Durch ein Selbststudium schneller zum Erfolg?

selbststudium

Hey ho, Ben hier.

Wie Du vielleicht schon weißt ist Reisen ein fester Bestandteil meiner Bildung.

Heute darf ich Dir einen Gastbeitrag einer jungen Weltreisenden präsentieren, die seit über drei Jahren um die Welt reist.

Tina ist Auto-Didakt und lernt vor allem im Selbststudium. Als ich vor längerer Zeit auf ihren Blog gestoßen bin, war ich super euphorisch, weil ich jemanden gefunden hatte, der ähnlich lernt wie ich.

Nun aber genug geredet – the stage is yours, Tina!

Vor einer Weile hat mich Ben Folgendes gefragt:

„Warum genau lernst Du so [durch Dein Selbststudium] schneller und besser als Du es an der Uni tun würdest?“

Ich habe überlegt und gegrübelt, angefangen einen langen Text zuschreiben, um am Ende festzustellen, dass ich gar nicht auf die Frage eingehe.

Die Wahrheit ist, dass ich ganz und gar nicht „schneller“ oder „besser“ lerne. Ich würde sogar behaupten, dass ich viel weniger lerne, als Uni-Studenten lernen.

Ich besitze wenig Fachwissen, mit dem ich mich für traditionelle Jobstellen bewerben könnte.

Warum ich anders lerne.

Warum wähle ich diesen unüblichen vielleicht sogar unsicheren Weg ohne Studium oder traditionelle Ausbildung durchs Leben zu gehen?

Ganz einfach: Weil ich von traditionell nicht überzeugt bin.

Vier bis fünf Jahre zu studieren, um mich am Ende für traditionelle „Montag-bis-Freitag-9-to-5-Jobs“ zu bewerben, im schlimmsten Fall noch mit 100.000 anderen zu konkurrieren – nicht mein Ding.

Der klassische Job hat ausgedient, wie es Feli so wunderbar ausgedrückt hat. Ich liebe meine Freiheit und will mich nicht in Muster stecken lassen.

Bin ich nun also ein Rebell, eine dumme Nuss, die sich zu nichts verpflichten kann? Setze ich meine Zukunft aufs Spiel?

Das Fachwissen fehlt mir wohl teilweise durchaus, doch was ich besitze ist eine vollkommen freie Zeiteinteilung, in der ich für mich persönlich Wichtigeres aufbauen kann: Selbstkenntnis, Erfahrung, inspirierende Freundschaften und vor allem Vertrauen in mich selbst.

Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Entrepreneurship, Selbstbewusstsein, NLP, Lifestyle Design, passives Einkommen, Bootstrapping etc. werden selten an der Uni unterrichtet wird – stattdessen  könnensich Studenten nur in ihrer raren freien Zeit damit beschäftigen.

Für mich ist Lernen fester Bestandteil meines täglichen Lebens.

Ich weiß, dass ich fürs Leben lerne und nicht, um eine Prüfung zu bestehen.

Ich habe 24 Stunden kreative Ideen zu entwickeln und Wege zu finden, sie selbstständig umzusetzen. Ich muss nichts lernen, was mich nicht interessiert, jedoch für meinen Abschluss verlangt wird.

Ich schule mein entrepreneurial Mindset und lerne, selbstbewusst in einer fremden Sprache auf Leute zuzugehen.

Ich habe die Zeit mich persönlich zu entfalten und meine Beziehung zu stärken. Ich setze mir Ziele und lebe meine Bucketlist ohne externe Verpflichtungen. Und ganz nebenbei reise ich um die Welt und habe the time of my life. 

Studium vs. Selbststudium und die Frage nach dem Warum.

Ich habe das Gefühl viele Studenten arbeiten sich durch Prüfungen, Seminare und Hausarbeiten und gönnen sich ein heiteres Partyleben als Belohnung und Ablenkung. Da ist nichts gegen zu sagen. Selbst ich habe am Gymnasium von dieser aufregenden partyreichen Zeit geträumt.

Ich habe jedoch das Gefühl, dass viele junge Menschen nicht die Zeit, die Muse oder die Gewohnheit haben ihr Leben zu reflektieren. 

Viele wissen zwar was sie studieren.

Doch die eigentlich wichtigste Frage ist doch: WARUM?

Warum studieren sie genau das was sie studieren?

Mein Selbststudium ist eine bewusste Entscheidung.

Meiner Meinung nach, verlernen viele Menschen sich bewusst für Lebenswege zu entscheiden und Dinge zu hinterfragen.

Da wir von kleinauf mit bestimmten Werten und Normen aufwachsen, nehmen wir Vieles als Gegeben an.

Ist Studieren der beste Weg für dich? Oder hast du dich nur durch den äußeren Druck für etwas entschieden?

Ich sage nicht, dass mein Weg der einzige und wahre Weg ist. Wenn deine Leidenschaft Medizin ist, brauchst du deinen Abschluss, um Arzt zu werden. Und nicht nur Ärzte sondern viele andere Berufe verlangen traditionelle Abschlüsse.

Doch es sollte deine pure Leidenschaft sein, sonst macht dieser Weg wenig Sinn für dich.

Wie ich mich finanziere und wie ich mir meine Zukunft vorstelle.

Sicherlich fragst du dich, wie ich dieses „Selbststudium“ finanziere und wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Wie jeder Student habe auch ich konstante Ausgaben. Statt jedoch Studiengebühren zu bezahlen, spare ich für Flugtickets.

Gerade durch mein erstes Auslandsjahr in Australien habe ich gelernt mit wenig Geld klar zu kommen und sehr minimalistisch zu leben. Ich habe gut von Ersparnisses gelebt und durch kleine Jobs (zum Beispiel als Au Pair in Melbourne) meine Budget-Backpackreise finanziert. Die letzten zwei Jahre hatte ich Vollzeitjobs im Gastro-Bereich. Das war super, um Land und Leute kennenzulernen.

Seitdem mein Freund und ich uns für diesen ortsunabhängigen Lifestyle entschieden haben, greift er mir auch finanziell unter die Arme, wofür ich super dankbar bin.

In der Zukunft plane ich mein eigenes Business zu gründen und verschiedene Einkommensquellen aufzubauen. Wie das genau aussehen soll, steht noch in den Sternen.

Gerne möchte ich dazu beitragen ein neues Bildungsmovement in Deutschland zu starten. Ich möchte mithelfen eine Community aus außergewöhnlichen jungen Menschen aufzubauen, die ihren eigenen Bildungsweg gehen.

Ich überlege zudem „Selbststudium-Trips“ ins Ausland zu organisieren, wie Unschooladventures das beispielsweise schon tut.

tina realworlddegreeÜber Tina

Anstatt zur Uni zu gehen, reist Tina seit über 3 Jahren mit ihrem Freund um die Welt. Das „Work and Holiday“-Visum hat es ihr leicht gemacht, in Australien, Neuseeland und Kanada erste Arbeitserfahrungen zu sammeln.

Auf ihrem Blog Realworlddegree.com  schreibt sie über ihre Erfahrungen als self-directed learner und über das digitale Nomadentum. Gerade schreibt sie an einem Buch, das Dir helfen soll autodidaktisch zu lernen und deinen eigenen Bildungsweg zu gehen.

Cooler shit, oder? Was denkst Du über Tina´s Leben?

Ich bin gespannt auf Deine Kommentare unter dem Artikel!

 

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Dein Ben

 

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41 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Tina, Hi Ben,

    ich finde diesen Lifesstyle sehr mutig, bewundernswert und inspirierend. In einer Zeit wo alles immer schwieriger zu werden scheint und es den Eindruck macht das man ohne 3 Studiengänge uns 2 Ausbildungen + Abi und Praktikas nichts mehr zu gehen scheint haben die meisten Menschen vergessen woraus das Leben besteht.

    Ich danke euch für die ermutigenden Geschichten und euer gutes Beispiel. Ich bewundere euch für euren Mut und wünsch dir und Tina alles Gute.

    LG
    Stefan

    1. Hi Stefan, danke für die ermutigenden Worte. Es gehört ne verdammte Portion Mut dazu, seinen eigenen Weg zu gehen. Doch gerade in unserer heutigen Zeit stehen uns so viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung, als nur Traditionell Abi-Studium-Job zu wählen.
      Hätte ich die andauernde Unterstützung meines Freundes nicht, würde ich viel mehr zweifeln. Gleichgesinnte Freunde, die einem den Rücken stärken, sind Gold wert!
      Also in diesem Sinne – danke für die Unterstützung!!

  2. „Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Entrepreneurship, Selbstbewusstsein, NLP, Lifestyle Design, passives Einkommen, Bootstrapping etc. werden selten an der Uni unterrichtet wird – stattdessen können sich Studenten nur in ihrer raren freien Zeit damit beschäftigen.“
    Genial!
    Das sind auch meiner Meinung nach die gewaltigsten Lücken im Bildungssystem!
    Nachdem ich wirklich viele Bücher über erfolgreiche Unternehmensgründer gelesen habe, muss ich feststellen, dass alle Personen diese Lücken erkannt haben.
    Sie waren nicht unbedingt die klügsten auf ihrem Fachgebiet oder überbegabt. Nein, sie haben genau die Fähigkeiten im Selbststudium erlernt über die andere nicht eine Sekunde lang nachgedacht haben.
    Aber vielleicht sind es genau diese Lücken, die es uns Querdenkern ermöglicht ein simpleres, ausgewogeneres und erfolgreicheres Leben zu führen. Es ist die Belohnung für die wenigen, die sich trauen anders zu sein, anders zu denken und zu handeln.

    1. Hey Julian, danke für deinen Kommentar. Klasse, was du schreibst. Mit deinem Querdenken wirst du unheimlich weit im Leben kommen. Ich bin gespannt von dir zu hören!

  3. „Meiner Meinung nach, verlernen viele Menschen sich bewusst für Lebenswege zu entscheiden und Dinge zu hinterfragen.“
    …um etwas verlernen zu können muss ich es doch erst mal lernen 😉

    Ich zieh mir gerade ein tolles Audiobook rein mit dem Titel „Live on the margin“ worin der Autor genau diese Art zu leben beschreibt und wie er es durch Trading an der Börse ortsunabhängig finanziert.

  4. Hi Timur, Audiobooks sind klasse. Hör ich manchmal sogar viel lieber als Musik. Auf Youtube gibt es unheimliche viele zum Anhören, ich kann dir gern mal paar Links schicken wenn du noch mehr positiven Input suchst.
    Und du hast recht, manche Menschen haben es vielleicht sogar nie gelernt, bewusste Entscheidungen zu treffen.
    Liebe Grüße aus Panama 🙂

    1. Hi Tina,

      toller Artikel!
      Welche Tipps für Audiobooks wären das denn?
      Ich suche nämlich gerade nach neuen Anregungen 😉

      Liebe Grüße

  5. Von der Prämisse auszugehen, man studiere nicht bewusst, würde ich definitiv Abstand nehmen. Wer einfach mal so studiert, der fliegt sowieso nach ein oder zwei Semestern raus. Ich persönlich will mich selbst verwirklichen, aber in dem ich in der Wissenschaft tätig sein will und das geht eben nur durch ein Studium. Das es dort auch Dinge gibt, die man nicht mag und lieber weglassen will, halte ich auch für eine gute Erfahrung im Leben, den es kommt immer der Punkt an dem man etwas arbeiten muss, auch wenn es einem nicht gefällt.

    1. Hallo Sebastian,

      deinen Kommentar fand ich gut und ich denke, solange die Pros überwiegen, also solange du mehr von dem Wissen und den Möglichkeiten, die dir ein Studium bietet profitierst, als du im Nachteil bist, dann ist doch alles super! 😀
      Aus dem Artikel habe ich entnommen, wenn man mit Leidenschaft dabei ist, dann lohnt sich die Investition an Zeit und Energie! 🙂

      Liebste Grüße,
      D

      1. Das gleiche dachte ich beim Lesen des Artikels auch. Nicht jeder der klassisch an einer deutschen Uni studiert, tut dies, ohne darüber nachzudenken.
        Ich habe mich aus purer Leidenschaft für ein klassisches Studium entschieden und bin sehr glücklich darüber! Ich glaube nicht, dass ich mit irgendeinem anderen Weg so glücklich wäre. Das ist MEIN Weg, für den ich auch lange und bewusst „gekämpft“ habe, da ich vor vielen Jahren in eine Schulform gesteckt wurde, die normalerweise nicht für ein Universitätsstudium gedacht ist. Ich war wohl ein klassicher „Versager“ unseres Schulsystems und ich durfte mir oft anhören, ich wäre halt einfach zu dumm für dieses und jenes. Man kann wohl sagen, dass ich an der Uni eine 180°-Wende gemacht habe, weil es einfach genau mein Ding ist.
        Aber natürlich kann ich die Kritik schon nachvollziehen. Ich denke auch, dass es viele Studenten, auch in höheren Semestern gibt, die sich nicht bewusst für ein Studium entschieden haben! Und die wenigsten Absolventen wollen Wissenschaftler werden, obwohl das Unistudium ja eigentlich nichts anderes als eine Ausbildung zum Wissenschaftler ist.
        Ich freue mich sehr für Tina, dass sie offenbar den für sie richtigen Weg gefunden hat. Das ist wirklich toll, ich hab auch meinen Weg gefunden. Ich bin vor allem auch gerade darüber glücklich, dass ich in der Uni auch Dinge gelernt habe, die ich auf den ersten Blick vielleicht langweilig, unwichtig und zu kompliziert erschienen, denn sie sind wichtig um den Stoff in seiner Gesamtheit wirklich nachvollziehen zu können. Und wenn man mit der richtigen Einstellung ran geht (ich habe jetzt die Möglichkeit die spannenden Seite daran kennenzulernen, ich lerne Grundlagen die zum Verständnis von Nöten sind), stellt sich der Stoff auch fast immer als durchaus spannend heraus. Und an der Uni wird man ja nicht gezwungen, ein Fach zu studieren oder sich auf Kram zu spezialisieren, den man nicht interessant finden.
        In einem Selbtsstudium lernt man sicher auch viele spannende und wichtige Dinge, aber wenn man sich zum Ziel gesetzt hat, ein interessantes Fach in seiner Gesamtheit kennenzulernen, kann man auch im Selbststudium nicht auf alle Dinge, die auf den ersten Blick langweilig erscheinen, verzichten. Bzw. man kann es natürlich schon, aber dann kann man das Fach auch nie in seiner Gesamtheit kennenlernen. Aber so setzt jeder Mensch andere Prioritäten.

  6. Zunächst mal möchte ich mich für diesen Beitrag bedanken, den er hat mir Antwort auf ein paar inhaltliche Fragen gegeben die ich mir schon länger als Leser deines Blogs gestellt hatte. An dieser Stelle möchte ich auch gleich mal ansetzen und ein bisschen kontroverse in die Diskussion bringen. Bevor ihr jetzt aber anfängt mich als „Hater“ oder negative/close-minded-Person abzustempeln, möchte ich sagen das Kritik kein Hass ist und mMn. nach auch zu einem ergebnisvollen Diskurs dazugehört.

    Das Problem dass ich vorher schon immer bei deinen Ideen und Botschaften (denen ich durchaus einiges abgewinnen kann) gesehen habe und was mir auch in diesem Beitrag ganz klar ins Auge gestossen ist, ist das der Machbarkeit/Praktikabilität. Sprich: Wo kommt die Kohle her? Klar kann man sich solange man in seinen 20ern ist und auch noch keine Familie gegründet hat mit bisschem Minimalismus und kleineren Einkünften hier und da ganz gut über Wasser halten, das entspricht in ungefähr auch noch meiner momentanen Lebenssituation. Aber irgendwann reicht das dann halt auch nicht mehr, wenn man dann mal mehr will oder es an Familiengründung geht. Fraglich ist es auch ob es soviel besser ist Vollzeit in der Gastronomie zu arbeiten statt einen Bürojob zu haben und wo da dann die ganze Freizeit fürs Selbst-lernen herkommen kann ist mir auch nicht ganz klar.

    Und an dieser Stelle habe ich das Gefühl, fehlen euch letztendlich die grundsätzlichen Antworten, klar ist es schön sich mit so tollen Sachen wie Enterpreneurship und passivem Einkommen zu beschäftigen (das habe ich übrigens auch während dem Studium noch einigermassen hinbekommen) aber im Endeffekt ist dieser Lebensstil so auf Dauer nicht sustainable.

    Dazu kommt das die meisten Leute die du hier promotest (und Tina deutet ja an dass Sie selbst vor hat die gleiche Richtung einzuschlagen) ihr Geschäft damit machen/versuchen zu machen indem Sie anderen Leuten sagen/beibringen es ihnen gleich zu tun. Das ist aber in meinen Augen absolut nicht nachhaltig und hat fast schon den Charakter eines Schneeballsystems. Frei nach BDI-Präsident Hans-Olaf Henke: „Wir können keine Wirtschaft haben in der wir uns alle gegenseitig beibringen Blogs zu schreiben und uns selbst zu verwirklichen.“

    Ich sehe das Problem hier dass dabei, wenn überhaupt, nur ganz geringfügige Werte geschaffen werden und dass der Lifestyle der hier promotet wird etwas unreflektiert von amerikanischen Marketinggrößen übernommen wurde, was jedoch wenn überhaupt nur für sehr wenige funktionieren kann.

    1. Hey Tiam,

      danke für deinen Kommentar.

      1) Machbarkeit: Klar ist es nicht einfach sich mit Themen wie Entrepreneurship etc. pp auseinanderzusetzen und sich gleichzeitig über Wasser zu halten. Aber wer hat denn gesagt, dass es einfach ist? Frag mal ein paar Entrepreneure in deinem Umkreis, wie einfach es war ihr Unternehmen auf die Beine zu stellen.

      2) Wo kommt die Kohle her: Davon, dass du einen Wert erschaffst. Das ist eine ganz schön schwammige Antwort, ja. Ich schreibe demnächst einen ganzen Artikel darüber. Viel besser: Kreativ sein, Möglichkeiten dort sehen, wo sie andere nicht sehen. Ich möchte mich selbst ungern beweihräuchern, aber ich habe damals mein eigenes Praktikum beim IdeaCamp kreiert und geschaut, dass ich durch das was ich lernen will auch ein wenig Geld verdienen kann (Artikel dazu kommt auch bald).

      3) Sustainable ist der Lebensstil dann, wenn du genug verdienst? Oder was heißt für dich sustainable? Für mich ist er sunstainable, wenn ich in 3 Jahren mehr lerne als in jedem Bachelor Degree und mein eigenes Einkommen habe von dem ich leben kann.

      4) Anderen Dinge beizubringen und damit Geld zu verdienen ist grundsätzlich keine schlechte Sache, oder? Und das funktioniert ohnehin nur, wenn du echten Wert erschaffst. Der Herr BDI-Präsident lässt da außer Acht, dass ja niemand das Ziel hat, dass alle Blogs betreiben. Es wird weiterhin Leute geben, die gerne ihren Job machen, der nichts mit Bloggen zu tun hat. Und das ist auch gut so.

      5) Dass der Lifestyle nur für wenige funktionieren kann halte ich für einen Glaubenssatz. Wenn du ihn willst, dann go for it. Was die anderen wollen sollte erst einmal nachrangig sein finde ich. Und mir geht es weniger um den Lifestyle als darum wirklich etwas verändern zu können mit meinen Potentialen und Talenten.

      Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer. Ich bin natürlich auch noch recht am Anfang und kann was Kommunikation und Klarheit angeht auch noch einiges lernen.

      Alles Liebe und mach Dein Ding,

      Ben

      1. Zunächst mal vielen Dank dafür dass du dir die Zeit nimmst mir zu antworten und auch für die ermunternden Worte. Im grossen und ganzen kann ich deine Antwort nicht grossartig widersprechen ich denke lediglich, dass wir uns evtl. etwas missverstehen. Da du in Punkten geantwortet hast werde ich mal zwecks Verständlichkeit auch bei deinem System bleiben.

        1) Dem kann ich nur zustimmen auch wenn das nicht unbedingt der Punkt ist auf den ich hinaus wollte. Klar, etwas zu machen ist immer hart trifft auf so ziemlich alles zu. (ausser fernsehen)

        2) „Wert schaffen“ hier liegt für mich der Knackpunkt da du hierzu ja noch was angekündigt hast gehe ich an diesem Punkt hierauf nicht weiter ein.

        3) Sustainable heisst in dem Kontext für mich eine langfristige nachhaltige Perspektive zu schaffen. Und ja das schliesst gerade auch das Geld mit ein, wobei das nicht der einzige Faktor ist. Ich beziehe das allerdings nicht so sehr auf die 3 Jahre „studien-phase“ oder wie du das nennen willst sondern auf den langfristigen Planungshorizont zum einem und zum anderen auf die Services die von der Bloggerszene, welche du hier promotest, angeboten werden um sich selbst diesen (temporären?) Lebensstil zu finanzieren. Das sehe ich gerade im Bezug auf den zweiten Punkt als nicht gegeben an, wie ich schon in meinem ersten Post versucht zu habe zu erklären.
        4) Das „Zitat“ des BDI Präsidenten habe ich verändert und bezieht sich im Original auf das Verhältnis von Produkten und Dienstleistungen. Hier geht es für mich um das vorher angesprochene Problemfeld von „Bloggern die Geld damit verdienen anderen Leuten beizubringen ihr Geld mit Bloggen zu verdienen“. Das ist der Punkt wo ich die Schaffung von nachhaltigen Werten vermisse.
        An dieser Stelle möchte ich auch auf die Wertschöpfungskette (im volkswirtschaftlichen Sinn) verweisen, ich weiss nicht ob du dich in deinem Selbststudium damit befasst hast aber das ist eines der ersten Dinge die man in BWL kennenlernt und meines Erachtens nach ein sehr wichtiges Konzept.
        5) Hier: siehe Punkt 4. Ansonsten natürlich vielen Dank für die Emunterung.
        Sorry übrigens für die lange Reaktionszeit, ich schreibe morgen meine letzte Klausur 🙂

        Viele Grüße,
        Tiam

        1. Hey Tiam,

          zu 3) Deinen Einwand zum Thema „sustainable“ verstehe ich noch nicht wirklich.

          Ich meine klar musst du dich hinsetzen und dir genau überlegen, worüber du schreiben willst. Klar ist ein Blog kein „schnell im Internet Geld verdienen“-Tool.

          Wenn du aber kontinuierlich Zeit und Liebe in deinen Blog investierst und echten Wert schaffst für deine Leser (wenn du keinen Wert schaffst, wirst du wohl nicht viele Leser haben), dann kann ein Blog durchaus eine langfristig nachhaltige Einnahmequelle werden.

          Dass das nicht einfach ist, steht außer Frage.

          zu 4) Was die Wertschöpfungskette angeht: Die kenne ich durchaus und ich verstehe nicht direkt, inwiefern ein Blog nicht in eine Wertschöpfungskette passt 😉

          5) Viel Spaß und Erfolg bei deiner Klausur.

          Ben

          1. Sorry etwas spät, doch nun melde auch mich zu Wort. Danke für deinen Kommentar, Tiam, und die damit angeregte Diskussion! Gleich zu deiner ersten Frage, wie ich meine Kohle verdiene: jap, dass ist bei diesem Lifestyle und meinem gewählten Bildungsweg noch die größte Herausforderung und beängstigt mich auch am meisten. All die Jobs, die ich bis jetzt hatte, haben mich wirklich nur über Wasser gehalten und waren temporär. Ich denke oft an die Zukunft, auch an Familienplanung und alles, und weiß, dass ich da noch eine langfrsitige Lösung finden muss. Ich habe aber großes Vertrauen, dass alles funktioniert. Ich bin proaktiv unterwegs, Möglichkeiten ergeben sich immer und ich bin fest davon überzeugt, dass mein Leben weiterhin awesome bleibt. Hätte ich nicht diese naive Einstellung, sondern würde ich alles gut durch denken, würde ich glaube nicht langzeit reisen. Und nur durch diesen Weg hat sich meine Einstellung zum Leben vollkommen geändert. Ich bin nicht gut mit Theorie, doch mit dem Reisen habe ich einen Weg gefunden, wirklich Dinge zu verstehen und zu lernen. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder nach Deutschland zu ziehen oder für etliche Jahre zu studieren. Jeder wählt seinen Weg, dies ist meiner, er ist bei weitem nicht perfekt, ich habe noch viel zu lernen, doch den ein oder anderen inspiriert es vielleicht, einfach etwas anderen zu machen. Hinzufügen muss man, seitdem ich diesen Artikel im Februar geschrieben habe, hat sich viel geändert und ich habe auch neue Einsichten. It’s a journey! And we shouldn’t be so serious! Niemand weiß, wie die Jobsituation in 10 oder 20 Jahren aussieht. Wird es Blogs überhaupt noch geben? Welche Jobs werden bis dahin „kreiert“? Mit was verdienen wir unser Geld? Who knows…Noch kurz zu Werte schaffen: Ich finde die Geschäftsidee, anderen Leute etwas beizubringen, wunderbar, solange es wie du ebenfalls sagst, einen Wert schafft. Und auch wenn es nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung umsetzbar ist, kannst du großes damit bewirken. Ben inspiriert viele junge Menschen, auch mal über den Tellerrand zu schauen und bringt genau diese Menschen zusammen. Und langfristig gesehen, kann dieser Weg bewirken, wirklich an unserem deutschen steifen Bildungssystem etwas zu ändern.
            Ganz liebe Grüße aus Laos!

          2. hmm, du sagst du kennst die Wertschöpfungskette aber verstehst nicht wo das Problem ist. Offen gesagt macht mich das ein bisschen stutzig. Vielleicht sehen wir das so unterschiedlich weil ich etwas stärker wirtschaftlich denke und evtl. auch von aussen in einem etwas grösseren Rahmen, während du da mehr drinnen steckst. Ich werde jetzt nachfolgend noch einmal versuchen meinen Punkt rüberzubringen indem ich klassische Wertschöpfung mit den ganzen Online-Businesses vergleiche. Wenn wir uns dann immer noch nicht verstehen sind glaube ich unsere Realitäten und Gedankenwelten einfach zu unterschiedlich.

            Erklärt wird die Wertschöpfungskette i.d.R. im Zusammenhang mit Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug. Vereinfacht könnte das so aussehen:

            1) Person A geht in den Wald und fällt einen Baum. Diesen verkauft er dann an Person B für 100€ + 19% Umsatzsteuer = 119€. Die 19 € Umsatzsteuer muss er ans Finanzamt abgeben

            2) Person B verarbeitet den Baum nun zu Holzplatten die er an Person C für 200€ + 19% Umsatzsteuer= 238€ verkauft. Die 38 € Umsatzsteuer muss er nun minus die 19 € Vorsteuer welche er an Person A bezahlt hat an das Finanzamt übergeben

            3) Person C zimmert nun aus diesen Platten einen schönen Tisch den er an den Kunden D verkauft.
            Dafür bekommt er 300€ + 19% Umsatzsteuer = 357€. Die 57€ Umsatzsteuer gehen wieder minus die bereits gezahlten 38€ Vorsteuer an das Finanzamt.

            Auf jeder Stufe wurde ein Wert geschaffen der entsprechend versteuert werden muss. Am Ende trägt der Kunde die gesamte Steuerlast in Höhe von 57€ durch den Vorsteuerabzug wird verhindert dass auf jeder Stufe der Wertschöpfung extra-Steuern für den Kunden anfallen. Das ist hier aber nicht so wichtig: der entscheidende Punkt für mich ist hier das auf jeder Stufe durch Abeit ein greifbarer Wert geschaffen wurde.

            Jetzt wollen wir mal auf die andere Seite der Gleichung gucken: Was haben wir wenn (etwas überspitzt formuliert) ein Haufen 21-25 Jähriger Motivationscoaches/Internet-Nomaden/ Travel-/Xy-Z-Blogger sich ihren Lebensstil finanzieren indem Sie ihre Services vermarkten:

            1)Blogger A verkauft einen Kurs in dem er beibringt wie man einen Blog schreibt und Geld damit verdient. Ohne diesen Kurs gekauft zu haben kann ich absehen das die Kernaussagen in etwas sind:
            a) Schreibe einen Blog mit Sachen die dich und andere interessieren
            b) Bau dir eine Base an Followern auf
            c) Verdiene Geld indem du ein Online-Produkt erstellst und an deine Follower verkaufst oder über Affiliate-Links die Online-Produkte anderer Blogger schmackhaft machst und so Provision kassiert.
            Womit wir quasi wieder bei dem Anfang dieses Punktes sind.

            2) Follower B lässt sich begeistern und kauft das Produkt. Yeah! Erfolg Blogger A hat seine Kohle gemacht (Plus Eventuell noch Blogger Z der Follower B über einen Affiliate-Link zu dem Produkt weitergeleitet hat) Aber wie geht es für Follower B weiter?

            Hier gibt es jetzt 2 Möglichkeiten:
            a) Follower B gibt sich nich genug Mühe oder hat nicht genug Ideen oder was auch immer. Auf jedenfall schafft er es nicht bis zu Punkt 1c) zieht nicht über Los und kriegt kein passives Einkommen. In diesem Fall ist für ihn kein Wert geschaffen worden und Blogger A hat lediglich seine Zahlungsbereitschaft für etwas abgeschöpft was ihm am Ende keinen Mehrwert bieten konnte.
            Hier endet es für die meisten.

            b) Follower B zieht das Programm das Blogger A ihm verkauft hat durch und siehe da er hat sogar Erfolg damit!! Was macht er nun? Er wird nun zu Blogger B und natürlich wird er auch Affiliate-Partner von Blogger A und vertreibt von nun an sein Produkt durch seinen Newsletter.

            3) Blogger B kann jetzt aber immernoch nicht von seinem Blog leben also was macht er? Richtig! Er kreirt und vertreibt sein eigenes Online Produkt das er in seinem und den Newslettern seiner Affiliate-Partner vermarktet. Aber Moment mal: Was soll das denn für ein Produkt sein? Darüber wie man selbstbestimmt und frei lebt indem man um die Welt reist und seinen eigenen Blog schreibt? Und hier wird es dann schon langsam eng. Klar er kann noch „Experte“ in irgendetwas werden und auf dieser Basis sein Produkt kreiren und hoffen das es gekauft wird.

            Da dies ein Endloskreislauf ist kürze ich hier mal ab und zähle auf wozu das in seiner Gesamtheit führt. Selbst wenn Blogger B noch auf eine eigene Idee kommt und diese verkaufen kann.
            – Immer mehr Blogs von denen nur wenige erfolgreich sein können
            – mit Affiliate Links überfrachtete Newsletter
            – eine Abdeckung von quasi jedem möglichen Thema und daraus folgernd
            – Tausende, oft sinnfreie Online-Produkte

            Das Marketingsystem das hier hinter steht und von Eben Peagan und teilweise auch Tim Ferris (durch die erweiterte 4h Workweek) bekannt gemacht wurde gibt es in den USA schon sehr lange und war mir auch schon bekannt bevor es nach Deutschland geschwappt ist. Klar gibt es einige wenige die damit sehr erfolgreich sind, wobei hier auch ganz klar die kulturellen Unterschiede zwischen dem englischsprachigen Markt und Deutschland mit einbezogen werden müssen. Genauso gut gibt es auch Leute die mit Network-Marketing sehr efolgreich sind und teilweise sogar Multimillionäre geworden sind, bloss kommen, hier wie dort, auf jeden gut sichtbaren Erfolgreichen Hunderte die ihm zu seinem Erfolg verholfen haben für die es dabei aber nicht geklappt hat.

            Ich denke die fehlende Wertschöpfung und auch die starke Anähnelung an das Schneeballsystem sollte hier jetzt so langsam wirklich für jeden, ob studiert oder nicht, erkennbar sein.

          3. Hey Tiam,

            danke für deinen ausführlichen Kommentar und deine Erklärung.

            Ich kann deine Sichtweise nun nachvollziehen, sehe das ganze aber etwas anders. Und ehrlich gesagt habe ich mir genau zu dem Thema oft Gedanken gemacht, weil ich Angst davor habe meinen Lesern (oder Käufern eines Buches etc.) keinen Mehrwert bieten zu können.

            Die Wertschöpfungskette aus deinem ersten Beispiel macht vollkommen Sinn und ist quasi ein „Klassiker“ unter den Wertschöpfungsketten.

            Zu deinem zweiten Beispiel möchte ich folgendes sagen: Ich möchte hier wirklich niemanden bekehren oder überzeugen einen Blog zu starten oder einen Kurs zu kaufen. Was ich mache ist auf z.B. das BlogCamp hinweisen oder den Starte einen erfolgreichen Blog-Kurs, weil ich weiß, dass diese Kurse ihr Geld wert sind und schon einige Menschen sehr coole Erfolge damit verbuchen.

            Es geht doch auch gar nicht darum, dass es irgendwann zu jedem kleinen Thema einen Blogger geben wird – ja, das wird so sein, aber das Internet bietet eben diese großartige Möglichkeit und warum sollte man die nicht nutzen, wenn man das möchte?

            Das nur als Exkurs.

            Wo ordnet sich denn zum Beispiel ein Coach oder ein Tony Robbins in deine Wertschöpfungskette ein? Was ist, wenn Tony Robbins ein Seminar macht für 1000 Leute und 500 danach durchstarten und 500 nicht?

            Was ist, wenn ich mich demnächst zum Trainer in gewaltfreier Kommunikation ausbilden lasse und mein Wissen daraus (für das ich viel Geld bezahlt habe) an andere weitergebe (kostenlos oder gegen Geld) und du davon in einer Weise profitierst, die langfristig dein Leben positiv verändert?

            Diese Veränderung bzw. dieser Wert ist vielleicht manchmal schwer messbar – aber das ist persönliche Weiterentwicklung generell. Und die Frage ist doch, ob ein Abschlusszeugnis einer Uni eher zeigt, dass die Uni einen Wert geschaffen hat, als ein junger Mensch, der mitten im Leben steht, seine Werte kennt, anpackt, sein Ding macht und damit auch letztendlich Wert für andere schafft (in welcher Weise auch immer) und damit seinen Lebensunterhalt verdient.

            Ein Schneeballsystem sehe ich da nicht und davon möchte ich mich auch ganz weit distanzieren.

            Ich finde deine Formulierungen zum Teil sehr grenzwertig und hoffe, dass meine Leser sie mit Bedacht lesen.

            Wirtschaftliche Theorien zu verstehen ist das eine, Tiam. Die geistige Flexibilität zu haben sie an die Realität anzupassen das andere. Und ich bin mir sicher, dass dir vor allem letzteres einen guten Job bescheren kann.

            Alles Liebe,

            Ben

          4. Hallo Tiam!

            Vielen, vielen Dank dafür, dass du deine Zweifel geäußert hast! Denn genau dieselben kamen auch mir, deine Beispiele und Erklärungen waren für mich gut zu verstehen, auch wenn ich mich höhst wahrschienlich nicht einmal annähernd so viel mit Wirtschaft beschäftigt habe wie du.
            Ein Schneeballsystem sehe bei der ganzen Blogger-Geschichte auch ich! Ein Haufen Blogger die nicht genug verdienen um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
            Die Antworten, die du erhalten hast, finde ich tatsächlich recht schwammig und sie haben mir nicht genug Aufschluss und Erklärung geliefert :/
            Daher muss ich selbst noch einmal darüber nachdenken..
            Ich denke, dass Zweifel durchaus berechtigt sind..

            Und an Tina:
            Das ist wirklich ein cooler Artikel und schön, dass es Menschen gibt, die ihr Leben da in vollen Zügen genießen – nichts desto trotz zu der finanziellen Frage: Du betonst oftmals, auch in den Kommentaren, dass dein Freund dich da auch „unterstützt“.
            Falls das zu persönlich ist, bitte ich um Verzeihung und lasse es unter den Tisch fallen – aber womit beschäftigt sich dein Freund?
            Hast du diesen Weg gewählt um über diesen Weg andere zu unterrichten?
            Denn du hast ja keine konkrete Vorstellung was ein zukünftiges Unternehmen angeht? :/

            Vielleicht bin ich da auch zu verkrampft und lebe zu wenig im Jetzt.
            Also – no offense, ich wünsche einen schönen Tag 🙂

  7. „Ich habe 24 Stunden kreative Ideen zu entwickeln und Wege zu finden, sie selbstständig umzusetzen“
    „“Die letzten zwei Jahre hatte ich Vollzeitjobs im Gastro-Bereich. […].
    Seitdem mein Freund und ich uns für diesen ortsunabhängigen Lifestyle entschieden haben, greift er mir auch finanziell unter die Arme […]
    In der Zukunft plane ich mein eigenes Business zu gründen und verschiedene Einkommensquellen aufzubauen. Wie das genau aussehen soll, steht noch in den Sternen.“

    Und wieder so ein Artikel, wo sich jemand selbst darstellt bis ins Unendliche. Die Dame ist seit drei Jahren unterwegs. Schreibt zum einen, dass sie 24 Stunden am Tag hat, um kreative Ideen zu entwickeln und selbständig umzusetzen, aber zum anderen, dass sie als Kellnerin arbeitet und von anderen finanziell unterstützt wird.

    Es klingt alles nach sehr viel Träumerei (sie schreibt ja selbst, dass sie keinen Plan hat, was und wie sie überhaupt gründen möchte).
    Ich denke, dein Blog könnte bessere Beispiel von Leuten aufgreifen, die sich für eine alternative Bildung entschieden haben und davon leben.
    Denn defacto, mag die Dame zwar richtig liegen, dass Studenten nicht so viel Zeit haben sich mit „Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Entrepreneurship, Selbstbewusstsein, NLP, Lifestyle Design, passives Einkommen, Bootstrapping etc.“ zu beschäftigen. Aber wenn sie VOLLZEIT als Kellnerin arbeitet, dann hat sie eben auch keine 24 Stunden am Tag Zeit, sich ihren Ideen herzugeben.
    Und oben sehen wir ja auch im Text, dass sie das auch gar nicht macht. Ebenso frage ich mich, warum sie denn in den ganzen drei Jahren noch nicht gegründet hat, wenn sie sich mit passiven Einkommen, Enterpreneurship, etc befasst.
    Für mich ist der Artikel zu Anfang ziemlich viel Augenwischerei, a’la „Ich bin viel Freier als Studenten, auch wenn ich nicht die Fachkompetenz aufbaue um effektiv zu gründen“ und zum Schluss wird es dann zu einem „Aber ich arbeite Vollzeit als Kellnerin, mein Freund unterstützt mich mit Geld, und obwohl ich mich seit Jahren mit bestimmten Thematiken befasse, habe ich trotzdem noch nichts auf die Reihe bekommen.“

    Wirklich, es gibt gute Beispiele für Entrepreneure, die die Welt ein bisschen besser gemacht haben, sich weiterentwickelt haben und auf alternative Bildung gesetzt haben, aber dieses „in den Tag hinein leben“, mit Gelegenheitsjobs und nichts vollbringen, weil sie eben doch nur so viel Freizeit hat, wie die meisten Studenten, finde ich persönlich, ist kein gutes Beispiel für einen Artikel zu alternativer Bildung.

      1. Ist schon okay – ist ja schließlich kein Kuschelblog 😉

        Ne, im Ernst: Ich finde konstruktiv-kritisches Feedback immer sehr willkommen.

        Danke dir also, dass du dir die Zeit genommen hast das alles niederzuschreiben!

        Ben

  8. Hey Pascal, ja auch ich find, ganz schön harsche Kritik, doch damit muss man rechnen, wenn man einen Artikel veröffentlicht. Du hast dich stark auf meine Gastro-Karriere bezogen, was auch so ziemlich das deutsche Schubladendenken wiederspiegelt. Einer der Gründe, warum ich nicht in Deutschland lebe 🙂 Ich finde, jeder sollte das im Leben finden und machen, was einen glücklich macht. Und das kann für dich etwas vollkommen anderes sein, als für mich. Beruflich frei sein, die Welt erkunden, Zeit für meine Beziehung haben sind zum Beispiel meine Prioritäten. Ich habe nie länger als 5 Monate am Stück gearbeitet. Mich zwischendurch immer mit neuen Themen beschäftigt. Eine Gründung ist gerade durch legal stuff bei einer Langzeitreise ohne festen Wohnsitz kompliziert: wo meldet man das Unternehmen an, wo zahlt man Steuern, welches Business kann vollkommen ortsunabhängig geführt werden. All diese Fragen müssen beantwortet werden. Klar hätte ich alles innerhalb der 4 Jahre machen können. Doch Karriere war nie mein Hauptfokus. Ich hatte andere Bereiche im Leben, auf die ich mich konzentriert habe. Ich weiß, langfristig muss ich eine Lösung finden, ich bin mir meiner Herausforderung und der Notwendigkeit bewusst.
    Ich finde meinen Artikel, im Gegensatz zu deiner Meinung, jedoch als einen passenden Beitrag zur Anti-Uni Community. Es gibt keinen perfekten Weg, jeder definiert Erfolg anders. Ich habe mich in den letzten Jahren unheimlich entwickelt, in Bereichen die mir vielleicht nicht blitzartig Geld verschaffen, doch mich zu einem besseren Menschen gemacht haben. Selbstreflektion, wie ich auch im Artikel betont habe, ist sehr wichtig. Ich habe mich stark von diesen starren deutschen Wertvorstellungen und Meinungen entfernt, und befinde mich immer noch auf einer aufregenden Reise der Selbstkenntnis. Vielleicht sollte ich einen neuen Beitrag erstellen, mit meinen aktuellen Erkenntnissen. I’m still learning 🙂
    Wo ist dein Beitrag?
    Liebe Grüße aus den Tropen

  9. HalloBen,
    ich freue mich das wir im gegenseitigen Verständnis endlich einen Punkt weiter gekommen sind.

    Mir ist selbst bewusst das dies ein schwieriges Feld ist wo es auch schwer ist konkrete Werte zu messen wobei dies nicht zwangsläufig bedeuten muss das diese fehlen. Ich finde es interessant das du gerade Tony Robbins als Beispiel rauspickst und ich selbst würde mich hüten ihn irgendwie vereissen zu wollen da ich selbst sehr gerne solche Inhalte aufnehme. Allerdings hast du dir hier auch die absolute Spitze rausgesucht und für jeden Tony Robbins,Les Brown und Eric Thomas gibt es Tausende Möchtegern-Motivationscoaches die nicht annähernd denselben Impact und Erfolg haben, womit wir wieder dabei wären das dies nur für wenige so klappen kann. (+ das solche Leuten ihren Erfolg im amerikanischen Raum haben wo diesbezüglich einfach eine andere Kultur herrscht)

    Wo da Werte geschaffen werden? Schwierige Frage, obwohl ich selbst ein Fan bin würde ich sagen zum grössten Teil wird einfach Zahlungsbereitschaft abgeschöpft, Entertainment quasi. Messbarer Wert entsteht evtl. dort wo Leute sich durch seine Messages angetrieben fühlen mehr zu tun und besser zu performen, das ist aber auch einer ganz anderen Message welche dort verbreitet wird geschuldet (Work Ethic).

    Diese messbaren Werte sind meiner Meinung nach noch schwer sichtbar, wenn Sie denn überhaupt vorhanden sind. Das du meine, zugegebenermassen absichtlich spitzen Formulierungen für grenzwertig hälst und dabei denkst deine Leser vor ihnen schützen zu müssen finde ich sehr interessant, zumal du nicht darauf eingehst was daran falsch ist. Ich habe nämlich das Gefühl das diese ein Kernproblem bei deinen Messages (die du mMn bisweilen auch etwas reisserisch verpackst) aufdecken für das du selbst bis jetzt noch keine Lösung gefunden hast und es deswegen lieber etwas in den Hintergrund stellen würdest. Das ist jedoch nicht konstruktiv man sollte Probleme und Herausforderungen immer offen besprechen um eine Lösung zu finden.

    Du fragst nach dem Abschlusszeugnis einer Uni und welchen Wert es schafft. Es dient als Nachweis darüber das der Besitzer in der Lage ist sich in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten und dass er sich intensiv mit bestimmten relevanten Themengebieten auseinandergesetzt hat (ich studiere übrigens an einer Hochschule mir ist aufgefallen das es hier massive unterschiede in punkto Praxisrelevanz – und nähe gibt, deshalb kann ich nur eingeschränkt für die Universitäten sprechen). Aber am allerwichtigsten ist dass es zeigt das man in der Lage ist etwas von Anfang bis Ende durchzuziehen, auch wenn es manchmal schwer, langweilig oder trocken ist – no quitting. Es ermöglicht Arbeitgebern einen ersten groben Überblick über die Fähigkeiten des Besitzers und gibt dem Besitzer Glaubwürdigkeit für den Fall das er sich selbständig machen möchte.

    Du magst der Meinung sein das die Uni/Hochschule hierfür nicht der richtige/beste Weg ist und das kann in manchen Fällen so sein. Klar Bloggen lernt man dort (noch?) nicht. Wahrscheinlich wohl weil es wie zuvor angesprochen kein besonders wertschöpfungs-relevanter Skill ist. Allerdings braucht man, wenn man seine Dienste irgendwie anbieten will irgendeine Art Glaubwürdigkeitsnachweis und du selbst hast ja gerade angesprochen dass du solche Zertifizierungen durchführen willst. Das ist auch ok, damit wählst du ein Berufsbild das evtl. an Universitäten so nicht unterrichtet wird (falls das so stimmt- ich kenn mich mit sozialen Berufsbildern nicht so sehr aus) und holst dir die entsprechende Ausbildung und Glaubwürdigkeit woanders her.

    Allerdings, und hier habe ich ein Problem, machst du allgemein und teilweise ziemlich undifferenziert Stimmung gegen institutionalisierte höhere Bildung wobei du auf einige durchaus vorhande Schwächen eingehst aber keine wirklichen nachhaltigen Alternativen aufzeigst. In dem Fall mit dem Bloggen bist du ja in deinem letzten Beitrag noch deutlich zurückgerudert durch die Aussagen du möchtest niemanden bekehren Blogs zu machen oder es gehe nicht darum das es zu jedem Thema irgendwann einen Blogger gebe. Dein Artikel Uni vs. Blog z.B zeichnet da in meinen Augen ein deutlich anderes Bild.

    PS: Tina freut mich das du an der Diskussion mit teilnimmst und sorry das ich dich bis jetzt noch aussen vor gelassen habe – es ist schon ein intensiver Austausch und ich befinde mich selbst gerade in einer Übergangsphase aber wenn ich mehr Zeit habe möchte ich auch auf deine Kommentare nochmal eingehen

    (Ich konnte diesen Kommentar nicht als direkte Antwort posten deswegen kommt er hier ganz nach unten)

    1. Hey Tiam,

      danke für deine lange Darstellung. Wir kommen langsam aber sicher zum Kern.

      Nach deiner Definition von „Wert schaffen“ würde demnach auch kein Professor an deiner Uni, der eine Vorlesung gibt einen Wert schaffen. Und auch den besten Büchern dieser Welt würdest du ihren „Wert“ nach deiner Definition absprechen. Und jedem Coach, jedem Trainer und jedem Berater, der nicht direkt nachweisen kann wie viel Geld sein Klient verdient hat.

      Sehe ich das richtig? (Ich frage vor allem, um Klarheit über deine Definition von „Wert“ zu bekommen)

      „Werte“ scheinen mir im Zentrum unserer Diskussion zu stehen. Für mich stellt prinzipiell alles, was die Kraft hat dein Leben positiv zu verändern, einen Wert dar. Daher schaue ich zum Beispiel keine Nachrichten mehr und lese keine News-Zeitungen mehr. Weil sie mir keinen wirklichen Wert liefern.

      Was meine Kommunikation und meine Klarheit angeht weiß ich, dass ich daran noch arbeiten muss. Ich will gar keine schlechte Stimmung gegen Unis machen – ich will nur zeigen, dass es Alternativen gibt für die, die nicht mit dem System zurechtkommen. Oder für die, die mehr wollen als nur dem „normalen“ Pfad zu folgen, dem alle folgen. Oder für die, die ihre Träume ernst nehmen (was nicht heißt, dass Uni-Studenten ihre Träume nicht ernst nehmen.)

      Ohne mich selbst zu sehr loben zu wollen ist es doch erstaunlich dass nach etwas mehr als 6 Monaten jeden Tag über 1.000 Leute täglich im Schnitt fast 3 Minuten auf diesem Blog verbringen. Klar liefere ich nicht jedem dieser 1.000 Leute einen Wert, der sein Leben total verändert, aber irgendwas muss da doch dran sein.

      Zudem zeigen mir die hunderten von E-Mails, dass meine Arbeit sehr wohl die Kraft hat die Leben von Menschen positiv zu verändern. Und wenn es nur ein kleiner Gedanke ist, der in deinem Kopf langsam heranreift und irgendwann zu sprießen beginnt.

      Mitternächtliche Grüße aus Portland,

      Ben

  10. Hallo Ben,

    klar wenn man das so eng auslegen würde käme auf eine Definition von Wert die sich selbst ad absurudum führt. Mir ist bewusst das man Wert nicht nur auf produzierende Tätigkeiten beschränken kann. (Was die Nachrichten angeht stimm ich dir übrigens vollstens zu).

    Was deine Blog-Follower angeht, und da zähl ich mich dazu, stimme ich dir zu, du lieferst Inhalte die es Wert sind dass man sich Sie ansieht. Allerdings muss man hier auch sagen das sich die Dynamik ändert sobald man Geld dafür verlangt. Ich schaue mir auch gerne lustige Videos auf Facebook an würde aber nicht sagen das ich bereit wäre dafür zahlen. Im Endeffekt kann man vielleicht in dem Hintergrund sagen das alles Wert schafft wofür Leute bereit sind Geld zu zahlen, wobei dies auch eine mängelbehaftetete Definiton wäre.

    Ich finde es nur schwierig, dass manchmal die Message rüberkommt nach dem Motto: „verzichte ruhig auf traditionelle Bildung, mach mal worauf du Bock hast und schreib nen Blog drüber irgendwann wird das schon alles gut“
    Klar ist Reisen geil, klar ist Freizeit haben geil, jeder macht das gerne (und gerade den Studenten wird ja häufig vorgeworfen sie würden sich vorm erwachsenenleben drücken) aber irgendwo muss man ja auch Geld verdienen und Potentiale schaffen langfristig seine Zukunft abzusichern.

    Und um an dieser Stelle mal den Bogen @Tina zu spannen gerade Beiträge wie dieser hier hinterlassen dann halt nen schlechten Beigeschmack. Wenn sich da jemand hinstellt und offen zugibt naiv in den Tag zu leben und das dann noch mit der Überschrift „Durch ein Selbststudium schneller zum Erfolg?“ versieht dann ist das in meinen Augen eine sehr zweifelhafte Message.
    Und wenn man das dann noch mit der proklamierten Selbstfinanzierung durch Online-Businesses verbindet….

    1. Hey Tiam,

      vergleichst du tatsächlich die Inhalte auf meinem Blog mit „lustigen Videos auf Facebook“? Schade. Naja.

      Ich gebe gerne Content for free raus. Und ich weiß auch, dass wahrscheinlich 95 % meiner Leser nie ein Produkt (sei es ein Buch oder ein Kurs) kaufen werden. Das ist auch okay für mich.

      Was die Message „verzichte ruhig auf traditionelle Bildung, mach mal worauf du Bock hast und schreib nen Blog drüber irgendwann wird das schon alles gut“ angeht erhoffe ich von meiner Leserschaft, dass sie meine Inhalte einordnen kann. Am Anfang war ich natürlich sehr euphorisch, gleichzeitig habe ich in vielen Artikeln auch schon gezeigt und offen gelegt, dass es nicht leicht ist. Und meinen Weg zu gehen empfehle ich auch niemandem.

      Das ich da noch Nachholbedarf habe was die Klarheit meiner Kommunikation angeht ist mir bewusst. Damit würde ich diese Diskussion dann gerne abschließen und mich wieder auf das Erschaffen von echten werten konzentrieren.

      Alles Liebe,

      Ben

  11. Hallo Ben,

    so war das nicht gemeint. Ich hoffe du nimmst es dir nicht zu Herzen.

    Was ich aber meine ist:
    1. Es aus dieser Ecke (Motivational, Self-Help etc.) sehr viel Content gibt (sowohl zu kaufen als auch frei verfügbar) und es dementsprechend sehr schwer und nur für wenige möglich ist damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. (Um so mehr wenn Sie andere dazu aufrufen es ihnen gleich oder ähnlich zu tun). Gerade in Deutschland ist die Zahlungsbereitschaft für so etwas deutlich geringer.

    2. Du meiner Meinung nach bisher nicht ausreichend sinnvolle Alternativen zu dem von dir so verschrienen traditionellen Bildungsweg gibst. Und gerade dieser Blogpost hier illustriert das für mich ganz besonders denn das was die Autorin hier beschreibt ist kein Weg zum Erfolg sondern einfach nur rumslacken.

    1. Hey Tiam,

      was Nr. 1 betrifft weiß ich nicht worauf du dich genau beziehst und woher du deine Vermutungen (eigene Erfahrung?) nimmst.

      Was Nr. 2 angeht sehe ich es nicht als meine Aufgabe an dir Vorschläge zu Bildungswegen zu machen. Ich teile gerne meine Erfahrung und meine Sichtweise auf die Dinge. Die Verantwortung für deinen Bildungsweg kann ich dir nicht abnehmen.

      Wenn du sagst „Und gerade dieser Blogpost hier illustriert das für mich ganz besonders denn das was die Autorin hier beschreibt ist kein Weg zum Erfolg sondern einfach nur rumslacken.“ ist das eine sehr starke Bewertung und fast schon eine Verurteilung. Sicherlich sind einige Formulierungen nicht optimal gewählt. Mit dem Blogpost möchte Tina aber sicherlich nicht dazu aufrufen, dass du sofort dein Studium schmeißt und um die Welt reist. Tina stellt ihre Meinung dar und berichtet über ihren Weg – nimm´ dir mit was du brauchen kannst und den Rest lässt du liegen – wie das Obstregal im Supermarkt.

      1. Hey Ben,

        zu dem ersten Punkt kann ich dir natürlich keine Studien oder Markforschungsberichte geben und als Self-Help-Guru habe ich mich auch noch nicht versucht. Das entspricht einfach meinen Beobachtungen und Einschätzungen. Bist du da anderer Meinung?

        Zu Nr.2: Ich erwarte nicht von dir (oder irgendjemand anderem) mir meine Verantwortung abzunehmen. Ich denke nur wenn du so eine Plattform/ein Projekt hochziehst wo du den bisherigen Weg Bildung/Ausbildung zu erlangen kritisierst und in Frage stellst dann ist es auch an dir sinnvolle Alternativen aufzuzeigen sonst ist das gesamte ganz und gar nicht konstruktiv und dabei sollte es sich dann auch nicht ausschliesslich um Sachen handeln die nur für Ben von Anti-Uni funktionieren.

        Was Tina angeht so sehe ich das nicht als Verurteilung, ist ja ok wenn das für Sie so (noch?) funktioniert und damit glücklich ist. Ich finde es aber eindeutig falsch einen Lebensweg wo man sich selbst mit Gelegenheitsjobs etc. über Wasser hält und dann im Endeffekt noch von anderen finanziell unterstützt wird als Erfolg zu präsentieren.

        Schlimmer noch sich dann, wenn jemand wie in dem Kommentar von Pascal, das anspricht sich beleidigt hinzustellen und sich ne Definiton von Erfolg zurechtzubiegen auf die das irgendwie noch passen kann. Wenn man nicht in der Lage ist für sich selbst ausreichend Brot auf den Tisch zu kriegen ohne das man auf die Hilfe von anderen angewiesen ist kann man in meinen Augen nicht von Erfolg sprechen egal wieviel Spass man dabei hat oder wie toll man sich dabei persönlich entwickelt.

        1. Hey Tiam,

          danke nochmal für deinen Kommentar.

          Ich möchte deinen Kommentar jetzt gerne so stehen lassen und dich lieber mit guten Artikeln und Taten überzeugen, als hier eine Diskussion bis ins Unendliche zu führen (die wir sicher respektvoll führen könnten.)

          Ich lade dich herzlich auf einen Kaffee ein, wenn du in Berlin bist.

          In diesem Sinne: Mach dein Ding (und ich mach meins),

          Ben

          1. Hi Ben.

            Ich finde es schade das du mir einfach Respektlosigkeit vorwirfst anstatt inhaltlich auf mich einzugehen. Wenn ich bei dir einen wunden Punkt getroffen haben sollte tut mir das leid.

            Ich möchte dass du mich nicht falsch verstehst, ich sehe und hinterfrage lediglich einige Dinge etwas kritischer gerade weil ich mich selbst auch schon damit beschäftigt habe. Grundsätzlich bin ich aber ein Befürwoter deiner Überlegungen und Ideen (sonst würde ich mir nicht die Zeit nehmen deinen Blog zu lesen und hier zu kommentieren) und ich glaube auch das wir bei vielen Dingen ähnliche Ansichten haben.

            Ich danke dir für dein Angebot, bei mir steht bald ein längerer Auslandsaufenthalt an, falls mein Abflugsort Berlin sein sollte werde ich gerne darauf zurückkommen.

            Viele Grüße,
            Tiam

          2. Hey Tiam,

            ich wollte dir keine Respektlosigkeit vorwerfen, keine Angst.

            Ich finde aber, dass es durchaus effektivere Wege gibt eine solche Diskussion zu führen als in den Kommentaren eines Blogs.

            Das war alles, was ich damit sagen wollte.

            Ich freue mich über deine kritischen Anmerkungen und versuche sie tatsächlich als Chance zu sehen für mich.

            Wie gesagt: Mein Angebot für einen Kaffee stehe. Du bist eingeladen.

            Viele Grüße,

            Ben

  12. Hi Tina,

    toll, Dein Weg – ich wünsche Dir weiterhin erfolgreiches „Work & Travel“ 🙂 Und erfolgreich ist das, was DU für DICH als Erfolg definierst – ich werde auch immer wieder damit konfrontiert, dass ich mit meinem Tun (noch 😉 ) kein Geld verdiene, dass das doch alles nix wert sei (sich für freie Bildung zu engagieren), dass mit mir etwas falsch sei … etc. pp. Es ist ein oft harter Weg, aber – ich glaube, Ben, Dir geht es da auch ähnlich – es ist MEIN Weg. Ich brenne für mein Thema, und ich glaube daran … auch dass ich Wege finden werde, es mit dem Geldverdienen zu verbinden.

    Manchmal denke ich, es ist gerade dieses „für etwas brennen“, was andere so konfrontiert … oder auch verunsichert? Weil sie es nicht kennen? Weil sie es sich wünschen aber nicht wissen wie hinkommen?

    Nun ja.

    Handeln statt diskutieren. Nichts ist überzeugender als Ergebnisse 🙂 Und nachdem ich jetzt endlich das Barcamp-Format kennengelernt habe, ist für mich klar, dass die Place2Grow-Lernorte im Barcamp-Format organisiert werden! 🙂

    Wer sich einbringen mag ist herzlich willkommen 🙂

    Engagierte Grüße aus Düsseldorf,

    Ulrike

    PS: Ben, am Freitag bin ich in Berlin – auf einen Tee? 😉

  13. Liebe Tina, Lieber Ben,

    ich hoffe ihr vergesst niemals, dass ihr trotz allem Mut und Kampfgeist den ihr aufbringt, Privilegien habt, die nicht jede/r hat. Euer Lebensentwurf kommt nur für eine weiße Mittel- bis Oberschicht überhaupt infrage. die American-Dream Ideologie – jede/r könne es schaffen, man muss es nur wollen – kommt deshalb zwangsläufig fast schon zynisch rüber (und zeigt, wie erfolgreich der Neoliberalismus uns seine Werte eingepflanzt hat.)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das reflektieren würdet, das macht eure tollen Beiträge nur noch wertvoller und verändert den Grundgedanken nicht wirklich.

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