3 fette Gründe warum Du Deinen eigenen Beruf erfinden solltest

eigenen beruf erfinden

4 Minuten lesen. Und dann hast Du vielleicht schon deinen eigenen Beruf erfunden.

Erinnerst du dich noch daran wie du in der Schule gefragt wurdest: “Na, weißt du denn schon, was du später mal werden willst?”

Und vielleicht geht dir diese Frage auch jetzt immer wieder durch den Kopf…„Was soll ich nur später machen, was soll ich nur werden…?“

Vielleicht setzt dich dein Umfeld unter Druck und erwartet, dass du am besten jetzt sofort weißt, was du machen willst.

Und vielleicht nervt es dich einfach, wenn Menschen dich ständig fragen: “Weißt du denn schon was du nach dem Studium damit machen willst?”

Mich hat diese Frage ganz schön genervt. Für kurze Zeit dachte ich, dass ich ein gut verdienender Spitzenanwalt werde. Wurde dann doch nichts…

Heute folge ich meinen Interessen und meinen Stärken und schaue, wie ich daraus meinen ganz eigenen „Job“ erfinden kann. 

Warum denken wir wenn es um Berufe geht eigentlich so oft in vorgegebenen Kategorien?

Schon 2011 hat Cathy N. Davidson – Professorin an der Duke University – herausgefunden, dass 65 % aller Schüler die heute eingeschult werden in Jobs arbeiten werden, die noch nicht erfunden sind. Also wird es Zeit, dass wir uns anschauen, wie und warum du deinen eigenen Beruf erfinden kannst.

3 Gründe warum du deinen eigenen Beruf erfinden solltest

1. Jetzt schon? Wie bitte!?

Die Frage „Was willst du denn später mal werden?“ halte ich für großen Bullshit. Sorry.

Wie soll ich in der Schule (oder auch im Studium / Nicht-Studium) denn bitte wissen WAS ICH GENAU SPÄTER MACHEN WILL?

Die Schule ist aus meiner Erfahrung der schlechteste Ort um herauszufinden, was ich wirklich mit meinem Leben anfangen möchte. Als Schüler werde ich vollgestopft mit (meist) nutzlosem Wissen und bekomme Berufsvorschläge durch irgendwelche Multiple-Choice-Fragebögen…

In der Schulzeit hat mir niemand gesagt, dass ich als Blogger und Speaker meine Kohle verdienen kann. Was alles in mir steckt habe ich erst herausgefunden, als ich der Gesellschaft und dem Einfluss meiner Eltern mal für ein Jahr “Ciao!” gesagt habe und nach Nicaragua gegangen bin, um dort einen Freiwilligendienst zu machen. (Das kann ich übrigens jedem nur empfehlen.)

2. Denken in vorgegebenen Kategorien

Warum denken wir eigentlich nur in Berufen, die es schon gibt?

Ich erinnere mich vor allem an “Arzt, Banker, Anwalt…”.

Wie wäre es mit Big-Data-Doktor, Crowdfunding-Spezialist oder Privatsphären-Berater?

Wie wäre es mit [füge hier deinen eigenen erfundenen Job ein]?

Was meinst Du wie Leute (oder meine Eltern) reagiert hätten, wenn ich ihnen damals gesagt hätte:

“Ich werde Blogger und Speaker – wie genau, weiß ich noch nicht.”

Da wäre das Theater groß gewesen.

Wie gesagt: 65 % der Kinder in den Grundschulen heute werden in Jobs landen, die es so heute noch gar nicht gibt. Also landen nur 35 % in Berufen, die es schon gibt (wie Anwalt, Arzt …). Also macht es ja sogar statistisch echt Sinn, den eigenen Beruf zu erfinden, oder?

3. Was ist mit Stärken, Interessen, Potentialen?

Wenn wir in vorgegebenen Kategorien denken, dann kommt vor allem eines viel zu kurz: Du als individuelle Person – mit Deinen Stärken, Interessen und Potentialen.

Weißt du, welche Stärken, Interessen und Potentiale in dir stecken?

Wie wäre es zuerst herauszufinden, was dich interessiert, was du gut kannst und was in dir steckt?

Um dann in einem zweiten Schritt zu schauen, was du damit machen kannst und wie du möglichst viele deiner Potentiale einbringen kannst?

Sicherheit…

Am Ende fällt alles auf einen Punkt zurück.

Sicherheit.

Unsere Eltern wollen Sicherheit für uns.

Unsere Gesellschaft denkt in “sicheren Karrierewegen”.

Diese “Sicherheit” ist finanzielle Sicherheit – und eine Illusion.

Es gibt keine wirkliche Sicherheit.

Nicht, wenn ich einen Beruf ergreife, um dann mit Ende 20 zu merken, dass ich die letzten 10 Jahre das Falsche gemacht habe. Nicht wenn ich schon als Student kurz vor dem Burn-out stehe. Nicht, wenn ich später von Arbeitgebern oder Industrien abhängig bin und jederzeit vor der Tür landen kann…

Quick-Learnings to go:

  1. Kennst Du Deine Interessen, Stärken und Potentiale?
  2. Gehst Du schon Deinen eigenen Bildungsweg?
  3. Lass Dich nicht von der Gesellschaft oder deinen Eltern stressen 😉

 

Weißt du noch was du auf die Frage: “Was willst du denn mal werden?” geantwortet hast?

 

 

Bild: dollen

Willst Du auch weniger auf die Gesellschaft hören und Dein eigenes Ding machen?

Hol´ Dir meine 7-teilige kostenlose Video-Serie und lerne die Kunst deinen eigenen Weg zu finden. 

>> jetzt die kostenlose Video-Serie abholen! <<

find_your_own_way_university-bdr

51 Kommentare, sei der nächste!

  1. Toller Artikel, danke sehr, Ben. Ich kenne eine Frau, die ist von Beruf Göttin. Gut, ich kenne sie nur über’s Internet, und ihr Geld verdient sie damit, dass sie in ihrem Blog und ihren Social Media-Profilen ihr ambitioniertes Leben und Business vorlebt und andere ermutigt, es ihr nachzumachen – und damit verdient sie nicht wenig. Weil sie aber dabei sehr authentisch ist und in ihrem tiefsten Herzen ein Hippie, sagt sie, ihr Beruf sei Göttin. Sie ist meine liebste Lebens- und Biz-Lehrerin (www.leoniedawson.com).

    Ich selbst hab einen Beruf studiert und ergriffen, den meine Mutter für sicher hielt. Auch meine Schwester hatte zuerst denselben Beruf. Wir waren Rechtspflegerinnen (Beamte!) – und irgendwann ausgebrannt, gemobbt und todunglücklich. Heute ist sie Heilpraktikerin, Mutter und Beraterin für Frauen, ich bin Bloggerin, Autorin, Coach – eben für Menschen, die sich beruflich finden wollen.

    Natürlich weiß man mit 16, 18, 20 noch nicht, was man alles machen kann und was man machen will. Ich meinte, heute musst du dich mit 10 schon entscheiden, ob du auf’s Gymnasium gehen willst! Wie sehr dir das deine Kindheit versauen kann!

    Mit meiner heutigen Arbeit versuche ich ebenfalls, Menschen Mut zu machen, sich beruflich auszuprobieren und ggf. die Stelle zu wechseln oder sich, wie du auch rätst, einen eigenen Beruf zu erschaffen. Dieses Thema liegt mir aufgrund meiner eigenen Erfahrungen sehr am Herzen. Ich habe ja selbst erlebt, dass man nicht mehr in einer Stelle hängen bleiben muss, wenn sie einen unglücklich und krank macht. Ich weiß, dass es anders geht. Danke, dass du das deinen Lesern auch immer wieder in deiner Arbeit hier klar machst.

    Sonnige Grüße aus dem frühlingshaften Dresden. Sandra

  2. Mal wieder ein Kommentar von mir =) Top Artikel. Auch hier bin ich deiner Meinung. Ich beende gerade meinen Bachelor in „Communication and Cultural Management“ und wenn ich das Leuten erzähle, kommt eigentlich immer die Frage: „Aha. Und was kann man damit machen?“ Meine Antwort: „Sehr viel von PR Beratung über Museumsleiterin und Künstlerin bis hin zur Journalistin und Gründerin… Und den Job den ich machen will, den gibt es wahrscheinlich noch nicht und daher werde ich ihn erfinden.“ Die Gesichter der Leute und Reaktionen zeigen dann meistens eher Skepsis. Das zeigt welche tiefverankerten Glaubenssätze wir haben.
    Auch hierzu habe ich eine kleine passende Story, die das gut illustriert: „Als ich 5 Jahre alt war, erzählte mir meine Mutter das Glücklich sein, der Schlüssel zum Leben ist. Als ich dann zur Schule ging, haben sie mich gefragt was ich werden will, wenn ich größer bin. Ich sagte: „Glücklich“. Daraufhin sagten sie mir ich hätte die Aufgabe nicht verstanden und ich antwortete ihnen, dass SIE das Leben nicht verstanden hätten.“

    1. Hey Katharina,

      freue mich schon immer im voraus auf deine Kommentare! 😉

      Mal wieder eine coole Story und ich bin gespannt was du zum nächsten Artikel zu sagen hast.

      Alles Liebe,

      Ben

  3. @Katharina: von ganzem Herzen Danke für diese berührende Geschichte…wie wahr!

    @Ben: Sehr gut auf den Punkt gebracht. Ich fürchte, meine Geschwister steinigen mich, wenn ich meinen Nichten und Neffen, Deinen Blog empfehle, aber…ich mach’s einfach 😉

    Falls es interessiert: auch ich gehe einen neuen Weg und bewerbe mich gerade in Firmen auf Jobs, die es noch nicht gibt…interessanter Prozess, da ich gerade erst damit begonnen habe und auf das Ergebnis dieses Selbstexperiments gespannt bin…! Zumindest wird es so manchen HR-Manager irritieren ;-)))

    1. Hey Ute!

      Danke für deinen Kommentar und cool, dass du meinen Blog weiterempfiehlst! =)

      Ich bin gespannt von Dir zu hören, was dein neuer Weg für dich bringt!

      Liebe Grüße heute aus Hamburg,

      Ben

    2. genial! ich würde gerne die Gesichter der Personaler sehen, wenn du ihnen sagst, dass du dich für einen noch nicht existierenden Beruf bewirbst 🙂

  4. Moin Ben,

    Du hast mit Deinem Post den Nagel versenkt, ich bin absolut Deiner Meinung! So hab ich das mit der Berufswahl bisher auch gehalten und dabei großartige Erfahrungen gesammelt (und einige negative, aber heiß und kalt ist immer noch besser als immer nur lauwarm …).

    Übrigens: Wenn Du in Hamburg mal eine exzellente Tasse Tee trinken willst, kann ich Dir den richtigen Spot dafür zeigen. Sag Bescheid! (dieses Wochenende ist bei mir allerdings schlecht)

    Viel Spaß noch auf dem Event,
    Bill

    1. Hey Bill!

      Danke für Deinen Kommentar!

      Wenn ich das nächste mal in Hamburg bin werde ich gerne auf die Tasse Tee zurückkommen! =)

      Liebe Grüße!

      Ben

  5. Wirklich toll. Ich lese die Artikel immer gerne. Ich gehe auch meinen eigenen Weg. Bin nun E-Learning Autorin, wer hätte das gedacht und studiere nebenher Kultur, Ästhetik, Medien. Oft zweifle ich auch daran ob das so richtig ist…naja aber es macht Spaß. Ich habe trotzdem viel Zeit und soviel Geld dass es ausreicht. Braucht viel Mut gegen die Gesellschaft und Familie zu denken. Aber es ist ja dein eigenes Leben 🙂

    1. Hey Julia!

      Freut mich, dass du deinen eigenen Weg gehst!

      Und würde mich auch interessieren, was du genau machst! Vllt ergeben sich da ja mal Kooperationsmöglichkeiten. =)

      Liebe Grüße und ich freue mich öfter von Dir zu hören!

      Ben

  6. Hallo Ben,
    mal wieder ein superguter Artikel von dir! Ich hab früher immer nur gewusst, was ich NICHT machen will. Dementsprechend chaotisch wars dann auch, was hab ich alles probiert und wieder verworfen.
    Was ich aber immer machen wollte war schreiben und Leuten die Augen öffnen. Ich musste erst 47 werden, um zu kapieren, dass ich das dann eben einfach machen kann. Und es fühlt sich super an!
    LG
    Sybille

  7. Hallo! Ich habe gerade das erste mal deinen Blog besucht und muss leider sagen, dass mir dein Schreibstil nicht gefällt. Du wiederholst bzw. schleppst so viele Dinge in den nächsten Satz mit – nur um sie nochmals zu wiederholen. Habe mich schon nach dem vierten Wort „Schule“ gelangweilt. Deine dutzende Zeilenabstände sind schrecklich beim lesen, selbst wenn da kein Absatz hingehört. Mag sein, dass viele das so mögen. Aber wenn ich blogge, dann ist es Qualität nicht Quantität. Nimm dir mal ne Auszeit. So wie sich der Artikel anhört, hängst du dein ganzes Leben ans bloggen. Du solltest mal eine Auszeit machen um vielleicht qualitativer zu werden und den Sinn und Blick darauf nicht zu verlieren. Spiel mal ein Computerspiel!
    Das ist nichts böses, nur konstruktives Feedback. Ich verdiene auch mit bloggen genug, ich habe aber noch nebenbei andere Projekte. Such dir ein weiteres! Wirklich! Lass mal das hier kurz aus den Augen und widme dich etwas, nachdem du einen anderen Blickwinkel bekommen hast. Konzentriere dich mal auf was anderes. Mir hat das damals sehr geholfen. In Liebe.

    1. Hm – ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht, was ich auf einen solchen Kommentar antworten soll.

      Ich schreibe gerne und oft und schaue, dass die Qualität meiner Beiträge sehr hoch ist. Würde mich interessieren wo und über was Du schreibst und wie deine „Qualität“ aussieht.

      Danke in jedem Fall für das Feedback – ich werde es in diesem Fall weil Du es bist einfach mal getrost ignorieren 😉

      Happy blogging!

      Ben

    2. „Das ist nichts böses, nur konstruktives Feedback.“

      Das mit dem konstruktiven Feedback halte ich für ein Gerücht. Genau wie konstruktive Kritik. Das gibt es nicht, da Kritik immer eine Anmaßung voraussetzt: „ich weiß es besser“!

      Zudem ist hier das vermeintlich konstruktive Feedback mit direkten Vorschriften vermischt – und schon ist es kein Feedback mehr, sondern Besserwisserei.

      Der Beitrag war für mich unangenehm zu lesen.

    3. He anonymer Kritiker,

      ist es Neid? Frust? Aus deinen Zeilen lese ich heraus, dass DU mal dringend die Auszeit nehmen müsstest.
      Und Ben bitte nicht, denn sowohl Qualität als auch Quantität sind hervorragend.
      Liebe Grüße
      Mischa

  8. Hallo lieber Ben,

    Das ist ein super Artikel – vielen Dank dafür.
    Ich habe auf die Frage immer geantwortet: Irgendwas im Büro – wollte aber nie den ganzen Tag in einem Raum sitzen.
    Am Ende war es dann so, dass ich zwei Zusagen hatte: eine bei Gericht als Justizsekretärin und die andere im Autohaus als Automobilkauffrau.Ich wollte gerne die Ausbildung im Autohaus machen, weil ich da viel mehr Kundenkontakt hätte und die Jungs aus der Werkstatt total süß waren 😉
    Meine Familie wollte mich aber im Gericht sehen und so entschied ich mich gegen mein Herz – weil ich die Anerkennung meiner Eltern wollte.
    Tja, wer meine Seite kennt weiß wie es ausging……. Ich habe das Hamsterrad vor gut 8 Jahren verlassen und nun bin ich endlich happy!

    Finde es auch viel zu früh in der Schule eine Entscheidung fürs Leben zu treffen. Die beste Voraussetzung für die Jugendlichen sind da Eltern, die sie unterstützen und ihnen Zeit lassen….

    Liebe grüße
    Nicole

  9. Hallo Ben,
    Den Artikel muss ich auch noch gleich kommentieren 😀
    Er gefaellt mir so gut 🙂

    als ich 12 war hab ich einen Dokufilm ueber unsere Erde gesehen. Und dann hab ich beschlossen… Egal wa sich spaeter mal arbeite ich will um die Welt reisen. Und den Menschen klar machen wie wunderschoen die Welt ist und warum man sie schuetzen muss. da war mein Beruf. Und jeder einzelnen Person der ich das gesagt hab hat mich gefragt ob ich ne Million gewonnen haette oder wie ich das Geldzsm bekaeme um die Welt zu reisen… Dann hab ich allen was von Klimafolgenforschung erzaehlt. Ich dachte Forschung… Klima… Da reist man sicher… macht Experimente… i.was interessantes…. Ja genau. Im Buero sitzen und sonst was fuer Zahlen ausrechnen. (mit einem eingewachsenen Mathehass macht sih das prima…) Das habe ich dann in der 12. Klasse auch hingenommen. Ich nachdem ich mit jemanden geredet hab der das studiert haette ich wohl nach der ersten Woche abgebrochen.
    Momentan mach ich ein Freiwilligendienst in Thailand. Und vllt studier ich Fotografie wenn ich wieder komme… Oder ich mach was anderes… Aber auf jeden Fall ist es mir so ziemlich egal wa andere darueber sagen. Es ist ja mein Leben.
    Und meine Mum versteht mich. Sie meinte sie will auch nichts mehr in dieser Gesellschaft arbeiten. Sie wird nur ausgenutzt und hat keine Zeit zum Leben, mit ihren Kindern Zeit zu verbringen oder sich auf schoene Dinge zu konzentrieren. Sie hat das Glueck momentan im Mutterschutz zu sein 🙂

    Sorry fuer das viele Gelabber… 😉

    Liebe Gruesse
    Luisa 🙂

  10. tja, ich wollte Maschinenbau studieren, das wußte ich schon sehr früh (es muss noch vor meinem 14ten Lebensjahr gewesen sein)

    es war interessant, es hat mir auch bisher gefallen, meine Arbeit zu tun (und die Arbeit im Schienenfahrzeugsektor ist auch nicht die schlechteste – zumindest, was das Produkt betrifft – schließlich fahre ich gerne mit U- und Bahn und werde es auch in Zukunft tun)

    aber nun habe ich mich in den letzten Monaten komplett geändert, es kommt mir vor wie eine Kehrtwendung um 180 Grad (bzw habe ich meine künstlerische Ader wieder entdeckt)

    mal sehen, was dabei rauskommt 🙂

    Lg Bettina

  11. Hy
    erstmal super was du schreibst!

    Bin mit knapp 30 immer noch am rumsuchen was ich in der Welt zu tun haben soll. Hab mich so ziemlich in allen“normalen“ Berufe (Einzelhandel, Kellner, Gärtnerin, blabla…) ausprobiert und festgestellt: DAS IS ALLE KAKE! (für mich) und nun eier ich seit Jahren herum und weiß nicht wohin mit mir. Ich finde auch das, das Bildungssystem für manche Leute, ich nenn sie mal Freigeister, überhaupt nicht funktioniert. Auch der sogenannte 2. Bildungsweg ist sauteuer und furchbar anstrengend. Ich hab mir auch schon Millionen Mal anhören müssen, das ich ja nur zu faul sei. Stimmt aber überhaupt nicht.
    Ich habe halt dafür im Menschlichen Bereich seeeehr viel Erfahrungen gesammelt und es fuckt mich einfach an, das man für alles irgendeine „gscheide“ Ausbildung braucht und es einfach nicht anerkannt wird, wenn man sozusagen DAS LEBEN studiert hat. Würde mir echt wünschen, das sich alternativen zum Bildungssystem Finden lassen.

    Zum Thema gehört auch Selbstverantwortung und auch Selbstvertauen! Ersteres lerne ich gerade, aber leider habe ich noch viel zu wenig Selbstvertrauen um meinen eigenen Weg zu gehen.

    Danke jedenfalls für deinen Mut und das du voranschreitest! (Meistens fängt ja einer an und viele ziehen dann nach 😉
    Slg Collin

    1. Hey Collin,

      danke für deinen Kommentar und cool, dass du hier bist.

      Viel Kraft für deinen Weg – gemeinsam ist meist einfacher als allein.

      Liebe Grüße,

      Ben

      1. So ähnlich wie Collin ging/ geht es mir leider auch. Ich bin 40 und grübel mindestens seit 10 Jahren darüber nach, welche Arbeit mich glücklich machen würde. Viele angefangene, manchmal sogar abgeschlossene Kurse und Fernstudien haben mich noch nicht dahin gebracht, aus tiefstem Herzen zu sagen: JA! Das ist es! Ich werde z.T. belächelt und mit Tipps überhäuft, wie:“sieh deinen Job doch als zum Geld verdienen an und mach in der Freizeit etwas, was dirSpaß macht. Hmmmm…..ist es wirklich Illusion zu glauben, man kann auch mit dem, was Spaß macht, seinen Lebensunterhalt verdienen? Das muss ich nicht nur für mich-ich hab ein Kind zu versorgen-und diese Situation lässt mich nicht sehr experimentierfreudig sein…
        Vielleicht gibt es hier noch ein paar Tipps, wie ich doch noch MEINE Berufung finde? (ich weiß gar nicht, warum es mir sooo schwer fällt, sie zu erkennen).

        Danke vorab an alle!
        Sonnige Grüße,
        Katja

  12. Ich bin Businessmuse. es gibt bereits eine zweite und vielleicht wird das ein neuer Beruf mit Zertifikat :-).

    ich mag deinen Blog, er lässt mich die Freiheit des Lebens spüren.

  13. Ben,

    Du sprichst mir so aus der Seele. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich total überfordert damit war, während der Schulzeit schon festzulegen, was ich eigentlich später mal machen will. Ich wusste es noch viele viele Jahre nicht und bin „irgendwo“ gelandet und von dortaus weiter gehoppelt, irgendwie immer auf der Suche nach „mir“. Ich dachte übrigens auch lange Zeit, dass ich Anwältin werden wollte, weil mein Dad mir das eingeredet hat. Er meinte es gut. Doch mein Traum war das nicht. Das merkte ich damals allerdings Gott sei Dank recht schnell.

    Und heute, viele Jahre Erfahrung später, weiß ich endlich >>halbwegs, wohin ich will. Ob es dabei bleibt, werden die Erfahrungen zeigen.

    Will sagen: man muss sich ausprobieren und entdecken. Und dabei Trial & Error-mäßig seinen Neigungen und Interessen nachgehen. Dann kommt man irgendwann dorthin, wo man richtig ist. Blind auf einer großen Landkarte Jobs auswählen aufgrund 3-zeiliger Jobbeschreibungen kann nur schief gehen, weil diese 3 beschreibenden Textzeilen einem NIE NIE NIEEE einen reellen Eindruck davon verschaffen können, was wirklich dahinter steckt.

    Viele Grüße,
    Bille

    1. Hey Bille,

      danke für deinen Kommentar. Dazu muss ich eigentlich nichts mehr sagen, denn ich bin 100 % d’accord.

      Liebe Grüße,

      Ben

  14. Ich war schon so ziemlich alles und nichts. Die Schule hab ich gehasst. Ein Test im BIZ ergab, dass ich Tankwartin oder Professorin werden sollte. Interessant oder?
    Nach der Schule hab ich zwei Jahre gejobbt, dann eine Ausbildung gemacht, dann zwei Jahre darin gearbeitet, dann kein Bock mehr drauf gehabt und studiert. Mittlerweile habe ich zwei Kinder, studiere immernoch und bin ein völlig neuer Mensch. Ich bin nicht mein Beruf und ich weigere mich, mich in ein Schublade stecken zu lassen.

    Was ich kann und liebe ist kommunizieren und helfen. Und das war es, was mich schon immer ausgemacht hat. Der rote Faden in meinem Leben. Ich habe versucht dieses Talent in Berufe zu quetschen, die es schon gibt und die mich nicht dauerhaft glücklich machten.

    Ich hasse Stagnation. Ich will lernen so viel und so lange ich kann. Ich will mich weiterentwickeln jeden Tag. Ich kenne keinen fertigen Beruf, in dem ich das kann. Nun neigt sich mein Studium dem Ende und ich habe Angst, die Freiheit, die ich mir hart erarbeitet habe, nach meinem Abschluss wieder zu verlieren.

    Deshalb nutze ich meine letzte Chance auszubrechen und gehe nächstes Jahr mit meiner Familie ins Auslandssemester nach Bali. Die eigene Welt mal so richtig auf den Kopf stellen und neu sortieren. Wenn ich zurück bin, schreibe ich meine Abschlussarbeit und springe im Anschluss hoffentlich in mein neues Leben als digitale Nomadin, wie auch immer das dann genau aussehen mag…

  15. Hey Ben !

    Ich bin jetzt 19, habe diesen Juni mein Abitur beendet und mir geht es derzeit echt beschissen.
    Ich habe ein duales Studium Fitnessökonomie bei mrs Sporty eine Woche nach Beginn wieder abgebrochen, weil ich das Konzept nicht an Frauen weiterverkaufen wollte.
    Andere Fitnessstudios haben mich nicht genommen, einen Ausbildungsplatz finde ich nciht, die letzte Absage war so begrüündet “ Sie haben die anderen Bewerberinnen in der Diskussionsrunde überstrahlt und sich viel öfter eingebracht als die auch so schon sehr schwachen Bewerberinnen. Vielleicht hätten sie ihre Präsenz in dieser Gruppendynamik auf die „schwachen“ Bewerberinnen lenken sollen und diese animieren sich auch zu beteiligen. Ihre dominanz hat die anderen dazu gebracht, vor Angst zu verstummen. “

    eeeehm okay.
    also fürs studium zu blöd, für die Ausbildung schon zu sehr geformt und erwachsene haben angst vor meiner „dominanz“

    Ich bin leider wirklich total am Ende, ich fühle mich richtig allein gelassen mit meinem Leben, ich weiß nicht wohin mit mir, alles fühlt sich falsch an, ich habe Abitur und meine Türen sind gefühlt alle verschlossen.
    Das letzte was mir mein Gymnasium mitgeteilt hat ist, dass ich keine eigene Meinung haben darf und das ich jedem in deN Arsch kriechen muss.

    was soll ich denn bloss machen …

  16. Hi Ben, gut geschrieben / gedacht. Mich freuts wenn auch andere junge Menschen sich auf den Weg zu sich selbst machen. Auch wenn es bedeutet, mal ab und an mit jemanden / bei jemanden anzuecken und auf Unverständnis zu stoßen. Dafür kann manfrau aber sein eigenes Leben geniessen.
    Ich hab 2 Berufe, massig Interessen und Ideen, und verfolge jetzt mein Ziel, Lamaflüsterin zu werden 😉 Viel Erfolg bei Deinem Tun… „Chase your passion, not your pension“ hab ich neulich erst gelesen…Toll!!!

  17. Hallo Ben,

    ich finde es ausgesprochen mutig gegen den Strom anzuschwimmen. Ich selber (45) habe mich auch immer wieder gesucht, was kann ich machen? Welcher Beruf ist der richtige? Auch ich habe mich der Gesellschaft angepasst und mir einen Beruf gesucht, damit man Geld verdient. Habe mich über Jahre eingebracht und irgendwann einen Schlaganfall erlitten. Vorher war Mobbing 3 Jahre lang alltäglich. Nach dem Schlaganfall kam die Kündigung. Als Mensch wird man vergessen, egal wieviel und was man für die Firma gemacht hat!!! So sieht unsere Gesellschaft aus…Auspressen wie eine Zitrone und wenn diese keinen Saft mehr hat dann „damit…Egal, zumindest habe ich daraus gelernt…

    Aber als es um mein Kind ging….Was die sogenannte tolle Gesellschaft damit gemacht hat und machen wollte, habe ich und mein Mann „rot“ gesehen.

    Mein Sohn ist ein zurückhaltender, schüchterner Junge, der sich auch mal in Tagträumen verlieren kann… Weil er so ruhig und zurückhaltend war und nicht immer mitbekommen hat was man von ihm wollte, wurde ohne unser Wissen eine Sonderpädagogin durch die Klassenlehrerin hinzugezogen. Nun wurde ihm von der Schule attestiert, dass er wohl an dem Asperger Syndrom leidet. Man wolle ihm helfen und hat eine Sonderpädagogische Förderung vorgeschlagen.

    Ich habe dann die Sonderpädagogin, Klassenlehrerin sowie die Schulleitung gefragt, warum soll das gleich eine Krankheit sein? Nur weil er schüchtern, zurückhaltend und verträumt ist? Ich fand daran nichts aussergewöhnliches, da ich selbst als Kind so war.

    Es wurde mit dem Kopf geschüttelt und gemeint, dass dieses Verhalten nicht normal sei. Er bräuchte Unterstützung in Emotionaler, sozialer Kompetenz.

    Ok, wir haben dann gedacht, eine Förderung kann ja nicht schaden. Ist ja eigentlich etwas Gutes…..Dachten wir aber auch nur!!!

    Im ersten Jahr wurde sich mit unserem Sohn noch beschäftigt, aber wie man das gemacht hat finde ich schon unglaublich.

    Er wurde mitten im Unterricht herausgeholt, dass er irgendwelche Übungen macht. An einem Tag in der Woche musste er, während die Klassenkameraden nach Hause gehen durften, ins Büro von der Sonderpädagogin.

    Dass sich mein Sohn selbst als „Sonderling“ fühlte ist nachvollziehbar.

    Während die Klassenlehrerin etwas erklärte, stellte die Sonderpädagogin immer wieder Fragen an ihn, so konnte er dem Unterricht auch nicht wirklich folgen.

    Die Folge, von den Leistungen gehörte mein Sohn in der Klasse zum unteren Drittel.

    Nach 1,5 Jahren haben wir der Schulleitung mitgeteilt, dass wir diese Förderung nicht mehr wünschen, da diese auch keine Erfolge erzielt habe und dass das Selbstwertgefühl unseres Sohnes darunter leide.

    Es wurde von der Klassenlehrerin und der Sonderpädagogin abgeblockt. Von der Klassenlehrerin hieß es dann, wenn wir die Förderung beenden, wird unser Sohn sitzen bleiben.
    Wir haben uns dann an die Schulleitung gewendet. Auch dort wurde das Thema abgeblockt. Die Schule kann das gar nicht entscheiden, einmal im Jahr wird neu entschieden und wir müssten im prinzip weiter still halten.

    Wir haben weiterhin Druck gemacht. Offiziell lief die Förderung weiter, aber es fand keine Förderung mehr statt. Trotzdem wurde auf dem Zeugnis ausgestellt, dass mein Sohn eine Sonderpädagogische Förderung erhalten habe.

    Die Sonderpädagogin wurde als Entlastungslehrerin für die Klassenlehrerin eingesetzt. Sie erteilte auf einmal selber Unterricht. In manchen Fächern wurde die
    Klasse aufgeteilt. Die „Elite“ erhielt weiterhin z. B. Matheunterricht und die anderen Kinder (die den Unterricht gebremst haben) sind mit der Sonderpädagogin in den Computerraum gegangen.

    Ich habe mich bei der Klassenlehrerin beschwert, da ich finde dass alle Kinder ein Recht auf gleichwertigen Unterricht haben. Es kann nicht sein, dass Kinder, die das Thema nicht sofort verstehen aussortiert werden!!!
    Mir wurde daraufhin mitgeteilt, dass man sich keine Sorgen machen müsse. Denn am Ende des Tages hätten alle Kinder das gleiche Ziel erreicht!

    Ich bin ja fast geplatzt. Ich habe ihr daraufhin erwidert, dass eine Diesellok am Ende des Tages am gleichen Endbahnhof ist, wie ein IC.
    Ok , ich verliere mich hier in Details…Aber ich wollte mal hier klarstellen, wie manche Pädagogen mit unserer Zukunft, unseren Kindern umgehen.

    Wir haben dann unser Kind in einer Klinik untersuchen lassen, ob er irgendeine Krankheit oder Behinderung hat. Unser Kinderarzt hat dies schon ausgeschlossen und die Klinik ebenso. Die Psychologin war sogar entsetzt und sauer über solche Aussagen, da Diagnosen von Unprofessionellen den Psychiatern und Psychotherapeuten eher Schaden als Nutzen bringen.

    Mein Mann hat dann schriftlich um die sofortige Aufhebung der sonderpädagogischen Förderung gefordert. Auch hier wurde die Aufforderung abgeschmettert. Wir haben dann mitgeteilt, dass unser Sohn kein Asperger, kein ADS, kein AWS oder ähnliches hat. …

    Mein Sohn sei einfach ein schüchterner, zurückhaltender Junge, der sich manchmal in Tagträumen verliert. Das einzige was er bräuchte sei eine Lernförderung, dass er sich besser konzentrieren kann!! Sie können sich vorstellen, dass ich fast in Ohnmacht gefallen bin, da dass genau meine Worte waren!!!
    (Aber als Eltern kennt man ja sein Kind nicht und hat von diesen Dingen anscheinend keine Ahnung)

    Was soll ich sagen, es hat keinen interessiert. Auch das Gutachten wurde nicht angefordert. Uns wurde uns lediglich gesagt, wir sind doch nicht gezwungen worden unseren Sohn untersuchen zu lassen!!!

    Hallo!!! Diagnose 1: Asperger Syndrom; 2. AWS; 3. ADS; 4. selektiver Mutismus; etc.
    Insgesamt 7 Diagnosen wurden von Seiten der Schule geäußert und wir sollen zuschauen und fleißig nicken und winken?!

    Von da an hat unser Sohn privat eine Lernförderung erhalten. Die Leistungen gingen steil nach oben und er reihte sich zu den Klassenbesten ein.

    Trotzdem wollte die Schule ihm als Empfehlung nur die Hauptschule oder Gesamtschule eintragen.
    Auf die Frage zu welcher Schule er denn gehen solle, habe ich frecherweise mit Gymnasium geantwortet….
    Es wurde vehement mit dem Kopf geschüttelt, nein dort sehe man ihn ganz und gar nicht…
    Die Schuldirektorin wollte von uns den Namen von dem Nachhilfelehrer erfahren, da sie davon aus ginge, dass dieser evtl. „schwarz“ arbeite und sie sich die Frage stelle, ob sie nicht das Finanzamt einschalten sollte, wegen Steuerhinterziehung!

    Ist das frech??!!!Weil die Schule nicht in der Lage ist, die Kinder so zu mutivieren, dass solche Leistungssteigerungen möglich sind, aber eine aussen stehende Person schon, kann das ja nur jemand sein, der „schwarz“ arbeitet, weil wir uns sowas sonst nicht leisten könnten?!!!!

    Natürlich haben wir uns informiert und dann bin ich auf etwas gestossen, was ich unglaublich fand und was gar nichts mit meinem Sohn zu tun hatte.

    Im ersten Schuljahr gab es noch ein anderes Kind, dass auch den Verdacht auf Asperger hatte. 2 Kinder in einer Klasse mit Asperger?!

    Mir hat eine Psychologin bestätigt, dass das so gut wie unmöglich sei und dass der Kinderarzt bis zum 3. Lebensjahr meistens schon erkennt, ob der Verdacht auf Asperger vorhanden ist.

    Ich fand heraus, dass die Klassengröße für zwei Klassen insgesamt sich auf 46 Schüler befinden müssten. Die Klassengröße von unserer Klasse betrug 17 Kinder und in der Paralellklasse war es ähnlich.
    Die Schule kann die Klassengröße begrenzen, wenn in einer Klasse sich 2 Kinder befinden, die Sonderpädagogischen Förderbedarf haben!!!

    Gut es ist jetzt von mir nur eine Vermutung, aber mir blieb fast die Luft weg.
    Zudem hatten wir auch heraus gefunden, dass wenn bis zum Schluss, also Klasse 4, auf dem Zeugnis dokumentiert wird, dass ein Kind Sonderpädagogischen Förderbedarf hatte, evtl. der Weg zu einer weiterführenden Regelschule verwehrt wird.
    (Wieso dürfen sogenannte Pädagogen, die Kinder nur 4 Jahre betreuen, über die Zukunft eines Kindes entscheiden?!!!)

    Wir haben uns dann an das Schulamt gewendet und die Aufhebung der sog. Förderung gefordert. Nachdem das Schulamt keine Kenntnis über die Schule erhalten hat, dass wir die Förderung nicht mehr wünschen, wurde die Förderung ( die noch bis zum Ende des 4. Schuljahres dauern sollte) mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Zudem darf die Schule keinen Eintrag in das Zeugnis erstellen und keine Information an die weiterführenden Schule weitergeben.

    Ab diesen Zeitpunkt ist plötzlich die Schulleitung erkrankt. (Winterferien)

    Das neue Zeugnis kam. Es stand nichts wegen sonderpädagogische Förderung darauf und die Empfehlung sah auf einmal so aus: Realschule oder Gesamtschule
    Anscheinend konnte man es bei der alten Empfehlung doch nicht belassen, da die Leistungen sich so verbessert hatten.

    Jetzt wird jeder sagen, toll ihr habt erreicht was ihr wolltet. Besseres Zeugnis, bessere Empfehlung….

    Aber was ist mit meinem Sohn? Er hat in der Zeit unheimlich gelitten. Er wurde als Dumm und krank eingestuft, was er nicht war!! Er wurde immer unten gehalten!!! Es geht hier um ein Kind, was noch sein ganzes Leben vor sich hat und Pädagogen, denen mein Kind anvertraut wurde und auch musste (wegen Schulpflicht) haben es fast zerstört. Es wurde gegen mehrere Gesetze verstoßen (Freie Persönlichkeitsentfaltung; keine Gewaltanwendung weder körperlich noch physisch, Erschleichung von Fördergelder und Verschwendung von diesen(andere Kinder hätten es vielleicht nötiger gehabt), Mitwirkungspflichten wurden verletzt etc.) Hier wurde nicht auf das Kindeswohl geachtet, hier ging es nur um die Zukunft der Schule!!!

    Ich habe in meinem Umfeld gemerkt, wie es ist gegen den Strom zu schwimmen. Uns wurde nicht geglaubt. Wir würden übertreiben, es muss ja an unserem Sohn liegen. Wir steigern uns da in etwas hinein. Das ist aber nicht die Regel.

    Wir sind da wohl nur ein bedauerlicher Einzelfall!!! Und das glaube ich eben nicht!!!
    Es ist so unglaublich, wie blind so viele sind und auch sein wollen. Alles andere wäre ja zu anstrengend.

    Ich ziehe den Hut vor jedem, der das System in Frage stellt!!!!

    Es ist leider alles sehr lang geworden. Danke für alle, die es bis hierhin gelesen haben. Es sind noch viel mehr Dinge geschehen, die ich jetzt aber nicht alles aufzählen möchte, da es bis hierhin schon den Rahmen gesprengt hat.

    Alle positiven Reaktionen sind sehr willkommen.

    Danke Anke

    1. Sorry, ich war etwas aufgeregt und habe wohl einige Wörter vergessen einzutragen und ein paar Fehler sind auch drin. Aber ich hoffe, man versteht den Text auch so.
      Und bevor mir jemand sagt, das körperlich und physisch das Gleiche sind.

  18. Ben, Du sprichst bzw. schreibst mir aus dem Herzen.

    Menschen haben Talente und Potentiale die sie in einem Beruf meist gar nicht ausleben können. Manch Wenige nur schaffen es, einen größeren Teil ihrer Potentiale in verschiedenen Jobs auszuleben bzw. darin zu entfalten.

    Unabhängig davon gibt es nicht nur Arbeit suchende Menschen sondern viele Menschen machen in ihren Jobs nur Arbeit nach Vorschrift und haben innerlich gekündigt, weil sie u.a. nicht nur mitunter schlecht bezahlt sind sonder sich mit ihrer Kreativität, mit ihrem Potenzial nicht einbringen können bzw. dürfen. DAS ist frustrierend. http://www.bsw-web.de/wp-content/uploads/2015/03/Gallup-Studie.pdf

    Empfehlenswert finde ich hierzu auch das Buch von Gerald Hüther“: https://www.amazon.de/Etwas-mehr-Hirn-bitte-Wiederentdeckung/dp/3525404646 Man muss ja nicht bei Amazon einkaufen, wenn man eine Buchhandlung vor Ort hat. 🙂 Bei mir siegt leider auch oft die Bequemlichkeit online einzukaufen. 🙁

    Hier finde ich die Verbindung von Crowdsourcing mit Crowdfunding zu Crowd Innovation eine sehr interessante Möglichkeit, neue Berufe zu entwickeln.

  19. Mein Vater hat damals die Seefahrtsschule (keine Uni) gemacht.
    Da war er noch sehr jung und durch die Welt gereist – ein Abenteurer, sozusagen.

    Dann fragte ihn ein Student wo er denn studiert hätte. Das fragte er weil die die Beiden über Etwas diskutierten – und zweifellos hätte der Studierte dann die Meinung meines Vater nicht mehr respektiert.
    Daraufhin antwortete er habe bei der „Nautischen Universität“ studiert.
    Gibt es zwar nicht aber das viel mir jetzt grade ein da es um Berufe erfinden geht – und Bildungsrevolution usw. War schliesslich so um die 50 Jahre her.

  20. Hallo
    Ich bin bald 28 Jahre alt aber noch vom Wesen her sehr jung und seit ein paar Monaten fühle ich so eine Leere in mir. Ich weis nicht wie es weiter gehen soll. Ich habe den Artikel gelesen fand ihn echt toll. Hab darauf hin kurz zum Fernseher geschaut und mir ist sofort ein passender Beruf eingefallen ‚Filmkritikerin‘ ich schaue gerne Filme und Serien aber ich habe jetzt nicht nach Jobanzeigen gesucht außerdem weis ich auch nicht ob ich dafür eine spezielle Ausbildung brauche. Dann ist mir eingefallen das ich sehr gut zeichnen kann und habe dann diesen Satz im Internet gelesen ‚Ein Beruf der allerdings NUR daraus besteht, dass man zeichnen kann, den gibt’s leider nicht‘
    Ein Mädchen hatte gefragt ob sie mit ihrer Fähigkeit zu zeichnen etwas machen kann und nein kann sie nicht also nicht ohne Computer und dann dachte ich wieso gibt es noch keinen Beruf als ‚Zeichner/in‘ z.B. das hat mich irgendwie traurig gemacht. Ich finde dieser Beruf fehlt noch! Aber ich hätte keine Ahnung wie man es umsetzt so einen Beruf zu erfinden.
    Ich fühle mich auf jeden Fall noch immer verloren. Ich habe nur einen normalen Schulabschluss und keine weitere Ausbildung. Ich habe bis jetzt ganz gut davon gelebt was ich sonst gemacht habe aber es macht mir keinen Spaß mehr.
    Liebe Grüße Petra

Schreibe einen Kommentar zu Katharina Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *