Stell dir vor: Du hast gerade eine Million € gewonnen…

1 million euro

5 Minuten träumen. Und vielleicht herausfinden, was du wirklich machen willst.

Was würdest du mit 1 Million € tun?

Also nicht mit dem Geld – sondern mit deinem Leben?

Welchen Weg würdest du gehen? Würdest du studieren? Welcher Arbeit würdest du nachgehen?

Ja, was würdest du tun, wenn du von heute auf morgen 100 %tige finanzielle Sicherheit hättest?

100 % finanzielle Sicherheit!?

Mein Gefühl ist, dass wir viele unserer Entscheidungen aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus treffen.

Dieses Sicherheitsbedürfnis ist entweder unser eigenes – oder das unserer Eltern bzw. unseres Umfeldes.

Vielleicht hast du schon ein ganz gutes Gefühl dafür, was du machen willst. Oder vielleicht auch nicht.

Wo auch immer du stehst –

wenn du Glück hast, dann geben dir deine Eltern die Freiheit selbst zu entscheiden und deinen Weg zu wählen. Sie bieten dir ihre Unterstützung an, überlassen die Entscheidung aber dir.

Wenn es dumm läuft, dann reden dir deine Eltern dauernd rein (wie meine noch vor ein paar Monaten) – und legen dir nahe, den „sicheren“ Weg zu wählen. Also doch BWL studieren 😉

Das ist natürlich Quark und ich möchte hier keinesfalls BWL-Studenten diskreditieren.

Aber irgendwie ist es doch interessant, wie sich viele unserer Eltern den „sicheren Karriereweg“ für uns vorstellen.

Jedenfalls kommt darin das klassische Studium und Studiengänge wie BWL, Jura oder Medizin noch viel häufiger vor als alternative Bildungswege wie

Ich möchte damit nicht sagen, dass diese Wege funktionieren müssen. Oder dass sie etwas für jeden sind.

Aber hey, schaut euch doch mal um da draußen.

Da draußen entstehen Jobs, die sich unsere Eltern noch gar nicht vorstellen geschweige denn aussprechen konnten.

Oder wissen deine Eltern was ein Social-Media Manager ist?

Das Sicherheitsbedürfnis und unsere Eltern

Nun gut – Sicherheit ist nicht schlecht. Und auch irgendwie ein Grundbedürfnis des Menschen.

ABER –

was wenn du den „sicheren“ Weg gehst und dann mit Ende 20 (oder auch später) merkst, dass der Berater-Job doch nicht „dein Ding“ ist.

(Disclaimer: nichts gegen Berater. Ich treffe nur sehr viele Berater in letzter Zeit, die „aussteigen“ wollen.)

Hurra – hurra – dann kannst du dich bei deinen Eltern für den „sicheren“ Weg bedanken.

Vielleicht ist das ein Generationen-Ding. Ich jedenfalls frage mich manchmal: Können uns unsere Eltern wirklich verstehen?  

Dazu zwei noch 2 Gedanken: 

1.  „Sicherheit“ steht für „finanzielle Sicherheit“

Die „Sicherheit“ von der unsere Eltern sprechen ist (fast) IMMER finanzielle Sicherheit.

Robert Kraxner schreibt dazu:

Wenn jemand sagt: „Mit dieser Ausbildung wirst du einen sicheren Job haben!”, meint diese Person eigentlich: „Mit dieser Ausbildung wird es dir möglich sein, immer genug Geld zu verdienen.”

Klar, unsere Eltern möchten nicht, dass wir mal auf der Straße landen. Das möchtest du aber auch nicht, oder?

2. Gibt es diese „Sicherheit“ heute noch? 

Ich bin da ganz bei Robert, wenn er schreibt: Sicherheit ist eine Illusion.

Die Sicherheit, die uns auf den typischen Karrierewegen versprochen wird ist eine Illusion.

Denn: Immer mehr junge Menschen rennen an die Unis. Dein Abschluss wird so immer weniger wert. Die wirtschaftlichen Bedingungen ändern sich schneller denn je. Die Digitalisierung vernichtet Arbeitsplätze (und schafft gleichzeitig neue Möglichkeiten). Und das sind nur drei Beispiele.

Und das Schlimmste kommt erst noch….(einfach entspannen und weiterlesen 😉 )

Sicherheitsbedürfnis v.s. „Dein Ding“

Mein Kumpel Basti, der mit 23 sein erstes Unternehmen gegründet hat, hat mal gesagt:

„Ich glaube nicht an Berufswahl. Junge Menschen sollten sich lieber überlegen, was sie von ganzem Herzen machen möchten und dann genau das tun. Wenn Ihr einen Bestseller schreiben wollt, schreibt einen Bestseller. Wenn Ihr surfen wollt, geht surfen. Und wenn Ihr Euch mit großer Leidenschaft für Bilanzen interessiert, werdet Wirtschaftsprüfer“.

(aus dem Artikel: Gründung oder Festanstellung: Warum ein Beruf ein Risiko ist)

Das Sicherheitsbedürfnis hält dich unter Umständen davon ab wirklich das zu machen, was du wirklich machen willst.

Ja, das zu machen für das du eine echte Begeisterung hast (und was nicht nur „sicheres“ Geld bringt).

Das zu machen worin du wirklich wirklich gut und einzigartig bist.

Das zu machen, womit du einen Unterschied machen kannst.

“We’re here to put a dent in the universe. Otherwise why else even be here?”

— Steve Jobs

Ich mag das Gefühl einen Unterschied machen zu können.

Und es macht mich traurig, wenn Menschen aus reinem Sicherheitsbedürfnis Wege gehen, die sie nicht glücklich machen und ihnen schlussendlich auch keine „Sicherheit“ bringen.

Denn für mich ist die größte Sicherheit, dass ich etwas tue, was mich unendlich fasziniert, was mich begeistert, was mich auch an Feiertagen bis spät in die Nacht diesen Artikel schreiben lässt.

Was ich mit 1 Mio machen würde?

Weil es doch ganz spannend ist die Frage zu beantworten.

1) Was würde ich mit dem Geld tun? 

  1. Ich würde mir ein „Round the world“-Ticket kaufen
  2. Ich würde mir ein Ton-Studio mieten und eine Platte aufnehmen (Musik ist meine geheime Leidenschaft)
  3. Ich würde meine Social-Business-Idee in Nicaragua umsetzen
  4. Ich würde alle meine coolen Freunde in der ganzen Welt besuchen (mit dem Round the world-Ticket, versteht sich)

 

2) Was würde ich mit meinem Leben tun?

Ich würde mehr surfen und noch mehr Sport machen.

Aber sonst – würde ich weiterhin das hier für dich schreiben, was ich gerade schreibe. 100 %. Indianer-Ehrenwort.

(Okay, ich würde es wohl diktieren und abtippen lassen – kommt aber auf´s gleiche raus und ich schaffe noch einen Arbeitsplatz. 😉 )

Was würdest DU tun?

Nun konkret die Frage an dich:

1) Was würdest du mit dem Geld tun? 

Würdest du um die Welt reisen? (Hier sind 7 Gründe zu reisen, solange du jung bist.)

Würdest du einen Teil spenden? Oder ein Unternehmen gründen?

 

2) Was würdest du mit deinem Leben tun? 

Was würdest du tun, wenn du komplette finanzielle Sicherheit hättest?

Würdest du Kunst studieren?

Würdest du genau das machen, was du jetzt schon tust?

Wenn du magst nimm dir diesen einen Moment. Nur 5 Sekunden und frage dich selbst und ehrlich:

Was würde ich mit meinem Leben tun, wenn ich 1 Mio auf dem Konto hätte? 

Und das was in dem Moment in deine Gedanken kommt schreibst du auf. Vielleicht sind es auch mehrere Sachen.

Vielleicht hat es mit Deiner Karriere zu tun oder deinem Bildungsweg. Vielleicht sind es auch einfach nur Träume, die du dir gerne erfüllen möchtest.

Und wenn du sie so vor dir hast, dann kannst du schauen wie es sich anfühlt. Nimm das ernst, was dir in den Sinn gekommen ist – denn deine Intuition weiß schon ganz gut über dich Bescheid.

Und das Beste ist: Ich wette mit dir, dass bestimmt Dinge dabei sind, für die du gar keine 1 Mio brauchst. 😉

 

 

 

Ich freue mich, wenn du das mit uns teilst, was du herausgefunden hast. Dafür sind die Kommentare da.

Sonst kannst du auch alles was dir sonst so einfällt in den Kommentaren mit uns teilen.

Was würdest du mit deinem Leben tun, wenn du 1 Mio € auf dem Konto hättest?

 

 

 

 

 

Bei Karrierebibel in den Kommentaren kannst du schauen, was andere Menschen mit 1 Mio € so anstellen würden.
Bild: Tax Credits

Willst Du auch weniger auf die Gesellschaft hören und Dein eigenes Ding machen?

Hol´ Dir meine 7-teilige kostenlose Video-Serie und lerne die Kunst deinen eigenen Weg zu finden. 

>> jetzt die kostenlose Video-Serie abholen! <<

find_your_own_way_university-bdr

33 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Ben,

    sehr inspirierender Artikel!

    Ich versuche zur Zeit auch meinen Eltern bewusst zu machen, dass ich einen unkonventionellen Weg gehen möchte. Aber das ist gar nicht so einfach und kostet ganz schön Kraft. Wie hast du deine Eltern von deinem Weg überzeugt?

    Zu den Fragen:
    1) Was würdest du mit dem Geld tun?

    Ich würde definitiv Reisen! Das mache ich zwar auch ohne die Millionen (ab September geht es nach Neuseeland, Yiiihaaa!!) aber wenn ich einen Batzen Geld zur Verfügung hätte würde ich das ganze noch weiter ausdehnen. 🙂

    Ich würde viel von dem Geld in meine Bildung stecken. Das mag selbstsüchtig klingen, aber wie soll ich Menschen helfen, wenn ich nicht die beste Version meiner Selbst bin?

    2.) Was würdest du mit deinem Leben tun?
    Das unterscheidet sich eigentlich gar nicht so sehr von den Zielen, die ich auch ohne die finanzielle Sicherheit habe. Ich möchte selbstbestimmt arbeiten, Menschen helfen ein glückliches Leben zu führen und der Welt einen Mehrwert bieten.

    Mal schauen wo die Reise hinführt! 🙂

    Beste Grüße,

    Stefan

    1. Hey Stefan,

      danke für deinen Kommentar!

      Zu Deiner Frage: Mit den Eltern, das ist so ne Sache. Meine waren am Anfang echt krass drauf und haben mir erst mal jegliche Unterstützung verwehrt sollte ich nicht wieder an die Uni gehen. Ich habe aber auch zunehmend gemerkt, dass der erste und wichtigste Schritt ist finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Das war dann irgendwann der Fall (weil ich mich einfach krass down-gesized habe und mit ca. 600 € im Monat auskomme) und dann hab ich einfach gemacht, was sich für mich am besten angefühlt hat. Zu dem Zeitpunkt habe ich gemerkt wie viel ich gelernt hatte durch meine Projekte usw. Und dann habe ich das meinen Eltern kommuniziert (was nicht einfach war) aber ja, jetzt schicke ich ihnen die Zeitungsartikel und so 😉

      P.s. Ich mach´s gerade genau wie du und stecke das allermeiste wieder in meine Bildung – in Workshops, Seminare, Bücher und Co.

    2. Hey Stefan,

      das Gefühl kenne ich. Sitze leider im selben Boot.

      Es ist ein ständiger Kampf mit meiner Mutter und ihrem Freund. Obwohl es mit dem Freund noch schwieriger ist, da er überhaupt nichts von „Mach dein Ding“ hält. Als ich ihm die Idee von einem Studium ohne Uni erzählt habe, hat er mich für verrückt gehalten.

      So etwas darfst du dir nicht zu nahe kommen lassen, auch wenn es schwer ist.

      Ich glaube nicht, dass du irgendjemanden überzeugen kannst – schon gar nicht deine Eltern. Sie werden so lange skeptisch bleiben, bis du Erfolg hast.

      Das ganze kostet sehr viel Kraft – da hast du recht.

      Mir hat das letzte Treffen von anti-uni in Berlin unglaublich geholfen. Dort wurden meine Energiereserven wieder aufgetankt.

      Zu der Frage was ich mit 1 Million Euro machen würde:

      1.) Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht was ich damit machen würde. Wahrscheinlich den größten Teil anlegen und glücklich sein dass ich endlich keine Geldsorgen mehr haben muss. Da ich aber weiß dass Geld keine Sorgen löst werde ich mich …

      2.) … voll und ganz darauf konzentrieren mich selber zu entwickeln. Endlich müsste ich dann nicht mehr darauf hoffen, dass meine Krankenkasse die Gebühren für alternative Heilmethoden übernimmt.

      Viele Grüße
      Timo

      1. Hey Timo,

        freut mich sehr, dass dir das Treffen geholfen hat – und das nächste ist ja auch schon bald.

        Ich finde du sagst einen sehr schönen Satz: “ … voll und ganz darauf konzentrieren dich mich selbst zu entwickeln.“

        Das ist was erfolgreiche Bildung für mich bedeutet.

        Viel Kraft dir und bis zum nächsten Treffen!

        Ben

  2. Hallo Ben,

    Mit einer Million Euro in der Hinterhand lebt es sich wohl wirklich selbstbestimmter. Ich würde wohl tatsächlich das Studium nochmal überdenken.
    Ich würde definitiv trotzdem weiter bloggen. Ich blogge, damit Menschen sich selbst eine finanzielle Sicherheit schaffen können. Damit der Leser genau so agieren kann, wie du es hier mit der gedachten Million „simulierst“.

    Vielen Dank für dein Gedankenexperiment und ich hoffe, dass viele Menschen dadurch aufgeweckt werden.

    Schöne Grüße,
    Jannes

  3. Zunächst einmal vielen Dank für diesen Artikel, der, so wage ich zu konstatieren, unserer Generation, was auch immer die sein mag, aber ich behaupte mal die zwischen 1985 und 1995 geborenen Menschenwesen, aus ihrer tiefsten Seele spricht.
    Wir stehen vor Problemen, die euphemistisch „Herausforderungen“ genannt werden, die die Generation unserer Eltern nie hat träumen können; die standen im Saft des Wirtschaftswunders, mein Vater war popeliger Realschüler und hat es ins obere Management eines internationalen Konzerns geschafft – heute undenkbar; da muß selbst die Putzfrau studiert haben: FH Facility Management oder Kunstgeschichte…
    Reisen…Die Welt ist immer kleiner geworden, wir können nach London, New York oder Shangai, aber mal ehrlich: Ist doch scheißegal, weil London, New York oder Shanghai sehen eh alle gleich aus. Reisen bedeutet, die Welt in ihrer unfaßbaren Vielfalt kennenlernen, die Völker und Kulturen erleben, eine Zeit mit ihnen leben, ein Stück des Weges auf ihren Pfaden gehen.
    Und das wäre das Einzige, was ich machen würde. Ansonsten…wäre ich weiterhin Flaneur, schriebe für andere Leute ihre akademischen Arbeiten, weil sie zu dumm, zu faul oder zu sonstwas dafür sind, säße im Kaffeehaus, schliche durch die Nacht und würde alle paar Monate in die Welt hinaus fahren und darüber Bücher schreiben, jawoll!

  4. Hallo Ben,

    dachte darüber auch schon mal nach und hab das auch dann gebloggt. Als erstes würde ich glaube ich nichts tun sondern schweigen. Niemanden davon erzählen und alles erst mal seinen gewohnten Gang gehen lassen, also das Berufliche jetzt.

    Finanziell würde ich versuchen aus der 1 Million eine goldene Gans zu machen die mir Goldene Eier legt, sprich Zinsen in einer Höhe zu generieren von der man ein Jahr wie gewohnt über die Runden kommt.

    Wenn das klappt und man nicht mehr auf den 9 to 5 Job angewiesen ist, dann sein eigenes Ding durchziehen.

    Ich glaube ein jeder hat etwas, was er unter „sein eigenes Ding“ durchziehen versteht. Der eine möchte Künstler werden, der eine möchte Vollzeit Blogger sein und ein anderer möchte vielleicht eine Firma Gründen.

    Wir alle haben so viele Träume und Wünsche, welche mit einer Million im Rücken, leichter zu Realität werden könnten als mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt….

    Gruß und danke für den tollen Beitrag und für ein wunderbares Blog und lass dich nicht von deinem Weg abbringen.

  5. Hi Ben,

    toller Artikel. Freut mich riesig, dass ich im Artikel zitiert werde. 🙂 DANKE

    Zu deiner Frage, was ich mit €1.000.000 machen würde:
    Ich habe auch einen Artikel für die Blogparade von karrierebibel.de geschrieben. Meine Antwort findest du hier: http://www.robertkraxner.com/millionaer-ueber-nacht/

    Bezüglich „finanzieller Sicherheit“
    Durch meine Erfahrung als Geld& und Wertcoach habe ich gelernt, dass finanzielle Sicherheit nicht vom Betrag abhängig ist. Ich habe reiche Menschen kennengelernt, die ständig Angst hatten, alles zu verlieren.
    Ich habe auch Menschen kennengelernt, die wenig hatten, jedoch das Vertrauen, dass immer genug da ist.

    Die Frage die sich stellt ist, wovon finanzielle Sicherheit und Freiheit abhängt. 🙂
    (Und schon wieder habe ich eine Artikelidee geboren. 🙂 )

    Alles Liebe Robert

  6. Hey Ben,

    guter Artikel!
    Am Schluss musste ich schmunzeln. Ich mag an der Stelle die 4 Stunden Woche von Tom Ferris, wo er schreibt, dass viele gar kein Millionär sein wollen, sondern nur wie einer leben wollen.

    Ich hab da schon viel drüber nachgedacht. Wenn man an Millionär sein denkt, dann sehen viele nur die positiven Aspekte wie Sicherheit und die Möglichkeiten. Wenn das Geld aber nicht wie in deinem Gedankenexperiment vom Himmel fällt, steckt bei den meisten viel Arbeit dahinter. Da bleibt dann wenig Zeit für um die Welt reisen und Co.

    Drum muss es gar keine Million sein. Mit monatlich 2000-3000 Euro netto können die meisten jungen Menschen doch schon richtig gut Leben, verreisen wann immer sie wollen, gutes Auto fahren (Leasing) und das Leben so richtig genießen. In meinen Augen ist das auch etwas, was unsere Generation von der vorherigen unterscheidet. Status ist heute mit viel weniger Geld zu erkaufen, als noch vor 30-40 Jahren.

    Zuletzt noch zu den Jobs: Ich hab letztens erst gelesen, dass wenn jemand heute anfängt zu studieren, dann gibt es in 70-80% der Fällen den Job, den er nach dem Studium macht, noch gar nicht. Aber das verstehen viele Eltern einfach nicht. Die (Berufs-)welt ist so komplex geworden, dass es viele verschiedene Wege gibt. Und auch solche Wege, mit denen man seine 2000-3000 Euro netto im Monat verdienen kann, ohne 40-50h/Woche zu arbeiten.

    Schönes Wochenende
    Christoph

  7. Ha ha – ich bin eine Mama mit zwei Kindern (20 und 18) und meine Denkweise war immer schon anders 🙂

    Meine Schwiegermutter sagte immer zu Lukas (jetzt 20): „Du wirst schon sehen, wenn dein Zeugnis nicht so gut ist, dann bekommst du keinen Job!“ Ich darauf zu Lukas: „Du wirst schon sehen, dein Zeugnis ist nicht so wichtig, wenn du ein super Auftreten hast und weißt was du willst und machst, was dir Spaß macht – dann brauchst du kein Zeugnis!“

    Und so war es auch – er musst noch nie ein Zeugnis zeigen – er ging einfach „schnuppern“ 🙂

    Mit Susi war ich gestern bei der Uni, weil sie diese mal anschauen wollte. Wir standen davor und entschieden dann einen Kaffee trinken zu gehen. Irgendwie hatte sie keine Lust. Sie meinte: „Mama, du müsstest mir jetzt sagen – wir sind jetzt da und jetzt schau dir doch das und das und das an und nicht – gehen wir einen Kaffee trinken!“

    Ich: „Warum soll ich das sagen, ich spüre ja jetzt schon, dass du da nicht her passt :-)“

    Ich habe auch studiert – nebenberuflich, weil ich dachte, dass ich das brauche. Während des Studiums habe ich mich gefragt, für was das alles gut ist. Gut, für das System, es hat mich weitergebracht – aber auch nur, weil das System so ist – ob ich deshalb viel besser war? Ich glaube nicht.

    Mein Credo an die Jugend: Macht das was euch Spaß macht, geht unkonventionelle Wege – so lange ihr jung seid und keine Familie habt, geht das noch super einfach. Seid offen für Neues und dreht die Systeme um!!!! Viel Spaß dabei!!

    LG
    Cornelia

  8. Freiheit geht immer einher mit Angst. Der Mensch hat von Natur aus Angst von dem Ungewissen, daher rührt auch die Angst der Dunkelheit. Und die ganzen Menschen die hier diese inspirierenden Kommentare geschrieben haben, sind der Beweis dafür, dass man Freiheit niemandem aufzwingen kann. Die einzige Möglichkeit nach seiner eigenen Freiheit zu greifen ist an seine eigenen Fähigkeiten zu glauben; man muss es vorgelebt bekommen, um das Verlangen nach Kontrolle loszulassen. Aus diesem Gedanken stammt übrigens das Wort Gelassenheit von Meister Eckhart. Unter anderem ist die Demokratie aus diesem Grund mit ihrem Expansionsdrang so unerfolgreich.
    In diesem Sinne, ein Dankeschön an Ben und seiner Expansion von wahrer Freiheit.

    besten Gruß

    Milan

  9. Hallo Ben,

    Toller Beitrag, der so schön deutlich sagt, was Sache ist, auch wenn er vielleicht für manche Leser an einigen Stellen schmerzhaft sein dürfte.

    Ich fühle mich durch diesen Beitrag in doppelter Weise angesprochen, als Sohn meiner Eltern und als Vater unserer Kinder (Generation 83, 86).
    Ich hatte sicher Eltern wie du sie beschreibst, ich „wurde mit 8 Jahren gewusst“, was ich werden wollte, war brav und hab dann im Studium gemerkt, was da passiert. Ich bin dann gegen viel Widerstand meinen Weg gegangen, der mich viel gelernt hat, der sich zT in anderen Ländern bis in die USA abgespielt hat und der mich schließlich dahin geführt hat, dass ich Konfuzius fast komplett unterschreiben kann :
    Such dir eine Arbeit, die du gerne tust.
    Dann brauchst du keinen Tag
    in deinem Leben mehr zu schuften.

    Dieser Weg, mein Weg, hat mich das gelehrt, was ich jetzt bin und kann. Und was ich gelernt hab – und auf keiner Uni und in keinem Institut gelernt hätte – macht mich zu dem guten Psychotherapeuten, der ich bin.

    Unser Sohn hat es ähnlich gemacht, er hat früher begonnen zu zweifeln, er hat schon in der Schule geschmissen, gearbeitet, selbst gelernt, notwendige Prüfungen extern abgelegt. Mir war dabei nur wichtig, dass er etwas macht, etwas, das sein Ding ist. Es war für ihn – es ist wohl für niemanden – nicht leicht, das zu finden, aber jetzt hat er es … und sucht dann ab und zu immer noch.

    Diese Dinge sind beschwerlicher als vorgekaute Ausbildung, aber gerade Biographien sind langweilig. Und langweilige Leute gibt’s schon genug!

    Noch eine Randbemerkung: Meine Elterngeneration war sicher so, wie du sie beschreibst (mein Vater ist sogar aus Sicherheitsdenken wieder zur Bundeswehr gegangen, obwohl er gerade den Krieg erlebt hatte), aber wir (also sozusagen eure Elterngeneration), da gibt’s schon einige, die so denken wie ihr. Nur so laut drüber reden, das hätten wir nicht können, oder besser, darauf sind wir nicht gekommen.

    So, hat sich die Frage nach dem Geld damit erledigt?
    Ich würde Schulden bezahlen, vielleicht ein Jahr herumreisen und dann so weitermachen wie bisher, und das hoffentlich noch eine Weile.
    Ich bin ziemlich sicher, dass zumindest unser Sohn ähnlich antworten würde.

    Alles Gute weiterhin

    Hans

  10. Hi, ich bin auch eine Mama, allerdings sind meine Kids noch kleiner (7 J., 4 J. und 7 Monate) – und freilernend ;-). Das schränkt mein persönliches Zeitfeld etwas ein 😉
    Mein Lebensweg (Jahrgang 1974 und somit Angehörige der Generation X, Golf oder whatever) war etwas anders – aufgrund eher suboptimaler Voraussetzungen war MIR erstmal dann Sicherheit wichtig. Und Unabhängigkeit zugleich. Ich war früh auf mich gestellt, habe viel erreicht. Und – allein bringt man sich immer irgendwie ganz gut durch, da reicht auch ein Tausender; mit größerer Familie sieht das schon etwas anders aus.
    Und doch. Was täte ich mit der Million? Eigentlich nicht soo viel anderes als jetzt, nur wohl länger und ohne Gedanken an ein „danach“ oder „später“.
    – wir würden auch mit unserem Wohnmobil auf eine lange Reise gehen, wie jetzt auch; höchstens wäre das Wohnmobil vielleicht etwas größer oder hätte noch mehr Autarkie und die Reise wäre tendenziell eher mehrere Jahre statt wie jetzt mindestens mehrerer Monate (Ende offen).
    – wir würden unser Haus vermutlich einfach „nebenher“ behalten, wohnen und umziehen wäre nochmal einfacher
    – wir würden nur noch Dinge tun zu unserer Freude, ohne irgendeine Verbindung zu Verdienst oder dafür Geld verlangen
    LG
    Lena

  11. Hallo Ben,
    vielen Dank für den Artikel. Ich bin tatsächlich durch den ZEIT-Artikel auf deinen Blog gestoßen und bin sehr froh darüber. Deine Beiträge inspirieren und motivieren mich total nochmal genau zu überdenken was ich ab September diesen Jahres tatsächlich mache möchte.

    Meine Eltern lassen mich zum Glück selbst entscheiden, welchen Weg ich gehen möchte. Die Frage, wie es mit der finanziellen Sicherheit bei meinen Träumen steht, erhascht mich höchstens in einem kleinen Nebensatz. Der reicht manchmal aber leider auch schon aus, um eine Seifenblase zu zerplatzen. Doch bisher schaffe ich es immer wieder einen Neue zu machen. (Haha!)

    Mit dem Geld würde ich auch auf jeden Fall verreisen, Menschen und ihre Kultur kennen lernen und natürlich auch spenden – aber nicht nur einfach den Leuten das Geld in die Hand drücken. Ich würde mich an Hilfsprojekten vor Ort beteiligen und mit anpacken wollen. Und ich würde mir die Zeit nehmen all die Dinge auszuprobieren, die ich mir im Moment nicht finanzieren kann oder dafür zu eingebunden bin. Mit einer Kamera würde ich von meinen Reisen berichten und viele Fotos mit der Welt teilen und ich würde ganz bestimmt nicht das tun, was ich jetzt mache. Sondern das, was ich letztes Jahr gemacht habe: Meine Begeisterung für etwas mit der Welt teilen und Freude bereiten.

    Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dafür keine Million brauche. Nur Zeit, Geduld und eine große Portion Mut meinen eigenen Weg zu gehen.

    Ich freue mich sehr mit dir, dass du schon ein paar Schritte weiter bist als ich. Auf jeden Fall weitermachen! 🙂 Alles Gute und ein schönes Wochenende,

    Anna

    1. Hey Anna,

      danke für deinen Kommentar erstmal und cool dass du hier bist!

      Da war der ZEIT-Artikel ja scheinbar doch für etwas gut 😉

      Finde es voll schön was du schreibst und ich finde mich in vielem wieder. Reisen ist einfach echt eine coole Sache und auch ich erinnere mich voller Erfüllung an meine Zeit in Nicaragua wo ich vor Ort vor allem mit Kindern gearbeitet habe (auch wenn ich zugegebenermaßen sehr mit mir selbst beschäftigt war damals und daher ein wenig faul war….).

      Finde es voll gut, dass du deinen eigenen Weg gehen möchtest und jetzt möchte ich natürlich auch noch mehr darüber erfahren 😉

      Schön, dass du hier bist und liebe Grüße in die weite Welt,

      Ben

  12. Was ich mit 1 Mio Euro machen würde? Meine aktuellen Studiengebühren bezahlen, die Schulden bei meinen Eltern zurück zahlen und den Rest anlegen – bis ich mit dem Studium fertig bin und dann reisen für den Großteil des Geldes. Mit dem Rest dann in eine Stadt ziehen, die eine Arbeit für mich hat. Und vielleicht bleibt ja noch was über für ein Gerrard-Trikot.

  13. Ein paar Jahre reisen, mich von allen finanziellen Verpflichtungen und unnötigen Beziehungen lösen und mich dann irgendwo, wos schön warm ist, niederlassen und ein kleines Lokal oder eine coole Bar aufmachen. 🙂 Den Rest dann anlegen, vermehren und was Gutes tun.

  14. Hallo Ben,
    danke für diesen tollen Artikel. Er regt wirklich zum Nachdenken an.
    Mit einer Million, was könnte man damit machen? Hoffentlich auf dem Teppich bleiben. Ich könnte meinen Eltern die finanzielle Sicherheit zeigen. Denn erst letzte Woche kam der Satz: du musst langsam (finanziell) unabhängig werden. Ich studiere im 6. Semester im Bachelor und bekomme neben dem Bafög etwas finanzielle Hilfe. Ja damit hätte ich ein finanzielles Polster um mit 25 mal wieder sich losreißen zu können 🙂
    Ach ja und unser Haus renovieren, ich bin zwar vor 9 Jahren ausgezogen, aber ich mag die Flickschusterei von meinem Papa nicht, und das liegt nicht am fehlenden Geld.

    In meinem Leben ändern… das ist schon ne krasse Überlegung. Ich weiß gar nicht ob mir reisen liegt. Momentan sitze ich in Irland und genieße den bezahlten Urlaub (Erasmus ist was feines 🙂 aber hab ich Freude außerhalb Europas? USA? Australien? Ich muss es herausfinden. Work and Travel strebe ich an, mit dem Geld würde ich mir keine Gedanken machen, wenn ich keinen Job finden würde 🙂
    Ich möchte gern helfen, ob mit oder ohne Geld, vor allen in den Entwicklungsländern. Als Ingenieur würde ich gern die Stromversorgung sichern und Dieselgeneratoren abschaffen, vor allem in Krankenhäusern.

    Aber ich bin so scheiße spontan, dass ich keinen blassen hab, wo mich mein Weg hinführt. Meinen Eltern erzähle ich gar nicht so viel was ich tue. Das Studium habe ich für mich getan und ja ich gebe zu, ich stehe auf den Abschluss, ich möchte ein Zeugnis mit B Eng. 🙂
    so viel zu Anti-Uni ^^

    Lese trotzdem gerne deinen Blog.

    Ein schönes Wochenende
    LG
    Lydia

  15. Ich würde erstmal furzen. Aber so richtig!

    Dann würde ich reisen wie jeder andere auch. Dann würde ich ein richtig ordentliches Rockstarleben führen. Ich würde die Leute anrotzen und mit den Besten der Besten meines Faches Musik machen. Und ich würde nützliche Dinge designen, Apps, Möbel. Ich würde da viel Geld reinstecken, damit ich die Leute mit den besten Materialien arbeiten könnte – und am mesiten Knowledge bekomme. Und dann würde ich wieder reisen 😀

  16. Hey Ben,

    mit 1 Mio. würde ich mir ne Wohnung kaufen, in der meine Schwestern und ich Platz hätten. Einen Teil würde ich zurücklegen, sodass ich sparsam davon leben kann. Den Rest würde ich investieren in gemeinnützige Projekte, nach und nach. Außerdem würde ich meine gewonnen Zeit damit verbringen für gemeinnützige Projekte zu arbeiten.

    Vielleicht noch interessant für Dich:

    Ich finde Deinen Ansatz und Deine Idee großartig. Du sprichst ein Bedürfnis an, was jeder Mensch hat, selbst zu entscheiden, ohne sich dem gesellschaftlichen Mustern zu unterwerfen. Doch wird das Selbstbestimmen durch bestimmte Werte, die unserer Gesellschaft kennzeichnen, wie zum Beispiel „Sicherheit“ unterdrückt.

    Wie Du Deine Ideen kommuniziert, über das Netz und versuchst jeden einzubinden, und weil man sich Deiner Idee so nahe fühlt, eben weil Du so offen und direkt kommuniziert, das hat etwas, was mich an Herr Prof. Dr. Kruse erinnert, der Unteranderem über Gesellschaft, Kreativität und der Revolution 2.0 referiert. Leider kann ich die Verquickung seiner Forschung mit Deiner Idee nicht in Worte fassen, aber vielleicht findest Du ja einen Ansatz aus folgenden Beiträgen von Herrn Kruse auf youtube.com:

    http://www.youtube.com/watch?v=DNbD3bCijS4

    http://www.youtube.com/watch?v=j_sv8nPLtnU

    Viel Spaß beim Anschauen

    1. Hey Nora,

      denke für deinen Kommentar und die zwei Video-Tipps!

      Habe vor ein paar Tagen schnon was von Prof. Kruse zum Thema Kreativität gesehen, was mich echt umgehauen und zum Nachdenken angeregt hat.

      Ganz lieben Dank also für die Videos!

      Liebe Grüße!

      Ben

  17. Ich finde es unglaublich schwer „ich würde“ zu sagen. Denn 1. kommt es anders und 2. als man denkt. Zunehmend merke ich, wie einfach es ist seine Ziele ohne viel Geld zu erreichen. – Die Herzen von Menschen kann man ganz ohne Geld erreichen, indem man ihnen einfach zuhört. –
    Wenn ich Fischer wäre, den ganzen Tag die Angel ausgeworfen am Fischen. Dann käme ein Mann und würde mir sagen : Investiere in ein Boot, das bringt Dir ein vielfaches an Fang. Du wirst genug verdienen um den ganzen Fisch verarbeiten zu können. Ein ganzes Imperium kannst Du aufbauen und einen Batzen Geld verdienen. Und dann kannst Du Dich zur Ruhe setzen, jeden Tag an den See gehen und die Angel auswerfen. – Aber das mache ich doch jetzt schon Tag für Tag, wofür also viel Geld haben wollen. In diesem Sinne alles Gute für Eure Zukunft, denkt dran Geld ist nicht Alles –
    Vielen Dank Ben für diesen wundervollen Artikel

  18. Hallo Ben,
    ich finde deinen Artikel echt gut. Ehrlich gesagt gibt er mir ein bisschen Mut, dass mein Weg doch der richtige sein könnte. Ich wurde von zu Hause aus immer auf Sicherheit getrimmt. Mittlerweile ist mein eigenes Sicherheitsbedürfnis so groß, dass mich das Ungewisse zu erschlagen droht. Trotz der großen Angst vor der Ungewissheit habe ich den Schritt gewagt, dass zu tun was ich will und nicht das was andere von mir erwarten. Ich mag mich in der Rolle des „anders sein“, aber es ist schwer und beängstigend. Ich habe zuerst ne Ausbildung als Tierarzthelferin gemacht, dass war im Nachhinein jedoch nicht wirklich mein Traumjob. Dann habe ich BWL studiert, einfach weil ich Zahlen mag. Während des Studiums habe ich ein Kind bekommen und nein es war kein „Unfall“, ich habe mich bewusst dafür entschieden. Irgendwann war mein Studium fertig und die große Frage: „Was will ich eigentlich machen“ kam wieder hoch. Mein eigens Sicherheitsbedürfnis hätte mich gerne in einer Festanstellung gesehen, mein innerer Rebell hat bei dem Gedanken fast gekotzt. Ich hasse diese Sicherheitsmentalität, klar ist es schön wenn man keine Geldsorgen hat, aber der Preis den man dafür zahlen muss ist manchmal ganz schön hoch. Ich habe mich gegen die Sicherheit entschieden und mich selbstständig gemacht. Ich habe mir was ausgesucht, was mir gefällt und mit dem ich vielleicht eine Kleinigkeit verändern kann. Seitdem kämpfen jedoch täglich mein innerer Rebell gegen die Sicherheitsarmee. Auch kein schönes Gefühl. Na ja vielleicht bekomme ich bald ein kleines Stück Sicherheit zurück 🙂
    Zu der Frage was ich mit 1 Mio machen würde. Ich würde genau das tun was ich jetzt mache nur mit weniger Angst und ich würde mehr Reisen, denn ich habe immer das Gefühl, dass die Welt mehr zu bieten hat und dieses „mehr“ will ich finden.

    1. Hey Corinna,

      danke für deine Offenheit und deine ehrlichen Worte. Ich finde großartig welchen Mut du hast und dass du deinen Weg gehst.

      Meine Hochachtung und ich freue mich noch öfter von dir zu hören!

      Liebe Grüße,

      Ben

      P.s. das mit dem Sicherheits-Rebell ist echt so eine Sache. Ich kämpfe auch ständig mit ihm…Aber mit der Zeit wird es besser. Ich werde demnächst mal einen ausführlichen Artikel dazu schreiben.

  19. hey ben,

    sry für die bevorzugte kleinschreibung …
    das wird ein roman Ben, weil ich dieses thema einfach liebe 🙂

    zunächst muss und möchte ich deinen blog loben 🙂 das ist ein „sau-cooler“ blog, der hoffentlich vielen menschen die augen öffnen wird!
    denn im deutschsprachigen raum ist diese art zu leben noch nicht so verbreitet wie z.b. in den staaten … was ein armutszeugnis für so ein hochentwickeltes land wie DE ist :/ aber iwie muss man das gesamte system bei laune halten 😉
    wir brauchen menschen, die den mut und willen haben etwas zu verändern und im besten fall ein unternehmen zu gründen, welches einige oder sogar viele menschen positiv beeinflusst 🙂 arbeitsplätze bietet usw.
    es ist auf keinen fall ein einfacher weg und auf sicher wesentlich schwieriger, zeitaufwändiger als der traditionelle weg!

    aber es wird sich lohnen …

    ich bin selber so ein verrückter typ, der vieles hinterfragt hat und einfach seinen eigenen weg gegangen ist und geht. meine eltern waren auch nicht begeistert als ich mein informatik-studium und ende 2010 mein bwl-studium an ebenfalls einer sogenannten ELITE-UNI abgebrochen habe. wichtig ist, dass man sein ziel vor augen hat und den passenden weg muss man eben abwägen: „führt mich die uni an mein ziel oder nicht sollte man sich fragen und ehrlich antworten!“
    die antwort war für mich ganz klar nein. aber für viele bereiche ist der besuch einer uni notwendig (z.b. ärzte). aber keine uni der welt macht dich zu einen erfolgreichen entrepreneur … diesen weg muss man selber gehen und ich denke um dieses thema dreht es sich in deinem blog „Anti-Uni“ bzw. möchtest du grandioser weise deine leser dazu anregen und ist einfach klasse 😀

    im endeffekt sollte man SEIN EIGENES LEBEN LEBEN und nicht das von x oder y … geschweige denn iwas bereuen im leben … ach hätte ich mal damals dieses und jenes -> man sollte wirklich nicht bereuen etwas getan oder nicht getan zu haben … denke ich.

    es ist bestimmt nicht leicht respekt, anerkennung für den weg zu erhalten … eher MISSACHTUNG und GELÄCHTER… da musste ich und muss ich teilweise noch durch, aber wie Churchill bereit gesagt hat sollte man Nie Nie Nie nie NIEMALS aufgeben!
    alle wollen steve jobs, larry ellison, bill gates, elon musk usw. sein bzw. den lifestyle leben aber niemand will diesen weg gehen um zu dieser außerordentlichen person zu werden und das aus materieller sowie spiritueller sicht.
    folge deinem herzen, tue etwas wo du 100% hintersteht und mache damit das leben von den menschen wertvoller, lebenswerter … dann steht deiner karriere und deinem erfolg nichts im wege 😉 achja … gebe nie auf!

    danke für deinen blog und danke für die rege beteiligung in den comments.
    grüße olaf

    ben, wenn du lust hast, würde ich gerne mal einen gastbeitrag für deinen blog verfassen … kannst mir diesbezüglich gerne schreiben (meine mail hast du nun ja 😉

    1. Hey Olaf,

      du hast es genau erkannt – danke für deinen großartigen Kommentar!

      Wie du sagst: „Keine Uni macht dich zum erfolgreichen Entrepreneur.“

      Gastbeitrag? Gerne! Wenn du Ideen hast, schick sie gerne rüber! (Ich schreib dir auch nochmal ne Mail)

      Beste Grüße!

      Ben

  20. Hallo,
    ja wie jeder andere auch hatte ich auch noch vor kurzem vor was „sicheres“ zu machen. (Habe vor 2 Monaten das Abitur gemacht, hatte aber nur ne schlechten 2,0 Schnitt)

    Ich dachte vor meinem Abitur was mit Informatik und Biologie (war in Bio halt sehr gut)
    aber da ich persönlich eh getreu dem Motto „Steht nicht im Rahmenlehrplan…ist nicht wichtig“ gelebt habe na ja …ich glaube nicht, dass ich für Bioinformatik brennen würde.

    Ich habe daher mal geguckt wie die Freizeitgestaltung der letzten 6-8 Jahre war und werde mich daher als Spieleprogrammierer versuchen….

    Die Berufschancen sind sehr schlecht und der Lohn ist eine katastrophe und sicher ist der Beruf definitiv nicht aber das ist mir sowas von egal…

    Ich werde das im übrigen studieren (Medieninformatik und Interaktives Entertainment…man kann wählen zwischen dem Design Zeugs (wenn ich halt das machen will) oder dem Informatikteil (derzeit will ich was mit Mathe unso machen), da ich Prüfungen wichtig finde und na ja etwas Struktur und Kritik muss sein und ich will natürlich aus dem Fehlern meiner Schulzeit lernen will. (Getreu dem Motto, wenn das ne 4 ist, ist es auch egal)

    Der Abschluss in der Spielebranche wäre im übrigen eh unwichtig und falls ich mal selbstständig arbeiten möchte na ja da hilft mir mein Abschluss sehr viel…(also z.B. als Kopierpapier)

    aber na ja der Studiengang wird halt von einer Fachhochschule angeboten, die halt in ner Provinz liegt (Mittweida) und der Ort ist halt zum Teil …nicht so schön….aber deshalb gibt es dort Studiengänge, die halt nicht 0815 sind… (also mit nen klassischen Informatikstudium…na ja könnten solche Unis nicht überleben daher sind des halt auch wirklich „innovative“ Studiengänge)

    man könnte es auch ohne Studium versuchen…aber na ja Informatik, da hilft so ein Studium schon was (Computergrafik macht vermutlich erst Spaß…wenn man sich wirklich auch intensiv damit befasst hat) und Designzeugs….na ja falls ich dann feststelle das ich doch taxifahrender Gamedesigner werden will kann ich das auch in meinem Studium wählen. (und man muss da halt Praxisarbeiten abgeben…viele…sehr viele)

    Kurz nochmal zusammengefasst:
    Gamedevelopment: furchtbarer Job man muss mind. ne Million Zeilen mal schnell programmieren
    Gameartist: wer zeichnen will (und damit Geld verdienen will) soll Architektur oder sowas machen und Gameartist ist doch na ja ….auch nicht so toll (wie bereits erwähnt: Taxifahrerstudium)

    mit ner Million Euro würde ich dann mir Zeit nehmen und ne (vermutlich floppende) Spieleentwicklerfirma aufmachen

    und im übrigen gilt immer der Satz: wer nichts kann wird Lehrer oder ich mache ne Ausbildung bei der Bank (getreu dem Motto. ich zauber mal einen Kredit her) nach dem Studium…oder halt Taxifahrender Spieleentwickler

    und das Thema reisen…also ich sage es mal so….kommt der Job zu mir bleib ich hier…wenn nicht gehe ich zu ihn hin.-

  21. Erst mal Ben, ich freue mich voll über deine Begeisterung, die lässt mich jedes Mal lächeln (: Ich freue mich total aufs nächste Anti-Unti-Treffen. Und ich beantworte mit Freude diese Frage, habe ich doch in letzter Zeit oft über Ähnliches nachgedacht.

    Also:

    Mit einer Million Euro würde ich mir erst mal eine super schöne, kleine, passende Wohnung in Halle organisieren.
    Dann würde ich Filme drehen.
    Und ich würde zu allen Camps, Weiterbildungen, Seminaren, Festivals und Anti-Unitreffen der Welt fahren auf die ich Lust hab. (:
    Ich würde mir einen neuen Apple, oder etwas besser transportables, internetfähiges holen und damit sehr, sehr gut umgehen (:
    Ich würde mich über alles belesen, alles lernen und Kurse machen, was ich lernen will.
    Ich würde etwas gründen, wo alle zusammen kommen und lernen können, wie sie wollen.
    Außerdem würde ich noch so etwas wie eine Website bauen, auf der man seine Träume und Visionen schreiben und teilen kann, denn ich denke, dass einen das weiterbringt.
    So, dann würde ich noch, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, reisen. Ich würde dann sowieso einfach irgendwo hinschwubsen, wenn mir die Gelegenheit kommt, aber das ist noch nicht so festgelegt. Außer, dass ich Story und Ellika in Amerika besuchen würde.
    ich würde mir die Zeit nehmen und all meine Inspirationsspaziergänge, -Unternehmungen und -essen machen, nach denen mir ist.
    Ich würde zu den Theaterstücken meiner Freunde fahren und mich in eine coole Agentur einkaufen (:D nein, nicht einkaufen, aber ich hätte dann Geld um ein Demovideo zu machen usw. womit ich da reinkommen kann), die Filme macht, die mir gefallen, die weiterbringen und dann würde ich mit eifrig roten Wangen und leuchtenden Augen ganz viel spielen.
    Ich würde super Projekte unterstützen und einfach ziemlich gechillt sein und mir sowohl einen Draufblick auf alles, als auch Einblicke in alles (durch die Kurse und so siehe oben) gönnen. Dann könnte ich über meine Beobachtungen schreiben und sie mitteilen.
    Vielleicht würde ich mir ein Auto kaufen, oder auch nicht, weil ich hätte ja dann so viel Geld, dass ich eh immer über all hinfliegen und Zug fahren kann, wie ich möchte (bisher trampe ich viel).
    Ich würde nur noch Klamotten kaufen, die mir richtig gefallen und die einen guten Entstehungsweg haben. Und ich würde meiner Intuition folgen und mich nicht verrückt machen lassen.
    Und ich hätte einfach voll genug Geld um auf Konzerte zu gehen, ständig auswärts zu essen und einfach keinen Stress zu haben und zu denken :“Kann ich mir das leisten?“ und ich klönnte selber Leute einladen. Das wär soooooo cool. (:

    Haha, das ist viel länger geworden, als ich dachte.
    Danke Ben, das hat mir jetzt voll gute Laune gemacht und da gibt es ja tatsächlich ein paar Sachen, die ich auch jetzt schon machen kann (:

    Liebe, Liebe!
    Leoni

  22. Hallo Ben und hallo alle anderen,
    diese Frage stelle ich mir alle paar Monate immer wieder und das schöne ist, dass von Jahr zu Jahr meine Antwort darauf immer eindeutiger wird….
    Da mir Selbstbestimmtheit und Resilienz ganz wichtig sind, würde ich mir einen kleinen Selbstversorgerhof für mich und meine Familie aufbauen, am besten mit interessanten, gleichgesinnten Menschen in der Nachbarschaft, mit denen sich alles mögliche austauschen lässt.
    Mein Traum ist ein großer Garten für intelligente Faule, der einem mit relativ wenig Aufwand leckerste Nahrung bietet (ja, das gibt’s ;-)).
    Und dann würde ich viel Zeit in Musik und Schreiben stecken…. Musikevents organisieren (z.B. auf dem Hof), selbst Konzerte spielen, Konzerte besuchen, Creative Commons Musik kreieren und machen…… all sowas. Und dann viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen, auf welche schöne Weise auch immer.
    Danke für deinen Artikel und viele Grüße!
    Nadine

    P.S. In welche Richtung geht denn deine Musik? Falls es soweit kommt und du deine Platte aufnimmst, meld dich gerne, ich freu mich immer über kleinere Muskikprojekte als Sängerin und vielleicht passt’s ja. 🙂 Im Moment arbeite ich mit Botany Bay (online) unter anderem daran: http://m.soundcloud.com/botanybaymusic/all-good-things-demo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *