5 gesunde Gewohnheiten für die Macher von morgen.

gesunde gewohnheiten

Dies ist ein Gastbeitrag von Patrick Hundt. Patrick ist seit zwei Jahren Blogger und lebt mittlerweile gut von seinen Blogs und E-Books. Dazu später noch mehr. Enter Patrick!

Als Anti-Uni-Leser möchtest du wahrscheinlich deinen eigenen Weg gehen und an etwas arbeiten, das dir wichtig ist. Das gefällt mir!

Zwar habe ich selbst studiert, doch der spannende Teil des Lebens begann für mich erst nach dem Studium.

Nach zwei Jahren in einem Startup und vier Jahren in meiner eigenen Marketingagentur arbeite ich nun seit Mitte 2012 so unabhängig wie nie zuvor.

Ich blogge (hier und hier und ganz aktuell hier) und schreibe Bücher über Themen, die für mich von Bedeutung sind. Das ist großartig!

Na ja, meistens.

Denn jede Medaille hat zwei Seiten. Ich bin nicht nur unabhängig, sondern auch so sehr auf mich selbst angewiesen wie nie zuvor. Ich habe niemanden, der mir sagt, was zu tun ist. Niemand sagt mir, was richtig oder falsch ist. Niemand zeigt mir, wohin die Reise geht.

Es ist nicht die finanzielle Ungewissheit, die mir zu schaffen macht. Nach vielen Jahren der Selbständigkeit weiß ich, dass ich mit meinen Fähigkeiten immer genug Geld verdienen kann. Nein, es ist vielmehr die fehlende Orientierung an meinen Mitmenschen. Die meisten Leute in meinem Umfeld machen alles anders als ich. Das ist so ein Nebeneffekt, wenn man seinen eigenen Weg geht. Aber leicht ist das nicht. Bei mir führt das hin und wieder zu Zweifeln.

Ich habe gelernt, dass ich damit besser zurecht komme, wenn ich in mich selbst investiere. Wenn ich an meinem persönlichen Wachstum arbeite, mein emotionales Wohlbefinden verbessere und auch körperlich fit bin. Genau genommen, investiere ich in meine Gesundheit und letztendlich in mein Selbstwertgefühl. Das hilft mir bei der Orientierung im Leben.

Um deinen Weg gehen zu können, musst du fit sein. Grundsätzlich sollte natürlich jeder gesund leben. Doch als Querdenker wirst du vermutlich schneller auf emotionale und mentale Hürden stoßen. Schließlich kann es anstrengend sein, gegen den Strom zu schwimmen.

Lass uns zum Start auf fünf Gewohnheiten konzentrieren, mit denen du mental wachsen und dein emotionales Wohlbefinden steigern kannst.

Fünf Gewohnheiten, die du als eine Investition in dich selbst verstehen kannst.

1. Schreibe täglich Ideen auf

Diese Gewohnheit habe ich mir von James Altucher abgeschaut – einem Blogger, den auch Ben verfolgt.

James schreibt jeden Tag zehn Ideen auf seinen Notizblock und meint, dass man damit nach spätestens einem halben Jahr zur „Idea Machine“ würde – denn auch Kreativität kann und muss man trainieren. Ich mache das nun seit vier Monaten (mit einer Unterbrechung) und nutze dieses Mittel, um regelmäßig Ideen für meine Projekte zu generieren.

Die Ideen können ganz verschiedener Natur sein. Hier mal ein Auszug aus den Ideenlisten, die ich mit einer Freundin teile:

  • 10 Methoden, an Facebook-Fans zu kommen
  • 10 Launch-Aktionen für unseren neuen Blog
  • 10 Jobs mit P
  • 10 Ausreden für Sport
  • 10 Dinge, die sich deutsche Städte von Oslo abschauen können
  • 10 Ideen, wie man Bewegung in den Alltag integrieren kann
  • 10 Möglichkeiten, Geld zu sparen
  • 10 Bücher/eBooks, die ich schreiben könnte
  • 10 Wörter, die auf -pel enden
  • 10 Happiness Booster im Alltag
  • 10 Reime auf Places

Du siehst, nicht jede Ideenliste wird die Welt verändern. Anfangs tat ich mich schwer damit, vermeintlich sinnlose Listen zu erstellen, die keinen unmittelbaren Mehrwert für mich haben. Doch auch diese trainieren meine Kreativität. Wenn mir gerade nichts besseres einfällt, überlege ich mir lieber „10 Jobs mit P“ anstatt die Gewohnheit auszusetzen.

Wenn mir 10 Ideen leicht fallen, dann schreibe ich 20 Ideen auf. Manche Listen enthalten mehr als 100 Ideen.

Nach einer Weile bekam ich immer häufiger das Gefühl, für alles eine Lösung finden zu können.

Im Übrigen helfen solche Ideenlisten auch dabei, herauszufinden, was wirklich dein Ding ist. Vielleicht strauchelst du damit noch? Damit wärest du nicht allein. Uns hat’s geholfen. Unser neues Projekt Healthy Habits entstand aus einer solchen Liste heraus und auch den Namen fanden wir genau so.

Es ist sehr leicht, diese Gewohnheit zu etablieren. Sie kostet nur ein paar Minuten am Tag. Wann immer du gerade für einige Minuten nichts zu tun hast, kannst du sie aufschreiben. Entweder auf einen Notizblock, in dein Smartphone oder in Evernote.

Die erste Übung sollte sein, dir mindestens zehn Ideenlisten zu überlegen, für die du in den nächsten Tagen Ideen aufschreiben kannst.

2. Verfolge ein Interesse

Wenn du dein Leidenschaftsprojekt bereits gefunden hast, ist das großartig! Ich empfehle allerdings, dich nicht allein darauf zu konzentrieren.

Eines meiner größten Laster ist, dass ich mich zu sehr mit meiner Arbeit identifiziere. Das ist zwar schon besser geworden, aber immer noch ziehe ich viel Selbstwertgefühl aus meinen Projekten.

Das ist ungesund. Denn wenn ein Projekt nicht funktioniert und wir über Monate oder Jahre all unser Herzblut investiert haben, kann es uns kaputt machen. Es wäre besser, mehrere Interessen zu haben. Wenn eine wegfällt, hast du so noch andere Dinge, auf die du dich freuen kannst.

Worüber definierst DU dich? 

Vor einigen Monaten schrieb ich auf, was ich gern besser können würde (wieder eine dieser Ideenlisten!). Darunter waren einige Dinge, mit denen ich mich heute regelmäßig beschäftige. Die beiden wichtigsten Interessen:

1. Spanisch lernen

Im letzten Jahr verbrachte ich einige Monate in Lateinamerika und nahm zwei Wochen Spanischunterricht. Ich machte gute Fortschritte und war zufrieden, bald diese schöne Sprache sprechen zu können. Doch dann kam ich nach Hause und beschäftigte mich über mehrere Monate nicht mehr mit Spanisch. Das hat mich selbst genervt, aber ich schob es immer weiter auf. Bis ich es bewusst zu meiner Gewohnheit machte. Nun lerne ich seit einigen Monaten jeden Tag für 10 bis 20 Minuten Spanisch. Das ist nicht viel, aber ich mache Fortschritte.

2. Gitarre spielen

In der Grundschule spielte ich für ein halbes Jahr Gitarre. Durch einen Schulwechsel verlor ich das jedoch aus den Augen. Über Jahre (eigentlich Jahrzehnte) wurmte es mich, dass ich nicht Gitarre spielen konnte. Nun habe ich wieder angefangen und übe (fast) jeden Tag. Diese Gewohnheit erfordert viel Motivation und Ausdauer, daher habe ich mir nun Unterstützung durch einen Gitarrenlehrer gesucht.

Was auch immer deine Interessen sind, nimm dir Zeit dafür! Vielleicht ist es etwas, das du über die Jahre aus den Augen verloren hast? Oder etwas, das du schon immer machen wolltest? Dann fang jetzt damit an. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten für ein Interesse, das dir wichtig ist. Es wird dir helfen, deine Arbeit oder dein Studium nicht als den einzigen Mittelpunkt deines Lebens zu sehen.

3. Reduziere Negativität

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir jeden Tag von Negativität umgeben sind?

Negative Dinge sind so sehr in unseren Alltag integriert, dass wir sie als völlig normal wahrnehmen. Das ist auch kein Wunder, denn wir Menschen neigen ohnehin dazu, uns auf das Negative zu konzentrieren. So sind unsere Gehirne programmiert. Noch vor ein paar Hundert Jahren mag uns dieser Fokus das Leben gerettet haben, doch heute sorgt er nur für schlechte Laune.

Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, sind jedoch auf positive Gedanken angewiesen. Wer nur von Negativität umgeben ist, wird seinen eingeschlagenen Kurs kaum halten können.

Die zwei wichtigsten Schritte zu weniger Negativität sind aus meiner Sicht die folgenden:

1. Meide die Massenmedien

Früher habe ich jeden Tag die Nachrichten verfolgt. Ich hatte sogar mehrere Magazine abonniert, die ich fleißig las. Bis ich irgendwann verstand, dass Nachrichten immer negativ sind. Es gibt praktisch keine positiven Nachrichten.

Wenn es sie gibt, werden sie nicht veröffentlicht oder der Redakteur versucht, einer positiven Meldung noch einen negativen Beigeschmack zu verpassen. Diese Negativität macht die Menschen ängstlich und risikoscheu. Sie sehen die Welt in einem schlechteren Licht als es notwendig wäre. Deshalb warnen mich Menschen vor Ländern wie Mexiko, die selbst nie dort gewesen sind. Ich war zweimal in Mexiko: Es ist ein wunderbares Land.

Außerdem verstand ich – und das ist noch viel wichtiger –, dass Nachrichten keinerlei Einfluss auf mein Leben haben. Egal, was in den letzten Jahren in der Welt passiert sein mag: Mein Leben hat sich durch nichts davon geändert. Ob ich nun jede Woche mehrere Stunden mit Nachrichten vergeude oder nicht: Es macht keinen Unterschied.

Stattdessen wende ich meine Zeit lieber dafür auf, Blogs und Bücher zu lesen, die mein Leben tatsächlich beeinflussen: Über Gesundheit, Business oder persönliche Weiterentwicklung.

2. Meide negative Menschen

Mindestens genauso wichtig ist, dass du positive Menschen in deinem Umfeld hast. Die Menschen, die dir am nächsten stehen, prägen dich und deine Gedanken – ob du willst oder nicht. Wenn du dich mit Menschen ohne Ambitionen umgibst, werden auch deine Ambitionen nicht allzu hoch sein.

Wenn dich jemand in deinem Umfeld bei deinem Vorhaben ständig entmutigen möchte, dann solltest du darüber nachdenken, wie wichtig dir diese Beziehung ist. Vielleicht ist deine Zeit besser investiert, wenn du dich mit Menschen umgibst, die auf deiner Wellenlänge liegen und dir ein Vorbild sind.

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig das ist. Wenn du allein auf deinem Weg gehst und niemand um dich herum versteht, was du da treibst oder man es dir sogar ausreden möchte, kannst du das nicht durchhalten.

Zehn weitere Möglichkeiten, die Negativität in deinem Leben zu reduzieren, findest du in unserem Blog.

4. Pflege deine Freundschaften

Freunde sind wichtig für unser emotionales Wohlbefinden. Wenn jedoch das eine Leidenschaftsprojekt im Mittelpunkt unseres Lebens steht, können Freundschaften darunter leiden. Oder wenn man wie ich als digitaler Nomade (das passende Event dazu: Die DNX!) um die Welt reist. Nicht sehr hilfreich für die Beziehungen!

Den Kontakt zu Freunden verloren zu haben, ist eines der fünf Dinge, die Menschen am Ende ihres Lebens bereuen. Das kannst du vermeiden. Auch wenn gerade alles andere dringender erscheint, vergiss nicht was wichtig ist!

Als ich das letzte Mal für zwei Monate auf Reisen war, nahm ich mir gezielt vor, mich jeden Tag bei einem Freund oder Bekannten zu melden. Oft war es nur eine kurze Nachricht, um mal wieder Hallo zu sagen – und vielleicht auch, um ein Wiedersehen nach meiner Rückkehr zu vereinbaren. Ich will Menschen zeigen, dass mir ihre Freundschaft wichtig ist, auch wenn ich gerade am anderen Ende der Welt verweile.

Womöglich fällt es dir leichter als mir, den Kontakt zu halten. Ich als Introvertierter muss mich bewusst dazu zwingen. Daher habe ich es (zeitweise) zu meiner Gewohnheit gemacht.

5. Entspanne bewusst

Mein letzter Tipp für dich: Entspanne täglich für einige Minuten ganz bewusst.

Wir können es Atemübung nennen oder auch Meditation. Das ist egal. Ich finde es wichtig, dass wir uns jeden Tag ein paar Minuten nehmen, in denen wir uns nicht hetzen lassen und die wir nicht achtlos vertrödeln.

Daher begann ich vor einiger Zeit damit, jeden Tag zu meditieren. Ich habe keine fortgeschrittenen Techniken drauf, bin auch noch nicht aus meinem Körper empor gestiegen: Aber ich setze mich jeden Tag für etwa zehn Minuten auf den Boden, schließe meine Augen und konzentriere mich auf meine Atmung. Wenn meine Gedanken abschweifen – was sie ständig tun – hole ich sie wieder zurück zur Atmung.

Bevor ich damit anfing, hatte ich nicht damit gerechnet, irgendeine Wirkung zu erzielen. Aber ich spüre sie. Die tägliche Meditation hilft mir, entspannter durch den Tag zu gehen. Ich bin weniger angespannt, weniger aufgeregt, weniger nervös. Und wenn ich mal einen schlechten Tag hatte, hat diese bewusste Entspannung meine Stimmung auch schon deutlich aufgehellt.

Du musst nichts wissen oder können, um diese Gewohnheit zu etablieren. Setze dich einfach für einen Moment hin – nimm dir nur drei Minuten vor –, verschränke deine Beine, schließe die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung.

 

Was sind deine besten gesunden Gewohnheiten?

 

Über den Autor

patrick hundt 2Patrick Hundt macht sein eigenes Ding. Er arbeitet als Blogger und Buchautor – und das von überall auf der Welt. In den letzten Jahren ist ihm seine Gesundheit immer wichtiger geworden. Auf seinem neuen Projekt Healthy Habits schreibt er zusammen mit Jasmin Schindler über einen gesunden Lifestyle. Die beiden möchten dir dabei helfen, gesunde Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.

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16 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey,

    Danke für die richtig gute Zusammenfassung! Würd ich glatt so unterschreiben . . . mit dem Kleingedruckten Zusatz #6: „Bewege Dich nicht nur geistig, sondern auch körperlich!“.

    Wer das bewusste Entspannen gerne in der Gemeinschaft lernen möchte, darf gerne mal beim MonatsMob vorbeischauen – wir sind aktuell dabei diese Gewohnheit in unser Alltagsleben zu integrieren:
    http://monatsmob.de/entspannen-meditieren-startschuss/

    Sonnige Grüße

  2. Hallo Patrick,

    ich kannte dich vorher noch nicht, aber nach diesem wirklich guten und informativen Artikel werde ich mir deine eigenen Projekte auf jeden Fall mal ansehen!
    Auch ich bin ein Fan von Gewohnheiten und du stellst die Wichtigsten hier sehr präzise vor. Besonders das „Idea Machine“-Konzept von James Altucher finde ich sehr spannend und kann dazu auch nur die Beiträge auf seinem Blog empfehlen.

    Marco

  3. Ich denke, eine der Herausforderungen ist es, sich tatsächlich Zeit für „gesunde Gewohnheiten“ zu nehmen. Wir alle wissen, dass es wichtig ist, unsere geistige und körperliche Gesundheit durch tägliche Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Sich dann aber auch die Zeit dafür zu nehmen, ein oder zwei neue Gewohnheiten zu etablieren, ist etwas ganz anderes. Daher eine andere wichtige Gewohnheit: Gutes Zeitmanagement. 😉

  4. Massenmedien haben wirklich einen negativen Einfluss auf uns. Das fällt mir häufig in Gesprächen mit Menschen auf, deren Weltbild hauptsächlich von diesen geprägt wird, ohne dass sie die Welt mit eigenen Augen sehen.

    Deshalb ist meine Devise: Raus ins Gestöber! 🙂

  5. Hi Patrick,

    vielen dank für den tollen Artikel! Der 3. Punkt wird hier in Deutschland stark unterschätzt. Die Leute verstehen nicht das größere Spiel, welches um sie herum gespielt wird. Negative Schlagzeilen formen wie sie die Welt wahrnehmen und sehen. Da hast du vollkommen recht! Denn wer verängstigt ist wird nicht versuchen sein volles potenzial auszuschöpfen. Schade eigentlich. Aber toll für die Wirtschaft, den so bleibt die Mittelschicht erhalten. Laut James Altucher ist diese Schicht in Amerika bereits tot. Mal sehen wie lange es braucht bis es hier in Deutschland auch soweit ist. Daumen hoch an alle die versuchen ihr eigenes Ding auf die Beine zu stellen!

  6. Super Zusammenfassung. Ich mache das sehr ähnlich. Die Ideenliste könnte ich noch verstärkt einführen.

    Besonders gut finde ich deine Empfehlung, nach der großen Leidenschaft auch offen für andere Themen zu sein. Neugierig bleiben ist für mich ganz wichtig.

    Ich bin sogar der Meinung, dass es immer wichtiger wird, je älter man selber wird.
    Schau dir alte Leute an: oft leben sie nur noch in der Vergangenheit. Wer aber neugierig bleibt, bleibt auch flexibler in seinen Gedanken. Ich nehme da gern die ost-asiatische Philosophie als Leitfaden. Vielleicht hilft das auch ein bisschen gegen die Volkskrankheit Demenz. Ich hoffe es jedenfalls ganz stark.

    Ach übrigens, ich habe mit 53 Jahren noch einmal ganz neu angefangen. Es ist also nie zu spät.

    Liebe Grüße
    Birgitt Jendrosch

    1. Hallo Birgitt,

      schön, dass du noch einmal neu angefangen hast! Dazu haben ja leider die wenigsten Menschen in dem Alter noch die Energie oder das Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass ich es dann noch haben werde 🙂

  7. Ich halte das, was Patrick Hundt bzgl. der Meidung von Massenmedien schreibt, durchaus bedenklich.
    Meiner Meinung nach beeinflusst das Geschehen in der Welt sehrwohl unser Leben auch hier in Deutschland. Beispielsweise kamen diese obszön hohen Benzinpreise, wie man sie noch vor einigen Monaten an den Tankstellen verfolgen konnten, auch durch die Geschehnisse in Libyen zustande, im Verlauf derer Muammar al-Gaddafi letztendlich gestürzt wurde. Außerdem sollte man sich auch der sozialen Ungleichheiten im eigenen Land bewusst sein (Hartz IV, Rente), was bspw. im Zusammenhang mit der in diesem Jahr vielerwähnten „Schwarzen Null“ steht. Gerade beim Thema „Rente“ wurden ja erst kürzlich Entscheidungen getroffen, die jüngere Menschen jetzt noch nicht unmittelbar betreffen, das jedoch in der Zukunft tun werden.
    Auch für die unter uns, die noch zur Uni gehen (denn das was Ben macht, trauen sich nur die allerwenigsten), ist das politische Tagesgeschehen wichtig (Bologna, für Medizinstudenten Änderungen im Studienverlauf und in Approbationsordnung, …).

    1. Hey Max,

      ich mache auch seit einiger Zeit eine Mediendiät. Und ich bekomme doch das Wichtigste mit. An Zeitungsständen, wenn ich durch Berlin laufe. Wenn ich doch ab und an auf ZEIT Online lande. Wenn mir Freunde oder Blogleser Artikel zukommen lassen.

      Es geht Patrick so wie ich ihn verstehe vor allem darum, dass die ganzen vor allem negativen Schreckensnachrichten einfach eine Auswirkung auf deine Psyche haben. Ich habe das die letzten Tage wieder bei meiner Oma beobachten können. Bei jeder schlechten Meldung in den Tagesthemen sagte sie laut „Oh Gott…“ und war ernsthaft bestürzt. Das war ich auch. Aber ich weiß, dass ich an vielen Dingen nicht wirklich etwas ändern kann. Deshalb konzentriere ich mich darauf die Informationen zu bekommen, die ich brauche, um etwas ändern zu können.

      Lg, Ben

    2. Hey Ben,
      da hast du nicht ganz unrecht. Als ich Auszüge aus den Folterberichten der USA gelesen habe, ist mir schlecht geworden.
      Vielleicht muss man da einfach noch etwas zwischen den News differenzieren: Rente, PEGIDA, ISIS = wichtig; Flugzeug verschwunden, Udo Jürgens tot = unwichtig (außer man interessiert sich sehr für Udo Jürgens).
      Und man kann ja ohnehin nicht alles verfolgen; dafür gibt es viel zu viele verfolgenswerte Dinge.

      Meiner Meinung nach sollte man jedoch Bescheid wissen, was momentan in der Welt so abgeht. Sich aktiv gegen diese Nachrichten zu wehren ist da eher kontraproduktiv.
      Es kommt also drauf an, wie man den Absatz „Meide die Massenmedien“ interpretiert bzw. wie aktiv man das tut.
      Ich hatte es zunächst als sehr aktives Meiden aufgefasst (hab’s mir nochmal durchgelesen, hat sich jetzt geändert).

      Guten Rutsch ins neue Jahr 🙂

      P.S.: Ich bin über den ZEIT-Artikel auf deinen Blog aufmerksam geworden und lese hier jetzt seit 2 Tagen. Super Sache; ich bin echt begeistert und habe viele Anregungen gefunden! Da wäre nur noch die Frage mit der Umsetzbarkeit…Die Uni lässt nicht viel Zeit, um sich mit anderen Interessen zu beschäftigen und Arzt wird man leider nur mit einem Hochschulstudium.

      1. Hi Max,

        ich schaue mir einfach keine Nachrichten an und lese keine Zeitung. Ob ich die Medien so aktiv meide, keine Ahnung 🙂

        Ich verstehe deine Beispiele von Meldungen, die unser Leben zumindest indirekt beeinflussen. Aber ob ich nun weiß, wie die Benzinpreisschwankungen zustande kommen oder nicht: Das ändert wiederum nichts. Dass Flugzeuge abstürzen, ist tragisch. Da bin ich aber auch besser dran, wenn ich es nicht weiß, denn solche Meldungen verzerren nur die Realität (denn die sieht ja so aus, dass das Reisen mit Flugzeugen unfassbar sicher ist).

        Ich fahre sehr gut damit, auf Nachrichten zu verzichten. Es geht mir damit besser und ich vergeude weniger Zeit. Das kann natürlich jeder halten, wie er möchte.

        Beste Grüße und ein schönes neues Jahr!

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