„Was die anderen wohl denken werden…“ (+Video)

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“Care about what other people think and you will always be their prisoner.” – James Frey

“Was die andern dann wohl von mir denken werden…?”

Wer kennt diesen Gedanken nicht.

„Wen kümmert es schon, was die andern denken.“

Sagen wir so leicht. Doch im „echten Leben“ ist das einfacher gesagt als getan.

Wir wollen Bestätigung. Wir wollen geliebt werden. Und wir haben Angst vor Zurückweisung.

Eine kleine Geschichte

“When I was 19 years old, a friend of mine drowned right in front of me. We were at a party on a lake. One minute he was there, laughing, smiling, joking and the next moment he was gone. Forever.

It was one of the biggest gifts I´ve ever been given. Not because it was good. It was tragic. But of how it affected me ever since.

Obviously that night was shocking and traumatizing. But I came away from the experience with a keen awareness of how transient this existence is. How any of us can be taken in any moment. How no one is going to live my life for me, and every second I spend sitting around feeling distant from my true desires, avoiding the world and being afraid to engage it, is a second that I´m forfeiting the biggest gift of all: my time here in this life.

His death shocked me, depressed me and scared me, but it scared me into having the courage to take risks, to express myself, to invest in my self-perception more than the perceptions of others. Because after all, sooner of later this will all disappear, and none of it will matter.

So you might as well make the most of it while you´re here.”

(aus dem Buch Models von Mark Manson)

Lies den letzten Abschnitt ruhig noch einmal. Den kann ich jedenfalls gar nicht oft genug lesen.

Es ist unglaublich schwierig sich von den Erwartungen anderer frei zu machen, oder?

Vielleicht erwarten deine Eltern von dir, dass du einen guten Abschluss machst. Dass du an eine gute Uni gehst. Dass du gut bist in der Uni und fleißig lernst. Dass du einen sicheren und gut bezahlten Job findest.

[Verwandter Artikel: Können unsere Eltern uns verstehen?]

Wo kommen diese Gedanken her?

Kinder können nackt durch die Gegend laufen, schreien und sich zum Affen machen. Es ist ihnen vollkommen egal, was andere von ihnen denken.

Wenn du dich noch schwach an diese Momente in deinem Leben erinnerst oder alte Videoaufnahmen von dir gesehen hast, weißt du, was ich meine.

Danach passiert etwas Komisches.

In der Schule werden wir in einen goldenen Käfig gesteckt. Wir lernen, was man wissen muss. Wir werden konditionert und zu kleinen Robotern ausgebildet, die stets reagieren, wenn bestimmte Knöpfe gedrückt werden.

Überspitzt könnte man sagen: Wir werden gleich geschaltet.

In vielen von uns wächst so eine Angst heran, die uns davon abhält so zu sein, wie wir wirklich sein wollen. Ab sofort passen wir uns an und verhalten uns immer öfter so, wie andere es von uns erwarten.

Statt unsere eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, unsere eigenen Träume zu leben laufen wir aufgescheucht und gestresst hin und her um möglichst alle glücklich zu machen. Wir versuchen alle zufrieden zu stellen, alle Erwartungen zu erfüllen und vergessen uns selbst dabei.

Wir sind so beschäftigt damit gesellschaftlichen Idealen hinterherzulaufen (guter und sicherer Job, nicht zu sehr aus der Reihe tanzen, ja nicht zu viel Risiko eingehen oder Dinge ausprobieren) dass wir…

vergessen wer wir sind, was wir wollen und wofür wir stehen.

8 Methoden, um das „Was die wohl von mir denken werden…“ loszulassen

Bevor wir starten möchte ich eine wichtige Sache herausstellen:

Es ist gut und gesund dich für die Meinung anderer zu interessieren. Angst davor zu haben, brauchst du jedoch nicht.

Was ist der Unterschied?

Wenn du offen bist für die Meinung der anderen, dann heißt das, dass du bereit bist zu lernen. Du bist bereit ihre Meinung oder ihr Feedback anzuerkennen, um dich dadurch weiterzuentwickeln.

Angst vor der Meinung anderer zu haben bedeutet, dass du deinen Selbstwert davon abhängig machst, was andere von dir denken.

Du brauchst nicht die Bestätigung der anderen um zu wissen, dass du okay bist.

Du brauchst kein Leben zu führen, nur um Akzeptanz oder Anerkennung der anderen zu bekommen.

Du kannst dein Leben an deinen eigenen Grundwerten ausrichten – und dann kommt die Akzeptanz und Anerkennung von ganz alleine. Nämlich von den Menschen, die dich so annehmen wie du bist und mit denen du dich umgeben solltest.

Ich habe dir 7 Gedanken zusammengestellt, die dir helfen können, wenn du mal wieder denkst: “Was werden wohl meine Eltern, Freunde und Bekannten dann nur von mir denken?”

Dieser Gedanke ist vollkommen normal. Wichtig ist, dass du diesen Gedanken einordnen kannst und dennoch unabhängig davon deine eigene Entscheidung triffst und handelst.

Vamos!

7714307554_7a89c642b7_n1. Raus aus deinem Kopf

Manchmal sind die Gedanken oder Erwartungen anderer nur in deinem Kopf.

Es kann durchaus sein, dass du dir mehr Gedanken machst als notwendig. Ich persönlich ertappe mich beispielsweise immer wieder dabei.

Gerade wenn ich neue Leute treffe und ihnen von Anti-Uni erzähle habe ich oft Angst, dass mich entweder nicht verstehen oder mich verurteilen für das was ich mache. Dabei sind die Reaktionen in 99 % der Fälle positiv.

Menschen merken, wenn du dich für etwas wirklich begeisterst. Menschen sind von Natur aus neugierig und die meisten wollen nur dein Bestes – auch deine Eltern und Freunde.

Eine Möglichkeit das zu testen:

Du musst ja nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und deinen Eltern erklären, dass du auswanderst oder, dass du jetzt keine Freundin sondern stattdessen einen Freund hast.

Gleichzeitig musst du deiner Freundin nicht direkt vor den Kopf knallen, dass du jetzt eine offene Beziehung mit ihr führen willst.

Taste dich langsam vor und fange an kleinere für dein Umfeld ungewöhnliche Dinge mit ihnen zu teilen. Dann kannst du sehen, wie sie reagieren und kannst dich dann langsam steigern.

Ich selbst bin nicht sonderlich gut darin um ehrlich zu sein. Aber ich schreibe das hier ja auch, um mich immer wieder daran zu erinnern. So wie Marc Aurel wohl die Selbstbetrachtungen als kleine Erinnerungen an sich selbst geschrieben hat (was ich wiederum von Ryan Holiday und seinem Buch: The Obstacle is the Way geklaut habe.)

2. Lerne deine Emotionen zu kontrollieren

Vielleicht fühlst du dich emotional manchmal wie in einer wilden Achterbahnfahrt, die nie aufhört. Hier ist eine Übung, die sich glaube ich die Buddhisten ausgedacht haben:

Es klappt bei mir mal mehr mal weniger. Ich übe noch.

  •  Spüre in dich hinein und versuche dir deiner Ängste bewusst zu werden
  •  beobachte deine Gedanken als würdest du einen Schwarm Vögel vorbeiziehen sehen
  •  wenn du deine Ängste oder negativen Gedanken so beobachtest, können sie nicht Besitz von dir ergreifen.
  •  sieh wie der Gedanke oder die Emotion mit dem Vogelschwarm am Horizont verschwindet
  • Sei dir bewusst: deine Emotionen und Gedanken können dich nur dann kontrollieren, wenn du das zulässt.

3. Akzeptiere dich, so wie du bist.

Uns selbst zu akzeptieren ist gar nicht so einfach. Jeder von uns zweifelt immer wieder an sich selbst. Auch Menschen, die bereits erfolgreich sind -sie sind nur besser darin diese anzunehmen.

Uns selbst anzunehmen mit unseren Stärken und Schächen ist nicht einfach – und definitiv keine Sache, die wir in der Schule oder der Uni lernen.

Gibt es Dinge, die dich an dir stören?

Eine mögliche Übung ist es all diese Dinge auf ein Blatt Papier zu schreiben. Danach schaust du dir deine Punkte an, die du aufgeschrieben hast. Für viele dieser Punkte werden dir Möglichkeiten einfallen wie du etwas an dir selbst ändern kannst.

Wenn du sportlicher sein willst – kannst du mehr Sport machen.

Kurz: Es steht selbst in deiner Macht diese Punkte zu ändern, du musst sie nur erst ausfindig machen.

4. Verreisen (und dort den ersten Schritt machen)

me-launching-my-new-blogOft fällt es uns leichter, den ersten Schritt zu machen, wenn wir nicht unser “normales Umfeld” um uns herum haben.

Bevor ich die Uni abgebrochen habe, wollte ich eigentlich nur “mal ein Jahr ins Ausland”. Im Ausland habe ich dann mehr und mehr herausgefunden, dass ich in einem System gefangen war. Und dass ich nicht wirklich das tat, was mich wirklich begeistert. Ich hatte keine Vision, wo ich mich in 5 Jahren sehen würde.

Aus Nicaragua aus habe ich den Schritt gewagt mein Studium abzubrechen (nach zähen und anstrengenden Monaten des Hin- und Herschreibens mit meinen Eltern.)

In Nicaragua habe ich beschlossen, dass ich ab sofort nur noch Dinge tun würde von denen ich überzeugt bin.

Im Januar habe ich dann aus Marokko an meinem Geburtstag Anti-Uni.com gestartet (siehe Bild). Ich habe morgens auf den Knopf gedrückt und habe dann eine Moped-Tour gemacht.

Durch die räumliche Distanz zu Deutschland viel es mir viel leichter den Gedanken „Oh Gott, was die wohl jetzt über mich denken werden, wenn ich so einen Blog starte“ hinter mir zu lassen.

5. Deine Werte vor Augen rufen

Deine Grundwerte sind dein innerer Kompass. Sie definieren wofür du stehst, welche Überzeugungen du hast und wie du die Welt positiv verändern willst.

Wenn du dir deine Grundwerte vor Augen rufst, dann weißt du warum du tust, was du tust.

Und dann ist dir hoffentlich auch egal, was xy darüber denkt.

Meine Grundwerte habe ich immer bei mir. Es sind sieben Stück und ich habe schon verschiedene Methoden ausprobiert, um sie wirklich herauszufinden.

In diesem Artikel gehe ich auf meine Grundwerte ein und erwähne auch einige Methoden, wie du sie für dich selbst herausfinden kannst.

Wenn du noch mehr über das Thema erfahren willst, dann trag dich am besten in den Newsletter ein.

6. Mit Freunden sprechen

Dieser Gedanke ist nicht gerade revolutionär, ich geb´s zu.

Vielleicht hast du aber Angst vor der Reaktion deiner Freunde, wenn du xy tust.

Du überlegst die Uni abzubrechen? Du willst dein eigenes Ding machen?

Sprich mit deinen besten Freunden darüber und frage sie nach ihrer ehrlichen Meinung. Mir hat das persönlich sehr geholfen, die Entscheidung zu treffen nach Nicaragua zu gehen.

Deine wirklich guten Freunde werden versuchen dich zu verstehen und dich akzeptieren und annehmen egal was du tust.

Und vergiss nicht: Fehler machen ist stets erlaubt!

7. Loslassen was du nicht kontrollieren kannst

Die Wurzel des ganzen “Was andere wohl von mir denken werden” ist, dass du dich und dein Selbstwertgefühl von einem Ergebnis abhängig machst, das du nicht kontrollieren kannst.

Du hast absolut keine Kontrolle darüber, was Menschen über dich sagen oder denken. Egal ob du die besten Absichten hast oder etwas Lächerliches machst – ganz egal.

Du kannst nur kontrolliere, was du tust und sagst. Wie Menschen darauf reagieren, steht nicht in deiner Macht.

Deine Antwort auf ihre Reaktion (egal wie diese ausfällt) wiederum kannst du sehr wohl kontrollieren.

8. Soziale Ängste durch „Exposure therapy“ abbauen

In Los Angeles gibt es ein Ausbildungszentrum für Improvisation. „Second City“ heißt es und Steve Carell, Mike Myers, John Belushi und Dan Aykroyd haben dort gelernt.

Eine der wichtigsten Dinge, die man versucht den Schülern mitzugeben ist komplett auszublenden, was andere denken könnten. So starten sie in Second City oftmals den Unterricht mit wildem Herumhüpfen, Rülps- und Furz-Tiraden und lassen sich einfach gehen.

Die Fähigkeit auf gut deutsch „einen Scheiss darauf zu geben, was andere über dich denken“ lässt sich also trainieren. Wie das gehen kann habe ich letztes Jahr in Berlin ausprobiert, in dem ich immer wieder auf die Straße gegangen bin um verrückte Dinge zu tun.

Und letztens habe ich das mit meinem Kumpel Till in Wien gemacht. Aber sieh selbst.

(Till und ich haben jeweils 3 Challenges gemacht – es sind also 6 kurze witzige Videos, die hintereinander abgespielt werden – vor allem das dritte kann ich empfehlen…)

 

Mehr Infos zu Till´s Projekt Comfortzone-Crusher findest du hier.

 

 

Hast du manchmal solche Gedanken? Was hilft dir damit umzugehen?

Ich freu mich auf deinen Kommentar!

 

 

 

Bild:Pithawat Vachiramon / Bild: Sachin Sandhu /Bild: David Goehring

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30 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Ben,

    vielen Dank für den Blogeintrag, der mir einen schönen Start in die Woche beschert hat. Besonders den Tipp die eigenen Gedanken wie einen Schwarm Vögel zu beobachten, finde ich sehr hilfreich 🙂
    Ich finde es auch toll, dass du immer wieder die Grundwerte betonst, die meiner Meinung nach auch jeder Mensch kennen sollte – leider tun das vermutlich nichtmal 5%. Ich habe damit angefangen mit den wichtigsten Menschen in meinem Leben eine kleine Übung zu machen, um ihnen dabei helfen ihre Grundwerte herauszufinden. Am Anfang sind die meisten eher amüsiert und skeptisch – so von wegen: „Was soll denn dieser Psychokram?“ Aber nach der Übung sind sie ALLE sehr nachdenklich und nehmen die beschriebenen Blätter mit, weil ihnen die interessantesten Sachen aufgefallen sind. Bei den meisten ist es tatsächlich so, dass sie sich zu sehr von der Außenwelt kontrollieren lassen.

    Ganz liebe Grüße und dir auch eine wunderbare Woche!

    1. Aber gerne doch, Caroline!

      Freut mich, dass ich dir mit dem Artikel einen guten Start in die Woche bescheren konnte.

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Kenntnis meiner Grundwerte mein Leben ziemlich verändert hat (zum Positiven).

      Finde ich sehr cool, dass du Menschen um dich herum hilfst ihre Grundwerte herauszufinden. Was für eine Übung ist das denn, die du benutzt? Das würde mich jetzt mal interessieren 😉

      Alles Liebe und eine tolle Woche!

      Ben

      1. Lieber Ben,

        ich habe die Übung von „Udemy“ und sie heißt „Be True“. Ich habe sie inzwischen aber ein wenig abgewandelt und auf Deutsch übersetzt. Insgesamt sind es 10 Übungen anhand derer man erst langsam seine innersten Werte herauskristallisiert (erst die Top 10, dann 5 und dann 3, was am schwersten ist). Dann erfolgt noch eine Analyse des bisherigen Lebens, welche Hindernisse diesen drei Werten bisher im Weg standen, ob einer der Werte dominiert usw.

        Die Übung macht mir sehr große Freunde, es gab aber auch schon Menschen in meinem Umfeld die das Angebot mit der Begründung abgelehnt haben, dass sie „darüber jetzt nicht nachdenken wollen/keine Zeit zum Nachdenken haben“. Das fand ich sehr traurig und bedenklich.

        1. Hey Caroline,

          mich interessiert das was die auf Deutsch übersetzt hast.
          Kann man dies irgendwo heruterladen oder einlesen?

          Liebe Grüsse & Danke

          Al

          1. Lieber Ben!

            Ich würde diese Übung auch gerne machen!

            Ich hoffe du ließt das hier!

            Herzliche Grüße

            Toll dass es noch andere außer „norm menschen“ gibt 🙂

            Co

  2. Hey Ben,

    ich kenne diese Fragen nur zu gut. Immer wieder im Kreis drehen, sich fragen, was andere denken und rausfinden, ob man das überhaupt selber will, was andere von einem erwarten.

    Es ist schwer, oft diese Gedanken „von außen“ zu betrachten.
    Danke für die Anregungen!

    Für mich beginnt die Woche mit genau einem solchen Experiement.
    Schicke Woche!

    1. Hey Pascal!

      Danke für deinen Kommentar und viel Erfolg mit deinem Experiment. Du kannst hier gerne Bericht erstatten, wenn du magst.

      Hauste rein!

      Ben

      1. Hi Ben,

        gerne! Ich nenne es mal „less is more“.

        Was denken / erwarten andere von mir?
        Um deinen Beitrag aufzugreifen – Wer denkt, dass ein „sicherer“ Job Akzeptanz und Anerkennung bringt, der denkt ein wenig kurzfristig – merke ich selber gerade auf unangenehme Weise.
        Dabei geht viel zu oft die eigene Akzeptanz für sich selber verloren – Soll man einen Job machen, in dem man unzufrieden ist, nur um in die gesellschaftliche Norm zu passen? Ich denke nicht! Aus diesem Grund werde ich die meine tägliche Arbeitszeit stark reduzieren (zumindest ist heute der Tag an dem die Entscheidung darüber fallen muss), damit ich mich auf das konzentrieren kann, was ich wirklich will!

  3. Um mein Leben zu leben, hatt mir folgende Erkenntnisentwicklung sehr viel gebracht:
    Egal was du tust, es wird immer Leute geben, die dich dafür lieben und welche die dich dafür hassen!! Wenn du dich im Leben verstellst, wirst du Leute treffen die dich für dein verstelltes Leben lieben! Aber auf diese Weise hast du nie die Möglichkeit die Leute zu treffen, die dich für dein echtes Leben lieben würden!
    Als Beispiel: Es gibt Leute die mögen rot und es gibt Leute die mögen blau. Nehmen wir an, du magst rot. Wenn du dich nun verstellst und vorgibst blau zu mögen, dann lieben dich alle die blau mögen und die rot mögen hassen dich. Was also tun? Sei ehrlich und steh dazu das du rot magst – auch wenn du am anfang nur auf leute triffst die blau mögen – irgendwann wirst du Leute treffen die auch rot mögen und dann hast du die Möglichkeit glücklich zu werden und ehrliche Freundschaften zu finden! Wenn du immer auf dem Standpunkt blau bleibst, dann wirst du dich ein Leben lang verstellen müssen…

    Eine wichtige Erkenntnis auch für ortsunabhängiges Arbeiten. Je mehr ich zu dem Standpunkt stehe, desto mehr Leute treffe ich die einen ähnlichen Standpunkt vertreten und ich fühle mich mit jeder Person die ich treffe motivierte!!! Viele lassen sich nur Leicht verunsichern und daher kommen Aussagen wie „Das geht doch nicht“, „was sagen denn die anderen dazu?“ – mir ist egal was andere sagen, ich mache was ich möchte *es ist mein Leben und solange ich nichts illegales mache, kann mir keiner reinreden. nicht meine Eltern, nicht meine Freunde* und wenn ich auf dem Standpunkt bleibe, denn ich leben möchte, werde ich immer leute finden die ähnlich ticken wie ich und habe die möglichkeit glücklich zu werden mit mir und meinem Leben – nicht aber, wenn ich mich ein Leben lang verstelle! Und ich muss mein Leben leben – nicht wer anderes – nicht die Erwartungen der Gesellschaft – denn ich lebe später mit den Konsequenzen, nur ich!!!

    Super sache, was du da mit Till in Wien veranstaltet hast! 😀

  4. Ich habe einen Artikel mit einem ähnlichen Thema verfasst. Wenn du Interesse hast, freue ich mich darüber, wenn du Zeit hast ihn zu lesen und mir ein Feedback zu geben.
    Thematisch beschäftigt er sich mit der Gesellschaft und dem Ort und der zeit wo du aufwächst und das diese Aspekte dein Leben bestimmen – der Appel : Lebe ein Leben, welches du möchtest – denn sonst lebst du das Leben der Gesellschaft!
    http://travel-picture.de/?p=26

  5. Servus,

    einer der besten Artikel (ich arbeite mich gerade so durch diese geniale Seite durch), die ich hier gefunden hab, der wird ausgedruckt und in Großformat an meine Wand tapeziert 😉

    versuche gerade, jeden Tag mindestens eine Sache anders zu machen als sonst. Heute war das barfuß im Regen zu joggen. Für nächste Woche habe ich mir vorgenommen, komplett zu fasten und in der Zeit im Wald Vögel zu beobachten. Mal sehen, wie meine Eltern reagieren und ob ich wirklich darauf sch*** kann… 😉

    Grüße
    Kathi

  6. Hi Ben,

    sehr geiler Artikel zu dem Thema! Besonders den 3,5 und 7 Punkt finde ich extrem wichtig.
    Ohne die Vergangenheit und das Unbeeinflussbare hinter sich zu lassen, seine eigenen Werte zu klären und nach ihnen zu handeln, und sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, geht garnichts! Extrem coole Challenge, muss sofort mal paar Freunde zusammentrommeln, damit ich mit ihnen die Straßen saubermachen kann… 😉

    Das schlimme ist, dass uns die Glaubenssätze schon in der frühen Kindheit „eingetrichtert“ werden… Toll! Dann stehen wir da und merken erst nach vielen Jahren, dass wir viel zu viel Wert auf die Meinung anderer legen… Bei mir war es beispielsweise so, dass ich es immer für normal hielt bzw. ich es einfach nie bewusst bemerkt habe, dass ich die Meinung anderer mehr schätzte als meine eigene…
    Der erste Schritt, wie ich diese Lebensbremse ablegen konnte, war, dass ich mir zuerst einmal über meine eigene Denkweise bewusst geworden bin. Ich habe versucht, meine Gedanken stets zu „beobachten“… Es war anschließend sehr schockierend, als ich feststellen musste, dass ich an diesem Tag mind. 100 mal über die Meinung anderer nachgedacht habe…
    Und wie oft habe ich mich in meinem gesamten Leben selbst bis dahin in meiner Handlungsfreiheit eingeschränkt? Sicherlich mehrere hundert Male.

    Aber seit ich die Macht des Internets und der Blogs kennen gelernt habe, durch die ich zahlreiche Tipps und Techniken zur Anwendungen lernen konnte, ging es schlagartig bergauf…

    Vielen Dank Ben für deinen tollen Blog! Anti-Uni war einer der Gründe, warum ich die Herausforderung mit der Meinung anderer bewältigen konnte…

    Weil dieses Thema eine ausschlaggebender Punkt ist, ein selbstbestimmteres Leben zu führen, habe ich eine kleine Pdf Datei entwickelt… Ich hoffe, ich kann mit dieser ein paar weiterhelfen, diesen Meinungstroll zu besiegen…

    http://fuckyou.starkesselbst.de

    Find a way of life you love and have the courage to live it!

    Anti-Uni rockt!

  7. Ahhh so viel Denglisch!!! :/ Glaub ich hätte den Artikel besser gefunden wenn ein bestimmtes Denglisch/Englisch-Niveau nicht vorausgesetzt wird um ihn überhaupt zu lesen. Vielleicht entscheidest du dich nächstes Mal für eine Sprache und bleibst dabei?
    Nur meine Meinung… kann dir ja… sehr passend zum Artikel… eigentlich egal sein 😛

  8. Hi Ben,
    Danke für den hilfreichen Artikel. Vor allem bei dem Punkt „Verreisen“ habe ich mich sehr an mich selbst erinnert gefühlt. Ich merke immer wieder wie ich mich auf Reisen „verändere“ bzw. eigentlich einfach viel mehr ich selbst bin und somit das „was die anderen wohl denken“ loslassen kann. Wieder zuhause angekommen ist es mir jedoch nie gelungen diese Mentalität beizubehalten. Hast du zufällig einen Tipp hierfür?
    Viele Grüße,
    Caro

  9. Hi Ben, ich bin gerade über deinen Blog gestolpert, da ich mich seit Jahren extrem für das Thema Selbstverwirklichung/Selbstfindung interessiere.
    Die Fragen kenne und kannte ich nur zu gut!
    Kurz zu mir: Ich bin 39, habe ein abgeschlossenes BWL-Studium und stehe gerade vor meinem 3. Staatsexamen in Humanmedizin.
    Ich war totunglücklich in meinem Job als Unternehmensberater, habe gut verdient, war viel unterwegs, aber hatte keine Erfüllung, sah in dem Beruf keinen Sinn, sondern Zeitverschwendung. Ich habe schlecht geschlafen, war ständig angespannt, müde und gereizt.
    Ich habe Hilfe in unzähligen Foren gesucht, Blogs verschlungen und bin – auch durch einen Blog – irgendwann auf das Buch „Der Mann der glücklich sein wollte“ von Laurent Gounelle gestoßen. Angetrieben von den positiven Gedanken, habe ich über mein Leben reflektiert: Bin ich glücklich? Bin ich erfüllt in meinem Job? Sehe ich meinen Job als Berufung an oder nur als Zeitverschwendung? Was sind meine wahren Leidenschaften, für dich gerne aufstehe, wo mir Arbeitszeit und Gehalt vollkommen egal wären? Im Anschluss daran habe ich „Die Kunst ein Egoist zu sein“ von Josef Kirschner gelesen.
    Die Bücher bzw. die Gedanken, die ich mir im Anschluss an das Lesen der Bücher gemacht habe, haben mein Leben verändert.
    Ich habe meine wahre Leidenschaft, von der ich wusste, zu meinem Beruf und meiner Berufung gemacht. Ich habe mit 34 angefangen Medizin zu studieren, trotz einiger Kopfschüttler und Unverständnis aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, aber mit der Unterstützung meiner Familie und engsten und besten Freunde, welche mir von Anfang Mut zugesprochen haben und begeistert waren, weil sie wussten, dass ich dafür brenne.
    Was ich damit sagen will: es ist nie, NIE, NIEMALS zu spät sein Leben umzukrempeln. Seit ich Medizin – meine immerwährende Leidenschaft – studiere, bin ich der glücklichste Mensch auf Erden. Es liegt einzig und allein bei einem selbst, eine Wahl zu treffen und genau das Leben zu leben, was man sich ersehnt! Ob das nun ein 9-to-5 Job, ein Leben als (digitaler) Nomade oder was auch immer ist, ist völlig egal, solange man glücklich ist mit dem was man tut.

    In diesem Sinne,
    Phil

  10. Du brauchst nicht die Bestätigung der anderen um zu wissen, dass du okay bist.
    Du hast mich gerade zum weinen gebracht – ich 15 -10. Klasse- 1 Tag vor dem Halbjahreszeugnis mit keinem Plan und doch dem eines Jurastudiums
    Der Text hier ist wahrscheinlich weniger tiefgründig als deine anderen komentare und du wirst ihn wahrscheinlich noch nicht mal lesen aber trotzdem möchte ich Danke sagen.
    Mein Vater +3 von 4 Onkel sind Anwälte und von mir wird mehr oder weniger das selbe oder ein anderes hochqualifizierten Studium erwartet. Da meine Leistungen überdurchschnittlich sind habe ich das ganze nie hinterfragt und ihre Erwartungen als meine Ziele angesehen. Mit deinen Texten ist es mir leichter gefallen mich selbst zu hinterfragen, lösgelöst von allem anderen…

    Vielen Dank

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