#4 Wege wie Du erfolgreich deine Bildung hackst – best practice mit Till!

till groß

4 Minuten um erfolgreich Deine Bildung zu hacken – ein Gastbeitrag von Till.

Till ist erst 21 – und er hat mich echt beeindruckt. Schon mit 19 Jahren hat er Vorträge in ganz Deutschland gehalten und seit kurzem hat er sogar sein eigenes Startup am Start. Till hat so einiges auf dem Kasten und lebt das, was er schreibt. Heute zeigt er uns, wie er es geschafft hat, die größten seines Fachs zu treffen und wie er erfolgreich seine Bildung hackt. Lass Dich inspirieren von Till! (Vor allem #3 hat es in sich.)

4 Wege wie Du erfolgreich Deine Bildung hackst

Mark Twain hat einmal gesagt

„I`ve never let my schooling interfer with my education“

Kurz vor Ende meiner Schulzeit habe auch ich beschlossen meine Education selbst in die Hand zu nehmen. Seit knapp drei Jahren suche ich nun bewusst nach Möglichkeiten mich weiterzuentwickeln, meine Fähigkeiten zu verbessern, Mentoren zu finden und mein Wissen zu vermehren – und all das abseits von traditionellen Bildungseinrichtungen.

Es hat viele Vorteile seine Bildung selbst zu strukturieren:

  • Du kannst dich auf das fokussieren was dich wirklich interessiert.
  • Du kannst in deinem eigenen Tempo lernen.
  • Du wirst zwangsweise kreativ im Erreichen deiner Ziele.

Allerdings kommt diese Freiheit mit einem gewissen Preis.

Self-Education hat nicht nur Vorteile.

Ich sehe viele Leute, die nicht die nötige Disziplin aufbringen können und es nicht schaffen eine Struktur für ihr Lernen zu entwickeln. Vor kurzem habe ich z.B. gehört, dass nur 5% aller Leute die einen Onlinekurs beginnen diesen auch zu Ende bringen.

Oft haben Self-Educator die Idee, dass sobald man seine „wahre Leidenschaft“ findet alles Lernen leicht ist und Spaß macht.

Ich glaube allerdings, dass der Spruch „Finde deine Leidenschaft und du arbeitest nie wieder einen Tag in deinem Leben“ so nicht stimmt.

Selbst wenn Du ein starkes Interesse für ein Thema entwickelst ist es trotzdem nicht immer angenehm zu deinem Schreibtisch zu gehen und Bücher zu wälzen, wenn gerade draußen die Sonne scheint.

Doch ist diese teils harte Arbeit notwendig, wenn du wirklich ein Experte auf einem Gebiet werden möchtest.

Meine 4 Grundpfeiler des selbstständigen Lernens.

4 säulen des education hackings till großÜber die letzten Jahre habe ich vier Punkte gefunden, die für mich zentral sind, wenn du dich erfolgreich selbst bilden möchtest. Außerdem stelle ich meine Lieblingsstrategie vor, um einen Vorsprung vor „normalen Lernern“ zu bekommen. Here we go!

#1 Entwickle eine Routine

Wenn du an deinen eigenen Projekten arbeitest und dich aus einer inneren Motivation heraus entscheidest etwas zu lernen gibt es keinen Professor oder Lehrer, der dich kontrolliert. Niemand überwacht deinen Fortschritt und es ist ein Leichtes einfach aufzuhören, vor allem wenn es einmal keinen Spaß macht oder unangenehm ist. Daher ist es von zentraler Wichtigkeit, dass Du eine tägliche Routine des Lernens und Arbeitens entwickelst.

Mittlerweile habe ich zahlreiche erfolgreiche Leute zu diesem Thema interviewt und fast alle betonen wie entscheidend es ist, dass man konsequent, jeden Tag an seinen Projekten arbeitet.

Vor einigen Tagen habe ich darüber mit Todd Henry dem Autoren von „Die Empty: Unleash Your Best Work Every Day“ gesprochen.

Er ist zwar Autor allerdings macht ihm das Schreiben keine große Freude. Es ist jedoch notwendig, um seine Ideen unter die Leute zu bekommen, daher hat er eine bestimmte Wortanzahl die er jeden Tag erreichen will.

Die Idee ist also eine Gewohnheit zu entwickeln, die garantiert, dass man jeden Tag ein kleines Stückchen weiterkommt ganz gleich ob man heute Lust hat oder nicht.

Wenn du dich entscheidest eine tägliche Arbeitsroutine zu entwickeln solltest du das Buch „Daily Rituals: How Artists Work“ von Mason Currey lesen, wo er die täglichen Rituale von über 200 Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern vorstellt. Dieses Buch ist eine wahre Quelle der Inspiration, wenn es darum geht hilfreiche Gewohnheiten zu entwickeln.

(Anmerkung von Ben: Ich kann das Buch „The Power of Habit: Why We Do What We Do in Life and Business“ wärmstens empfehlen.)

#2 Lerne zu Lernen

Die meisten Self-Educator haben anfangs schreckliche Lerntechniken. Viele haben sich in der Schule oder auch auf der Uni auf Cramming verlassen (sich ein paar Tage vorher den Kopf mit so vielen Infos wie möglich vollstopfen, um nach der Prüfung alles wieder zu vergessen).

Dies ist natürlich extrem uneffektiv und daher solltest Du möglichst schnell deine Lernmethoden optimieren.

Es gibt zahlreiche fantastische Bücher zu dem Thema und vor allem die Blogs von Cal Newport oder Scott H. Young sind empfehlenswert.

Ich selbst experimentiere immer wieder mit den verschiedensten Lerntechniken, um zu sehen was für mich am besten funktioniert.

Dabei ist meine Empfehlung, dass Du ein System entwickelst und deinen eigenen Lernprozess dokumentierst und analysierst.

Es gibt leider keinen einen, perfekten Weg und an dieser Stelle musst du einfach einiges ausprobieren, bis du das findest, was die besten Ergebnisse für dich produziert.

#3 Lerne von den Besten

Wenn du Ratschlag 1 und 2 konsequent befolgst, also eine Routine entwickelst und tagtäglich mit einer effektiven Lernstrategie lernst wirst du schnell mehr wissen und mehr Substanz vorzuweisen haben als Studenten die an einer Uni studieren (egal wie gut die Uni ist).

Allerdings haben Studenten vor allem an besonders guten Unis zwei Vorteile:

  • sie haben direkten Kontakt mit den Koryphäen auf ihrem Gebiet
  • ein Uni-Abschluss geht auch immer mit einem gewissen Status einher.

Daher ist es für Autodidakten, die später auch einen Job bekommen wollen oder sich gegen Uniabsolventen durchsetzen müssen fast unabdinglich Kontakte zu den Besten in ihrem Feld aufzubauen.

Daher kontaktiere ich wöchentlich Menschen, die mich inspirieren, von denen ich etwas lernen kann und die extrem angesehen sind in meinem Feld (in meinem Fall ist das Psychotherapie und Coaching).

Auf diese Weise erhalte ich wertvolle Einblicke in die Themen, die gerade an der leading edge des jeweiligen Feldes sind und zusätzliche bilde ich hilfreiche Kontakte.

Dies gibt mir nicht nur einen Wissensvorsprung vor normalen Studenten, sondern hat mir schon einige spannende Jobs verschafft. Meiner Erfahrung nach sind besonders herausragende Personen in einem Gebiet immer offen für junge, engagierte Menschen, die bereits eine gute Wissensbasis vorzuweisen haben.

Wenn du beginnst die „Stars“ deines Feldes zu kontaktieren ganz gleich ob es Maschinenbau, Online Marketing, Kulturanthropologie oder Japanologie ist, wirst du erstaunt sein, wie hilfsbereit diese Menschen oft sind.

#4 Lernen ist wichtiger als Geld (am Anfang)

Praktische Erfahrung ist unabdinglich und extrem wichtig. Allerdings ist es nicht leicht ohne das dazugehörige System (wie Uni, FH oder einer Ausbildung) praktische Erfahrung zu sammeln.

Daher solltest Du anfangs jede einzelne Möglichkeit wahrnehmen, um praktische Erfahrung zu sammeln. Wenn du dich allein auf die Jobs konzentriert, wo du bezahlt wirst, verringert sich die Anzahl der Möglichkeiten drastisch.

Als ich angefangen habe Vorträge zu halten, habe ich jeden einzelnen Speaking-Gig angenommen.

So ist es dazu gekommen dass ich anfangs sogar auf Esoterik Messen Vorträge gehalten habe zwischen Schamanen, Hellsehern und Aurafotografen.

Natürlich hätte ich mir lieber ein andere Publikum gewünscht und einen professionelleren Rahmen. Allerdings habe ich dort die wichtigen Erfahrungen sammeln können die ich brauchte, um später wirklich gute Jobs zu landen.

Sobald du dir eine gewisse Wissensgrundlage erarbeitet hast und gewillt bist umsonst zu arbeiten, sind viele Leute mehr als bereit dir eine Chance zu geben und dich zu unterstützen.

Psychologischer Supermarkt

Man könnte ein Buch über jeden einzelnen dieser vier Punkte schreiben. Daher sollte dieser Artikel auch nur eine Anregung sein, über welche Themen du nachdenken solltest, wenn du dich dazu entscheidest deine Bildung selbst in die Hand zu nehmen.

psychologischer supermarktEine Mentorin von mir, Vera F. Birkenbihl, hat immer gesagt, dass was sie anbietet ein psychologischer Supermarkt ist. Wie in einem Supermarkt kannst du dir einfach das mitnehmen was dir gefällt und den Rest einfach stehen lassen.

Also greif zu und lass einfach das stehen was dir nicht gefällt oder nicht zu dir passt!

Wenn du Fragen oder Anregungen hast freue ich mich wenn du diese in den Kommentare stellst und ich werde sie so schnell wie möglich beantworten!

Alles Liebe

Till

Über Till:

till großTill ist 21 und hat bereits mit 19 Vorträge in ganz Deutschland gehalten, mit 20 war er bereits Vortragender an der Universität Wien und mit 21 hat er sein eigenes Startup (ComfortzoneCrusher) gegründet.

Er gibt regelmäßig Seminare und arbeitet als Coach.

 

Hast du Fragen oder weitere Methoden, wie man seine Bildung hacken kann?

 

 

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26 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sehr guter Artikel. Solche Geschichten finde ich immer sehr inspirierend machen mich aber auch ein bisschen neidisch 😉 Wieder ein Grund mehr das eigene Leben auf die nächste Stufe zu heben … Nach dem Motto: „Step up and get shit done…!“
    Alles Gute
    Max

  2. Hallo Till,

    was für eine Freude, Deinen Artikel zu lesen – vielen Dank dafür!

    Hierzu habe ich direkt eine Anmerkung: „Selbst wenn Du ein starkes Interesse für ein Thema entwickelst ist es trotzdem nicht immer angenehm zu deinem Schreibtisch zu gehen und Bücher zu wälzen, wenn gerade draußen die Sonne scheint.“ Gerade DANN – wenn die Sonne scheint und es warm genug ist, um draußen zu sitzen – habe ich meine „Hoch-Zeit“, um Bücher zu lesen. 🙂

    Du schriebst, dass Du kurz vor Ende Deiner Schulzeit Deinen eigenen Bildungsweg begonnen hast – warst Du da schon aus der Schulpflicht raus? Oder lebst Du in Österreich? Da ist ja meines Wissens nach einfacher, da es nicht wie in D die Schulanwesenheitspflicht gibt.

    Die Besten seines Fachs zu kontaktieren finde ich eine tolle und mutige Idee! Das macht für mich sehr viel Sinn, es von dem Standpunkt aus zu sehen, dass sie sich wohl freuen werden über das Interesse und den Lernwillen – und wer gibt nicht gerne sein Wissen weiter?

    Du hast also keine „normalen Abschlüsse“ vorzuweisen, arbeitest aber schon als Coach – richtig? Was sind das für Kunden, die da keinen Wert drauf legen? Sind das Menschen, die Dich „live“ erleben und dadurch inspiriert wurden, Deinem Weg zu folgen – und sich deshalb von Dir coachen lassen? Oh, ich merke gerade, dass ich an der Stelle SEHR, SEHR neugierig werde … 🙂

    Herzliche Grüße aus Düsseldorf,
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,

      vielen Dank für dein Kommentar und die Bestärkung.

      Ja im Moment organisiere ich es auch eher so, dass ich morgens alle Sachen erledige, die am Computer gemacht werden müssen und dann sitz ich draußen in der Sonne und lese. Doch reicht es für mich leider oft nicht aus Bücher „nur“ zu lesen. Damit ich wirklich viel davon mitnehme arbeite ich Bücher durch und fasse sie in eigenen Worten zusammen und dafür ist mein Schreibtisch ein guter Ort.

      Ich bin in Bremerhaven zur Schule gegangen und habe dort auch mein Abi gemacht. Allerdings habe ich schon zu der Zeit angefangen Leute zu kontaktieren (da war ich z.B. das erste Mal bei Vera F. Birkenbihl zu Hause).

      Und was das Coaching angeht. Ich habe zahlreiche Coachingausbildungen gemacht (meist habe ich Stipendien bekommen) und ich mache regelmäßig Praktika und habe von fanatischen Therapeuten gelernt. Außerdem supervidiert mir ein Chefarzt einer psychosomatischen Klinik meine Fälle.
      Da ich einmal Psychotherapeut werden will studiere ich auch nebenbei an der Uni Wien Psychologie, allerdings lerne ich dort nicht wirklich viel. Ab Januar bin ich dann an der University of Chicago einer der besten Unis für Psychologie.

      Ich glaube auch nicht das Unis per se schlecht sind. Allerdings reicht es meiner Meinung nach nicht aus nur zur Uni zu gehen wenn man wirklich ein Experte auf einem Gebiet werden will.

      Ich hoffe die Antworten haben dir geholfen 🙂

      Alles Liebe

      Till

  3. Hallo Till.
    Danke für die Inspiration!
    Ich kann mich Ulrike nur anschließen: ich bin neugierig.
    „Zahlreiche“ Coaching-Ausbildungen? Mir sind diverse bekannt und diese sind meist recht langwierig. Daher gleich noch ein Kompliment an Dich 🙂
    Es würde mich sehr interessieren, ob Dich eine der verschiedenen Ausrichtungen überzeugen konnte und wenn welche bzw. Ausbildung Dich „überzeugt“ hat bzw. welche Du weiterverfolgst. Obwohl: Wenn Du gleich zahlreiche Ausbildungen hast, würde ich fast vermuten, dass Du Dir das „Beste“ aus jeder ziehst und Deine eigene Kombination nutzt… Trotzdem: Vielleicht hast Du ja hier einen Tip 🙂
    Und noch eine Frage: comfortzonecrusher ist auf englisch gehalten. Ist das komplett so oder gibt es die „Anleitungen“ etc. auch auf deutsch?
    Danke und Grüße Christin

    1. Hey Christin,

      ich hab mir alle möglichen Coaching und Therapie-Richtungen angeschaut. Angefangen mit NLP (wovon ich sehr wenig halte), Hypnotherapie, Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Provokative Therapie oder Logotherapie. Natürlich habe ich keine kompletten Ausbildung in all diesen Richtungen.

      Was ich erlebt habe ist, dass die wirklich guten Therapeuten alle integrativ arbeiten, also dass sie sich aus allen möglichen Therapieformen etwas raussuchen. Ich arbeite ähnlich. Da meine Lehrer aus den unterschiedlichsten Therapierichtungen stammen benutzte ich Techniken und Mindsets von allen möglichen Schulen.

      Es gibt allerdings auch starke Gemeinsamkeiten über verschiedene Schulen hinweg. Dazu habe ich letztens einen kurzen Artikel auf Lifehack.org geschrieben, schaus dir mal an:
      http://www.lifehack.org/articles/communication/4-things-you-can-learn-from-therapists.html

      Alles Liebe,
      Till

  4. Hallo Till,

    auch von meiner Seite ein Lob vor allem für deine Offenheit.
    Ich mag es, dass du hier realistisch geblieben bist und auch die negativen Aspekte zum Vorschein gebracht hast. Ich bin der Letzte, der Uniabrecher verachtet (zumal ich selbst einer bin) doch denke ich ganz wie du, dass es einer gewissen Konsequenz bedarf um danach nicht rum zu eiern. Viele denken sich sicher, „ach dann mach ich halt mein eigenes Ding. Erstmal einen Onlinekurs besuchen“ etc. Wie du schon sagst, sind es nur 5% die so ehrgeizig und diszipliniert sind, ihre Ziele durch routinierte Aufgaben zu erreichen. Dafür muss man sehr zäh sein und sich vor allem zwischen durch die „Warum-Frage“ (danke an dieser Stelle an Ben) stellen und diese auch beantworten können!

    Vielen Dank also, dass du klar sagst: „Ich glaube allerdings, dass der Spruch „Finde deine Leidenschaft und du arbeitest nie wieder einen Tag in deinem Leben“ so nicht stimmt.“

    Alles Liebe und viel Erfolg für die Zukunft,

    Matthias

  5. Eine grandiose Geschichte, inspirierend und motivierend einerseits, selbstkritisch andererseits! Das sind Geschichten und Menschen, die ich mag, die Menschen, nach denen meinen Intellekt ganz stark verlangt – allein bisher ließ ich mich im Hamsterrad strampelnd abhalten.

    Ich gebe dir recht Till, dass es elementar wichtig ist, sich mit den Koryphäen auf den Gebieten so gut es geht zu vernetzen, um überhaupt auch nur ansatzweise eine Chance zu haben, an die großen Fleischtöpfe heranzukommen! Man muß einfach den Mut haben, an diese von außen manchmal unnahbar wirkenden Persönlichkeiten offensiv heranzutreten, denn wie du es zum Ausdruck: Sie haben häufig einen ganz besonders weichen Kern. Zudem wissen Sie, was es heißt, Visionen von Spinnereien und Tageslaunen abzugrenzen und haben erstaunliche Fragemethodiken, um genau diese Abgrenzung innerhalb von 5-8 Minuten ziemlich zielsicher vorzunehmen.

    Hat man in dieser Zeit seine Botschaft anbringen können, gewinnt man erstaunlich schnell erstaunlich viele gute Fürsprecher, das merke ich hier im Anti-Uni-Blog, ebenso, wie in Blogs, Blogger-Foren (z.B. bei Markus Cerenak) oder auch auf offenen wissenschaftlichen Plattformen (z.B. http://www.neothesus.de) und profitiert früher oder später ganz massiv auch von deren Netzwerken, ihren Forschungsthemen etc. pp.

    In dem Sinne, viel Erfolg weiterhin auf deinem spannenden Weg, wie auch allen anderen, die sich mit davon (und von anderen Beiträgen und Anregungen) inspirieren lassen!

    Viele Grüße,

    Göran

    1. Vielen Dank Göran für deine lieben Worte.

      Jap,ich denke auch das es ein zentraler Punkt ist sich gut zu vernetzen. Doch möchte ich noch einmal betonen, dass das wichtigste immer noch der Content ist, also das was du zu sagen/anzubieten hast.

      Alles Liebe

  6. Hallo Till,
    ich bin echt begeistert und habe spontan gedacht: mit dem möchte ich mal einen Tag diskutieren.
    Ich bin Psychoanalytiker und Psychotherapeut, seit 30 Jahren, ich habe ein Studium hingeschmissen (wobei: nichts ist wirklich umsonst) und mir dann den Weg gesucht, der für mich der richtige war – und immer noch ist. Und seit 10 Jahren supervidiere und unterrichte ich und ich würde mir mehr Studenten wünschen, die so denken und empfinden wie du, wie Ben. Das sture einem-Weg-folgen, den andere vorgeben, lässt so viele Möglichkeiten, so viele Ideen und Talente unerkannt am Wegesrand zurück, schade. Ich versuche immer zu vermitteln, dass zwar die Lehre notwendig, dass aber, besonders auch in meinem Beruf, der Mensch, das Verstehen seiner speziellen „Sprache“, seines So-Seins viel wichtiget ist. Dazu braucht’s allerdings etwas Mut, ein gehörige Portion Querdenken und der Wunsch, immer neugierig zu sein, bereit und willens, zu lernen, zu erfahren, kurz: nicht aufhören zu fragen.
    Ich wünsche dir alles Gute.

    Herzlichen Gruß

    Hans

  7. Ich kann nur von mir sprechen: Wenn ich das Gefühl habe, dass meine leidenschaftliche Suche nach Wahrheit, auf welchem Gebiet auch immer, zu einem erfolgreichen Ende gekommen ist, dann gibt es nichts Schöneres, als wenn ein Schüler auftaucht, der diese in langen Übungsstunden gereiften Wahrheiten zumindest besichtigen, wenn nicht sogar selbst erkunden möchte. Weisheit ist zum Teilen da, so geht es mir als Psychotherapeut und als Philosoph, und ich leide eher darunter, dass es so selten ähnlich entflammte Sucher gibt als dass ich zuviel Interesse an meiner Weisheit erhalte. Aus dieser Sicht ist ein unnachgiebiger Neugieriger ein Geschenk für jeden Star, denn er ist ein offenes Ohr. Und das offene Ohr ist ein Bedarf, dem auf der anderen Seite ein komplementärer Bedarf zu lehren gegenübersteht. Das ist win-win, wo Geben und Nehmen austauschbar werden.

    1. Sehe ich auch so. Eine Sache die ich erst nach und nach lernen musste. Anfangs dachte ich mir, dass ich meinen Mentoren im Grunde nichts bieten konnte. Doch langsam merke ich, dass ein aufrichtiges, tiefes Interesse für ihre Geschichte und ihre Erfahrungen ,oder wie du sagst ihre Weisheiten, oft Gegenleistung genug ist.

  8. Hallo Till,

    Ich fand deinen Artikel sehr inspirierend, da ich in eine ähnliche Richtung gehen möchte und ich das reine Studium mir dafür nicht ausreicht.
    Du hast in einem Kommentar gemeint, dass du diverse Coaching-Ausbildungen durch Stipendien finanziert hast. Kannst du mir Tipps geben, wie ich auch an diese Möglichkeit komme? Das wäre echt super.

    Liebste Grüße,
    Lina

  9. Hey Till! Sehr anregender Artikel! Kann ich irgendwo sehen wo du so Vorträge hälst? Vielleicht bin ich ja mal in der Nähe =)

  10. Hallo Till,

    danke für deinen inspirierenden Blog! Bei mir hat sich da eine Frage aufgetan… Du sagst unter #3, dass du regelmäßig mit Leuten in Kontakt bist, die sehr gut in den Bereichen sind, die dich interessieren.

    Bist du da nicht ab und zu mal das Problem gestoßen, dass die guten Leute schwer zu erreichen sind, wenig Zeit haben, oder ihr Wissen nur gegen Geld verkaufen? Was machst du in solchen Situationen?

    Danke und viele Grüße 🙂
    Leo.

  11. Hallo Till,

    sehr interessanter Beitrag. Mich würde aber mal interessieren, wie du dir das mit der Therapeutenausbildung vorstellst bzw. welche Möglichkeiten es gibt?
    Soweit ich weiß, darf man sich nur mit dem Master Psychologe nennen und darf dementsprechend auch eine Therapeutenausbildung machen.
    Ich weiß nur, dass man als Heilpraktiker arbeiten könnte und die Klienten einen privat bezahlen müssten. Dann widerum dürfte man nicht wirklich „therapieren“, sondern lediglich beraten.

    Grüße,
    Alex

  12. Hallo Till,

    ich finde #2 sehr interessant. Ich versuche seit Wochen alle möglichen Lerntechniken zu „erforschen“. Leider finde ich nur halbgare Konzepte (Scott Young’s Holistic Learning ist zwar interessant, aber der kostenlose Auszug gibt nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten).
    Du hast noch andere Bücher erwähnt, welche könntest du denn empfehlen? 🙂
    Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen!

    Grüße,
    Jürgen

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