Brief an meine Mutter

Hey Mum,

ich erlaube dir, dass du dich für mich schämst.

ich finde es okay, dass du manchmal wütend auf mich bist.

ich finde es okay,

wenn du mich manchmal nicht verstehst

oder nicht nachvollziehen kannst

warum ich tue was ich tue

oder warum ich schreibe was ich schreibe.

Gleichzeitig erlaube ich mir selbst

Dinge zu teilen, die ich nicht teilen würde,

wenn ich auf dich oder jemand anderen da draußen

oder in meinem Leben

Rücksicht nehmen würde.

Manchmal mag es richtig und wichtig sein, Rücksicht zu nehmen.

Und ich liebe dich.

Ich spüre deine Liebe und deine Fürsorge.

Und irgendwie merke ich auch, dass du an mich denkst.

Dieser Band zwischen uns, der muss nicht sterben.

Ich habe eher das Gefühl, dass er gerade stärker denn je werden kann.

Ich weiß mittlerweile, dass ich nicht für deine Gefühle und deine Scham verantwortlich bin.

Genauso wie ich für die Gefühle keiner Person, die Scham von niemandem und die körperlichen Sensationen keiner Person, die das das hier liest verantwortlich bin.

Das bist und machst alles du. Das spürst alles du.

Gleichzeitig, Mum, bin ich dankbar, wenn du versuchst mich zu verstehen. Das schätze ich wirklich sehr.

Auch wenn ich weiß, dass du mich wahrscheinlich nie ganz verstehen wirst –

genau wie ich dich nie ganz verstehen werde,

genau wie ich meine Freunde,

wie ich meine Partnerin

nie ganz verstehen werde.

Lange Zeit habe ich mir gewünscht doch irgendwann komplett verstanden zu werden.

Aber ich glaube das wird es nie geben. Denn ich verändere mich die ganze Zeit. Und ich verstehe mich ja selbst manchmal nicht.

Wie sollte ich dann von anderen erwarten mich zu verstehen?

Du kannst mir zuhören. Mir deine volle Aufmerksamkeit schenken.

Mit mir präsent sein. Mir sagen was du spürst.

Dann ist rein rationales Verständnis Nebensache.

Denn dann sind wir einfach. Zusammen. In dem Moment den wir teilen.

Und das ist alles, was wir haben.

In Liebe,

Dein Sohn

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38 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Ben,

    danke für den sehr persönlichen Einblick! 🙂

    Ich hab mich an einigen Stellen wiedergefunden. Vielleicht sollte ich mich mal wieder länger mit meiner Mum unterhalten, ich glaube da gibt es auch ein paar Dinge zu bereden.

    Beste Grüße

    Stefan

  2. Du sprichst mir wahrhaftig aus der Seele!

    Und dieser Part:
    „Und ich verstehe mich ja selbst manchmal nicht.

    Wie sollte ich dann von anderen erwarten mich zu verstehen?“

    ist sooo gut! Du hast so Recht 🙂 ich erwisch mich selbst auch oft dabei, es anderen soooo gut zu erklären, damit sie es zu 100% verstehen. Aber oft kann ich es selbst nicht erklären, weil ich es selbst nicht verstehe (wie du es halt schreibst haha). Ich denke, oft reicht einfach das Gefühl, was man selbst bei einer Sache hat und das Verständnis von anderen, auch wenn man nicht die perfekten Worte dafür findet.

    Hugs,
    Linda

    1. Finde auch, dass es manchmal schwierig ist, die Dinge mit den richtigen Worten zu beschreiben. Ben hat es meiner Meinung nach gut hinbekommen und uns an seinen Gedanken teilnehmen lassen. 🙂

  3. Hi Ben,
    eine klasse Sache, dass du auch solch persönliche Inhalte mit uns teilst. Auf jeden Fall nicht selbstverständlich und gewöhnlich, aber gerade dies macht dich ja so authentisch und liebenswert! 🙂

    Ich bin ja schon mal gespannt, wie mein Umfeld reagieren wird, wenn ich einen anderen Weg einschlagen werde…naja ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch!

    Mich interessiert noch, wie nun allgemein dein Verhältnis/Kontakt zu deinem „alten Umfeld“ im Moment ist. Und wie deine Mutter auf deinen Brief reagiert hat.

    Halt uns auf dem laufenden,
    Jonas 🙂

  4. Hi Ben,

    Klassse-Text! Da finden sich sicher all die Leute wieder, die ihren eigenen Weg gehen und ihre Mutter bzw. ihre Eltern lieben. Ich habe jedenfalls mehrmals heftig genickt beim Lesen. 😉

    Ich glaube, es gehört zum Reifen dazu, irgendwann zu erkennen, dass kein Mensch dich je 100 % verstehen wird. (Auch – oder erst recht? – deine Eltern nicht…)

    Im nächsten Schritt kannst du im persönlichen Prozess entdecken, dass dieses vollkommene Verstandenwerden gar nicht notwendig ist für ein gutes Miteinander und ein gutes Lebensgefühl.

    Und dann kann man das Schöne am Andersartigen entdecken. Das Fesselnde am individuellen Weg. Das Inspirierende an den Erfahrungen anderer Menschen.

    Und so vervollkommnest du deine Persönlichkeit.

    Viele Grüße

    Axel

  5. Hey Ben,
    ich bin eine 47-jährige Mutter von einem 17-jährigen Sohn, der sich gerade enorm schwer tut mit seiner Ausbildung, der aussteigen will und bereits sehr „anders“ lebt als der Mainstream. Ich kann seine Kritik und Zweifel an unserem System nachvollziehen und teile sie zum Teil auch – und doch möchte ich, dass er noch 1 3/4 Jahre durchhält und seinen Abschluss macht… Deswegen werde ich ihm deine Website nicht zeigen…. Ich finde aber super was du machst, bewundere deinen Mut, bin beeindruckt, wie reflektiert du mit 23 bist – und vor allem berührt mich, wie offen du deine Gefühle ausdrückst. Ich habe die ganze Zeit geheult, als ich diesen Text gelesen habe…. Fühle mich mit dir und deiner Mutter im Herzen verbunden. Bleib dran, die Welt braucht Menschen wie dich! Veronica

  6. Wow Ben,
    dein Text berührt mich. Ich mag deine Schreibe. Direkt und offen. Ohne Angst vor „zu viel“ Ehrlichkeit.
    Die Beziehungen zu unserer Familie oder auch zu langjährigen Freunden müssen, denk ich, immer wieder neu definiert, ausgelotet werden. Konfrontationen und kleine Krisen gehören dazu und lassen uns letztlich, wie du das auch beschreibst, näher zusammenkommen.
    Danke, dass du deine Gedanken und Gefühle mit uns teilst.
    Es ist eine Gabe so zu schreiben, dass andere sich in deinen Worten wiederfinden.
    Du gibst deinen Lesern viel.
    Liebste Grüße
    LuCy

  7. Wenn Verstehen = Wort+Sachbezug ist, und keiner in meine Sachbezüge schlüpfen kann,
    Was ist dann Verstehen? Ich fühle mich wie auf einer Insel des Friedens mit mir Silja Ilka M. Nathe nur ich ganz allein ohne Zugang zu „irgend jemand anderen“.
    Wenigstens kann ich eure Wärme spüren, eure Güter tauschen.
    Aber ihr habt keine Sachbezüge zu meinen Worten.
    Nur eure eigenen Erfahrungen.
    Da sprichst du mir aus der Seele, Ben. Über genau das Gleiche habe ich lange Zeit nachgedacht.
    Silja

  8. …und auch wenn Ihr Euch manchmal mißversteht, anderer Meinung seid, Euch aneinander reibt – genieße jeden Augenblick, den Du mit Deiner Mama erleben kannst – gerade heute am Tag des Jahreswechsels, wo ich dazu neige, ein wenig Melancholie zuzulassen muss ich über Deinen Artikel stolpern – ich hatte ein nicht immer leichtes Verhältnis zu meiner Mama, aber jetzt, wo sie nicht mehr da ist, fehlt sie mir jeden Tag…

  9. Das ist eine Strategie jemanden zu mobben
    Aus der Gesellschaft heraus
    „Alles sei scheiße“,“Schule sei schlecht“, „Uni ist zum einschlafen“,…
    Die flößen Dir diese negativen Gedanken solange ein
    Bis du nachgibst
    Und weg willst.

    Sobald du weg bist
    Wirst du als Verächter der Gesellschaft
    Dargestellt
    Als Irrer, der nicht weiß, was gut ist.

    Unser Leben ist gewalttätig. Vor allem auf mentaler Ebene. Psychische Gewalt. Ich weiß nicht mehr wohin
    Ich mich flüchten soll
    Vor lauter gewalttätigem Unsinn

    1. Liebe Silja,
      mich wundert, dass Dir noch niemand geantwortet hat.
      Denn Deine Worte sind auch aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar!

      Das ‚Problem‘, das das sich dahinter verbirgt, ist doch, dass
      wir uns viel zu wenig selbst kennen und viel zu viel darauf geben, was uns die gespaltene Gesellschaft mal von der einen und mal von der anderen Seite zu verstehen geben will:
      „Komm zu uns, denn…..“
      (für die jeweilige Gruppierung sind meistens die anderen die ‚Bösen‘)

      Man weiß nicht, zu wem man gehört, resp. welcher Gruppe man sich anschließen soll, um es ‚richtig‘ zu machen.
      es gibt aber in DEINEM* Leben kein richtig oder falsch.
      Es gibt nur ein ‚Ich bin‘ oder anders ausgedrückt das Sein.

      Wenn Du* weißt, wer Du* bist, und das gilt es herauszufinden,
      wirst Du* auch mit gestärkter Meinung sagen:
      ‚hier finde ich mich wieder, das entspricht meinem Wesen, meinem Charakter.‘ Egal wofür Du* Dich entscheidest.

      Wenn man Leistungsverweigerer sein will, soll man es sein.
      Wenn man leisten will, soll man leisten.
      Wenn man Lebenskünstler sein will, soll man das tun.

      Es ist nirgends in Stein gemeißelt, wer DU* zu sein hast.
      Entscheidend ist, ob Du* Deine Sicht der Dinge, mit Überzeugung vertreten kannst — und es spricht nichts dagegen, seine Meinung im Laufe seines Lebens zu verändern; das zeugt nur von Fortschritt und Entwicklung.

      Viel Glück in Deinem Leben!

      * das Du ist stellvertretend für das ‚man‘ geschrieben…

  10. Hm hm…

    Ich kenne das sehr gut.
    Ich könnte da eine ähnliche Geschichte erzählen:

    Ich hatte mein Diplom in Wirtschaftsingenieurswesen gemacht, war noch kurz an der Börse tätig und habe dann alles hingeschmissen.

    Meine Mutter versteht das bis heute nicht und immer ist irgendwer oder irgendwas anderes im Außen Schuld.

    Daß uns das Geld allesamt gerade zu Systemsklaven macht – egal ob schon in der Schule oder in der Arbeitswelt – verstehen die wenigsten.
    Denn das ist – wenn wir noch weiter hinter den Vorhang gucken – auch der Grund warum soooo viele Beziehungen gerade kaputt gehen.

    Einige Menschen wie Du möchten die Welt verändern. Und die anderen möchten, daß sie so bleibt, weil sie sich sonst auch verändern müßten – ein Klassiker der Komfortzone.

    Denn wenn ich zum Beispiel über humanere Zahlungsmittel wie Regionalgeld usw. ins Schwärmen komme, ist die uns findende Schenkwirtschaft auch nicht mehr weit.
    (Vgl. u.a. „Der grüne Planet“)

    Nun mein lieber Ben,
    Ich hoffe für Dich und Deine Mutter, daß Ihr zueinander findet.
    Denn ich habe meine Mutter (sowie meinen Vater und meine 3 Brüder, die zu ihr halten) leider loslassen müssen…

    Und falls nicht, so hoffe ich, daß Dir zumindest folgendes bewußt ist:

    Das, was Seelen wie wir gerade erleben, ist etwas besonders.
    Denn mich erfüllt es jedesmal mit Demut, wenn ich ausgerechnet in dieser Zeit eines evolutionären Gesellschaftswandels leben darf – und dazu auch noch aktiv und bewußt mitgestalten. 🙂

    Bleib stark und mach weiter Dein Ding! 😉

    Alles Liebe,
    Martin

  11. Meine Mutter hat alles für mich getan.

    Ich blieb dabei ein völlig unselbstständiger Mensch.

    Ich habe erst mit 30 gemerkt, dass ich auch ein Selbst habe, selbst kochen kann, selbst mein Bett machen kann.

    Meine Mutter hat mich wie eine Prinzessin behandelt.

    Das Resultat ist eine Hartz4-Empfängerin.

  12. Ich bin auch eine „Mom“ eines inzwischen schon fast erwachsenen Sohnes. Und, wie es das Schicksal so will, bin ich irgendwie viel radikaler als mein Sohn ;).

    Mit Dir als Sohn hätte ich überhaupt kein Problem. Vielleicht findet Deine Mom auch noch dazu, Dich rundum mit allem, was Du tust und bist, zu akzeptieren. Vielleicht braucht sie nur noch Zeit, denn vermutlich verlief euer Leben bislang in ganz konventionellen und absehbaren Bahnen…

    Wie Du schon schreibst, verstehen wir uns vermutlich nie zur Gänze, wir können es nur versuchen. Darum ist das vermutlich Beste, was wir machen können, den anderen zu unterstützen in seinem Vorhaben, ohne Bevormundung, Kritik oder sonstig Hinderndes… Vielleicht ist darum auch das Beste, was Du gemacht hast, nämlich sich zunächst davon zu lösen – als „Kind“ – von seinen Eltern zur Gänze verstanden zu werden. Vielleicht setzen wir aber auch „verstehen“ zu leicht gleich mit „lieben“. Und dann haben wir ein Problem.

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg, ich bin mir 100% sicher, wer seinem Herzen folgt, dessen Leben wird reich und erfolgreich sein, egal in welcher Richtung, aber vor allem damit, dass es für ihn/sie persönlich einfach „passt“. Wherever it leads to it will be good!

    Herzliche Grüsse von
    Rosa

  13. Immer noch ein Sklave

    Lieber Ben,
    meines Erachtens stehst du erst am Anfang deines (erleuchteten) Weges.
    Du setztest die „richtigen“ initialen Schritte, zogst allerdings teilweise die falschen Schlussfolgerungen und scheinst dich ein wenig verrannt zu haben.
    Du hast erkannt, dass sich das „System“ für dich persönlich nicht richtig anfühlt, und dass du daraus ausbrechen möchtest. Irgendwann musstest du dann aber vermutlich realisieren, dass du nicht komplett ausbrechen kannst, wenn du dir selbst noch einen gewissen Lebensstandard bewahren möchtest – also war deine Schlussfolgerung, dich selbstständig zu machen, um nicht mehr Sklave eines „Chefs“ zu sein, weil du dann dein eigener bist. Du bist nun allerdings nicht nur dein eigener Chef, sondern auch dein eigener Sklave, und implizit Sklave der Wirtschaft (again).
    Schau dir doch deine Bücher-Challenge aus 2014 an: der Großteil der Bücher ist wirtschaftlich und auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet – und das, wo es doch so viel interessante Weltliteratur zu lesen gäbe, die nicht darauf abzielt, sich selbst materiell zu bereichern!
    Auch die Bücher-Challenge an sich widerspricht deinen grundsätzlichen Ansichten (oder zumindest meiner Auffassung davon): du verlangst von dir selbst, ein Jahr lang ein Buch pro Woche zu lesen – aber weshalb dieser „Eigenzwang“? Du solltest lesen, wann dir danach ist, und nicht, weil du es dir selbst auferlegt hast, ein Buch pro Woche zu lesen – ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass du JEDE Woche Lust dazu hattest.
    Insgesamt scheinst du, aus der Not heraus, Geld zum Überleben zu benötigen, wie ein normaler Angestellter einen großen Teil deiner eigentlich freien Zeit für die Wirtschaft (deinen eigenen wirtschaftlichen Erfolg) aufzuwenden. Dein einziger Vorteil ist, dass dir deine Tätigkeit Freude bereitet, weil du dir deinen Arbeitsplatz selbst gestalten konntest.
    Es gibt aber auch viele Angestellte, die ihren Job gerne machen.
    Weil dein Anti-Uni-Projekt (und alles was dazu gehört) offenbar dein erstes Projekt ist, welches dir richtig Freude bereitet und dich erfüllt („Selbstverwirklichung“), wird du auf einem Auge blind und erkennst nicht, dass du einen vermutlich zu Großen Teil deiner eigentlich freien Zeit darin investierst. Du lässt dich also nicht von einem Chef, aber von deiner eigenen Idee versklaven.
    Eigene Ideen sind etwas extrem Schönes, Machtvolles und (für dich selbst) auch Gefährliches. Die Begeisterung kann Jahre andauern und du wirst vermutlich erst sehr spät erkennen, dass du dich in den Sog deiner Idee hast hineinziehen lassen, und akzeptiertest, dass sie dabei den Großteil deiner eigentlich freien Zeit auffrisst.

    Lieber Ben, ich kann dir nur raten: versuche es doch mal mit Downshifting/Zeitwohlstand.
    Arbeite zum Beispiel 3-3,5 Tage pro Woche (darf ruhig auch eine reguläre Anstellung sein) und LEBE die restlichen 3,5-4 Tage einfach. Sieh dir zu Fuß das Land an (gern auch dein Eigenes, man muss nämlich nicht reisen, um sich selbst zu finden), treibe Sport, lies Weltliteratur (nicht nur Wirtschaftsliteratur), und mach, wozu immer du sonst Lust hast, ohne dabei deine eigene Erwerbstätigkeit im Hinterkopf zu haben.
    Nimm dir nicht zum Ziel, durch deine Selbstständigkeit reich zu werden, um dann frei zu sein – denn dann lebst du in der Zukunft und nicht im JETZT.

    Liebe Grüße,
    Stefan aus Österreich

    1. Hey Stefan,

      das hast du ziemlich gut analysiert. 🙂 Ich bin dann auch durch mehrere Leidensphasen zu einer ähnlichen Erkenntnis gekommen und schon fleißig dabei mein Leben danach auszurichten. 🙂

      Mehr News und aktuelle Einsichten in meinen Weg gibt es hier, wenn es dich interessiert: https://www.facebook.com/thebenpaul

      Alles Liebe und danke für deinen Kommentar!

      Ben

    1. Seit ich keine Pläne mehr mache, lebe ich.

      Wer nennt hier wen dumm? Wieso bewertest du einen anderen Menschen, eine andere Idee, ein anderes Leben?

      In diesem Kommentar steckt für mich eines ganz deutlich: Unbewusstheit. Die bedingt dann die Unzufriedenheit. Und das wiederum die Bewertung und als endgültiges Resultat den Kommentar.

      DAS finde ich traurig.

  14. Meiner Meinung nach ist ein Mittelweg am besten. Schau, dass der Kontakt nicht ganz abbricht. Wenn es schwierig ist, reduziere den Kontakt. Wenn du etwas älter bist, kann sich das Verhältnis ja noch bessern/wieder ändern.

    Sei auch dankbar, dass es deiner Mutter gesundheitlich gut geht. Mein Halbbruder hat z. B. eine Katastrophen-Mutti.
    Ich kenne sie auch und ich bin seitdem bewusst dafür dankbar, dass ich mit meiner Mutter solche Probleme nicht habe und wir uns gut verstehen.

    Wo ich jünger war, so mit 15-17, war das Verhältnis zu meiner Mutti auch angespannt. Jetzt ist es wieder besser.
    Im Film The Secret sagt einer: „Wussten Sie, dass über 90% aller Familien gestört sind. So etwas besonderes sind Sie also gar nicht.“ und da steckt viel wahres drin.

    Letztendlich muss jeder seinen Lebensweg selbst gehen, seine eigenen Entscheidungen treffen und auch die Konsequenzen akzeptieren. Ich denke, dass deine Mutter das irgendwann akzeptiert.

    Zeig Konsequenz in deinem Handeln. Zeig Ihnen deine Ergebnisse. Sprich davon, wie viel Spaß dir deine Arbeit macht. Das hilft beim verstehen. Unsere Eltern sind noch aus einer alten Generation. Damals war alles anders. Erstmal zur Schule. Dann ein Studium oder eine solide Ausbildung. Danach 40 Jahre bei ein und derselben Firma arbeiten, um anschließend in Rente zu gehen.

    Mein Dad sagte früher immer zu vielem Nein. Leasing ist Abzocke. Leiharbeitsfirmen sind Abzocker. Und was ist passiert. Ich habe ein Auto geleast. Alles klappte reibungslos. Seine Meinung heute: „Eine gute Sache.“ Manchmal überlegt er sich, selbst eines zu mieten. Bei meinem Bruder seiner Zeitarbeitsfirma: Nach 2 Jahren wurde er fest eingestellt und hätte diese Stelle niemals ohne die Zeitarbeitsfirma bekommen.

    Mach dein Ding und wenn es dir Erfolge beschert, wirst du sehen, dass deine Mum bestimmt sagt: „Mein Sohn ist … und er verdient gut und es macht ihm Spaß. Ich bin stolz auf ihn.“

    Und wenn es nicht so schnell klappt, wie gewünscht, lern aus jedem Fehlschlag und mach aus jeder Lebenssituation das Beste. Ich wollte auch studieren, aber alles kam anders und der weiseste Spruch für mich, ist: Jammere nicht, beschwere dich nicht. Schau, was du JETZT tun kannst und was (langfristig) Sinn macht. Und dann tu es.

    Zum „Sklave seiner eigenen Ideen“ sage ich nur. Auf die Ergebnisse schauen. Es kann sich lohnen. Natürlich steckt immer ein Risiko dahinter und man muss ein Projekt auch abbrechen und aufgeben können.

    Es gibt aber immer auch eine gute Sache, bei allen Dingen. Am wertvollsten für mich sind die Kontakte, die ich geknüpft habe. In jeder Situation.

    Das Internet verändert gerade die Welt. Ich habe so viel online gelernt. So viele neue Möglichkeiten kennengelernt. Ben, ich bin mir sicher, dieses Projekt anti-uni.com wird dir langfristig betrachtet, sehr viel bringen.

    Selbst wenn man ohne Plan einfach mal loslegt, ist das immer noch besser, als nichts zu tun. Ein bekannter Marketer sagte mir einmal beim Mittagessen während einem Kongress: „Einfach tun. Einfach machen.“ Er wusste damals etwas, was mir noch nicht klar war. Das man immer dazulernt. Immer besser wird. Und das man ein Experte wird, indem man einmal schlecht startet.

    Viel Erfolg mit anti-uni und auch sonst! 🙂

    Matthias

  15. Hallo Ben,

    danke für diese persönlichen und bewegenden Worte!

    Gestern war dieser Muttertag. Und meine Erlebnisse und damit verbundenen Gefühle damit haben mich inspiriert über etwas zu schreiben, was viele und auch mich betrifft:
    das Mutter Sein.

    Über die selbst gestellte Frage ‚Wie starte ich einen Blog‘ bin ich auf Deiner web-site gelandet – kreuz und quer gelesen und nun >das< 😉

    Irgendwie schön und wärmend!

    Ich wünsche Dir alles Gute
    und beglückwünsche Deine Ma zu so einem kreativen Sohn.

    Herzlichst
    Heike

  16. Ben, das ist so nett, ehrlich und poetisch. Gleichzeitig beschreibt es doch sehr gut, wie viele junge Menschen unserer Generation sich fühlen. Missverstanden. Von der Welt, der Familie, den Freunden und ja, zum Teil auch von sich selbst. Die Verwirrung ist aber dennoch nur extern verursacht, denn eigentlich wissen wir doch genau was wir wollen und zwar die Freiheit zu genießen Dinge zu tun, die wir lieben. Wir sind die Freiheitsgeneration. Und Freiheit ist der Feind der Konventionen. So ist es leichter Dich, Mich und alle anderen digitalen Nomaden als Abtrünnige zu betrachten. Aber das ist ok, they’ll get there…eventually 😉

  17. Hallo Ben,

    ich freue mich über deine so starken, berührenden Worte. Ich arbeite im Sportbereich mit vielen Jugendlichen und es zeigt sich immer mehr, dass unsere jungen Erwachsenen so ganz anders denken als wir „Alten“. Viele sind so spontan, erfrischend, gesellschaftkritisch und vorallem mutig. Es freut mich und ich empfehle allen deine Seite, um einen Blick über den Tellerrand zu riskieren. Ich wünsche mir mehr von euch „Querdenkern“, damit wir das starre Bildungssystem vielleicht doch noch ändern können.

    Liebe Grüße Dagmar (mit dem Gefühl, dass unsere Zukunft in guten Händen liegt :-))

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