt wurde, und man durch Moral und seine eigene Ideologie bzw. unsere Ideologie, die liebe zu sich selbst erkennt. Man eignet sich mehr oder weniger die Eigenschaften und Fähigkeiten an die wir am Partner bewundern bzw begehren und die uns letztendlich die Möglichkeit eröffnen uns unsterblich zu verlieben. Nur das die liebe (bedingungslose Liebe, nicht, „ich liebe den Geschmack von Fleisch“ liebe) in dem Fall mit mehr Verantwortungsbewusstsein einher geht und mit Unabhängigkeit.

    Danke für deinen sehr hilfreichen Beitrag, ich werde ihn hoffentlich noch ein mal lesen damit er noch mehr Kraft in meinem Kopf entfalten kann.

    „Man verändert die Welt nicht indem man beabsichtigt die Welt zu verändern. Man verändert die Welt indem man beabsichtigt sich zu verändern.“
    …die Antwort ist immer da wo die frage herkommt, da wir uns nur Fragen fragen deren Antwort wir bereits kennen, ham’s nur vergessen 😀 wie ein kind, das wir alle sind und immer sein werden .
    9/13

  19. Sehr schön zusammengefasst!

    Ich habe gerade heute darüber nachgedacht, dass wir doch hier in Deutschland die erste Generation sind, die in vollkommener politischer und wirtschaftlicher Stabilität aufgewachsen sind. Und trotzdem machen wir es uns so schwer, trauen uns manchmal kaum, die unzähligen Möglichkeiten zu nutzen. Wir sollten in erster Linie dankbar dafür sein.

    Und in zweiter Linie uns einfach trauen, raus zu gehen und uns auszuprobieren. Unsere Interessen zu verfolgen, ohne ihnen gleich den großen „das muss jetzt meine einzig wahre Leidenschaft sein“-Stempel aufzudrücken. Auch wenn unser Bildungssystem das leider nicht so ganz unterstützt 😉

    Daher finde ich insbesondere zu Punkt 4: Wir suchen zu viel und fangen zu wenig an.

    Einen schönen Gruß und danke für diesen Blog.

  20. Bezogen auf das Alter falle ich in die Kategorie „Generation Y“. Das war es allerdings auch schon. Ich bin mehr als skeptisch, was die Selbstständigkeit und Konsequenz dieser Altersgruppe angeht, weil mir andauernd Beispiele über den Weg laufen, die a) nichts wissen, b) hinterfragen, um des Hinterfragen Willens, c) virtuell protestieren und sich d) keine Gedanken über die Konsequenzen der einen oder anderen Handlung machen. Damit meine ich nicht YOLO sondern das Verhalten, etwas nur oberflächlich zu betrachten und dann eine feste Meinung. Darauf angesprochen kommt häufig „Na und? Finde ich trotzdem blöd.“

    Das ist dummerweise ein von den Medien vorgelebtes Verfahren: eine Meinung und eine tadellos verpackte Wahrheit in kurzen Worten ohne große Recherche zu liefern. Den geringen Tiefgang der niedergeschriebenen Gedanken kritisieren übrigens auch Dozenten bei ihren Studenten. Es klemmt meiner Meinung nach auf beiden Seiten.

    Einige Ypsiloner sollten anfangen, ernsthaft nachzudenken und ein wenig mehr Selbstreflektion in den richtigen Kategorien zu betreiben. Was natürlich schwierig ist, denn von überall wird man ja getätschelt, wie toll man sei. Für die Erkenntnis muss man aber vielleicht auch mal auf die Fresse geflogen sein, was heute ja kaum noch möglich ist.
    Komplexes Thema. Zum Glück kann ich die Gedanken dazu beizeiten in meinem Blog ablegen. 🙂

  21. Hi Ben,

    Ich finde es erstaunlich, wie sehr Du mit deinen Worten meinen Nerv getroffen hast.
    Vor ein paar Monaten hörte ich zum ersten Mal von dem Begriff „Generation Y“ und war direkt angetan. Allein die Beschreibung passt schon. 😀
    Ich hinterfrage selbst so ziemlich alles und bin gerne mal diejenige, die Gespräche umwirft und klare Gedankenlinien von anderen Seiten beleuchtet.

    Mein Freund und ich wollen ein Work-And-Travel Jahr in Neuseeland machen. Wir setzen alles daran, dass es klappt. Doch unser Problem besteht darin, dass wir eine ordentliche Summe zusammensparen MÜSSEN, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Und diese Situation macht einen nervös: Beide haben wir einen neuen Job seit kurzem, er mit einem unmenschlichen Fahrweg (temporär) und ich als Kauffrau im Einzelhandel als Kassiererin -.-
    Nicht wirklich DER Traum von Selbstverwirklichung, doch was bleibt uns übrig? Geld wächst nicht an Bäumen -was ganz Neues- und wie sieht’s auf dem Arbeitsmarkt zur Zeit aus? 😀 Also nimmt man einen Job an, damit man überhaupt Geld verdient. Das Unternehmen, bei dem ich nun arbeite, ist das einzige welches mir positiv geantwortet hat, wenn überhaupt eine Antwort kam. Trotz Fachabitur und guten bis sehr guten Ausbildungs-Noten.
    Einen Job zu finden, mit dem man sich ansatzweise identifizieren kann ist schwierig. Mit einem solchen Ziel (Neuseeland) allerdings auch 2. Priorität. Wir hoffen in 1,5 Jahren losmachen zu können. Also.. ist es wichtig für eine solche Zeitspanne einen Job zu bekommen, der einen zumindest stückweise ausfüllt? An sich schon, doch andererseits wie gesagt, 2. Priorität.
    Der Alltag und die Gesellschaft zwingt uns immer wieder in die Knie und wirft uns im Sparmodus zurück.
    Wir bleiben positiv und behalten unser Ziel vor Augen. Doch manchmal muss man sich „dem System“ beugen, um aus selbigen ausbrechen zu können.

    Die Unternehmen bekommen das Geld, was sie uns als „Lohn“ (oder eher Entschädigung?) geben, wieder zurück. Wir aber unsere Lebenszeit nicht.

    In diesem Sinne. 🙂
    Liebste Grüße,

    Maja

  22. Ich gehöre selbst der Generation Y an, aber habe keine gute Meinung von ihr. Kann aber auch sein dass vorherige Generationen genauso waren.

    Ich finde unsere Generation hat sich komplett dem Markt(wert) untergeordnet. Dieser definiert sich aus Status, Job, Aussehen, Aufmerksamkeit, Likes. Es wird gemacht was einem nützt. Andererseits war das beim Menschen halt auch schon immer so vermutlich.

    Wir sind eine angepasste, individualisierte Generation, die kein Gruppengefühl kennt. Wir schwimmen mit dem Strom, weil wir auch was abhaben wollen von einem guten Leben.
    (Ich wüsste auch nicht wie es anders gehen soll, Aussteiger will ich nicht sein..)

    Verliebt wird sich bei uns auch nur standesgemäß. Also gleicher Bildungsstand, ähnliches Einkommen. Die Liebe die die sozialen Schichten überwindet – dummes Gequatsche, ist bei uns nicht der Fall.

    Vielleicht liegt es aber auch alles daran, dass wir in wirtschaftlich unsicheren Zeiten leben und uns von Job zu Job hangeln. Dass wir in Konkurrenz zu Arbeitern der ganzen Welt stehen.

  23. Hi Ben,

    ich finde Deine Gedanken zur Generation Y spannend, nicht zuletzt wenn man das Thema mit den „Infinite Games“ zusammendenkt. Und ich finde die Anmerkungen aus der Kommentarspalte sehr hilfreich, dass es immer mal wieder ein paar Ypsies in jeder Generation gab (vielleicht zu den 68er-Zeiten sogar sehr viele), aber dass nun dank Internet und Mobilgeräten ein ganz anderer Wums dahinter ist.

    Mein persönliches Steckenpferd ist es ja, nach einem gemeinsamen Rahmen zu suchen, der am Ende sogar noch mehr Freiheiten erlaubt als wenn alle es allein mit ihrem persönlichen Sinn versuchten. Schwierig ist es halt vor allem deshalb, weil dieser Rahmen eigentlich gemeinsam von allen kommen muss, ohne dass jemand das Gefühlt hat, in eine bestimmte Richtung gegängelt zu werden…

    Unter dem Link auf jeden Fall meine 50 Cent zu dem Thema!
    http://g20k.de/generation-y

    Viele Grüße,
    Andi

  24. Der Text klingt als hätte da jemand das Rad neu erfunden. Vorab: nein ihr seid nüscht besonderet ! Dieser Illusion sind schon sämtliche jungen Menschen vor euch unterlegen (ich auch damals): seit den Anfängen unserer Gattung. Ich selbst würde nie behaupten dass die Menschen meines Jahrgangs (1968) herausragend sind. Wir leben jetzt auf diesem Planeten, vor uns haben andere darauf gelebt und nach uns kommen wieder andere Menschen. Vielleicht hilft zu meiner Erkenntnis die Tatsache dass ich in einem Ort wohne (nicht in Deutschland) in dem sich 200 Meter von meiner Wohnung ein prähistorischer Tempel (Ggantija) und ebenso alte Grabstätten befinden. Wir Menschen sind so lange in dem Sinne etwas ganz besonderes so lange sie die Möglichkeit und Aufgabe haben ihr Umfeld mitzugestalten. Und dein Text klingt leider: nach Träumerei. Ihr seid nicht weniger materialistischund karriereorientiert wie die Generationen vor oder nach euch. Warte mal ab wie´s 2040 bei euch ausschaut. Ich selbst war Bundeswehr-Soldat an der deutsch-deutschen Grenze (wie viele andere auch, die Zeit absitzen), habe im letzten Monat der DDR drüben gearbeitet und viele Gespräche mit Gegnern und Anhängern des Regimes geführt, habe in den 90ern in Italien gelebt und dort alle möglichen Aktivisten aus Europa und dem Nahen Osten getroffen, habe um die Jahrtausendwende in Kanada gelebt, bin gereist, habe Demos organisiert, bei ner Großbank gearbeitet, ca 200 Verhandlungen vor Gericht erlebt, Infarkte (mehr als einen), Unfälle, Schlägereien, ne Rettung aus dem Mittelmeer und Schüsse von nem Besoffenen überlebt. Ich habe Menschen getroffen die Krebs und andere Krankheiten, Arbeitslosigkeit, den Verlust von Frau und Kind oder des Ehemanns überstanden haben oder überstehen mussten, andere die wussten dass sie nur noch wenige Monate haben. Menschen aller Generationen. Und willste wat wisse: das macht mich nicht zu was Besonderem. Ich treffe dauernd Leute der unterschiedlichsten Generationen mit den abwegigsten Lebensläufen, auch ganz junge Leute die tiefe Krisen überstanden haben oder klasse Projekte stemmen und vor denen ich meinen Hut ziehe (wenn ich ihn aufhab). Aber zu sagen: ich bit wat janz dollet weil ick da und dann geboren bin und nen Internetanschluss habe: Leute kommt ma runter von det hohe Ross, janz ehrlich ! Ihr seit was Besonderes für eure Familie, Freunde, Kollegen, die Menschen auf die ihr trefft und mit denen ihr ein gutes Gespräch und gute oder schlechte Augenblicke des Lebens teilt, für die Menschen die ihr liebt oder vielleicht auch hasst. Das macht euch genauso einzigartig wie alle Menschen vor, neben oder nach euch. Aber sicher kein Internetanschluss oder Geburtsdatum !

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