Die EINE Sache, die du nicht an der Uni lernst.

wer bin ich wirklich

Stell dir vor du bist an der Uni deiner Träume. Du rockst.

Du machst einen guten Abschluss und verlässt die Uni mit einem Gefühl der Euphorie. Niemand kann dir etwas.

Du fühlst dich wie ein Superstar.

Dein Erfolg wird unausweichlich sein. Du hast einen guten Abschluss.

Weil du einen guten Abschluss hast, werden dich andere schätzen. Sie werden dich ernst nehmen und auf dich bauen.

Du fühlst dich wie der König der Welt. Und dein Abschluss hat es dir ermöglicht.

Das Ende der Flitterwochen

Dann eines Tages enden deine Flitterwochen. Du wirst mit ernsten Tatsachen konfrontiert.

Im Job angekommen merkst du, dass es niemanden mehr kümmert, dass du einen guten Abschluss hast.

Plötzlich wirst du an anderen Kriterien gemessen:

  • Kannst du selbstständig arbeiten, Visionen aufstellen, dich für eine Sache einsetzen?
  • Arbeitest du gut mit anderen zusammen und kannst sowohl klar also auch empathisch kommunizieren?
  • Kannst du dich selbst motivieren?
  • Kannst du mit schwierigen Situationen und Unsicherheit umgehen? Bist du bereit Risiko einzugehen?

Du realisierst: Dein Erfolg hängt auf lange Sicht nicht von der Note auf deinem Abschlusszeugnis ab.

Selbstkenntnis – ein Erfolgsfaktor?

Dein Erfolg auf lange Sicht hängt von einem Mix aus Kompetenzen und Fähigkeiten ab. Und ganz wesentlich vor allem von einem Faktor:

Deiner Selbstkenntnis.

Selbstkenntnis ist die tiefgehende Kenntnis deiner Interessen, deiner Stärken und Schwächen, deiner Grundwerte und deiner persönlichen Gewohnheiten.

Du hast eine hohe Selbstkenntnis wenn du Fragen beantworten kannst wie:

  • Was sind meine tiefsten Bedürfnisse und wie schaffe ich es sie zu erfüllen?
  • In welchem Umfeld arbeite ich am besten und produktivsten?
  • Wie kann ich persönlich mit meinen Talenten die Welt zum besseren verändern?

Wenn du dich selbst nicht gut kennst wird es dir sehr schwer fallen Arbeit zu finden, die dich wirklich glücklich macht.

Wenn du dich selbst nicht kennst wird es dir schwer fallen wirklich befriedigende und tiefe Freundschaften zu schließen.

Es wird dir schwer fallen echten Respekt zu bekommen und authentisch zu sein.

Je besser du dagegen dich selbst und deine persönlichen Bedürfnisse kennst, desto besser kannst du deinen eigenen Kompass danach ausrichten.

Je besser du dich selbst kennst desto eher werden dich Menschen respektieren.

Je besser du dich selbst kennst, desto eher wirst du wirklich tiefe und ehrliche Freundschaften knüpfen können.

Je besser du dich selbst kennst, desto eher wirst du mit deinen Talenten und Stärken wirklich die Welt verändern können.

Selbstkenntnis entwickeln

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Natürlich ist es möglich Selbstkenntis im Rahmen der Uni zu entwickeln.

Gleichzeitig passiert es nicht selten, dass Menschen sich nach der Schule oder der Uni weniger gut kennen als vor dem Eintritt in das Bildungssystem.

Unser Schul- und Hochschulsystem ist nicht als Ort gedacht, an dem du dich selbst kennenlernen kannst.

Sie sind Orte an denen du aus-gebildet wirst.

Fachlich vorbereitet wirst für dein späteres Berufsleben.

Ich persönlich habe mich erst richtig kennenlernen können, als ich den Mut hatte das Bildungssystem für eine Weile hinter mir zu lassen. Erst in Nicaragua hatte ich die Freiheit und Zeit mich wirklich intensiv mit mir selbst auseinanderzusetzen.

Das ist natürlich bei jedem anders und ein sehr individueller Prozess.

Dennoch verwundert es mich immer wieder sehr wie viele Menschen sich auch nach der Uni noch nicht wirklich kennen.

Oder wie viele Menschen erst mit Ende 20 ihr Leben komplett umkrempeln.

 

Ich glaube die wirklich wichtigste Frage, die wir uns in unseren jungen (und auch nicht mehr so jungen Jahren) stellen können ist:

Wer bin ich wirklich?

Je besser wir uns selbst kennen, desto besser funktioniert unserer innerer Kompass. Desto eher können wir unserer Intuition vertrauen und wirklichen persönlichen Erfolg und Zufriedenheit finden.

 

 

 

Wie würdest du persönlich deine Selbstkenntnis einschätzen und was hat dir bisher geholfen mehr Selbstkenntnis zu erlangen?

 

 

 

P.s.

Mit unserer alternativen Online-University wollen wir dir unter anderem helfen mehr Selbstkenntnis zu erlangen. Wenn du informiert werden willst, wenn es Neues gibt, dann kannst du dich hier eintragen.

Ein guter Schritt zu mehr Selbstkenntnis ist zudem die Auseinandersetzung mit deinen eigenen Grundwerten.

 

 

 

Bilder: Marsel Minga und Harshit Sekhon

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9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Du hast ja so recht.
    Auch ich kerne mich selbst gerade erst kennen. Und das mit 26 und bereits 2 Jahren nach Berufseinstieg. Mir fiel erst jetzt auf wie kaputt mich mein vermeidlich erfolgreiches Berufsleben macht. Deshalb beschäftige ich mich gerade viel mit mir selbst und der Suche nach dem Ding was wirklich zu mir und meinen Werten passt.

    Vielen Dank für diesen Beitrag, der mir aus der Seele spricht 😉

    Judith

  2. Hey, Ben! Ich denke, dass ich älter bin (31) als dein normales Publikum ((anti-)Studenten 20-28), aber ich habe immer noch Probleme mich selbst zu finden. Ich habe schon viele deine Beiträge gelesen, aber nur bei diesem einen wollte ich wirklich meine Kommentare hinterlassen. Du hast ABSOLUT Recht mit dem, was du hier geschrieben hast. Ich habe schon im Ausland gearbeitet und Praktika hier in Deutschland gemacht. Und seeehr viele Situationen haben meine Seele gequellt, weil ich mich mit Kollegen nicht authentisch verhalten konnte und deswegen entbrannten einige Konflikte. Und wie (?!) sollte ich es machen, wenn ich selbst nicht wusste, WER ich WIRKLICH bin!? Auf jeden Fall –> vielen Dank für diesen Artikel 🙂

    1. Hey Irina,

      danke für deinen Kommentar – und für den Artikel: nichts zu danken!

      Mein Gefühl ist, dass wir diese Erkenntnis (also, dass wir uns eigentlich selbst kaum kennen) in der Regel erst recht spät im Leben haben. Manche nach dem Studium, manche in der quarter life crisis, andere in der mid life crisis.

      Jungen Menschen zu helfen, herauszufinden WER sie eigentlich sind ist definitiv eine meiner Lebensaufgaben geworden.

      Denn: Wenn wir uns selbst kennen, dann sind wir auch authentisch und können andere Menschen inspirieren mit dem was wir tun.

      Alles Liebe und mach weiter dein Ding!

      Ben

  3. Lieber Ben,

    Selbstfindung ist auch immer eine Frage des „Wer möchte ich sein?“ Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein jeder auch zu dem werden kann der ein sein möchte.

    Das Einzige was uns davon abhält ist der fehlende Mut und die Angst des Scheiterns. Auch ich denke immer wieder nach, ob das Studium, das ich im Moment mache, das richtige für mich ist, oder ob nicht ein anderes sinnvoller wäre und mir mehr entsprechen würde.
    Das ist aber eine schwierige Entscheidung, denn sie könnte ja auch falsch sein 😉
    Und wer begibt sich schon gerne freiwillig in den freien Fall 😀

    LG Johannes

  4. Ich sehe das ebenfalls so, denn nach dem Abitur schwanke ich zwischen einem Informatik-Studium und einem Studium der Alten Geschichte im geisteswissenschaftlichem Bereich. Ich weiß, dass das eine mit dem zunehmenden technischen Fortschritt bessere Berufsaussichten (auch mit Bachelor-Abschluss) ermöglicht, während das andere eine Leidenschaft sowie meine Interesse Nr. 1 ist, welche jedoch mit längerem Aufwand und schlechteren Berufsperspektiven verbunden ist. Um nicht fachfremd arbeiten zu müssen, wird dann hier eine längere Studiendauer (Promotion) und die Akzeptanz von nur befristeten Stellen nötig.
    Sowohl Verdienst als auch Familiengründung sind hierbei eher beeinflusst.
    Man könnte Geisteswissenschaften als Abhilfe neben einem anderen und besseren Studium autodidaktisch studieren. Dennoch sind selbst hier Hindernisse gesetzt: Der Begriff „Hobbyhistoriker“ ist abwertend und klingt als ob jemand in seiner Heimat Dinge zusammenbastelt. Publikationen gibt es meist nur vom universitären Personal – demnach also frustrierend. Frage: Welche Chancen hätte man also für eine eigrne Publikation jenseits der Uni und ist die Bezeichnung „Historiker“ wirklich immer nur nach einer Universitären Karriere zu fuhren ?

    1. Hey Christoph!

      Danke für deinen Kommentar! Zunächst mal denke ich, dass du dich auch „Historiker“ nennen kannst, wenn du nicht an der Uni forschst.

      Prinzipiell würde ich immer das machen wofür ich ein größeres Interesse habe – ohne dir damit jedoch einen Ratschlag geben zu wollen.

      Eine Möglichkeit wäre die beides anzuschauen über eine bestimmte Zeit. Über den Zeitraum von einem Jahr zum Beispiel – du schnupperst rein, sammelst ein wenig praktische Erfahrung und dann kannst du entscheiden.

      Das wäre eine Idee, die mir spontan einfällt.

  5. Heyho lieber Ben 🙂

    ich mag deine Texte. Diese Fähigkeit deine „alternativen“ Gedanken so gut verständlich auf den Punkt zu bringen ist beneidenswert, ebenso dein Mut!

    Ich würde mir wünschen das überhaupt mehr junge Menschen auf die Idee des „Sich selbst und seine Vorstellungen vom Leben und dem persönlichen Glück Infragestellens“ kommen und so von einem weit aus früheren Zeitpunkt an beginnen sich mit ihrem persönlichen wahren Charakter auseinander zusetzten und damit bestenfalls zu einer Art Selbsterkenntnis gelangen (wenn auch diese natürlich stetig weitergeführt werden sollte…)

    Mein Problem besteht jedoch nicht im mangelnden Bewusstsein der „WER bin ich, WAS will ich, und WARUM?“ -Fragen sondern eher in der Umsetzung…. Ich bin gerade mal 19 Jahre alt, habe verschiedenste Erfahrungen mit dem Leben und seinen Tücken gemacht und glaube mich selbst doch recht gut zu kennen (was nicht heißen soll das ich mit allen Abgründen meiner Persönlichkeit zurfrieden wäre :P), bin jedoch noch nicht wirklich zu einem Entschuluss gekommne, wie ich mir mein Arbeitsleben denn eigentlich vorstellen könnte, geschweigedenn aus welchen Bestandteilen dieses bestehen soll .

    Für Menschen, die nach einer abgeschlossenen Ausbildung da stehen und dann ihr Leben auf den Kopf stellen wollen, ist das dann wohl ein Vorteil – sie werden schließlich niemals mit nichts dastehen.
    Was also rätst du einem jungen Menschen der noch ganz am Anfang seiner Arebitserfahrung steht außer sich selbst kennen zu lernen?
    Was wenn diese Selbsterkenntnis erst mit zunehmender Reife zu einer Idee, wie das Leben denn nun ablaufen soll, führt?

    Ich freu mich auf einen weiteren inspirierenden Beitrag 🙂

    nachdenkliche Grüße, Pia

    1. Hey Pia,

      danke für die Blumen und deinen Kommentar.

      Nun – erst mal ist es sehr cool, dass du von dir sagst schon deine Erfahrungen gesammelt zu haben und ein ganz gutes Bewusstsein zu haben für das wer du bist, was du willst und warum du das tust.

      Wenn dem so ist, dann kann ich mir gar nicht vorstellen, dass du NICHT weißt, was du tun sollst 😉

      Um eine Vorstellung zu bekommen eignen sich aus meiner Erfahrung und Beobachtung prima praktische Erfahrungen. Also Praktika, kostenlos zu arbeiten für Leute, die du inspirierend findest und von denen du lernen willst so wie Charlie Hoehn zum Beispiel das gemacht hat und in seinem Manifest beschreibt (http://charliehoehn.com/wp-content/uploads/2013/12/Recession-Proof-Graduate-by-Charlie-Hoehn2.pdf ). Also einfach ausprobieren! Da hast du den Vorteil, dass du noch so jung bist und ja eigentlich nichts zu verlieren hast, oder?

      Weiterhin viel Spaß beim Lesen! Ich freue mich auf weitere Kommentare von dir, Pia!

      Lg, Ben

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